Zehn Tage voller Musik: Eine der größten Einrichtungen für evangelische Kirchenmusik feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Ein Höhepunkt ist ein Abendgottesdienst unter der musikalischen Leitung des britischen Komponisten und Dirigenten John Rutter.
Braunschweig (epd). Mit Filmvorführungen, Konzerten und einem großen Chortag feiert die Braunschweiger Domsingschule von Freitag an bis zum 10. Mai ihr 50-jähriges Bestehen. Zum Chortag am Sonntag reist der weltberühmte britische Chor-Komponist und Dirigent John Rutter an, wie die Einrichtung mitteilte. Der Tag endet mit einem „Evensong“, einem musikalischen Abendgebet unter Rutters Leitung. Mit mehr als 500 Sängerinnen und Sängern gilt die Braunschweiger Domsingschule als eine der größten Einrichtungen für evangelische Kirchenmusik in Deutschland.
Das Festprogramm beginnt am 1. Mai um 18 Uhr im Braunschweiger Dom mit einem Eröffnungskonzert. Aufgeführt wird dabei erstmals die Komposition „Erhebe deine Stimme“ von Jan-Hendrik Linßen, dem Sieger eines Jubiläums-Kompositionswettbewerbs. Das Werk wird präsentiert durch die Jugendkantorei, den Domchor und das Vokalensemble, begleitet von der Chororgel. Eine Festrede hält Andreas Jensen, Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Vom Offenen Singen bis zu Uraufführungen
Am 4. Mai leitet Domkantorin Elke Lindemann im Dom ein Offenes Singen für Menschen jeden Alters. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Gemeinsam sollen bekannte Frühlings-, Volkslieder und Kanons angestimmt werden. Am 5. Mai folgt ein Tag der offenen Tür von 14 bis 17 Uhr. Am 6. Mai steht ab 20.30 Uhr ein Abend mit mehrstimmigen Gesängen aus der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé auf dem Programm.
Bei einer „Nacht der Chöre“ am 8. Mai singen 20 Chöre aus Braunschweig und der Region in unterschiedlichen Innenstadtkirchen. Mehrmals wird im Astor-Kino der Film „Wie eine zweite Familie“ zur Geschichte der Domsingschule zu sehen sein. Zum Abschluss am 9. Mai kommt um 19 Uhr im Dom die eigens in Auftrag gegebene Komposition „Finden, was verloren schien“, ein Oratorium von Thomas Gabriel zur biblischen Geschichte „Vom verlorenen Sohn“, erstmals zur Aufführung.
epd lnb cmo ucm