Leistung sei etwas "verdammt Gutes", sagt der hessische Ministerpräsident und plädiert dafür, dass in Deutschland wieder länger gearbeitet wird.
Hannover, Berlin (epd). Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) plädiert für längere Arbeitszeiten. „Wir müssen uns in Deutschland daran gewöhnen, wieder mehr zu arbeiten“, sagte der CDU-Politiker dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Montag). Seinen Worten zufolge braucht es einen „einen neuen Respekt vor Leistung mit dem klaren Grundsatz: Wer etwas leistet, hat von Staat und Gesellschaft mehr zu erwarten als jemand, der weniger leistet.“
Beispielgebend sieht Rhein Griechenland: „Das Land hat in kürzester Zeit einen starken Aufschwung bei Wirtschaft und Arbeitsmarkt geschafft. Dort diskutieren sie inzwischen darüber, ob sie auch an einem Samstag arbeiten und eine Sechs-Tage-Woche machen sollten. In Deutschland dagegen debattieren wir über eine Vier-Tage-Woche.“
Gegen Vier-Tage-Woche
Für ihn sei klar: „Mit einer Vier-Tage-Woche und weniger Arbeit werden wir unseren Wohlstand nicht halten.“ Leistung sei etwas „verdammt Gutes“. „Jemand, der Leistung bringt, ist kein rücksichtsloser Karrierist und kein skrupelloser Kapitalist, sondern jemand, der gerne etwas schafft und damit auch etwas für die Gemeinschaft tut“, sagte Rhein. Im Übrigen erlebe er in Gesprächen eine enorme Leistungsbereitschaft bei den Menschen: „Jetzt geht es darum, diese Leistung politisch zu honorieren, anstatt sie zu ignorieren.“
epd lnb bas bjs