So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen“ (Röm 9,16).1 Hätten wir das also geklärt mit dem Verhältnis von Sport und Glaube aus der Sicht der Bibel: Kein Wettkampf, sondern allein Gottes Erbarmen. Rechtfertigung! Kann also ein kurzer Artikel werden. Oder?
Aber so einfach und eindeutig ist das natürlich nicht. Denn wenn man nach dem Verhältnis von Sport und Glaube aus Sicht der Bibel fragt, muss man schon das ganze Zeugnis der Bibel hören und dabei z. B. auch andere Stellen bei Paulus hinzuziehen. Und man muss natürlich vor allem fragen, welche Funktion das Reden vom Laufen oder anderen sportlichen Aktivitäten in der Bibel jeweils hat: Findet es sich in eigentlicher oder metaphorischer Rede? Und wenn metaphorisch: Was ist mit der Metapher bezeichnet? Wer wett-kämpft da mit wem oder gegen wen? Und inwiefern ist die Rede theologisch konnotiert?
Meines Erachtens sind es zwei grundsätzliche Themenfelder, die beim Nachdenken über Glauben und Sport eine Rolle spielen. Zum einen ist es der Blick auf die Verfasstheit des Menschen als Wesen aus stofflichen und nichtstofflichen Anteilen.2 Und zum anderen das Thema des Bemühens in Bezug auf Gott und den Glauben. Wie wird das gesehen bzw. bewertet?
1.
Zunächst ist es wichtig, ganz grundsätzlich festzuhalten, dass wir in der Bibel sehr positive Aussagen zum Körper und zur Körperlichkeit finden. Mehr noch: Die oft für christlich gehaltene Trennung von Körper und Seele, bei der die Seele das Eigentliche ist und der Körper nur eine Art geduldete Verpackung – ein notwendiges Übel –, ist weder christlich noch biblisch.
Das alttestamentliche Wort näfäsch, das in der Lutherbibel und darüber hinaus mit „Seele“ übersetzt wird, meint in seiner Grundbedeutung die Kehle, durch die die Atemluft in den Menschen kommt. Man kann das an Psalm 69,2 „Das Wasser geht mir an die näfäsch“ erkennen. Von dort aus abgeleitet meint das Wort dann „Leben“ bzw. Lebewesen in seiner bzw. ihrer Ganzheit: Der von Gott aus Lehm und Gottes Atem geformte Mensch hat nicht eine näfäsch, sondern er ist eine „lebendige näfäsch“ (1. Mose 2,7). An schönen Menschen haben die Verfasser:innen der Hebräischen Bibel ihre Freude (z. B. 1. Samuel 9,2; 16,12; Hoheslied 1,15 und öfters), auch körperliche Stärke wird gerühmt (z. B. bei Simson).
Das Neue Testament denkt an dieser Stelle etwas anders. Hier wird die aus der griechischen Umwelt rezipierte Unterscheidung (nicht Trennung!) von Leib und Seele stärker in das Menschenbild eingezeichnet.3 Allerdings werden die alttestamentlich-jüdischen Wurzeln nicht gekappt. Paulus etwa fordert die Christ*innen in Korinth auf, sorgsam mit ihrem Körper – ihrem Leben – umzugehen, weil „eure Leiber Glieder Christi sind“ (1. Kor 6,15). „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist … und dass ihr nicht euch selbst gehört?“ (1. Kor 6,19). Der Körper ist also keinesfalls zu vernachlässigen, sondern zu pflegen.
Darüber hinaus muss man wahrnehmen, dass die Bibel auch überhaupt nichts dagegen hat, dass Menschen sich in ihrem Tun anstrengen und durch dieses Tun Erfolg haben. Vor allem die Weisheitsliteratur ist da ganz klar. Die antiken Menschen hatten gut zu tun, um über die Runden zu kommen. Das Leben war anstrengend, herausfordernd, und wer nicht anpackt, ist schlicht dumm. „Im Herbst will der Faule nicht pflügen; so muss er in der Ernte betteln und kriegt nichts.“ (Spr 20,4) Oder im Gegensatz ausgesagt: „Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich.“ (Spr 10,4) Das ist so – und daran wissen die Weisen auch nichts auszusetzen. Warum auch? Hier waltet eine gute Ordnung von Tun und Ergehen – eine Ordnung, hinter der natürlich Gott steht.
2.
Von daher ist es dann auch nicht verwunderlich, dass auch das Glaubensleben der „einfachen“ Gläubigen und das Leben der von Gott Berufenen im Dienst des Glaubens im Bild des Kampfes bzw. des Wettkampfes dargestellt wird. Es mag sinnvoll sein, hier erst einmal einige biblische Belege aufzuführen.
Urbild des Ringens eines Menschen mit Gott ist der Erzvater Jakob (1.Mose 32,23-33).4 In der Nacht vor der mit Bangen erwarteten Wiederbegegnung mit dem um den Segen des Vaters betrogenen Esau wird Jakob von einem „Mann“ überfallen, der mit ihm die ganze Nacht hindurch ringt. Im Lauf der Erzählung wird deutlich, dass es aber nicht irgendein Mann ist, sondern ein göttliches Wesen, denn auf dessen Aufforderung: „Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an“ erwidert der Erzvater: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!“ Von diesem „Mann“ war also Segen zu erwarten. Und als der Angreifer den Patriarchen dann von Jakob in Israel umbenannt hatte, begründete er den Namen: „Du hast mit Gott und Menschen gekämpft und gewonnen.“ Mag in der vorisraelitischen Sage, die hier aufgenommen wurde, noch ein Nachtdämon der „göttliche“ Ringkämpfer sein – er fürchtet die Sonne fast wie Dracula –, so ist es in der Endgestalt der Erzählung Gott: „Ich habe Gott von Angesicht gesehen“, sagt Jakob schließlich. Man kann, man muss vielleicht mit Gott ringen, um zu reifen, auch wenn man aus diesem Ringen verletzt – Jakob hinkt – hervorgeht.
Das griechische Alte Testament greift das Bild dieses Kampfes auf:
„Bei einem kraftvollen Kampf erklärte sie (die Weisheit) ihn (Jakob) zum Sieger, damit er erkenne, dass mächtiger als alles eine ehrfürchtige Frömmigkeit ist.“ (Weisheit 4,12)5
Zum Kampf des Glaubens sei noch eine längere Passage aus 4. Makkabäer 17,11-156 zitiert:
„Ja wahrhaftig göttlich war der Kampf, der von ihnen [den Makkabäern] ausgefochten ward. Die Tugend setzte dabei den Kampfpreis aus und fällte die Entscheidung nach der Ausdauer. Der Siegespreis bestand in der Unvergänglichkeit, in einem lang dauernden Leben. Eleazar war der Vorkämpfer; die Mutter der sieben Knaben kämpfte, und die Brüder stritten dabei mit. Der Tyrann war der Gegner. Die Welt und die menschliche Gesellschaft waren die Zuschauer. Siegerin blieb aber die Gottesfurcht; sie setzte ihren Kämpfern den Kranz auf.“
Hier wird der tiefe Ernst des Kampfes und die Kostbarkeit des Siegespreises mehr als deutlich.
3.
Das Neue Testament, das wie die zuletzt zitierten Quellen vom Geist des Hellenismus geprägt ist, ist in der Welt des Wettkampfes zu Hause. Denn in den Städten gehörten sportliche Wettkämpfe (agon) zu den Festen hinzu.7 Es überrascht, dass trotz der durchaus religiösen Konnotation dieser Wettkämpfe die neutestamentlichen Autoren recht unbefangen auf diese Bildersprache zurückgreifen, statt diese als fremdreligiös abzuwehren, wie dies um 200 der nordafrikanische Theologe Tertullian in seiner Schrift De spectaculis tut. So schreibt Paulus an die Philipper:
„Nicht, dass ich’s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich’s wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. […] Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“ (Philipper 3,12-14)
Der Apostel wehrt sich hier wohl gegen den gegnerischen Vorwurf, er beanspruche für sich, schon zur Vollendung gelangt zu sein. Demgegenüber betont er „die Notwendigkeit einer noch ausstehenden Bewährung.“8
Der Paulusschüler im 2. Timotheusbrief weiß, dass für ihn die „Krone der Gerechtigkeit“ bereitliegt (4,8) – so, wie die Empfänger*innen des Sendschreibens nach Smyrna aufgefordert werden:
„Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“ (Offenbarung 2,10)
Und auch der für seine Skepsis gegenüber der paulinischen Rechtfertigungsbotschaft bekannte – und von Luther gescholtene – Jakobusbrief verwendet in 1,12 das Bild vom Siegeskranz:
„‚Selig ist, wer Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott denen verheißen hat, die ihn lieb haben.‘ Die Rede vom Kranz hat wohl am ehesten ihren Ursprung in der „Lebenserfahrung der Adressaten […] im paganen Bereich […] im Sport, beim Militär, im Kult u.a.“9
Man darf also feststellen, dass auch die neutestamentlichen Autoren ziemlich unbefangen davon reden können, dass die um oder im Glauben ringen, darin Erfolg haben können und für ihre Mühe von Gott mit einem Siegeskranz belohnt werden.
Liegt hier ein Widerspruch zur paulinischen Rechtfertigungsbotschaft vor?
4.
Damit kommen wir zum locus classicus zum Thema Religion und Sport, 1. Korinther 9,24-27 – kein Public Viewing bei einer EM oder WM in kirchlichen Räumen, wo es nicht hierzu eine Andacht gäbe.10
„Wisst ihr nicht: Die im Stadion laufen, die laufen alle, aber nur einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen. Ich aber laufe nicht wie ins Ungewisse; ich kämpfe mit der Faust nicht wie einer, der in die Luft schlägt, sondern ich schinde meinen Leib und bezwinge ihn, dass ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.“
Ganz deutlich steht hier das Bild einer griechischen Arena im Hintergrund, in der Wettkämpfe stattfinden wie etwa die Isthmischen Spiele in Korinth.11 Dabei wird der religiöse Charakter dieser Wettkämpfe durch Paulus dadurch unterstrichen, dass er auf die Askese verweist, die für die Wettkämpfer mit der Teilnahme an diesen Festivitäten verpflichtend war. Der Kampf ist mit Mühe und Entbehrungen verbunden. Und nicht nur das: Es besteht die nicht unrealistische Gefahr, dass man unterliegt, also den Siegpreis verfehlt, ihn nicht bekommt. Wenn nur einer den Siegpreis bekommt und wenn Paulus deswegen sagt: „Lauft so, dass ihr ihn erlangt“, impliziert das eben die Möglichkeit, ihn nicht zu erlangen. „Das Ziel ist also, alle zu siegesentschlossener Anstrengung anzuspornen.“12
Nun macht Paulus eine Unterscheidung, die die Dringlichkeit des zuvor Geschriebenen nicht mildert, sondern noch einmal verschärft: Bei den hellenistischen Spielen ging es um einen vergänglichen Siegeskranz,13 im Glaubensleben dagegen geht es um einen unvergänglichen: die Auferstehung und das Leben in der Ewigkeit.
Im Folgenden argumentiert der Apostel mit dem Beispiel seines eigenen Lebens. Dieses zeichnet sich eben genau dadurch aus, dass er das Ziel immer im Blick hat. Das Ziel ergibt sich für ihn aus seiner Existenz als Apostel; sein Siegeskranz sind die Gemeinden (1. Thessalonicher 2,19; Philipper 4,1). Er hat hier also nicht sein eigenes ewiges Leben im Angesicht Gottes, wie er es – und wie er seinen Kampf darum – v.a. im 3. Kapitel des Philipperbriefes eindringlich beschreibt. Sein „Erfolg“ in seiner Mission entscheidet also darüber, ob er am Ende den Siegeskranz gewinnt oder „verwerflich“ wird – womit er auf seine eigene Gerichtssituation anspielt.14
5.
Was gilt also nun: dass es nicht an meinem Laufen und Wollen liegt, sondern an Gottes Erbarmen (Römer 9,16), oder dass wir laufen sollen, um den Siegespreis zu erlangen (1. Korinther 9,24)?
Welche Erschließungskraft für ein Leben als Christenmensch haben die Sportbilder der Bibel?
Paulus‘ Rede vom Bemühen, das Ziel zu erreichen, und seine Aufforderung zur (asketischen) Anstrengung, die damit notwendig verbunden ist, haben ihren Ort in der eschatologischen Existenz des Apostels und der von ihm angeschriebenen Gemeinden: dem Schon-jetzt der Berufung Gottes in Jesus Christus und dem Noch-nicht der eschatologischen Vollendung. Das Leben einer Christin oder eines Christen liegt genau dazwischen. Es ist insofern mit dem Leben einer Sportlerin oder eines Sportlers vergleichbar, als es für beide darum geht, die damit verbundenen Herausforderungen ernst zu nehmen, also anzunehmen. Ein erfolgreiches Leben als Sportler*in, aber auch ein Leben als Christenmensch im Horizont der Berufung Gottes besteht darin, dass ich mich nicht selbstgenügsam zurücklehne und darauf warte, dass ich mein Ziel schon irgendwie erreiche, meinen „Erfolg“ schon irgendwie erlange. Sondern es ist ein Leben, das das Ziel des Lebens, nämlich – im Fall der Christenmenschen – die Auferstehung und das ewige Leben im Blick hat. Dabei habe ich auch meinen Leib, meinen Körper, meine weltliche Existenz so zu behandeln, dass ich sie als Gabe Gottes, also gleichsam als „Ausstattung“ Gottes für meinen irdischen Weg hin zum Ziel anerkenne und wertschätze – und entsprechend behandle, also pflege. Mit einem Geschenk sorgsam und wertschätzend umzugehen, ist ein Akt der Dankbarkeit. Das gilt auch – und gerade – für die Geschenke Gottes.
Sport ist also nicht nur ein Bild, eine Metapher für das Leben als Christenmensch auf dem Weg zur Vollendung; er kann auch ein Mittel auf dem Weg sein: indem ich meinen Körper – Gottes Ausstattung für den Weg – stärke und gesund erhalte.
Anmerkungen
- Nach Luther 2017; hieraus sind die Bibelzitate entnommen, es sei denn, es wird anders vermerkt.
- Ich scheue mich, „Leib und Seele“ oder „Fleisch und Geist“ zu sagen, da beide Paare bereits kulturell bedingte theologische Wertungen in sich tragen.
- Von daher ist es bemerkenswert, wenn der in hellenistischer Zeit schreibende Prediger Salomo es für überhaupt nicht ausgemacht hält, dass der Geist des Menschen nach seinem Tod aufsteigt nach oben (Kohelet 3,21). Bei hellenistischen Schriftstellern findet sich „mehrfach die Vorstellung, daß die menschliche Seele nach dem Tode zu ihrer himmlischen Wohnstätte, … dem Sitze [sic] der Götter, aufsteige“ (Hengel, Judentum und Hellenismus, 228). Das heißt aber auch: Die Vorstellung einer Trennung von Leib und Seele ist nicht genuin christlich, sondern griechisch – sie stammt aus der platonischen Philosophie.
- Vgl. hierzu Grünwaldt, Nachtgeschichten.
- Übersetzung nach Septuaginta Deutsch, Stuttgart 2009.
- https://kurzlinks.de/n65g (15.01.2026).
- Strecker, Performanzen; Poplutz, Art. Wettkampf.
- Müller, Philipper, 168.
- Frankemölle, Jakobus, 263.
- Vgl. auch den Einführungsvortrag zum Themenheft „Sport und Glaube“ von Susanne Baus, https://kurzlinks.de/3qc8 (15.01.2026).
- Vgl. den „Kampf der Wagen und Gesänge […] auf Corinthus Landesenge“ in Schillers Ballade „Die Kraniche des Ibykus“.
- Merklein, Korinther, 234.
- „Nach Scholien zu Pindars Oden war die Isthmische Krone aus welkem Sellerie“ (Merklein, Korinther, 234).
- „[B]eim Gericht wird er Rechenschaft über sein Werk ablegen müssen; dort wird er seine Gemeinden als seinen Ausweis vorführen“ (Conzelmann, Korinther, 191).
Literatur
- Baus, Susanne: Sport und Glaube: Eine theoretische Verhältnisbestimmung. M & S 26, 2009, https://kurzlinks.de/3qc8 (15.01.2026)
- Conzelmann, Hans: Der erste Brief an die Korinther, KEK V, Göttingen 1969
- Das vierte Buch der Makkabäer, in: Wikisource, https://kurzlinks.de/n65g (15.01.2026)
- Frankemölle, Hubert: Der Brief des Jakobus, ÖTK 17, Gütersloh und Würzburg 1994
- Grünwaldt, Klaus: Nachtgeschichten. Ein biblisch-theologischer Versuch zu Jesu Gespräch mit Nikodemus und Jakobs Kampf am Jabbok, in: Beyerle, Stefan u.a. (Hg.): Viele Wege zu dem Einen, BThSt 121, Neukirchen-Vluyn 2012, 213-240
- Hengel, Martin: Judentum und Hellenismus, WUNT 10, Tübingen 3. Aufl. 1988
- Merklein, Helmut: Der erste Brief an die Korinther Kapitel 5,1-11,1, ÖTK 7/2, Gütersloh und Würzburg 2000
- Müller, Ulrich B.: Der Brief des Paulus an die Philipper, ThHKNT II/1, Leipzig 1993
- Poplutz, Uta: Art. Wettkampf (2010), in Wibilex: https://kurzlinks.de/4ul9 (15.01.2026)
- Septuaginta Deutsch, Stuttgart 2009
- Strecker, Christian: Kulturelle Performanzen, Theater, Spiel und Sport, in: Neues Testament und antike Kultur 2, Neukirchen-Vluyn 2011, 123-127