AKTUELL

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Vom Traurig-Sein und Trauern - Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen

von Hanne Shah

Jeder Mensch erfährt in seinem Leben verschiedene Formen des Verlustes. Jedes Kind ist hin und wieder traurig. Es schmerzt und macht auch traurig, wenn die Mutter verreist, der Hamster gestorben oder die Klassenarbeit schlecht gelaufen ist. Traurigkeit kann wehtun und in manchen Fällen sicherlich sogar verzweifeln lassen. Sie äußert sich oft durch Weinen und ist für einen Außenstehenden klar erkennbar. Dieses ernstzunehmende, schmerzhafte Gefühl verläuft in der Regel linear – und unterscheidet sich schon darin ganz grundsätzlich von Trauer. Traurigkeit indes gehört zum Leben. Allmählich wird der Schmerz weniger und irgendwann hört er auf. Man kann und sollte traurige Erfahrungen keinem Kind ersparen, denn der Umgang mit schmerzlichen Gefühlen ist ein wichtiger Lernprozess.

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Religion im Alltag der Kita

von Gerd Liebenehm-Degenhard

Religion hat mit dem ganzen Leben zu tun, darum lässt sie sich „in allen Dingen“ entdecken.

Es ist Montag, 8:00 Uhr. Theresa, 4 Jahre, wird in den Kindergarten gebracht. Schon beim Hausschuh-Anziehen rollen ihr dicke Tränen über die Wangen. „Ich will nicht in den Kindergarten. Ich will mit dir, Mama.” Rasch wird die Jacke ausgezogen, denn die Mutter muss los, um pünktlich am Arbeitsplatz zu sein. „Los, beeil dich, ich muss doch pünktlich sein, Theresa”, so antwortet die Mutter. Theresa sitzt tränenüberströmt da und lässt alles über sich ergehen. Die Mutter schiebt Theresa in den Gruppenraum. „Noch ein Bussi, Mama! Noch einmal drücken, Mama!” Noch einmal drücken, ein letzter Kuss, und die Mutter verlässt eilig den Gruppenraum. Traurig und verlassen steht Theresa da und schaut ihrer Mutter nach.

In der Kita dürfen immer nur vier Kinder zurzeit in das Bällebad. Ben und zwei Freunde möchten gern im Bällebad spielen. Dort tummeln sich aber bereits Tim und Anna. Ben geht zu seinem Erzieher und fragt: „Dürfen Jakob, Lisa und ich ins Bällebad?” Der Erzieher erwidert: „Dann wärt ihr ja fünf Kinder. Du weißt, es dürfen aber nur vier hinein.” Ben fragt: „Warum?”

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PRAXIS

Abschied aus der Schulzeit in Corona-Zeiten – würdig(end)e und ermutigende Formate

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Vom Dozierendenkollegium
des RPI Loccum

Nach und nach füllen sich die Schulen wieder mit Leben, das Schuljahr läuft nicht mehr nur digital, sondern auch präsent weiter – und zugleich geht für viele Kinder und Jugendliche die Schulzeit dem Ende entgegen. Schüler*innen der Abschlussjahrgänge sind in diesem Jahr am Ende der Primarstufe bzw. der gesamten Schulzeit nur in Teilgruppen und auch nur für eine begrenzte Zeit überhaupt leiblich in der Schule. In ihrem Gepäck sind die Erfahrungen des Eingeschlossenseins der letzten Wochen, von Unverfügbarkeit, wie es weitergehen wird, und oft der Wunsch, die Klassen- und Jahrgangskamerad*innen wiederzusehen und die wohlbekannte Nähe der eigenen Schule zu spüren. Die Sehnsucht nach Verbundenheit und Gemeinschaft ist hoch – und doch nur in gewissen „Portionen“ erfahrbar. Am Ende der Schulzeit stellen sich auch Fragen: Was war? Was bleibt? Was wird kommen? Was gibt mir Zuversicht und Vertrauen? 

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Meine Learningsnacks für den RU – einfach mal ein Häppchen zwischendurch…

Foto: Tomasz Mikołajczyk, Pixabay

Von Dirk Bischoff und
Michaela Veit-Engelmann

An den Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen gewinnt das schulische Leben langsam wieder an Fahrt; immer mehr Klassen kehren in die Schulen zurück. Doch noch sind viele Schüler*innen zu Hause und sind darauf angewiesen, dass ihre Lehrkräfte sie mit abwechslungsreichem und möglichst selbsterklärendem Material versorgen, anhand dessen sie den zentralen Stoff der jeweiligen Fächer bearbeiten. 

Die hier vorgestellten Beispiele für ein Homeschooling im Onlinemodus wurden erstellt mit dem Tool Learningsnacks, das es den Schüler*innen ermöglicht, unmittelbar online auf andere Seiten zuzugreifen, Videos anzusehen oder durch Onlineabstimmungen zumindest indirekt über die Meinungsbildung der anderen Schüler*innen ihrer Klasse informiert zu werden. Ein Vorteil dieser App ist es, dass die Schüler*innen sie via Link oder QR-Code sehr gut auf ihren Smartphones nutzen können, sollte kein PC zur Verfügung stehen. (Dass das digitale Lernen, gerade im Religionsunterricht, allerdings auch schnell an seine Grenzen stößt, soll hier nicht unerwähnt bleiben: Die Learningsnacks beschränken sich in den interaktiven Elementen auf Fragen, die nach einem „richtig/falsch“-Muster angelegt sind und deshalb leider nicht dazu anregen, jenseits dieser Kategorien tiefergehend über eigene Meinungen, Eindrücke oder Emotionen nachzudenken.)

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Herausforderung Digitalisierung – Filmtipps für die Bildungsarbeit in Schule und Kirchengemeinde

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Von Marion Wiemann

Digitale Medien und deren Einsatzmöglichkeiten und Nutzen spalten den gesellschaftlichen Diskurs. Eine Seite preist die Chancen, die sich beruflich und privat ergeben. Alles wird schneller, einfacher und schöner und ist noch dazu kostenlos. Die Gegenseite warnt vor Datenmissbrauch, Entgrenzung der Arbeitszeit und Suchtgefahren. Wichtig ist es, gerade im Hinblick auf Heranwachsende, diese zu einer Medienmündigkeit zu erziehen, die den Spaß an digitalen Medien, deren Nutzen und Möglichkeiten nicht verteufeln, die aber auch Gefahren und Risiken sowie ökonomische Zusammenhänge thematisieren.

Es fällt auf, dass im Bereich der Filmarbeit solche Medien überwiegen, die die warnenden und gefährlichen Aspekte der Digitalisierung (z. B. Hasskommentare, Fake-News, Suchtgefahren, Arbeitsplatzverlust) betonen. Filme, die die Vorteile der fortschreitenden Digitalisierung thematisieren, sind eher selten.

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Prophetenworte, Trostworte – Nicht nur für den Unterricht

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Von Dietmar Peter

Die Worte der Propheten zeichnen immer wieder neue Bilder der Treue Gottes zu den Menschen. So eröffnet die Zusage: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ (Jesaja 66,13) eine Dimension des Trostes, die viel mehr als ein „Alles wird gut“ ist. Gott sieht die zerbrochenen Hoffnungen. Er nimmt das Elend eines Menschen ernst und macht es zu seiner eigenen Sache.

Trost ist ein umfassendes Geschehen. Es befreit und gibt Geströsteten Mut zum Leben. Getröstete erhalten festen Grund unter den Füßen, ein weiter Horizont öffnet sich.

In Zeiten der Corona-Krise werden Prophetenworte bedeutsamer. Sie eröffnen Möglichkeiten, Ermutigung und Perspektiven für die Zukunft zu finden. 

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Nachrichten

Experte: Konfirmanden-Unterricht sollte digitale Formen fortführen

Loccum/Kr. Nienburg (epd). Die Konfirmanden- und Jugendarbeit der Kirchen sollte aus Sicht des Experten Andreas Behr auch nach dem Ende der Corona-Epidemie weiter auf digitale Formate setzen. "Es ...

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Hupen statt Glocken: Wolfsburger feiern erstmals Autogottesdienst - Rund 350 Teilnehmer bei "Drive-In-Gottesdienst" in Hildesheim

In Zeiten von Corona boomen nicht nur die Autokinos, sondern es entstehen auch die ersten "Autogottesdienste". Denn im eigenen Fahrzeug lassen sich bequem die Abstandsregeln einhalten. Jetzt hat ...

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Bremer Bündnis: Billigfleisch aus öffentlicher Verpflegung verbannen

Bremen (epd). Das Agrarpolitische Bündnis Bremen hat dazu aufgerufen, Billigfleisch aus der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung etwa in Kitas, Schulen und Krankenhäusern zu verbannen. ...

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BOTSCHAFTEN AUS DEM PRALLEN LEBEN: RELIGIONSUNTERRICHT UND CORONA

Für Religionslehrer ist die Corona-Krise eine große Herausforderung. Denn Diskutieren geht nicht, weil die meisten Schüler im "Homeschooling" sind. Und Fragebögen abhaken entspricht nicht dem Charakter des Faches. Doch viele Lehrer haben neue Ideen ...

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Wettbewerbe

In eigener Sache: Landeswettbewerb Evangelische Religion 2019/20 – ZUKUNFT

Am 25. Juni 2020 sollten die Preisträger*innen des diesjährigen Landeswettbewerbs Evangelische Religion in der Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover ausgezeichnet werden. Die Prämierungsfeier mit etwa 200 Teilnehmenden kann aufgrund der Corona-Pandemie zu diesem Zeitpunkt nicht stattfinden. 

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Neue Kerncurricula

Die Neufassungen der niedersächsischen Kerncurricula für das Fach Evangelische Religion an Haupt-, Real- und Oberschulen treten zum 01.08.2020 in Kraft. Die Neuerungen und die daraus resultierenden Aufgaben für die Fachkonferenzen werden im Video erläutert.

Podcast

Herausforderung Digitalisierung

Vortrag von Prof. Dr. Sandra Aßmann (Ruhr Universität Bochum) 

Rezension

Michael Klessmann: Ambivalenz und Glaube, Warum sich in der Gegenwart Glaubensgewissheit zu Glaubensambivalenz wandeln muss, Stuttgart 2018,  289 Seiten, 34,00 EUR

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