AKTUELL

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Als die Utopie die Zukunft entdeckte

Von Thomas Schölderle

Der Begriff „Utopie“ ist gegenwärtig fast zu einem Synonym für Zukunftsvision geworden. Die Rede von Utopie transportiert unweigerlich Bilder aus dem Kontext technologischer Veränderungspraxis: Künstliche Intelligenz, Big Data, Transhumanismus, Enhancement, Virtual Reality. Mancherorts gilt – angesichts einer weitgehenden Kraftlosigkeit neuer Sozialutopien – die Idee von grenzenloser Intelligenz und ewiger Schönheit schon als letzte große Utopieperspektive des 21. Jahrhunderts.

In Literatur und Film ist die technische Euphorie dagegen weit weniger ausgeprägt. 

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 © stck.xchng

Gottes Menschenwort

Von Eckart Reinmuth

Im wohl ältesten Text des Neuen Testaments schreibt Paulus seinen Adressaten, dass sie seine mündliche Verkündigung nicht als Wort menschlicher Erfindung empfangen, sondern es als Gotteswort angenommen hätten (1Thess 2,13). Mit dieser Unterscheidung setzt sich der reisende Missionar von der konkurrierenden Praxis öffentlich agierender Philosophen und Lehrer ab. Er versteht seine Predigt nicht als „Menschenwort“ in dem Sinne, dass sie vielleicht aufgrund ihrer ausgefeilten Rhetorik überzeugt hätte. Warum überhaupt diese Unterscheidung? Ihr geht es nicht um eine gleichsam gegenständliche Unterscheidbarkeit von Gottes- oder Menschenwort – dann wäre der Differenzierungsversuch des Paulus überflüssig. 

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PRAXIS

Jung und Alt gemeinsam: Ein Hort im Seniorenwohnstift

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Von Gert Liebenehm-Degenhard

Der Ball fliegt über die Köpfe und prallt von der Wand zurück. Vier Jungen spielen Fußball. Nichts Ungewöhnliches, wenn man sechs oder acht Jahre alt ist. Ungewöhnlich jedoch ist der Ort: im Flur, vor dem Fahrstuhl im Seniorenwohnstift. Die Kinder gehören zum Hort der Evangelischen Kindertagesstätte St. Martin in Göttingen-Geismar und haben ihre Räume in einer Wohnetage des GDA-Wohnstifts1. Sie teilen sich die Etage mit einer Bewohnerin und Mitarbeitenden der Verwaltung. An den Wänden sind die Bilder und Namen der Kinder genauso zu sehen wie die Namen und Fotos einiger der GDA-Bewohner, die regelmäßig den Hort besuchen. „Jung und Alt gemeinsam“ – das Motto des Inter-Generationen-Projektes wird schon beim ersten Betreten des Horts sichtbar.

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„Die 12“ oder „Was ist dir im Leben wichtig?“ – Unterrichtseinheit für die Sek I zum Thema „Nachfolge“

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© Patrick Denker (CC BY 2.0)

Von Jana Milchner und Linda
Schnackenberg

Das Thema „Nachfolge“ knüpft unmittelbar an der Lebenswelt der Jugendlichen an. Die Jünger setzen sich mit viel Engagement für die Verkündigung der Botschaft Jesu ein. Der Fokus in ihrem Leben war klar: Jesus. Die Schülerinnen und Schüler sollen motiviert werden, ebenfalls einen Fokus in ihrem Leben zu setzen und sich zu überlegen, was in ihrem Leben wichtig ist. Dies könnten Familie, Hobbies, Freunde, etc. sein.

Die Schülerinnen und Schüler können am Beispiel der Jünger lernen, dass es sich lohnt, sich für etwas einzusetzen. Zunächst muss man sich für eine Sache, für die man sich einbringen möchte, entscheiden. Nicht immer fällt diese Auswahl leicht. Die Jugendlichen heute sind konfrontiert mit einer Flut an Möglichkeiten des Engagements. Zu denken wäre hierbei an ein Hobby, die Mitarbeit in einem Verein, die Ausübung einer Sportart oder das Engagement in einer Partei. Sie werden motiviert, selber aktiv zu werden und ihre zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll einzusetzen, um ihnen persönlich wichtig erscheinende Ziele zu erreichen.

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Jung und Alt im Film

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Von Marion Wiemann

Die Gesellschaft in Deutschland verändert sich. Die Jahrgänge der „Babyboomer“ gehen in Rente, ihre Lebenserwartung ist in den letzten Jahren gestiegen. Die Geburtenzahl dagegen ist in den vergangenen Jahrzehnten gesunken, sodass sich der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung vermindert hat. Dieser demografische Wandel hat nicht nur Auswirkungen auf das Rentensystem, sondern auch auf das Verhältnis der Generationen untereinander. Mit dieser Thematik befassen sich auch eine Reihe von Filmproduktionen unterschiedlicher Genres.

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Biblisch kochen - Ein kulinarisches Gemeindeprojekt

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© Johannes Gärtner (CC BY 2.0) 

Von Franziska Baden

Brot, Wein und Olivenöl: Das sind die Grundnahrungsmittel im Alten Israel. Zunächst etwas trocken bietet die Bibel aber mehr Nahrungsmittel und Speisefolgen, die zum Nachmachen anregen. Biblisch Kochen schafft neue Eindrücke und macht in vielen Konstellationen und Gruppen Spaß.

Eine kulinarische Reise durch die Bibel gewährt einen neuen Blick auf das Buch der Bücher. In einer praktischen Umsetzung ermöglicht es, Hintergründe der biblischen Lebenswelt zu erfahren. Dies schenkt wiederum einen neuen Blick auf den biblischen Text. Die Gemeinschaft beim gemeinsamen Essen wird in der Bibel besonders hervorgehoben. Zudem lässt sich eine wesentlich gesündere Ernährung als unsere heutige oft bietet kennenlernen.

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RELIGIONEN IM GESPRÄCH

Das Kopftuch-Verbot

Das Kopftuch ist und bleibt ein Reizthema. Seit zwanzig Jahren wird in Deutschland darüber diskutiert. Manchmal scheint es so, als ginge es kaum voran. Nun will Niedersachsen das Kopftuch für Richterinnen verbieten. Ist das angemessen? Darüber spricht Wolfgang Reinbold mit der Islamischen Theologin Hamideh Mohagheghi vom Zentrum für Komparative Theologie der Universität Paderborn.

Aktueller Podcast

Neue Ansätze in der Kirchenpädagogik

Vortrag gehalten von Prof. Dr. Hartmut Rupp (Heidelberg) am 27. September 2019 im RPI Loccum im Rahmen des "Treffpunkt Kirchenpädagogik" (86 Minuten)

Rezension

Uta Pohl-Patalong: Bibliolog. Impulse für Gottesdienst, Gemeinde und Schule.
Stuttgart 2019, 168 Seiten, 24,00 €

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