Wahl in Sachsen-Anhalt: Bischöfin Bammel spricht über Demokratie

Nachricht 31. Juli 2026

Anfang September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Bischöfin Christina-Maria Bammel aus Wolfenbüttel will mit den Menschen dort ins Gespräch kommen. Teile ihrer Landeskirche erstrecken sich bis in das benachbarte Bundesland.

Calvörde, Kr. Börde (epd). Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt will die braunschweigische Landesbischöfin Christina-Maria Bammel mit den Menschen des Bundeslands ins Gespräch kommen. Im Mittelpunkt eines Gesprächsabends am 7. August in Calvörde nordwestlich von Magdeburg zum Thema Demokratie stünden Fragen zu Vielfalt, Frieden und Verantwortung für das Gemeinwesen, teilte ein Sprecher der Landeskirche am Mittwoch in Wolfenbüttel mit. Calvörde gehört wie die Region Blankenburg im Harz zur braunschweigischen Landeskirche, obwohl die Gebiete als Exklaven in Sachsen-Anhalt liegen.

Bammel will in den Gesprächen den Angaben zufolge insbesondere ihre Sorge über die menschenfeindliche Weltanschauung der AfD thematisieren. Die aus Berlin stammende promovierte Theologin hatte kürzlich dem Evangelischen Pressedienst (epd) gesagt, die AfD sei für sie nicht wählbar. „Mich überkommt das kalte Grausen, wenn Menschen mit Führungspositionen in der AfD von sogenannter Remigration sprechen und zudem alle Inklusionsbemühungen zur Strecke bringen wollen.“

Landeskirche erstreckt sich bis nach Sachsen-Anhalt

Zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig gehören 239 Gemeinden mit rund 264.000 Mitgliedern im Südosten Niedersachsens sowie in Teilen Sachsen-Anhalts. Auf den Gebieten in Sachsen-Anhalt leben rund 3.500 Mitglieder der Landeskirche.

epd lnb cmo mig