An vielen Kirchen erinnern steinerne Gedenkplatten, sogenannte Epitaphien, an verdiente Bürgerinnen und Bürger, die den Bau vor Jahrhunderten gefördert haben. Die Epitaphien an Hannovers zentraler Marktkirche sollen nun konserviert werden.
Hannover (epd). Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Erhaltung der historischen Gedenkplatten an der Fassade der Marktkirche in Hannover mit insgesamt 32.500 Euro. Die Konservierung der sogenannten Epitaphien wird durch Spenden sowie Mittel der Lotterie „Glücksspirale“ ermöglicht, wie die Stiftung am Mittwoch in Bonn mitteilte. Eine Vertreterin der Stiftung wird der evangelischen Marktkirche demnächst einen symbolischen Fördervertrag überbringen.
Epitaphien sind steinerne Gedächtnismale für Verstorbene, die außen oder innen an Kirchenwänden angebracht wurden. Sie erinnern an ehemalige Bürgerinnen und Bürger und geben Einblicke in die Geschichte eines Ortes. Die zahlreichen, teilweise verwitterten Epitaphien an der Marktkirche im Zentrum Hannovers stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Sie erinnern an frühere Bürgermeister und Honoratioren sowie an den norddeutschen Reformator Antonius Corvinus (1501-1553).
Südlichste Backsteinkirche in Norddeutschland
Die spätgotische Marktkirche bildet gemeinsam mit dem Alten Rathaus den historischen Kern der hannoverschen Altstadt. Sie gilt als südlichste große Backsteinkirche Norddeutschlands. Der heutige Bau entstand ab etwa 1330 und wurde im 14. Jahrhundert vollendet.
Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche wieder aufgebaut. Sie zählt zu den mehr als 580 Denkmälern in Niedersachsen, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bisher in Niedersachsen gefördert wurden.
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