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Verein ruft Christen zum Kampf gegen Judenhass auf

Nachricht 06. November 2019

Hannover (epd). Christen aus Niedersachsen haben dazu aufgerufen, die Gottesdienste am Sonntag (10. November) dem Kampf gegen den Antisemitismus zu widmen. "Antisemitische Handlungen sind Straftaten, und sie sind aus christlicher Sicht eine Sünde gegen Gott", sagte Pastorin Karin Haufler-Musiol vom Verein "Begegnung - Christen und Juden Niedersachsen" in Hannover mit Blick auf den Synagogen-Anschlag von Halle im Oktober.

Der 10. November erinnere unmittelbar an die Reichspogromnacht vor 81 Jahren, erklärte der Verein. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 waren in ganz Deutschland unzählige Synagogen und jüdische Geschäfte zerstört worden. Mehr als 1.300 jüdische Frauen und Männer wurden getötet oder in den Tod getrieben. Die Gottesdienste in den Kirchen sollten an dem Sonntag unter dem Motto "Antisemitismus erinnern - Antisemitismus bekämpfen" stehen.

"Eine Christin, ein Christ kann kein Antisemit sein", betonte Haufler-Musiol. "Christinnen und Christen stehen solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinschaft." Der Verein widmet sich seit 1982 der Begegnung mit dem Judentum: durch Vorträge, Ausstellungen, Studienreisen und Projekte in Kirchengemeinden.

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## Internet
www.begegnung-christen-juden.org