Waldbrände in Südeuropa: Studie fordert Landschaftswandel

Nachricht 25. August 2026

Die Großbrände im Mittelmeerraum zeigen die Grenzen der Brandbekämpfung. Eine Studie setzt auf präventive Landschaftsgestaltung mit Landwirten und Feuerwehren.

Göttingen (epd). Die verheerenden Waldbrände in Spanien, Frankreich und Griechenland haben Forschern zufolge verdeutlicht, dass reaktive Brandbekämpfung allein nicht ausreicht. Eine internationale Studie unter Leitung der Universität Göttingen fordert stattdessen eine langfristige Landschaftsgestaltung, die Naturschutz, Landwirtschaft und lokale Akteure verbindet. „Waldbrände sind nicht nur ein Problem der Forstwirtschaft, sondern das Ergebnis komplexer Wechselwirkungen zwischen Klima, Landnutzung und gesellschaftlichen Entwicklungen“, sagte Erstautorin Elsa Varela vom beteiligten Spanish National Research Council (CSIC) am Mittwoch.

Die Forschenden analysierten zehn Initiativen im Mittelmeerraum. Erfolgreich seien Ansätze gewesen, die kontrolliertes Abbrennen, extensive Beweidung von Rindern Schafen und Ziegen zur Verringerung brennbarer Biomasse und Kooperationen zwischen Forst- und Landwirtschaft kombinierten. „Ein neuer Landschaftsansatz bietet die Chance, Waldbrandvorsorge mit Biodiversitätsschutz und nachhaltiger Landnutzung zu verbinden“, sagte Professor Tobias Plieninger von der Uni Göttingen.

epd lnb cmo dab