Weniger Zeit am Handy verdaddeln, dafür 1.000 Euro für die Klassenkasse gewinnen: Das ist drei Schulen in Niedersachsen mit dem Medienpräventionsprogramms"freii" gelungen. Am Montag wurden sie in Aurich ausgezeichnet.
Aurich, Berlin (epd). Beim bundesweiten Wettbewerb des Medienpräventionsprogramms „freii“ haben niedersächsische Schulen die ersten drei Plätze belegt. Am Montag wurden im ostfriesischen Aurich die Klasse 8B der Schule am Ostfehn (Ostrhauderfehn) mit dem ersten Platz sowie die Klassen 8F (zweiter Platz) und 8A (dritter Platz) der Städtischen Realschule Aurich ausgezeichnet, wie die Organisatoren von „freii“ mitteilten. Die drei Gewinnerklassen erhielten jeweils 1.000 Euro für ein Klassenevent, das möglichst ohne digitale Medien auskommen soll.
„freii“ richtet sich nach Angaben der Organisatoren an Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren sowie an Eltern und andere Erziehende. Die kostenlose App soll dabei helfen, Mediennutzung und Freizeit besser miteinander in Einklang zu bringen. Durch das 21-tägige Programm führen vier junge „Guides“, die laut den Angaben den Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen. Sie erscheinen täglich in einem Kurzvideo und geben Impulse, das eigene Medienverhalten zu reflektieren.
Mit Videos und Quizfragen das eigene Medienverhalten hinterfragen
Für die Klasse können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Punkte sammeln, indem sie Videos und Audios nutzen, Quizfragen richtig beantworten und die jeweiligen Tagesaufgaben abschließen. Der tägliche Zeitaufwand liegt für Kinder und Jugendliche nach Angaben der Organisatoren bei etwa drei bis sieben Minuten, für Eltern bei rund zwei Minuten.
Ergänzt wird die App mit Kurzvideos auf TikTok, Instagram und YouTube. Dort gibt es laut den Organisatoren zusätzlichen Tipps, Gesprächsanregungen und tägliche Clips mit dem Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen. Bundesweit hätten sich bisher rund 30.000 Nutzerinnen und Nutzer sowie 211 Schulklassen registriert.
Entwickelt wurde die App von dem Zentrum für Suchtprävention, Villa Schöpflin, und weiteren Stiftungen, um riskantem Medienverhalten bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig vorzubeugen. Das Bundesgesundheitsministerium fördert das Programm.
epd lnb jön mir