AKTUELL

Nach der Auferstehung fragen

von Sönke von Stemm

Lieber Oskar! Wenn du stirbst, dann wirst du Dich selbst sehen. Du wirst sehr hoch über den Wolken fliegen. Deine Familie und Freunde sind bei dir. Das ist die Auferstehung! Gott wird dich nie verlassen! Deine Luisa“ (14 Jahre)

„Lieber Oskar! Wenn du stirbst, kommst du in den Himmel. Im Himmel wird Gott auf dich warten und wenn du viel Gutes im Leben getan hast und willig bist, kannst du wieder auferstehen.“ Malte (13 Jahre)

„Lieber Oskar! Wenn du stirbst, dann wirst du durch einen Tunnel gehen. Aber du brauchst keine Angst zu haben, weil am Ende ganz viel Licht ist. Das haben Menschen gesagt, die schon halb tot waren. Der Sohn von Gott ist aber auferstanden. Also ist das Licht am Ende des Tunnels wohl die Auferstehung? Oder ist der Tunnel das Leben, und am Ende des Lebens erwartet dich das Licht? Auf jeden Fall ist das Licht sehr schön. Das Licht ist bei Gott, vielleicht lernst du ihn dann ja kennen.“ Mirlay (14 Jahre)

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© Angelina Ströbel  / pixelio.de 

„Wenn das Leben Risse bekommt …“ - Vom Umgang mit Krisen

Von Almut Künkel und
Bettina Wittmann-Stasch

Für die Frage nach dem Umgang mit Krisen im Schulalltag oder in der außerschulischen Begegnung mit Jugendlichen lassen sich aus handwerklicher Expertise Einsichten gewinnen. Auf der Internetseite einer Baufirma ist zum Stichwort „Riss“ nachzulesen:

„Risse beruhen auf Formveränderungen des Mauerwerks […]. Diese können durch die Anordnung von Dehnungsfugen oder durch konstruktive Bewehrungen vermieden werden. Über entsprechende Lösungen muss im Einzelfall entschieden werden. Jeder Fall ist anders; ein paar Prinzipien können Wege zur Auffindung der Schadensursache, besser noch zur Schadensvermeidung, zeigen.“ 

In baulicher Hinsicht sind Risse demnach zunächst einmal Folgen von Formveränderungen. Risse im Leben beruhen ebenso auf Veränderungen, auf Bewegungen. Der Riss zeigt an, dass sich das Mauerwerk des Lebens aufgrund von Veränderungen und Spannungen selbst verändert und auch verändern, d. h. „anpassen“, muss. 

Beruhigend ist dabei die Auskunft der Firma Fischer, Bausanierung: „Jedes Bauwerk weist Risse auf. Rissbreiten bis 0,2 mm (Haarrisse) gelten als ungefährlich und schränken die Gebrauchstauglichkeit und Lebensdauer […] nicht ein.“ 

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PRAXIS

Hat Gott auch an die Tiere gedacht? – Ein Weg durch die Bibel mit Lieblingstieren. Stationenarbeit für Grundschulkinder

Foto: Lulu_Sunset, CC BY 2.0

Von Martina Steinkühler

Ein Blick auf die Umschläge von Kinderbibeln beantwortet die titelgebende Frage: Natürlich hat Gott an die Tiere gedacht; von jedem ein Paar durfte mit in die Arche. Und doch ist die Frage komplexer. Menschen dürfen sich – nach Aussage der Bibel – mit Gott auf „Du“ und „Du“ fühlen, z.B. wenn sie beten. Die Psalmen machen es deutlich. Und die Tiere? Gott zeigt sich Menschen, spricht mit ihnen, nimmt sie in die Verantwortung und verheißt ihnen Segen. In den Mose- und Erzelterngeschichten ist das zu erleben. Und die Tiere? In Jesus erfahren Menschen Gottes Nähe; sie träumen mit ihm von einem Himmelreich, in dem Gott und Mensch miteinander Schalom haben. Und die Tiere?

Kinder, die Tiere lieben, treibt das um: Sie fragen nach dem Verbleib der Tiere in Krieg und Untergang, fragen nach einer Taufe für Tiere und nach einem Tier-, Haustier-, Kuscheltierhimmel. Ganz elementar: Wer mich liebt, der liebt doch auch, was ich liebe, nicht wahr? Unbedingt einleuchtend, dachte ich, als ich im Kindergottesdienst mit solchen Fragen und Erwartungen konfrontiert war – und machte mich daran, Belege zu suchen.

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Apokalypse im Film

Image by Enrique Meseguer from Pixabay

Von Inge Kirsner

Der Mensch wird durch Maschinen ersetzt; ein großer Planet trifft auf die Erde; eine rätselhafte Krankheit lässt die Sehkraft der Menschen erlöschen:
Filmische Visionen über eine mögliche Zukunft der Erde sind ein Spiegel der Gesellschaft, in dem Tendenzen der Gegenwart aufgenommen und weitergedacht werden. 

Aus der „Lust am Untergang“ ist ein eigenes Filmgenre geworden. Zuletzt ließ Christopher Nolan in „Interstellar“ seine Astronauten nach einem neuen Planeten für die Menschen suchen, da die Erde nicht länger bewohnt werden konnte; 2013 ließ Roland Emmerich immerhin das Weiße Haus einstürzen („White House Down“, USA 2013). Das hat der Sindelfinger Emmerich bereits 1996 getan, und zwar in dem Film „Independence Day“, in dem die Menschen erfolgreich eine Invasion feindlicher Aliens aus dem All besiegen konnten.

Der an den Kinokassen unglaublich erfolgreiche „Independence Day“ war der Startschuss für eine Renaissance des Katastrophenfilms im Kino. Bis zur Jahrtausendwende zeugen zahlreiche weitere Hollywood-Produktionen wie „Deep Impact“ (Mimi Leder, USA 1998), „Armageddon“ (Michael Bay, USA 1998) etc. [1] von dem wiedererwachten Interesse v. a. der amerikanischen Populärkultur am Weltuntergang. In diesen amerikanischen Produktionen wird die Vielfalt der Geschichten und Visionen autoritär auf eine Weltanschauung bzw. Großgeschichte fixiert.

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Jesus segnet die Kinder (Mk 10, 13-16) – Eine Bewegungsgeschichte für Krippenkinder

Von Gerta Hoffrichter

Zum Abschluss eines Krippenjahres verlassen häufig Kinder unsere kirchliche Einrichtung, um in einen städtischen Kindergarten zu wechseln. Deshalb legen wir in den Wochen vorher den besonderen Fokus auf den Übergang in die neue Situation und den neuen Lebensabschnitt. Wir nehmen in den Blick, dass sich für alle Beteiligten Veränderungen ergeben, die einschneidend sind und verunsichern können. Deshalb ist in dieser Situation für Kinder, Eltern und auch Fachkräfte hilfreich, eine achtsame Begleitung anzubieten. Dabei sollen auch Angebote gemacht werden, die Kinder stärken und ihnen Mut machen. Biblische Begegnungsgeschichten erzählen davon, dass Jesus Menschen, die abgewiesen oder ausgegrenzt werden, anspricht und zum Leben ermutigt. Die Perspektive der Kinder wird insbesondere in der Geschichte der Kindersegnung aufgegriffen: Die Freunde Jesu versuchen, die Kinder davon abzuhalten, zu Jesus zu gehen. Jesus dagegen weist die Erwachsenen zurecht, wendet sich den Kindern zu und segnet sie. Außerdem stellt er ihren Glauben und ihr Vertrauen auf Gott heraus und macht Kinder in dieser Hinsicht zum Vorbild für Erwachsene.

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Das Hohelied - Ein Projekt für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden

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RPI Loccum (CC BY-NC-SA 2.0)

Von Martin Wenzel

Die Liebeslyrik des Hohelieds regt seit jeher nicht nur die künstlerische Fantasie, sondern auch die theologische Kreativität an. Dies gilt zum einen für das Judentum, in dem das Hohelied auf die Liebe Gottes zu seinem Volk gedeutet und als Festrolle am Pessachfest gelesen wird. Zum anderen entstanden im Christentum insbesondere in der Alten Kirche und im Mittelalter vielfältige Auslegungen dieses Buches, in denen die Seele, Christus, die Kirche oder Maria ins Spiel und in den Text kamen. Von diesen allegorischen Interpretationen versuchte sich Martin Luther bewusst abzugrenzen und verstand das Hohelied als ein politisches Buch, in dem König Salomo ein Loblied auf seine eigene, durch Frieden gesegnete Regierung singt. War Luthers Interpretation nur eine geringe Rezeption beschieden, so fand dann in der Neuzeit eine grundlegende Veränderung des Verständnisses statt, demzufolge im Hohelied nicht von der göttlichen, sondern von der menschlichen Liebe die Rede sei. So betrachtete etwa Johann Gottfried Herder das Hohelied als eine Sammlung von weltlichen Liebesliedern. Diese Sicht hielt sich in der Folgezeit und herrschte auch in der alttestamentlichen Forschung bis vor wenigen Jahrzehnten vor: Allegorische Deutungen galten als Fehlinterpretationen, die nichts zum Verständnis des Buches beigetragen, sondern zu einer „babylonischen Gefangenschaft“ des Hohelieds geführt hätten. Dagegen haben neuere Studien herausgearbeitet, dass die Allegorisierung des Hohelieds bereits vor der endgültigen Fixierung des Textes stattgefunden hat. So wird mit Blick auf die jüngste Forschung sogar eine „gewisse Renaissance“ der allegorischen Auslegung beobachtet.

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Online-Gottesdienste

Foto: Shepard4711 (CC BY 2.0)

Bis Gottesdienste in Kirchen wieder möglich sind, veröffentlicht die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers jeden Sonntag einen Gottesdienst auf ihrer Internetseite, bei Facebook und auf YouTube ...

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Nachrichten

Kirchenmusiker rufen zu "Osterflashmob" vom Balkon auf

Hildesheim (epd). Bundesweit soll nach den Vorstellungen von Kirchenmusikern am Ostersonntag (12. April) um 10:15 das Osterlied "Christ ist erstanden" von Balkons, in Vorgärten und aus Fenstern ...

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Landesbibliotheken erleichtern digitalen Zugang

Hannover (epd). Die niedersächsischen Landesbibliotheken haben den digitalen Zugang zu ihren Beständen vorübergehend erleichtert. Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover, die Herzog ...

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SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach für Mundschutzpflicht

Hannover/Berlin (epd). Nach der Ankündigung Österreichs, eine Schutzmaskenpflicht für Supermarkteinkäufer einzuführen, befürwortet der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach eine solche Regelung ...

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Podcast

Multiprofessionelle Zusammenarbeit in der inklusiven Schule

Vortrag von PD Dr. Wolfgang Dworschak (Ludwig-Maximilians-Universität München)

Rezension

Ursula Ulrike Kaiser, Ulrike Lenz, Evamaria Simon, Martin Steinhäuser: Gott im Spiel, Handbuch für die Praxis, Leipzig 2018, 250 Seiten, 24,95 €

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