Museen, Archive und Bibliotheken in der Region Braunschweig, Wolfenbüttel und Wolfsburg bündeln ihre Kräfte für den Ernstfall. Sie haben einen Notfallverbund gegründet, um sich bei Schadenslagen und Katastrophen gegenseitig zu helfen.
Braunschweig (epd). Zum Schutz vor Bränden, Unwettern oder Hochwasser haben sich 17 Kultureinrichtungen in der Region Braunschweig, Wolfenbüttel und Wolfsburg zu einem Notfallverbund zusammengeschlossen. Ziel sei es, sich sowohl bei kleineren Schäden als auch bei Katastrophen gegenseitig Hilfe zu leisten und unersetzliche Kunstwerke, historische Handschriften und Bücher vor der Zerstörung zu bewahren, teilten die Landesmuseen Braunschweig am Donnerstag in Braunschweig mit.
Zu den Mitgliedern des Notfallverbunds zählen den Angaben zufolge neben den drei Braunschweiger Landesmuseen das Schlossmuseum Braunschweig, die Herzog August Bibliothek und das Niedersächsische Landesarchiv in Wolfenbüttel sowie das Kunstmuseum Wolfsburg. Ferner sind die Archive, Bibliotheken und Museen der Städte Braunschweig und Wolfsburg, die TU Braunschweig sowie das Leibniz-Institut für Bildungsmedien beteiligt.
Gemeinsame Übungen mit Feuerwehren
Neben der Soforthilfe bei akuten Schadenslagen spielten Vorbeugung und Prävention eine zentrale Rolle, hieß es. Die beteiligten Kultureinrichtungen planen regelmäßige Treffen, Workshops und Tagungen. Um auf Not- und Bergungssituationen vorbereitet zu sein, wollen die wissenschaftlichen Leitungen der Häuser zudem Übungen mit Feuerwehren und Katastrophenschutz organisieren.