Zuversicht in der Bibel

Nachricht 25. März 2026

Bremen (epd). Die Themen Hoffnung und Zuversicht treiben die Menschheit schon immer um, so auch in den Berichten der Bibel. „Zum Beispiel im Zusammenhang mit der Gefangenschaft im babylonischen Exil, der Unfruchtbarkeit bei Sara und Abraham und dem Tod Jesu“, nennt Bremens evangelischer Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus zentrale Stellen. Einer der bekanntesten biblischen Texte zum Thema Zuversicht ist für ihn der 23. Psalm.

„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“, so beginnt der Psalm, für den promovierten Theologen Kuschnerus das bekannteste Vertrauenslied der Bibel. „Generationen von Konfirmandinnen und Konfirmanden haben ihn auswendig gelernt.“

Fürsorge und Geborgenheit

Zwar benenne der Text auch das „finstere Tal“ als Ort des Todesschattens, sagt Kuschnerus: „Aber wir müssen dort nicht allein durch, wie das Gebet vertrauensvoll zum Ausdruck bringt.“ Der Psalm spreche von Fürsorge und Geborgenheit, ohne die Realität von Gefahren und Bedrohungen auszublenden.

Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu nach seinem Tod am Kreuz. Kuschnerus beschreibt die Verse 13 bis 35 im 24. Kapitel des Lukasevangeliums: „Dort wird erzählt, dass zwei durch den Tod Jesu traumatisierte Jünger auf ihrer Flucht aus Jerusalem entdecken, dass beim Auslegen der Bibel und beim gemeinsamen Abendmahl Jesus unter ihnen lebendig ist, wenn auch nicht so wie zuvor. Eine Geschichte, die eine Zuversicht vermitteln soll, die Bestand hat - trotz allem, was augenscheinlich dagegen spricht.“

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