Akademie Loccum erhält Förderung für Projekt zu Wiedervereinigung

Nachricht 01. September 2026

Die Evangelische Akademie Loccum erhält für ein Projekt zur Transformationsgeschichte nach der Wiedervereinigung über 180.000 Euro Drittmittel von der Volkswagenstiftung. Das Vorhaben soll Demokratie und Dialog stärken.

Rehburg-Loccum (epd). Die Evangelische Akademie Loccum bei Nienburg hat am Dienstag als Partner die Arbeit in einem bundesweiten Forschungsprojekt zur ost- und westdeutschen Transformationsgeschichte aufgenommen. Wie die Akademie mitteilte, unterstützt die Volkswagenstiftung das Gesamtvorhaben mit rund 1,4 Millionen Euro. Auf Loccum entfallen über 180.000 Euro. Dies sei der höchste Drittmittelbetrag, den die Akademie je für ein einzelnes Projekt eingeworben habe.

Das Projekt „Reframe, Reflect, Connect“ hat eine Laufzeit von viereinhalb Jahren. Ziel sei es, die oft von Polarisierung geprägten Debatten über die Umbrüche nach der Wiedervereinigung wissenschaftlich neu aufzuarbeiten und Bildungsangebote für Schulen und die Zivilgesellschaft zu entwickeln, hieß es. Den Kern des Projekts bildeten Methode der historischen Jugendbildung und Dialogformate.

Auftaktworkshop im November in Loccum

Akademiedirektorin Julia Koll bezeichnete das Vorhaben als wichtige Chance gegen Erschütterungen der demokratischen Kultur. Zu dem Verbund unter Leitung der Technischen Universität Dresden gehören unter anderem die Universität Göttingen und die Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt. Ein erster Verbundworkshop ist für den 10. bis 12. November in Loccum geplant. Loccum gehört zu den ältesten und renommiertesten unter den 16 evangelischen Akademien in Deutschland.

epd lnb bjs mig