In Bremen soll der Valentinstag auf ganz besondere Weise gefeiert werden: mit Sekt und Selters, einer Schaukel und Segen.
Die großen Kirchen in Bremen laden zum Valentinstag am kommenden Sonnabend (14. Februar) in die Innenstadt zu einem „Festival der Liebe“ mit einem besonderen Höhepunkt ein: „Unsere Besucherinnen und Besucher erwartet unter anderem die Himmelsschaukel, in der Sie mit Blick in das imposante Gewölbe der Liebfrauenkirche schaukeln und träumen können“, sagte der evangelische Pastor Tim Zuber, Mitorganisator des Festivals. Ab 19 Uhr seien bei freiem Eintritt alle Liebenden eingeladen „und alle, die auf der Suche nach der Liebe sind“.
Begleitet wird der Abend von romantischer Musik mit alten und neuen Liebesliedern, geplant ist auch ein Empfang mit Sekt und Selters. „Alle, die schon ihren Lieblingsmenschen gefunden haben, können ihre Liebe an diesem Abend segnen lassen“, ergänzte Zuber. Er leitet „Wesersegen“ eine Servicestelle der Bremischen Evangelischen Kirche. Sie will Menschen bei allen Segenswünschen für einen besonderen Moment im Leben beraten - bei klassischen Gelegenheiten wie Taufe, Hochzeit und Beerdigung genauso wie etwa beim Wechsel von der Kita in die Schule oder vom Erwerbsleben in den Ruhestand.
Schutzpatron der Liebenden
Die Ursprünge des Valentinstags sind christlich. Der 14. Februar ist der offizielle Gedenktag des Heiligen Valentin, des Schutzpatrons der Liebenden. Deshalb gibt es in vielen Kirchen Segensfeiern oder Segnungsgottesdienste für Paare, die ihre Liebe feiern und segnen lassen möchten. Der später heiliggesprochene Valentin soll auf Anweisung des römischen Kaisers Claudius II. (um 270) als Märtyrer hingerichtet worden sein, weil er seinem Glauben nicht abschwören wollte. In Deutschland erklärten 1950 die Blumenhändler den Valentinstag zum „Tag der offenen Herzen“.
epd lnb sel dab