Niedersachsen will psychosoziale Notfallversorgung stärken

Nachricht 02. September 2026

Die Landesregierung in Niedersachsen will die Psychosoziale Notfallversorgung ausbauen. Dazu hat das Kabinett am Dienstag einen Gesetzentwurf für den Landtag freigegeben.

Hannover (epd). Um Betroffenen von Katastrophen und anderen traumatischen Ereignissen künftig besser unterstützen zu können, will das Land Niedersachsen die psychosoziale Notfallversorgung stärken. Dazu brachte das Kabinett am Dienstag einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg, wie die Landesregierung in Hannover mitteilte.

„Schreckliche Ereignisse und hoch belastende Einsätze machen den Bedarf und die große Bedeutung der psychosozialen Notfallversorgung für die Betroffenen und unsere Einsatzkräfte immer wieder deutlich“, betonte Landesinnenministerin Daniela Behrens (SPD). Mit Ihrem Vorhaben wolle die Landesregierung akute psychische Belastungen lindern und Traumafolgestörungen vorbeugen.

Einheitliche Standards und Freistellungen geplant

Bislang sei dieses Unterstützungsangebot gesetzlich ausschließlich bei Großeinsätzen nach dem Katastrophenschutzgesetz vorgesehen, hieß es. Tatsächlich würden entsprechende Kräfte jedoch auch bei alltagsnahen Vorfällen wie Verkehrsunfällen eingesetzt. Die gegenwärtig noch bestehende Lücke solle mit dem neuen Gesetz geschlossen werden.

Zudem verfolge der Gesetzentwurf das Ziel, die psychosoziale Unterstützung nachhaltig zu organisieren und transparente Strukturen zu schaffen, hieß es weiter. Dafür seien unter anderem einheitliche Alarmierungsstrukturen und verbindliche Dokumentationspflichten vorgesehen. Auch solle das Ehrenamt durch die Einführung von Freistellungsansprüchen für ehrenamtliche Kräfte gestärkt werden. In den kommenden Wochen wird sich der Landtag mit dem Entwurf befassen.

epd lnb dab mig