AKTUELL

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Warum und wie die Stadt auch künftig unsere Gesellschaft prägen wird

Von Peter Jakubowski und
Robert Kaltenbrunner

Es gibt kein Leben, in dem nicht eine Stadt eine Rolle spielt“, notierte die Schriftstellerin Karen Blixen, „und es macht wenig aus, ob man ihr wohl oder übel gesinnt ist, sie zieht die Gedanken an sich nach einem geistigen Gesetz der Schwere.“ Wir halten diesen Satz für so hellsichtig wie maßgebend. Tatsächlich ist die Stadt der Seismograph einer Gesellschaft. Ob nun Babylon als das Symbol der Sprachverwirrung und der uneinholbaren Perspektivendifferenz, oder das himmlische Jerusalem als der Ort, an dem die Einheit der Verheißung gestiftet wird: Stets waren es Städte, in denen die entscheidenden Entwicklungen ihren Ausgang hatten und auch kumulierten. Folgerichtig ist der Weltengang bis heute durch das ewige Ringen um eine stadtnahe Gesellschaft bestimmt.

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Als die Utopie die Zukunft entdeckte

Von Thomas Schölderle

Der Begriff „Utopie“ ist gegenwärtig fast zu einem Synonym für Zukunftsvision geworden. Die Rede von Utopie transportiert unweigerlich Bilder aus dem Kontext technologischer Veränderungspraxis: Künstliche Intelligenz, Big Data, Transhumanismus, Enhancement, Virtual Reality. Mancherorts gilt – angesichts einer weitgehenden Kraftlosigkeit neuer Sozialutopien – die Idee von grenzenloser Intelligenz und ewiger Schönheit schon als letzte große Utopieperspektive des 21. Jahrhunderts.

In Literatur und Film ist die technische Euphorie dagegen weit weniger ausgeprägt. 

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PRAXIS

Wie viel Raum ist zwischen Frage und Antwort - Unterrichtsbausteine zur Kultur des Fragens

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Von Christine Labusch

"Was bedeutet es, einen Menschen zu lieben?" Auf diese Frage antwortete jemand folgendermaßen: "Einen Menschen zu lieben heißt, ihm alles sagen zu dürfen, aber vor allem: ihn alles fragen zu dürfen." Weshalb wird die Möglichkeit, alles fragen zu dürfen, noch höher eingeschätzt als die Tatsache, dass man alles sagen kann? Offenbar haben Fragen mit einer tiefen Verbundenheit zu anderen Menschen zu tun. Eine Frage zu stellen setzt Vertrauen voraus. Deshalb ist etwas zu fragen noch näher mit dem Innersten des Fragenden verbunden als eine offene Aussage. In der Frage drückt sich etwas von der Verletzlichkeit des Nichtwissens aus. Als Fragende signalisiere ich die Bereitschaft, mich für Neues zu öffnen, dem Gegenüber Zutritt zu einem wichtigen Teil meines Selbst zu gewähren und ihn für fähig zu halten, mich an den Stellen zu bereichern, an denen ich mich gerade selbst einem Zweifel stelle.

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Auf das Nichtgesagte hören - Ein Seminar für eine Altenpflegeklasse zum Umgang mit Sterbenden

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Von Michaela Veit-Engelmann

Einen Menschen auf seinem letzten Lebensweg zu begleiten, gehört zu den größten Herausforderungen. Wer in der Pflege arbeitet, muss sich ihr täglich neu stellen. Und erfährt immer wieder: Der Umgang mit Sterbenden führt an die Grenzen – der Belastbarkeit, der Lebenserfahrung und der Spiritualität. Umso wichtiger ist es, dass diese Herausforderung Thema in der Ausbildung angehender Altenpflegefachkräfte ist. Die Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln führt deshalb im ersten Ausbildungsjahr der Altenpflege ein zweitägiges Seminar unter dem Titel „Letzte Lebensphase“ durch. Der Bildungsgang Pflege hat sich bewusst dafür entschieden, dass das Seminar außerhalb der Schule stattfindet. Die Ausbildungsbetriebe unterstützen dies, indem sie sich an den Kosten beteiligen. Barbara Bremert, stellvertretende Schulleiterin, begrüßt das Konzept ebenfalls: „Ich weiß, wie viel organisatorischen und personellen Aufwand so ein Seminar bedeutet.“ Dies lasse sich nicht einfach in Mehrstunden berechnen. „Deshalb bin ich den mitfahrenden Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar.“

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Mentorinnen und Paten in der Konfirmandenarbeit

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© Rainer Sturm  / pixelio.de 

Von Frauke Laging, Willem Heins und
Andreas Behr

In der Konfirmandenarbeit versuchen wir, Jugendliche mit der biblischen Botschaft vertraut zu machen. Sie sollen die Kirche und ihre Kirchengemeinde kennenlernen und dort als mündige Christinnen und Christen kirchliches Leben mitgestalten. Dabei treffen die Jugendlichen – insbesondere im Gottesdienst – auf vieles, was ihnen fremd ist. Und so kommt es immer wieder zu Irritationen auf beiden Seiten: Die Konfis fühlen sich unwohl, nicht wirklich willkommen und manchmal auch überfordert, wenn sie das Gefühl haben, von ihnen wird ein bestimmtes Verhalten erwartet, das man ihnen aber nicht vermittelt hat. Andererseits fühlen sich Gemeindeglieder, die sich eigentlich freuen, dass Jugendliche den Weg in die Kirche finden, dann doch gestört. Sie verstehen das Verhalten der Jugendlichen nicht. 

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„Für den Notfall" - Krisenplan und Krisenmanagement für die Schule

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Von Ute Baierlein und Thomas Barkowski

Krisenpläne?“ – vor Jahren haben wir für diesen Begriff noch befremdetes Kopfschütteln geerntet. „Krisen sind doch nicht planbar!“ Inzwischen wissen Ministerien und Schulleitungen und Lehrkräfte: Krisensituationen kommen auf Schulen zu und zwingen zum Handeln, will man nicht in einen Zustand der Lähmung und Handlungsunfähigkeit verfallen, oder, wie früher üblich, die Schülerinnen und Schüler im Blick auf die Bewältigung sich selbst überlassen. Dramatische Amokläufe und Massaker in Schulen haben uns schreckliche Szenarien vor Augen geführt. Aber geradezu alltäglich ist die Situation, dass der Tod eines Schülers, einer Lehrkraft durch Unfall, Suizid, Gewalttat oder Krankheit eine Schule belastet. Dafür – und auch für die ganz umfassenden Krisen und Katastrophen – versuchen wir in diesem Artikel Konzepte und Hilfestellung zur Orientierung vorzustellen. Wir tun das auf der Basis der Erfahrungen und Ergebnisse, die in Bayern Schul- und Notfallseelsorge in Zusammenarbeit mit der Schulpsychologie erarbeitet und erprobt haben.

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FriedensGesichter

Was bringt es jungen Menschen, sich mit dem Holocaust zu beschäftigen? Charlotte Kaiser hat bewegende Erfahrungen gesammelt. Als Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste hat sie ein Jahr lang am Illinois Holocaust-Museum in Illinois (USA) gearbeitet.

Podcast

Rezension

Anna-Katharina Szagun: Nur Gott selbst kann wissen, ob es ihn gibt!
Langzeitstudie zur frühkindlichen Entwicklung von Gotteskonzepten in zunehmend säkularen Kontexten. Gera/Jena 2018. 461 Seiten, 32,90 €

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