Betroffene wünschen sich mehr Dialog mit der Bischofskonferenz

Nachricht 26. Februar 2026

Hildesheim, Bonn (epd). Betroffene sexualisierter Gewalt wünschen sich vom neuen Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, dauerhafte Aufmerksamkeit für die Aufarbeitung von Missbrauch. „Wir hoffen, dass Bischof Wilmer einen aktiven Prozess des Austauschs mit Betroffenen sexualisierter Gewalt gestaltet und das Thema dauerhaft zur Priorität macht“, erklärte der Betroffenenbeirat bei der Deutschen Bischofskonferenz am Mittwoch in Bonn.

Wunsch nach mehr Dialog

Zudem wünsche man sich „einen deutlich intensiveren und verbindlichen Dialog“ zwischen Bischofskonferenz und Betroffenenbeirat, heißt es weiter in der Erklärung. Wilmer habe sich in der Vergangenheit für Aufarbeitung, Transparenz und Reformen ausgesprochen. Zugleich gebe es weiterhin Defizite im sensiblen und betroffenenorientierten Umgang mit dem Thema Missbrauch.

Der Hildesheimer Bischof Wilmer war am Dienstag in Würzburg zum Nachfolger von Georg Bätzing an die Spitze der Bischofskonferenz gewählt worden. Der 64-Jährige, der seit 2018 Bischof ist, präsentiert in den kommenden sechs Jahren die Positionen der katholischen Bischöfe nach außen.