Kirchenpräsident Kuschnerus mahnt zu Kampf gegen Antisemitismus

Nachricht 08. Oktober 2026

Bremens evangelischer Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus hat zu einem entschlossenen Eintreten gegen Judenhass aufgerufen. Anlass ist der dritte Jahrestag des Terrorüberfalls der Hamas auf Israel.

Bremen (epd). Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel hat der leitende Theologe der Bremischen Evangelischen Kirche, Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus, an die Opfer der Gewalt erinnert und zum Widerstand gegen Antisemitismus aufgerufen. Die Gesellschaft dürfe angesichts der Geschehnisse weder vergessen noch schweigen, sagte er am Mittwoch.

„Wir müssen Antisemitismus entschlossen entgegentreten, ganz gleich in welche Ideologie er sich kleidet“, betonte Kuschnerus: „Antisemitismus ist Gewalt, die unter uns keinen Platz haben darf. Wir stehen zusammen mit allen Jüdinnen und Juden, jeder Angriff auf sie ist ein Angriff auf uns alle.“ Der Hass bedrohe alle Menschen, die frei und demokratisch leben wollten.

Leid in Nahost nicht gegeneinander aufrechnen

Der 7. Oktober stelle eine Zäsur für die jüdischen Communities in Deutschland dar. „Ich kann und werde mich nicht damit abfinden, dass mit dem 7. Oktober der Antisemitismus in so erschreckender Weise weiter zugenommen hat“, unterstrich der Kirchenpräsident. Es gelte, nicht wegzusehen, sondern entschieden sicht- und hörbar zu handeln.

Kuschnerus mahnte auch, das Leid der Menschen im Gazastreifen nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Terroristen hätten auch über die Palästinenser großes Elend gebracht. „Wir dürfen aber nicht Kriegstote gegen Terrortote aufrechnen, sondern müssen raus aus der Gewaltspirale, die Hamas mit zynischem Kalkül in Gang gesetzt hat.“

epd lnb jön ucm