AKTUELL

Wirtschaft und Geld – biblische Perspektiven

Von Klaus Grünwaldt

Das Leben der Menschen, wie es von ihnen wahrgenommen und empfunden wird, ist wesentlich davon bestimmt, wie sich ihre Lebensverhältnisse darstellen. Die Lebensverhältnisse hängen wiederum sehr eng mit der wirtschaftlichen Situation zusammen. Insofern bestimmt das Sein das Bewusstsein (Marx), und insofern sind es auch die Aussichten auf wirtschaftlichen Aufschwung oder wirtschaftliche Stabilität, die Wahlen gewinnen oder verlieren lassen (Clinton).

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 © David Schiersner (CC BY)

Landwirtschaft zwischen Markt, Macht und Meinung

Von Gerhard Schwetje

Die Stimmung auf den landwirtschaftlichen Betrieben ist derzeitig sehr schlecht. Das hat drei Gründe: die katastrophale Lage auf vielen Agrarmärkten, die gesellschaftlichen Anfeindungen und der politische Druck. Alles das lastet auf den Landwirtsfamilien.

Einkommensschwankungen kennen wir in der Landwirtschaft seit eh und je. Schlechtes Wetter dezimiert die Ernte, und Kartoffel- oder Schweinepreise bewegen sich seit jeher in einem ständigen Auf und Ab. Alles das ist bekannt. Dann gibt es schwierige Jahre, deren Folgen in der Regel weggesteckt und verkraftet werden. Und es kann durchaus auch gut laufen, wie die Wirtschaftsjahre 2011/12 bis 2013/14 beweisen.

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PRAXIS

Gewaltprävention als Genderthema? - Die Bedeutung von Emotionen für ethische Bildungsprozesse im Religionsunterricht

Von Elisabeth Naurath

Es steht außer Zweifel, dass ethische Bildung ein wesentliches Ziel von Religionsunterricht darstellt. Auch wenn seit dem Volksentscheid in Berlin neu diskutiert wird, ob ethische Bildung im Kontext einer religiösen Verortung oder losgelöst hiervon geschehen soll, ist doch die umgekehrte Frage geklärt: Religiöse Bildung impliziert die Vermittlung eines Wertehorizonts, der sich in Lebensorientierungen und -einstellungen als Ausdruck ethischer Kriteriologie vollzieht – im Fall christlichen Religionsunterrichts auf der Basis eines biblisch legitimierten Menschenbildes. Doch können wir vom Menschen sprechen ohne seine Leiblichkeit und damit auch Geschlechtlichkeit in den Blick zu nehmen? Müssen wir nicht vielmehr geschlechtsspezifisch differenzieren, wenn es in der Ethik um Lebenseinstellungen und Wertorientierungen geht: Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es hier zwischen Jungen und Mädchen? Welche Bedeutung haben Rollenerwartungen im Blick auf den Umgang mit gesellschaftlichen Normen? Aufgrund welcher Erfahrungen geschieht Gewissensbildung? Spielen da nicht ganz entscheidend auch die biographischen Hintergründe von männlicher und weiblicher Sozialisation hinein? 

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Mirjam tanzt für die Freiheit – Neue narrative Perspektiven auf den Exodus für Mädchen und alle

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© fab to pix (CC BY-SA 2.0)  

Von Martina Steinkühler

Exodus – welch eine Fülle an Text, an Fragen und an Zumutungen: Zweiter Gründungsmythos des Volkes Israel (neben den Erzelternerzählungen), Anlass diverser religionswissenschaftlicher Konstruktionen, reich an traditionsträchtigen Bildern, Motiven und Personen, inhaltlich für heutige Erzählende und Hörende sperrig, insbesondere in Fragen des Gottesbildes: 

„Ich bin ein eifernder Gott“ – das ist gut für die, auf deren Seite Gott ist, verheerend für die anderen, seien sie Gegner von außen, wie die Ägypter, oder auch Schwache, Zweifler, Rebellen im eigenen Volk, so wie die, die murrten und um das Kalb tanzten, oder wie Mirjam, die Mose in Frage stellte.Exodus – welch eine Fülle an Text, an Fragen und an Zumutungen: Zweiter Gründungsmythos des Volkes Israel (neben den Erzelternerzählungen), Anlass diverser religionswissenschaftlicher Konstruktionen, reich an traditionsträchtigen Bildern, Motiven und Personen, inhaltlich für heutige Erzählende und Hörende sperrig, insbesondere in Fragen des Gottesbildes: 

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Die Rechte von Kindern und Jugendlichen - Eine Unterrichtssequenz für eine dritte oder vierte Grundschulklasse im Rahmen einer Einheit zum Thema Kinderarmut

Photo by Jyotirmoy Gupta on Unsplash

Von Nicola Kottner

Für viele Kinder ist es selbstverständlich, einen Namen zu haben, genug zu essen und ein Recht auf Gesundheit zu haben, spielen zu können oder sich erholen zu dürfen. Gerade in Grundschulklassen erlebt man es aber auch immer wieder, dass Kinder an der Armutsgrenze leben und von Armut bedroht sind. In der Schule wird die Realität wachsender Unterschiede von reich und arm sichtbar, treffen die Gegensätze von Kindern, denen alle Wünsche erfüllt werden können und solchen, die an oder unter der Armutsgrenze leben, aufeinander.

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Gerechtigkeit Gottes? – Die Kunst des Friedens - Unterrichtsbausteine zum Thema Krieg – Gewalt – Frieden für die Sekundarstufen I + II

Image by ThePixelman from Pixabay

Von Steffen Marklein

Christliche Friedenspädagogik besitzt ihre zentralen biblischen Bezugspunkte in den großen prophetischen Friedensvisionen des Alten und Neuen Testaments (Jesaja 11, Micha 4, Offenbarung 21) sowie in der Friedensbotschaft Jesu, die in der Bergpredigt (Matthäus 5-7) ihren bedeutungsvollsten Ausdruck gefunden hat.1 Die bildende Kunst hat diese Traditionen seit ihren Anfängen immer wieder aufgegriffen. Sie verbindet bis heute in vielfältiger Weise eigene Gegenwart mit biblisch inspirierten Hoffnungs- und Friedensbildern. Dabei spielen unterschiedliche gesellschaftliche Erfahrungen und Kontexte eine wichtige Rolle. Umstritten ist, ob und in welcher Weise Kunst politisch sein sollte. 
 

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Aktueller Podcast

Religiöse Bildung in den Schulen

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PD Dr. Silke Leonhard

NDR-Info: Blickpunkt Diesseits am 10. November 2019.

PD Dr. Silke Leonhard im Gespräch

Rezension

Sönke Zankel und Niklas Günther: Forschendes Lernen und Projektarbeit im Religionsunterricht. Beispiele für die schulische Praxis. Göttingen 2019. 93 Seiten, 14,99 €

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