Niedersachsen verbietet Tiertransporte in den Nahen Osten Der Nahostkrieg betrifft auch die hiesige Agrarwirtschaft.

Nachricht 29. März 2026

Bis auf Weiteres dürfen keine lebenden Tiere aus Niedersachsen mehr in die Krisenregion geflogen werden.

Hannover (epd). Niedersachsen hat den Transport von lebenden Tieren in die Kriegsgebiete im Nahen Osten verboten. Das Landwirtschaftsministerium habe bereits einen Erlass an die kommunalen Veterinärämter gesendet, teilte das Ministerium am Mittwoch in Hannover mit. Konkret geht es um den Transport von Rindern, Schafen, Ziegen und Hausschweinen nach Israel, in den Irak, den Iran und den Libanon, in die palästinensischen Gebiete sowie in alle Länder der Arabischen Halbinsel.

Staatssekretärin Frauke Patzke betonte, angesichts der kriegerischen Handlungen in den Regionen sei die Sicherheit der transportierten Tiere „nach fachlicher Bewertung nicht mehr ausreichend gewährleistet.“ Nachdem bereits seit 2022 Tiertransporte aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine nach Belarus, Russland und in die Ukraine verboten sind, sei dies aus Tierschutzsicht „ein weiterer unverzichtbarer Schritt“.

Rinder werden mit dem Flugzeug transportiert

Die EU verbiete Transporte, wenn den Tieren dabei Verletzungen oder unnötige Leiden zugefügt werden könnte, hieß es. Außerdem müssten alle Vorkehrungen getroffen werden, um die Reisezeiten kurzzuhalten und den Bedürfnissen der Tiere während dieser Zeit Rechnung zu tragen. Dies könne für den Nahen Osten derzeit nicht sichergestellt werden.

epd lnb jön dab