Unsere Angebote

Christliche Kirchen und RPI beteiligen sich an Angeboten

Am 23. Mai dieses Jahres wird das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 75 Jahre alt. Das ist auch für uns als christliche Kirchen in Niedersachsen ein Grund zum Feiern, denn als Christinnen und Christen leben wir die Werte, auf denen unser Grundgesetz basiert. Und wir engagieren uns kritisch und konsequent für die Würde aller Menschen, Demokratie und eine soziale Gesellschaft. Das ist umso wichtiger, da aktuell grundlegende demokratische Errungenschaften in Frage gestellt werden. „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN“ (Jeremia 29,7). Dazu gehört auch das Engagement für das Grundgesetz, das „im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen“ damals wie heute dem Frieden dienen will (Präambel).

Impulse und Informationen

Religion in 60 Sekunden

Jede Woche neue Fragen und Themen? Prof. Wolfgang Reinbold ist Beauftragter für Kirche und Islam der hannoverschen Landeskirche und hat schon über 150 Videos veröffentlicht. In rund einer Minute bringt er Erhellendes auf den Punkt. Sein neues Buch "Warum ist der Budda so dick?" nimmt 101 Fragen auf und bietet zusätzlich zum Text QR-Codes mit Links zu den Videos.

zu den Videos

Von lächelnden Buddhas und singenden Mönchen

Wer die Lernwerkstatt im RPI Loccum betritt, wird schnell in den Bann der vielen kreativen Ideen für lebendigen Religionsunterricht gezogen. So manche*r Besucher*in hat hier unten schon die Zeit vergessen und ist abgetaucht in die zahlreichen Anregungen für den eigenen Unterricht. In Form von Materialien und Entwürfen kann all das gesichtet und umgesetzt werden, was Schüler*innen am Fach Religion besonders begeistert: lebensnahe, humorvolle und religionspädagogisch fundierte Formate, die in allen Schulformen und Jahrgangsstufen einsetzbar sind.

Auch die neue Ausstellung „Spiel, Spaß und Spannung – religiösen Themen auf der Spur“ überrascht wieder mit klugen und anschaulichen Impulsen und ganzen Einheiten für den Unterricht. ...

Bianca Reineke, Öffentlichkeitsarbeit des RPI

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Drei Fragen an Vikar Sascha Weinkauf und seine Erwartungen an die Schulphase im Vikariat

Sascha Weinkauf ist Vikar in den Kirchengemeinden Reinhausen, Diemarden und Kreuzweg im Kirchenkreis Göttingen und startet Mitte März in die Religionspädagogische Phase des Vikariats. Er wird seine Zeit an der Grundschule Wilhelm-Busch-Schule in Göttingen-Geismar verbringen und dort auch selber unterrichten.

Von der Kirchenbank auf die Schulbank: Welche Erwartungen haben Sie an die Schulphase?

Sascha Weinkauf: Ich will religionspädagogische Kompetenz erwerben für den Religionsunterricht und darüber hinaus für die Gemeindezeit und die Konfi-Arbeit und ich bin sehr gespannt, wie ich es schaffen werde, die Lerninhalte in den Lebenswelten der Schüler*innen zu kontextualisieren. Mich würde es freuen, wenn die Kinder erkennen, dass das Christentum auch eine Art Heimat sein kann, von der sie losstarten, um alles andere in der Welt zu erfahren. Ich möchte vermitteln, dass man keine Angst vor Neuem oder Fremden haben muss, sondern dass eine Weite der Neugier möglich ist.

Montags bis freitags vor einer wilden Schulklasse und nicht am Sonntag vor den artigen Kirchen-Kids: Wie würden Sie den Unterschied zwischen Kindergottesdienstarbeit und Grundschulreligionsunterricht beschreiben?

Sascha Weinkauf: Schule hat andere Rahmenbedingungen und ist ja ein ganz anderes Setting. Und spannend finde ich auch, dass es trotz sicher vieler Gemeinsamkeiten auch gravierende Unterschiede gibt. Im besten Fall ergänzt sich ja beides und greift ineinander. Die Kids erkennen vielleicht einiges im Kindergottesdienst wieder, was wir in der Schule behandelt haben und natürlich auch umgekehrt. Und (lächelnd): In der Schule gibt es natürlich Noten und so etwas wie eine Überprüfung des Wissens. In der Kirche zum Glück nicht.

Kein Talar und kein Gesangbuch – Wie sehen Sie Ihre eigene Rolle im Schulpraktikum?

Sascha Weinkauf: Ich will Religion unterrichten, religiöses Wissen vermitteln und Kompetenzen stärken. Klar kommt da für alle auch plötzlich jemand von Kirche in die Schule, das ist sicher auch für die Lehrkräfte sehr besonders. Und ich will da theologisch kompetent unterrichten – und gleichzeitig als Seelsorger erkennbar  sein.
Sagen wir es so: Ich freue mich mega auf die Schulzeit. Und was gibt es Schöneres, als mit Menschen zu arbeiten?

„Der Ort an sich ist schon so besonders“

39 Religionslehrkräfte vieler Schulformen erhielten ihre Vokation
„Die Atmosphäre hier ist immer wieder toll“, schwärmt Annabel Hase von der Grundschule Ofenerdiek in Oldenburg, als sie kurz vor dem Vokationsgottesdienst in der Loccumer Kapelle die Tagung reflektiert. Zusammen mit Kolleg*innen aus Grundschulen, Oberschulen, Hauptschulen, Gesamtschulen und Gymnasien.

„Wir bekommen so praxisnahe und spannende Unterrichtsideen für den Schulalltag mit auf den Weg“, fährt die junge Religionslehrerin fort. 
Tobias Oehmke, der in an einer Grundschule in Göttingen Religion unterrichtet, nickt. „Hier im Religionspädagogischen Institut haben wir in diesen drei Tagen in einer lebendigen Gemeinschaft in sehr guter Atmosphäre arbeiten können.“ 

In intensiven und kreativen Workshops tauchten die Lehrkräfte tief in kirchenpädagogische, seelsorgerliche, cineastische und musikalische Themen ein, die sie in ihren Schulen im Religionsunterricht einsetzen werden. Unterrichtende aus Grundschulen, Oberschulen, Hauptschulen, Gesamtschulen und Gymnasien.
„Wir haben so viele neue Ideen kennengelernt und uns wurden zahlreiche Anregungen für die Arbeit mit den Kindern unserer Klassen mitgegeben“, freut sich Astrid Altmann von der Grundschule Wiefelstede. „Es ist schön zu erleben, dass das Fach Religion so wertgeschätzt wird und hier im Mittelpunkt steht“, fährt die Pädagogin fort.

Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen – und auch vier Kleinkindern, die ihre Elternteile bei der Tagung begleiten konnten – blickt sie auf drei erfüllte Tage im Loccum zurück. ...

Bianca Reineke, Öffentlichkeitsarbeit des RPI

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„Wir wollen eine fundierte religiöse Bildung ermöglichen“

Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung curricularer Vorgaben für das neue Schulfach Christlicher Religionsunterricht

Hannover. Was hier passiert, gleicht einer „Revolution“ – da waren sich die Beteiligten aus Kultusministerium und den beiden großen Kirchen in Niedersachsen einig. Immerhin geht es um die Einführung eines neuen Unterrichtsfachs: Zukünftig sollen Schüler*innen nicht mehr nach Konfessionen getrennt unterrichtet werden, sondern gemeinsam. Dafür wollen evangelische und katholische Kirche zusammen Verantwortung für einen Christlichen Religionsunterricht (CRU) übernehmen. Um den Startschuss für die Erstellung neuer curricularer Vorgaben zu geben und damit den Rahmen für den zukünftigen Unterricht abzustecken, trafen sich jetzt in Hannover knapp 50 Vertreter*innen aus verschiedenen Schulen, evangelischer und katholischer Kirche und dem Kultusministerium zu einem Fachtag.

Dieses Vorhaben eines gemeinsam verantworteten christlichen Religionsunterrichts ist bundesweit einzigartig. Ministerialrat Peter Reinert vom Niedersächsischen Kultusministerium betonte, dass das Land Niedersachsen bereits vor 25 Jahren hinsichtlich des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts „Vorreiter“ gewesen sei; dabei handelt es sich um eine Art Vorstufe des CRU, bei dem evangelische und katholische Schüler*innen gemeinsam unterrichtet werden können. Nun gehe das Land den nächsten Schritt. Künftig wird es ein einziges „Kerncurriculum“ für die bisher getrennten Fächer Evangelische und Katholische Religion geben, von dem her der Unterricht gestaltet wird. Dieses soll in den Klassen 5 – 10 zudem erstmals für alle Schulformen zugleich gelten. Dazu werden nun zunächst zwei Kommissionen für den Bereich Grundschule und Sekundarbereich I ihre Arbeit aufnehmen. ...

Text: Dr. Michaela Veit-Engelmann, Landeskirche Hannovers

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Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland

Am 25.01.2024 wurden die Ergebnisse der unabhängigen Aufarbeitungsstudie ForuM (kurz für: Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie Deutschland) veröffentlicht.
Erstmals haben Forschende in dieser Studie Fälle sexualisierter Gewalt durch Geistliche an Minderjährigen in allen EKD-Gliedkirchen seit 1945 untersucht. In den Blick genommen haben sie auch Taten sexualisierter Gewalt in der ganzen Breite des kirchlichen Lebens unabhängig vom Beruf der beschuldigen Personen. Die Forschenden sind weiter der Frage nachgegangen, welche systemischen und organisationalen Faktoren in der evangelischen Kirche und Diakonie sexualisierte Gewalt ermöglichen oder verhindern.
Den 871seitigen Abschlussbericht des Forschungsverbundes, der heute der amtierenden Ratsvorsitzenden überreicht wurde, finden Sie hier zum Download. Eine 37seitige Zusammenfassung der Forschungsergebnisse ist ebenfalls als Download verfügbar.

Das Statement der amtierenden Ratsvorsitzende der EKD, Bischöfin Kirsten Fehrs, bei der Annahme des Berichts stand unter dem Motto "Eine Verantwortung und Verpflichtung, die niemals aufhört."
Der Präsident der Diakonie Deutschland, Rüdiger Schuch, machte deutlich, dass jeder Fall sexualisierter Gewalt "ein Fall zu viel" ist.

Die Bevollmächtigte der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, OLKRin Dr. Kerstin Gäfgen-Track, sagte dazu:
"Menschen, die in den Kirchen der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen gearbeitet haben oder es bis heute tun, haben schwere Schuld auf sich geladen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch aktuell Menschen in unseren Kirchen arbeiten, deren Taten noch nicht bekannt sind. Die Kirchen der Konföderation erkennen das Unrecht an, das von sexualisierter Gewalt betroffene Personen erlitten haben. Die Kirchen haben sich zur Aufarbeitung der Fälle verpflichtet. Das ist in der Vergangenheit oft nicht der Fall gewesen ist und es hat in der evangelischen Kirche im Hinblick auf die Aufarbeitung große Versäumnisse bis hin zur Vertuschung gegeben. Die evangelischen Kirchen sind an den betroffenen Menschen schuldig geworden. Deshalb ist es existentiell für die Kirchen und für Christinnen und Christen, den von sexualisierter Gewalt betroffenen Personen Räume zu eröffnen, in denen sie so wahrgenommen und unterstützt werden, wie sie es für notwendig erachten. Entscheidend ist jetzt, dass die Studienergebnisse auf allen Ebenen der Kirchen intensiv diskutiert werden, um dann die im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt der EKD von Betroffenenvertreterinnen und -vertretern sowie kirchlichen Beauftragen gemeinsam erarbeiteten Konsequenzen und Empfehlungen für kirchliches Handeln konkret umzusetzen." ...

Pressestelle der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Weitere Stimmen und Ansprechpartner

Newsletter vom 19.3.2024 - TOPTHEMA Landesbischof: Fachstelle wird aufgestockt

TOPTHEMA: Fachstelle Sexualisierte Gewalt wird aufgestockt

Drei Fragen ... zum Kreuz als Symbol an Achim Schaffrinna, Kommunikationsdesigner aus Hannover

Jens Lehmann wird neuer Präsident des Landeskirchenamtes

Mitmachen beim Kirchentag 2025 in Hannover - Infos und Anmeldung online 

zum gesamten Newsletter der Landeskirche

Nachrichten

Das Stichwort: Konfirmation

Hannover (epd). Die evangelische Konfirmation ist seit dem 19. Jahrhundert in ganz Deutschland üblich. Jugendliche nehmen in der Regel im 7. oder 8. Schuljahr daran teil, also im Alter von 13 bis ...

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Kulturkirche erinnert an Ende der Apartheid in Südafrika

Bremen (epd). Drei Jahrzehnte nach Ende der Apartheid in Südafrika plant die evangelische Kulturkirche in Bremen ein Konzert, um die erste demokratische Wahl an der Südspitze des afrikanischen ...

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Freiluftausstellung beschließt Worpsweder "Tage des Kunsthandwerks"

Worpswede (epd). Mit einer zweitägigen Freiluftausstellung beschließt das Künstlerdorf Worpswede bei Bremen am kommenden Wochenende seine diesjährigen „Tage des Kunsthandwerks“. „Der Garten rund ...

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Kostenanpassung bei Fortbildungen im RPI Loccum

Innenhof des RPI – Foto: Mathias Weber

In den letzten 20 Jahren haben wir Ihnen Fortbildungen angeboten, an denen Sie kontinuierlich mit einer Kostenbeteiligung von 15,00 Euro pro Tag und Person teilnehmen konnten. Die ständig wachsenden Kosten wurden von kirchlicher Seite subventioniert.
Von diesem Jahr an werden wir aufgrund von Preissteigerungen den Kostenbeitrag etwas erhöhen, erstmalig ab dem 1.8.2024. Weiterhin wird jede Fortbildung zu einem sehr hohen Maße mit kirchlichen Geldern unterstützt werden.
Über die neuen Preise werden wir Sie im Loccumer Pelikan, in den Programmen auf unserer Homepage sowie in den Tagungseinladungen auf dem Laufenden halten.

Hanns-Lilje-Stiftungspreis zum Thema „Die Zukunft von Politik und Gesellschaft“

Die Hanns-Lilje-Stiftung schreibt 2024 den Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung im Bereich „Die Zukunft von Politik und Gesellschaft“ aus. Bewerben können sich herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie erfolgreiche Initiativen und wirkungsvolle Projekte. Besonderes Interesse gilt zukunftsorientierten Themen, Fragen und Lösungsansätzen.

Der hochdotierte Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung wird auch 2025 in zwei Kategorien vergeben: Wissenschaftspreis für herausragende wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten aller Fachbereiche (Promotion und Habilitation) und Initiativpreis für erfolgreiche Initiativen und Projekte von herausragender Bedeutung. Die Ausschreibung erfolgt bundesweit.

weitere Informationen und Anmeldung

Bibel im Religionsunterricht?! Antiquiert oder wenn ja, wie?

Gesucht werden Religionslehrer*innen, die/der Religionsunterricht gibt und an Haupt-, Real-, Ober- oder Gesamtschulen sowie Gymnasien unterrichtet.
In dem anonymisierten Interview (auf Wunsch online) wird erfragt, wie die Bibel im eigenen RU zum Einsatz kommt bzw. mit welchen Chancen und Herausforderungen. So sollen Schlüsse für eine praxisorienterte Bibeldidaktik gezogen werden. ...

weitere Infos und Anmeldung