Vom Outdoor-Piano bis zur Kulturscheune: Dritte Orte in Niedersachsen

Nachricht 20. August 2026

"Dritte Orte" sind Räume außerhalb des Zuhauses, Arbeitsplatzes, der Schule oder Uni, an denen der soziale Status der Menschen in den Hintergrund rückt. Für die Solidarität in der Gesellschaft haben sie Soziologen zufolge eine große Bedeutung.

Hannover, Bremen (epd). Orte, an denen Menschen sich begegnen können, ohne etwas kaufen und konsumieren zu müssen, können von ganz unterschiedlichen Initiativen geschaffen werden. Vier Beispiele aus Niedersachsen.

Hannover: Kostenlose Sportkurse und bewegliche Bänke

Ein Outdoor-Piano auf dem Opernplatz, ein Bodenkunstwerk mit Skate-Elementen, bewegliche Bänke, kostenlose Sportkurse in Parks: Hannover wertet seit einigen Jahren gezielt öffentliche Flächen auf, die allen offenstehen - unabhängig vom Geldbeutel.

Helmstedt: Treffen im Pferdestall

Der Pferdestall in Helmstedt ist aus einem Schulprojekt hervorgegangen und wird heute von einem Verein getragen. Es gibt dort Veranstaltungsräume, ein Café und Arbeitsplätze. Zum Programm gehören etwa ein Englisch-Stammtisch, ein Spieleabend und ein DIY-Dienstag.

Oldenburg: Buntes Zusammenleben im „Core“

Das „Core“ in Oldenburg befindet sich in einem früheren Kaufhaus. Eine regionale Investorengruppe schuf dort einen offenen Ort für Begegnung, Arbeit und Veranstaltungen. Das Haus verbindet kommerzielle Nutzungen wie Coworking und eine Markthalle mit Bereichen, in denen man sich auch ohne Konsum aufhalten kann.

Weyhe: Bildung und Klönen in der Kulturscheune

Die Kulturscheune in Weyhe bei Bremen bündelt Bibliothek, Volkshochschule und Café in einem kommunalen Neubau. An der Entwicklung waren sowohl Mitarbeitende als auch Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Auch lokale Initiativen und Vereine können die Veranstaltungsräume nutzen.

epd lnb abd jul