Osnabrück (epd). Zwei Forschende der Universitäten in Osnabrück und Texas/USA untersuchen, warum junge Männer sich politisch zunehmend nach rechts bewegen. Der Politikwissenschaftler Alexander de Juan aus Osnabrück und die Psychologin Kristin Anderson aus Texas nehmen besonders die Verbindungen der sogenannten „Manfluencer“ zu rechtsextremen Parteien in den Blick, wie die Uni Osnabrück am Montag mitteilte. „Uns interessiert, wie Online-Communitys jungen Männern Erklärungen für ihre Frustrationen liefern: Wer angeblich schuld ist, worauf sich ihre Wut richten soll - und wie rechte Parteien das politisch nutzen“, sagte Anderson.
„Manfluencer“ übernehmen laut de Juan häufig die Rekrutierungsarbeit für die Parteien. Sie vermittelten das Gefühl einer männlichen kollektiven Identität und einer gemeinsamen Benachteiligung. „Rechtsradikale Akteure greifen das auf und verknüpfen es mit ihrer politischen Agenda.“ Die Forschenden zeigen Männern im Verlauf der Studie kurze Videos aus der einschlägigen Online-Community und verschiedene Formen von Gegenbotschaften. „Wir wollen zum einen wissen, wie sehr junge Männer auf diese Inhalte anspringen, zum anderen, welche Arten von Gegen-Framing dagegenwirken“, erläuterte der Politikwissenschaftler.
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