Willkommen im RPI Loccum

Foto: Andreas Behr
Foto: Andreas Behr

Runterkühlen mit Sommerhit

Suchen Sie sich einen Sommerhit! Einen persönlichen, der nicht unbedingt zu den TopTen des aktuellen Jahres gehört, aber doch aus Ihrer Sommerzeit eine persönliche Sommerzeit macht – auch wenn Wetter, Gemütslage und Lebensbedingung gerade nicht gerade sommerlich scheinen.
In meinem Kopf tummeln sich unterschiedliche Songs, die sofort Bilder von Sonne und Meer in mir wecken, Wiesenduft herbeizaubern,… Kate Yanais Summer dreaming macht Lust auf Bacardi, Mungo Jerrys In the summertime, Lovin‘ Spoonful oder Joe Cockers Summer in the City lassen träumen… Ihre Vergegenwärtigung – egal, ob akustisch oder in er eigenen Erinnerung – führt dazu, dass ich automatisch tiefer und langsamer atme, dass so etwas wie kleine leibliche Ferien einsetzen. Eine wunderbare Sache dann, wenn es sonst nur bedingt Sommer werden will – und auch deshalb, weil genau vor Augen ist, dass diesem Sommer zwei Dürrejahre vorausgingen und dass dieser Sommer an Orten wie im Ahrtal größte Katastrophen statt Sommerwunder erbracht hat.
Sommer ist nicht automatisch schön und gut. Aber gegen Sommerklang und Sommerfreude spricht auch gar nichts. Gegen Laid Backs Sunshine Reggae auch nicht. Das eine wiegt das andere nicht auf. Sommer ist – so oder so – da. Wir können ihn nicht machen, aber gestalten. Gute Zeit, die Nase vor die Tür zu strecken, vor die eigene oder andere, Tapeten- und Landschaftswechsel wahrzunehmen, Zeit zu haben für das, wofür im laufenden Schuljahr, Semester, Arbeitsjahr zu wenig Ruhe war – Pause machen. Auch mal ohne Bildschirm.

Wir im RPI kühlen ein wenig herunter, legen keine Komplettpause ein, aber wir nehmen versetzt Urlaube wahr, daher geht manches langsamer, die Homepage trägt nicht ständig ein neues Kleid, bevor wir wieder ab Ende August auf höhere Betriebstemperaturen kommen. Erreichbar sind wir aber im RPI wie immer in den Ferien trotzdem, per Mail, auch mit Stimme.

Ihnen wünschen wir eine frohe und nach den herausfordernden Monaten erholsame Sommerzeit mit schönen Klängen im Ohr.
Und nach dieser Art der Sommerkühle freuen wir uns auf Sie, denn SIE – wie in Udo Jürgens‘ Die Sonne und du – gehör’n dazu!

Herzlich mit dem ganzen RPI
Ihre
PD Dr. Silke Leonhard

Halbjahresprogramm 2/2021

Es geht wieder los – das neue Halbjahresprogramm ist online

Lange mussten die Türen des Religionspädagogischen Instituts Loccum geschlossen bleiben, waren Tagungen nur digital möglich. Doch das ändert sich zum Glück seit einigen wenigen Wochen. Und im neuen Schuljahr soll es dann wieder richtig losgehen – mit allen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die nötig sind, versteht sich. „Wir freuen uns, dass nach einer so langen Zeit der erzwungenen Distanz wieder Nähe und Begegnung möglich sind“, freut sich PD Dr. Silke Leonhard, die Rektorin des RPI Loccum. „Das Programm für das zweite Halbjahr bietet eine bunte Mischung aus altbewährten Tagungsformaten und neuen Formen. Bestimmt ist auch für Sie etwas Passendes dabei!“ Anmeldungen zu den Veranstaltungen sind ab jetzt jederzeit möglich:

Veranstaltungen
Arwed Marquardt ist Dozent am RPI und Box-Trainer. Foto: epd-bild/Lothar Veit

"Die Kunst ist, nicht so hart zu schlagen"

Von Lothar Veit (epd)

Loccum, Minden (epd). Der kleine Boxhandschuh am Rückspiegel baumelt hin und her, als Arwed Marquardt mit seinem Auto auf den Parkplatz vor einer Industriehalle direkt am Mittellandkanal einbiegt. Hier ist das Domizil von „Crossfit Minden“, und wer Sport vor allem vom heimischen Sofa aus kennt, taucht hier in eine andere Welt ein. Aus den Boxen brüllt „Highway to hell“ von AC/DC, dazu stemmen Männer und Frauen schwere Gewichte, machen Klimmzüge an der Reckstange und laufen dann fast am Ende ihrer Kräfte nach draußen, um dort noch ein paar Runden zu drehen.

Es sind keine tumben Muskelpakete, sondern ... 

Lesen Sie hier mehr

PRAXIS

Beim Namen gerufen – Namensgebung beziehungsweise Namenstag. Ideen für die Jahrgänge 11 - 13

Foto: Ben Ehmke (CC BY-NC 2.0)

Von Kirsten Rabe

Eine motivierende Einstiegsmöglichkeit zu diesem thematischen Schwerpunkt der Kampagne #beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst liegt auf der Hand: die Schüler*innen zu bitten, die Bedeutung des eigenen Namens zu recherchieren. Und nicht nur das – ergänzend kann man den Jugendlichen die Frage (an die eigenen Eltern) mit auf den Weg geben, ob es möglicherweise eine Geschichte dazu gibt, wie sie zu ihrem Namen gekommen sind. Erfahrungsgemäß bringen einzelne Schüler*innen solche Geschichten mit, die manchmal witzig sind, manchmal nachdenklich machen.

Im gemeinsamen Gespräch über die eigene Namensgebung kann deutlich werden, dass einzelne Jugendliche ganz bewusst nach einem besonderen Menschen benannt worden sind. Das kann die eigene Oma sein, das können biblische Figuren oder auch Heilige sein. Religionsprüfungskurse der gymnasialen Oberstufe werden häufig sowohl von evangelischen als auch katholischen Schüler*innen besucht.

Lesen Sie hier mehr

„... aber ich persönlich kann nicht ganz an ihn glauben.“ – Religionskritik in Theologischen Gesprächen in der Grundschule

Eine positive Gesprächsatmosphäre und ein gleichberechtigter Dialog auf Augenhöhe sind wesentliche Voraussetzungen, damit Kinder über ihren (Nicht-)Glauben miteinander ins Gespräch kommen. – © vgajic/iStock

Von Nina Rothenbusch
und Lena Sonnenburg

„... aber ich persönlich kann nicht ganz an ihn glauben, denn ich kenne ihn ja nicht, und es gibt keinen Beweis dafür, dass es ihn gibt.”

So wie Markus geht es vielen Kindern im Religionsunterricht der Grundschule. Sie können „nicht so ganz an ihn [Gott] glauben“, denn sie sind wenig oder gar nicht religiös sozialisiert, fühlen sich nicht sprachfähig, wenn es um ihren Glauben geht, haben unterschiedliche Vorstellungen von Gott oder sagen, dass man sich kein Bild von Gott machen dürfe. Und doch sind die meisten von ihnen spirituell interessiert, ohne dass sie dies näher beschreiben können. Manche suchen auch nach Beweisen für die Existenz Gottes, nach den „richtigen“ Antworten auf ihre religiösen Fragen.

Dass es diese „richtigen“ und schnellen Antworten im Religionsunterricht oft nicht gibt, müssen die Schüler*innen erst lernen. Dass hier seitens der Religionslehrkräfte ein echtes Interesse an kindlichen Gedanken und Fragen besteht, dass sie zur Selbsttätigkeit aufgefordert sind und eine kritische Auseinandersetzung von ihnen gefordert wird, ist nicht selbstverständlich für die Schüler*innen.

Lesen Sie hier mehr

Spiel im Film – Filmtipps aus der Medienarbeit im Haus kirchlicher Dienste

Von Nicole Schwarzer

Kinder leben im Spiel. Sie spielen das Leben. Die Grenze zwischen den beiden Begriffen verläuft nicht gerade und klar, selbst nicht für Alan Turing, der es nicht versteht, wenn die Menschen nie das sagen, was sie denken, und dann trotzdem wollen, dass man sie versteht. Der eigenbrötlerische Mathematiker musste im Team spielen, um ein Stück Welt in einem der schlimmsten Kriege unserer Geschichte zu retten. Zwei große Jungs spielen Hase und Igel und verlieren und gewinnen beide ein Stück Lebenswirklichkeit. Seniorinnen finden sinnstiftende Spiele für die Zeit nach ihrer Beruflichkeit, David Kadel zeigt das Spiel mit dem Fußball von Profi Davie Selke. Kinder spielen Beerdigung und eine Großmutter spielt, wie man die Pferde der Enkelin im virtuellen Stall pflegt.

Die hier vorgestellten Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme machen es uns möglich, dem Spiel in unserem Leben eine Bedeutung zuzuschreiben.

Lesen Sie hier mehr

„Nur noch kurz die Welt retten …“ - Unterrichtsideen und Praxisbeispiele zum Themenfeld „Burnout und Rechtfertigung“ im evangelischen Religionsunterricht am Beispiel von Elija und den Emmausjüngern

Bild: Pete Linforth, Pixabay

Von Inga Effert

Leistungs- und Zeitdruck, Stress, Überlastung – nur noch kurz die Welt retten: Tim Bendzko bringt in seinem Lied „Nur noch kurz die Welt retten“ (2011) nicht nur die Hektik und Zeitnot, sondern vor allem auch die Schwierigkeit zum Ausdruck, unterschiedliche Termine, Verpflichtungen und Lebensbereiche miteinander zu vereinbaren.

Dies ist (nicht nur) Jugendlichen aus ihrer Lebenswelt bekannt: Nach dem Schultag folgen Hausaufgaben, möglicherweise Nachhilfe, der Sportverein und/oder die Musikschule, am Wochenende wird für Klassenarbeiten gelernt, der Sportwettkampf steht an und Zeit für die Freunde soll auch noch da sein. Der Alltag vieler Jugendlicher ist oft hektisch und von Zeit- und Leistungsdruck geprägt. Gute Noten haben, den Sportwettkampf gewinnen, viele Freunde haben und beliebt sein. Dabei spielt auch die Nutzung der neuen Medien eine große Rolle: Alle 18 Minuten wird die aktuelle Beschäftigung durch die Nutzung des Smartphones unterbrochen, Jugendliche nutzen ihr Handy im Schnitt drei Stunden am Tag.Dabei belegen neuere Studien, dass die Nutzung des Smartphones und die damit einhergehende ständige Erreichbarkeit und Vernetzung via Facebook, WhatsApp, Telefon und E-Mail u.a. zu Depressionen führen kann und das Stressempfinden erhöht. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass Jugendliche das Gefühl haben, dass das moderne Leben immer komplexer und stressiger wird. Knapp ein Drittel gibt an, sich dauerhaft erschöpft zu fühlen. Burnout ist damit längst kein reines „Erwachsenenproblem“ mehr, sondern betrifft ebenfalls Schülerinnen und Schüler. 

Lesen Sie hier mehr

Aspekte der Reformation kirchenpädagogisch erschließen – Eine Erkundung in der Schlosskapelle Gifhorn

Foto: Radler59 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46788822

Von Christiane-Barbara Julius

Mit seiner Schlosskapelle beherbergt das Schloss Gifhorn eine Kostbarkeit protestantischen Kirchenbaus – diese gilt es kirchenpädagogisch zu erschließen und fruchtbar zu machen für das Verstehen von (Orts-) Geschichte, Theologie und Architektur zur Zeit der Reformation.

Wie die Inschrift am Kämpfer der oberen Empore der Kapelle dokumentiert, wurde sie 1547 errichtet. Damit gilt die Schlosskapelle Gifhorn als drittältester protestantischer Kirchenneubau nach Neuburg an der Donau (1543) und Torgau (1544) Sie liegt heute etwas versteckt hineingebaut in die Nordostecke des Schlosses und verbirgt den Eingang der ebenerdigen Kasematten durch eine hervorstehende Treppe – aber vom Schlosshof aus betrachtet fällt sie sofort durch ihren dekorativen Eingangsbereich mit Empore und Arkadengang sowie ihre beiden hohen, zweibahnigen, an die Gotik angelehnten Maßwerkfenster als ein „anderer“ Ort auf. Auch der repräsentative, im Stil der Renaissance im Weserraum gebaute Giebel mit zentral aufgesetztem Glockenhäuschen zeigt: Mit dem Bau dieser Kapelle bekennt sich ihr Bauherr sichtbar als – protestantischer – Herzog.

Lesen Sie hier mehr

Bewegung und Tanz: Ausdrucksform des Glaubens – Bibliotanz zu Psalm 30 für den Sekundarbereich I und Konfi-Arbeit

tanz
© fab to pix (CC BY-SA 2.0)  

Von Astrid Thiele-Petersen

Der Begriff „Spiel“ meint, dass etwas mobil ist, dass da Freiraum mit Möglichkeit zu Bewegung und Verwandlung ist. Somit ist Bewegung eine spielerische Form, Spielraum im Körper, im Raum, im Begegnungsraum mit anderen zu entdecken.

Tanz gilt als eine besondere Form des Bewegungsspiels. Hugo Rahner sagt in seinem spieltheologischen Standardwerk Der spielende Mensch: „Alles Spiel ist […] im Grunde seines Wesens ein Tanz, ein Reigen um die Wahrheit. Immer war das sakrale Spiel ein Tanzspiel.” 

Tanz als Teil kultureller Bildung erfährt heute erneut einen Aufschwung. Durch die Arbeit des britischen Choreografen Royston Maldoom,, der Tanzprojekte mit tanzunerfahrenen Kindern und Jugendlichen aller Schulformen entwickelt hat, boomt die pädagogische Arbeit mit Tanz in Schulen. Die Gründung des Bundesverbandes „Tanz in Schulen“ zeugt vom Bedarf an Qualitätssicherung und Öffentlichkeitsarbeit für Tanz als Element schulischer Bildungsarbeit. Die Community-Dance-Bewegung liegt besonders auch durch Kooperationen zwischen Schule und außerschulischen Bildungsträgern im Trend; sie bringt ganze Schulklassen mit Kantoreien in Verbindung, die in Kirchen gemeinsam biblisch inspirierte Werke zu geistlicher Musik aufführen. In Gemeinden und auf kirchlichen Festivals bringen Jugendliche eigene Choreografien zu modernen christlichen Popsongs in Jugendgottesdiensten zur Aufführung.

Lesen Sie hier mehr

Neu: Loccumer Pelikan 2/2021

Nachrichten

Käßmann wünscht sich mehr Zuversicht und weniger "Lamentogesang"

Hannover/Freiburg (epd). Mit Blick auf historische Krisen wie den Dreißigjährigen Krieg hat die einstige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, die ...

Lesen Sie mehr …

Oldenburgische Kirche gibt 10.000 Euro für Hochwasseropfer

Oldenburg (epd). Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg hat 10.000 Euro für die Opfer und Betroffenen der verheerenden Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zur ...

Lesen Sie mehr …

Klosterkirche St. Marien besteht 825 Jahre

Osterholz-Scharmbeck (epd). Die evangelische Klosterkirche St. Marien in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen besteht in diesem Jahr 825 Jahre. Das Jubiläum soll nach Angaben der Gemeinde am 11. ...

Lesen Sie mehr …

Neues aus dem RPI

„Nicht nur die zweitbeste Lösung!“

Die Sommerwerkstatt des RPI Loccum fand in diesem Jahr digital statt Während ihre Schüler*innen in die Sommerferien gestartet sind, haben sich knapp 14 Lehrkräfte aufgemacht, um an der ...

Lesen Sie mehr …

„Es braucht Mut, um Hass zu widersprechen!“ – Das RPI Loccum veröffentlicht ein Buch mit Ideen zur Demokratieförderung im Religionsunterricht

„Die Schamgrenzen sinken“, so fasst PD Dr. Silke Leonhard, Rektorin des Religionspädagogischen Instituts Loccum (RPI), ihre aktuellen Beobachtungen zusammen. Unter Mitarbeit des gesamten ...

Lesen Sie mehr …

Religionen im Gespräch

Alevitischer Religionsunterricht

Wolfgang Reinbold im Gespräch mit der Koordinatorin für den Alevitischen Religionsunterricht im Bundesverband der Aleviten (AABF), Hazal Kaya

Weiterentwicklung des Religionsunterrichts in Niedersachsen

Der konfessionell-kooperative Religionsunterricht blickt auf 20 Jahre Erfolgsgeschichte zurück – auch dank solcher Lehrkräfte wie Ihnen, die Sie theologisch kompetent, pädagogisch klug und mit viel Engagement diesen KoKoRu erteilt haben. 

Lesen Sie mehr ...

Podcast

Herausforderung Digitalisierung

Vortrag von Prof. Dr. Sandra Aßmann (Ruhr Universität Bochum) 

Rezension

Reinhold Mokrosch, Elisabeth Naurath, Michèle Wenger (Hg.):  Antisemitismusprävention in der Grundschule – durch religiöse Bildung; Göttingen 2020, 361 S., 37,99 €

Lesen Sie mehr ...