Handynutzung an Schulen nicht einheitlich geregelt

Nachricht 07. April 2026

In der Diskussion um eine Nutzung privater Mobiltelefone an Schulen reichen die Meinungen von einem Komplettverbot bis zur vollständigen Freigabe. Politisch gibt es Vorgaben, diese variieren aber ebenfalls je nach Bundesland.

Hannover, Bremen (epd). In der Debatte um Mobiltelefone an Schulen hat Bremen einen klaren Schritt bereits hinter sich. Schon Anfang Juni 2025 hat die Bildungsbehörde in allen Bremer Grundschulen und in der Sekundarstufe I ein stadtweites Handyverbot eingeführt. Bremen gehört damit den acht Bundesländern, die Handys an Schulen einschränken oder gar verbieten, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) ergab. Niedersachsen verzichtet auf ein Verbot, hat aber dezidierte Empfehlungen veröffentlicht.

In Bremen sollte statt eines Flickenteppichs Einheitlichkeit erreicht werden, sagte Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp (SPD): „Mit diesem Verbot schaffen wir einen klaren Rahmen. Handys haben an der Schule keinen Raum, keinen Sinn. Sie sind nicht notwendig, aber sie stellen eine potenzielle Ablenkung und Gefährdung für Schülerinnen und Schüler dar.“ Die Handys dürfen weiterhin mitgebracht werden, wenn die Eltern dies erlauben, müssen aber ausgeschaltet in der Tasche bleiben.

Niedersachsen setzt auf Empfehlungen

Für Niedersachsen hatte Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) im zurückliegenden November gemeinsam mit der Hamburger Bildungssenatorin Bekeris neue Empfehlungen für verbindliche Regelungen zur Handynutzung an Schulen vorgestellt. Das Land wollte damit den Schulen „deutlich den Rücken stärken“, hieß es, indem diese Rechts- und Handlungssicherheit bekämen. Ein klares Verbot wurde allerdings nicht ausgesprochen. Den Richtlinien zufolge wird im Primarbereich die Nutzung von Smartphones „ausdrücklich nicht empfohlen“.

epd lnb bjs/bas mir