Aktuell

Solidarisch wirtschaften in Zeiten des Wandels

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Von Kristina Bayer

Die Welt ist aus den Fugen! Ein rasch fortschreitender Klimawandel, zunehmende soziale Ungleichheit in Nord und Süd und anhaltende kriegerische Konflikte sind nur einige Anzeichen des tiefen gesellschaftlichen Umbruchs, in dem sich die Weltgesellschaft derzeit befindet. 
Seit über 30 Jahren werden die vielen Krisenerscheinungen des sogenannten wirtschaftlichen Fortschritts ausgiebig diskutiert. Während Institutionen wie der Club of Rome jahrzehntelang als einsame Rufer in der Wüste galten, zeigen neuere Umfragen einen Wertewandel: Laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2010 fordern fast 90 Prozent der deutschen Bevölkerung eine andere Wirtschaftsordnung. Für eine Mehrheit scheint damit der Zusammenhang zwischen der Zerstörung des ökologischen und sozialen Gleichgewichts und dem „kapitalgetriebenen Wirtschaften“ deutlich geworden zu sein.

Das Konzept der Solidarischen Ökonomie steht gegen das konkurrenzorientierte Wachstumsmodell mit seinem Rendite- und Kapitalisierungsprinzip. Realisiert wurde es in unterschiedlichen historischen Zusammenhängen wie den „Redlichen Pionieren von Rochdale“, der Arbeiterselbstverwaltung in Jugoslawien oder als Teil von Regierungspolitik, etwa in Brasilien und in Frankreich. Der überwiegende Anteil solidarischen Wirtschaftens findet aber bis heute im informellen Bereich statt.

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Praxis

Herausforderung Digitalisierung – Filmtipps für die Bildungsarbeit in Schule und Kirchengemeinde

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Von Marion Wiemann

Digitale Medien und deren Einsatzmöglichkeiten und Nutzen spalten den gesellschaftlichen Diskurs. Eine Seite preist die Chancen, die sich beruflich und privat ergeben. Alles wird schneller, einfacher und schöner und ist noch dazu kostenlos. Die Gegenseite warnt vor Datenmissbrauch, Entgrenzung der Arbeitszeit und Suchtgefahren. Wichtig ist es, gerade im Hinblick auf Heranwachsende, diese zu einer Medienmündigkeit zu erziehen, die den Spaß an digitalen Medien, deren Nutzen und Möglichkeiten nicht verteufeln, die aber auch Gefahren und Risiken sowie ökonomische Zusammenhänge thematisieren.

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„… geheiligt werde dein Name“ – Ein Unterrichtsbeispiel zur ersten Bitte des Vaterunser für das 3./4. Schuljahr

Von Anna-Maria Klassen

Das Vaterunser – ein Text, mit dem die Botschaft Jesu im Kern ausgesagt ist, der zum Zentrum der christlichen Überlieferung und Glaubenspraxis gehört und der Christenmenschen aller Zeiten, aller Konfessionen und jeden Ortes miteinander verbindet. Wenn sie nicht wissen, was sie beten sollen, so können sie diese Worte gebrauchen. Aber wissen sie, was sie da beten? „Was ist das?“, fragen die Lehrer der Kirche.2 „Was ist das?“, fragt auch die Unterrichtseinheit Mit Gott reden – Das Vaterunser (3./4. Schuljahrgang), in deren Kontext die vorgestellte Stunde steht. In der Einheit wird die Besonderheit der christlichen Rede zu Gott erarbeitet, indem der nicht immer leicht verständliche Text des Vaterunser gedeutet wird. 

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Ein Raum der Stille für alle? - Zur Arbeit mit Texten von Dreizehnjährigen

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© Grigory Kravchenko (CC BY) 

Von Bärbel Husmann

Die nachfolgenden Texte sind im Rahmen einer Klassenarbeit entstanden, die im Anschluss an eine Unterrichtssequenz „Religion im Alltag“ gestellt wurde. Es sind insofern authentische Texte, als sie nicht eigens im Unterricht inhaltlich vorbereitet worden waren, sondern zeigen, wie Schülerinnen und Schüler einer siebten Klasse im Anforderungsbereich III (Transfer) mit Fragen von Religion in der Öffentlichkeit umgegangen sind. Die Positionierungen der Kinder sind wie ihre Begründungen unterschiedlich und mehr oder weniger komplex – und in ihrer Vielfalt und ehrlichen Selbsteinschätzung überraschend. 

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Rezension

Christian Butt et al.: Expeditionen ins Leben. Entdecken, was wirklich zählt. Ein evangelischer Begleiter für Jugendliche, hrsg. v. Elisabeth Lange, Friedemann Müller und Georg Raatz im Auftrag der Kirchenleitung der VELKD, Göttingen 2018, 160 Seiten, 15,00 EUR

Der Evangelische Begleiter für Jugendliche ist auf den ersten Blick mehr als ein Buch: Es gibt ein Kartenspiel dazu. Auf den Karten finden sich Rollenbeschreibungen: der Fremde, die Mutige, der Nörgler, die Vergnügte usw. Das macht schon einmal neugierig auf eine Expedition ins Leben.

Acht solcher Expeditionen werden mit dem Buch angeboten. Alle haben zwei gegensätzliche, ja geradezu widersprüchliche Worte als Titel: frei verbunden, endlich lebendig, sicher risikobereit, erfolgreich gescheitert, ohnmächtig stark, unsichtbar angesehen, gemeinsam allein, zufällig geplant.

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RELIGIONEN IM GESPRÄCH

Jenseits des Völkermords – Der Landesverband der Eziden in Niedersachsen

Podcast

Übergänge gestalten und deuten – Aufgabe und Funktion von Ritualen (nicht nur) im Jugendalter

Vortrag gehalten von Vortrag gehalten von Dr. Lars Charbonnier (Pastor, Dozent an der Führungsakademie für Kirche und Diakonie Berlin) (im Originalton 44 Minuten)

Zum Vortrag