"Gekommen, um zu bleiben": Die neue Ausstellung im Kunsthaus Stade eröffnet mit Arbeiten berühmter Malerinnen und Maler einen kompakten Zugang zu rund 60 Jahren Kunstgeschichte.
Stade (epd). Lyonel Feininger, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Marc Chagall: Das sind nur einige Künstler, die mit ihren Werken in der neuen Ausstellung des Kunsthauses in Stade bei Hamburg vertreten sind. Unter der Überschrift „Gekommen, um zu bleiben“ zeigt das Museum vom 13. Juni bis 1. November mehr als 100 Werke der klassischen Moderne, wie das Haus am Donnerstag mitteilte. Im Fokus der Schau steht eine norddeutsche Privatsammlung, die über Jahrzehnte gewachsen ist.
Die Sammlung geht zurück auf das Arzt-Ehepaar Arnd und Erika Siegel, die seit den frühen 1980er-Jahren mit großer Leidenschaft Kunst erwarben. Sie starb 2006, der gebürtige Stader Arnd Siegel starb im vergangenen Jahr. Die von ihnen erworbenen Kunstwerke zeichneten einen eindrucksvollen Überblick über rund 60 Jahre Kunstentwicklung vom ausgehenden 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert, hieß es. So sei „ein persönlicher Wegweiser durch Expressionismus, Bauhaus, Surrealismus und Abstraktion“ entstanden.
„Private Kulturverantwortung“
„Gekommen, um zu bleiben“ mache sichtbar, wie eine private Leidenschaft zu einem öffentlichen Kulturgut werden könne. „Und dass in einer Sammlung nicht nur Kunst bewahrt, sondern auch verantwortungsvoll Geschichte betrachtet und fortgeschrieben werden kann.“ Mit der Gründung einer Stiftung und der Übergabe der Sammlung an Stadt und Museumsverein Stade habe Arnd Siegel dafür gesorgt, dass die Werke über seinen Tod 2025 hinaus öffentlich zugänglich bleiben: „Ein beispielhaftes Modell privater Kulturverantwortung.“
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