Römer- und Germanentage auf historischem Schlachtfeld am Harzhorn

Nachricht 11. Juni 2026

Das vor knapp 20 Jahren entdeckte römisch-germanische Schlachtfeld am Harzhorn zieht jedes Jahr tausende Besucher an. Die zweijährlich ausgerichteten Römer- und Germanentage zählen zu den größten Römerfesten Deutschlands.

Kalefeld, Kr. Northeim (epd). Die Umgebung des früheren römisch-germanischen Schlachtfeldes am Harzhorn (Kreis Northeim) wird am 20. und 21. Juni wieder Schauplatz einer touristischen Großveranstaltung. Bei den alle zwei Jahre ausgerichteten „Römer- und Germanentagen“ geben Darsteller nach Angaben des Landkreises Einblicke in das Leben vor 1800 Jahren, Legionäre und germanische Krieger demonstrieren ihre historischen Kampftechniken. Vorträge und Führungen informieren über die Geschichte des Schlachtfeldes und die dort geborgenen Funde.

Auf dem Areal in der Nähe des Ortes Kalefeld haben Archäologen bislang tausende überwiegend militärische Fundstücke ausgegraben, darunter Spitzen von Pfeilen und Katapulten, Pionierwerkzeuge, Wagenteile und Pferdegeschirr. Durch Münzfunde konnten Experten die Schlacht auf das Jahr 235 n. Chr. datieren. Der römische Tross war damals auf dem Höhenzug in einen Hinterhalt germanischer Truppen geraten.

Entdeckung des Schlachtfeldes war wissenschaftliche Sensation

Die Entdeckung des Schlachtfeldes im Jahr 2008 galt als wissenschaftliche Sensation. Bis dahin waren Historiker davon ausgegangen, dass die Römer nach ihrer verheerenden Niederlage in der Varusschlacht am Teutoburger Wald um das Jahr 9 n. Chr. keine großen militärischen Expeditionen ins heutige Norddeutschland mehr unternommen hatten.

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