Obdach- und wohnungslose Menschen sind nicht nur Kälte, sondern auch Hitze weitgehend schutzlos ausgeliefert. In Hildesheim fordert eine Initiative die Politik zum Handeln auf.
Hildesheim (epd). Eine Hildesheimer Initiative bemängelt fehlende Hitzeschutzmaßnahmen für wohnungs- und obdachlose Menschen in der Stadt. „Trotz amtlicher Wetter- und Unwetterwarnungen erleben wir erneut, dass es in Hildesheim keine erkennbaren, wirksamen und öffentlich nachvollziehbaren Hitzeschutzmaßnamen gibt“, erklärte die selbstorganisierte Wohnungslosenhilfe „Randnotiz Hildesheim“ am Mittwoch. Weder für wohnungslose und obdachlose Menschen noch für alle anderen Bewohner gebe es ein Schutzkonzept, Schutzräume oder gekühlte Orte.
Von den politisch Verantwortlichen verlangt die Initiative, unverzüglich geeignete Schutzräume und Kühlungsorte in Hildesheim zu öffnen und öffentlich bekannt zu machen. Zudem müssten ein verbindliches Hitzeschutzkonzept für wohnungslose, obdachlose und prekär wohnende Menschen entwickelt und die Betroffenen an Planung und Umsetzung beteiligt werden. Die Politik solle ein stadtweites Netzwerk von Schutz- und Kühlungsorten aufbauen, das mit sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung von Betroffenen verbunden werde.
„Klimaschutz ist kommunale Pflichtaufgabe“
„Hitzeschutz ist kein freiwilliges Zusatzangebot“, heißt es in dem Appell. „Er ist in Zeiten der Klimakrise eine kommunale Pflichtaufgabe - insbesondere gegenüber den Menschen, die am wenigsten Schutz haben.“
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