Hoffnung schöpfen - Zuversicht im religiösen Bildungsbeschleuniger

von Stephan Schaede

 

Herbst 1999. Loccum fließt herbstkräftig im warmen Golde dahin. Ich bin gerade drüben im Kloster für das Studienjahr in das Dachgeschoss des kleinen Fachwerkhauses gleich gegenüber vom Konventsgebäude, in die sog. „lila Nonne“, eingezogen – allein der lutherische Himmel weiß, warum sie mit ihrem sandfarbenen Anstrich so heißt, die lila Nonne. Der Koffer steht noch unausgepackt in der Ecke. Wir sind mit Vikarskurs 55 soeben aus Polen zurückgekehrt. 

Ausschwitz – heftige Eindrücke dort von der systematischen und zynischen Vernichtung von Hoffnungsperspektiven. Unvergesslich, wie schwer die Beine wurden vom Tor in Birkenau bis zu dem Areal mit den Gaskammern und dem Teich mit der Asche zigtausender ermordeter Jüdinnen und Juden. Ein polnischer Guide machte uns klar, dass es nicht an uns sei zu kommentieren und einzuordnen. Wahrnehmen, hören und schweigen. 

Auch Warschau lastete auf der Seele. Station machen im ehemaligen Ghetto, eine Betonstele, vor der Willy Brandt im Namen unseres Landes vor Scham und Demut in die Knie ging, die Innenstadt, mit bewundernswerter Akribie Stein für Stein wieder aufgebaut nach der Totalzerstörung durch die Deutschen. Die Atmosphäre irgendwie unheimlich da. Dass dort einmal Chopin heimisch war, ist schwer zu greifen – alles leere Schauseite, zerbröselnde Hoffnungskulisse, die nur notdürftig verbirgt, was gegen Ende des Zweiten Weltkrieges an menschenfeindlicher bestialischer Zerstörungswut tobte. 

Wir haben auch in Breslau Quartier genommen, in einem Schwesternkloster auf der Dominsel bei katholischen Schwestern, die sich freuten, Worte auf Deutsch zu wechseln. Meine Lieblingstante, ältere Schwester meines Vaters, wurde 1924 dort in der evangelischen Elisabethkirche geboren. Ich befühle den Taufstein mit meiner Hand. Überhaupt Schlesien mit seinen bizarren, riesigen lutherischen Fachwerkkirchen. Protestantische Trutzburgen konfessioneller Hoffnung im Kontext Theresianischer Religionspolitik, die das Beste aus dem Umstand machten, nichts aus Stein bauen zu dürfen. 

Krakau hat mich hingerissen. Der Stadtplatz, die Caféhauskultur mit etwas in die Jahre gekommenen Ölbildern von Kaiser Franz Joseph an der Wand. Agnesca, eine Kunsthistorikerin, erschließt uns den Vavel mit dem königlichen Schloss und mit ihm die bewegte polnische Geschichte. Sie lacht viel und ist sichtlich stolz auf ihr hochkultiviertes, gern unterschätztes Land, das Ende der 1990er-Jahre aber so richtig loslegt, nachdem es immer wieder durch die Eigeninteressen seiner Nachbarn zerteilt und zerrieben wurde. – „Noch ist Polen nicht verloren …“ – welch eine Hoffnungshymne. Damals flogen noch keine russischen Drohnen dort ein. Wir sind dann mit einem Grüppchen von vier Vikar*innen in die Oper gegangen. Carmen … Am Bewundernswürdigsten neben der Hauptpartie ein Balletttänzer, der im Hintergrund als psychisches Alter Ego der Carmen auf einem weißlackierten Metallbett die irrsinnigsten Verrenkungen machte, um dem Drama die richtige Freud‘sche Fassung zu geben. Ich musste unweigerlich an den Schneider Böck aus Max und Moritz denken. Am Schluss viel Kunstblut auf der Bühne. 

Polen 1999 – was für eine Exkursion war das im Spannungsfeld von radikalem Hoffnungsverlust und Hoffnungsschöpfen. Warum erzähle ich Ihnen das? Weil diese Reise die unmittelbare Vorgeschichte einer für mich atemberaubenden Hoffnungsgeschichte mit der evangelischen Religionspädagogik war. Denn mit all diesen Eindrücken in den Knochen ging es in unmittelbarem Anschluss an diese Reise in die religionspädagogische Ausbildungsphase. Ich zähle zu den absoluten Babyboomerjahrgängen. Es wurde uns von der Landeskirche keinerlei Hoffnung auf Berufsaussichten gemacht. Die Kirchsorgen waren damals anders gelagert. Ob überhaupt jemand, und wenn ja wie viele, als Pastor*innen eingestellt werden könnten, blieb offen. Vielleicht zwei oder drei von uns. Im Kloster wurde uns nahegelegt, die vita communis zu leben. Schwierig war das. Denn wir alle hatten übel Angst, nach dem Vikariat auf der Straße zu stehen.

Und auf einmal tat sich für mich das RPI auf. Im Wechsel mit Religionsunterricht an der Grundschule in einem Ort mit dem himmlischen Namen St. Hülfe (mit ü!) erschloss sich mir die Welt der Performativen Religionspädagogik. Es war atemberaubend schön. Derart viele kluge Dozent*innen auf einem Haufen, alle von ihrer Profession leidenschaftlich überzeugt. Die Religionspädagogik imponierte sich mir als eine evangelische Lebensform, ein konzentriertes Atrium, zugleich aufbruchsfreudig, fordernd und streng. Keine betulichen Nasenbohrereien, wie ich denn authentisch als Geistlicher wirke. Das gar nicht, sondern Nachdenken und Erproben, wie Religionsunterricht auf eine fantasievolle Weise theatralisch werden kann: Kirchenraumpädagogik, Bibliodrama und Schulungen in religionspädagogischer Differenzkompetenz als Handwerkszeug. Eine neue Lebensheiterkeit stellte sich bei mir ein. Das Unterrichten machte mir derart viel Spaß, dass ich mir vorstellen konnte, auf Religionslehrer an der Grundschule umzuschulen. Das RPI – für mich leibhaftig erlebte Hoffnung im evangelischen Bildungsbeschleuniger. Zuversicht kam auf. Auf einmal konnte ich wieder des Nachts schlafen und Bildung und Hoffnung relimentar-elementar erleben.

Wie dankbar bin ich dafür – und auch deshalb dankbar dafür, jetzt hier zu sein, zum Jubiläum dieses religionspädagogischen Kraftortes in der Hannoverschen Landeskirche nicht nur, sondern bundesweit ausstrahlend weit darüber hinaus, um über Zuversicht und Hoffnung nachzudenken und was die mit Bildung zu schaffen haben. 

Weil ich dann doch kein Grundschullehrer geworden bin, bleibe ich bei meinem systematischen Leisten und nehme Sie mit auf zwei knappe Erkundungsgänge zu den Bestimmungen Zuversicht und Hoffnung. Beide Erkundungsgänge sind schon von der einen oder anderen religionspädagogischen Beobachtung infiltriert. Ein dritter abschließender Teil denkt dann über mögliche Beschleunigungseffekte der Zuversicht und Hoffnung durch religiöse Bildung nach.


Zuversicht

Bisweilen gibt es ja eine feine Koinzidenz der Daten. Dass wir just im September das Jubiläum feiern, spielt dem Zuversichtsthema insofern in die Hände, als der Monatsspruch für den Monat September aus Psalm 46,2 stammt. Dort heißt es:

„Gott ist unsere Stärke und Zuversicht, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken, wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen.“

Die Kirche soll Zuversicht ausstrahlen, zuversichtlich sein. Und schon stocke ich. Denn es gibt deutschlandweit ein einziges Kirchgebäude, das den Namen „Zuversichtskirche” führt. Die liegt in Staaken bei Berlin und hat dichtgemacht. Ob das ein Zeichen ist? Apropos Dichtmachen. Schon bei Ausbruch der Corona-Krise, als alle sozialen Schotten dichtgemacht wurden, bekam ich das zu hören. Kirche – Ihr seid zuständig für Zuversicht! – Ob das der Kirche in den frühen Frühjahrsmonaten 2020 und in der Zeit danach gelungen ist – mit ihren Raumschließungen, die in lebensrettender Absicht geschahen? Die kritischen Analyseprozesse, die in diesen Tagen endlich ihre professionelle Fassung bekommen, zeichnen ein Bild im Zwielicht. Ein Osterfest ohne leibhaftige gottesdienstliche Präsenz kann nicht gerade beanspruchen, ein starkes Realsymbol für Zuversicht zu sein, ganz zu schweigen von den vereinsamten, vor allem alten Menschen, die in den Kliniken und Pflegeheimen, auch denen der Caritas und Diakonie, lebten und starben.

Nun hat Zuversicht eine schillernde Semantik. Wenn in meinem Zimmer alles drunter und drüber ging, Lego mit Puzzles und Fischertechnik vermischt war, Chaos pur, kommentierte meine Mutter das mit einem seufzenden Kommentar: „Jesses, was ist das denn bloß wieder für eine Zuversicht bei dir.“ Unvergesslich das und zweifelsohne ein Kommentar, der einem als angelegentlicher Teilnehmender an dem einen oder anderen kirchlichen Gremiendiskurs einfallen könnte: durcheinanderpurzelnde Argumentationsebenen, Geltungsbedürfnis, Verlustangst, Relevanzhubereien, geistliche Eitelkeiten, hohes selbstloses Feuer, das für wichtige Vorhaben lichterloh brennt, aber nicht so recht weiß, wo es den Ressourcenbrennstoff hernehmen soll. Chaos pur, Jesses, was für eine Zuversicht. 

Jesus, meine Zuversicht. Warum auch nicht? „Jesus, meine Zuversicht“. Jesus ist in der Kirche gleich welcher Konfession immer richtig. Und Fontaneliebhaber werden jetzt in den noch einmal aufflammenden goldenen Tagen des späteren Septembers mit den reifen Früchten und Birnen selbstverständlich an dieses Gedicht denken. „Herr Ribbeck von Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Garten stand“. So schön dies Gedicht. Und in ihm kommt er doch so anspielungsreich zu stehen, der Gedanke der Zuversicht, dieser Choralgedanke. 

„Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen ‚Jesus meine Zuversicht‘“. 
Nur: Das Gedicht findet eine tragische Fortsetzung: 
„Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
‚He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?‘“

Dieses Zuversichtslied ist alsbald zum Beerdigungschoral avanciert, auch wenn das fromme, singende Ich bereits in der Mitte des Chorals, nämlich mit der fünften Strophe, in einer etwas fragwürdigen identitätstheoretischen Form gewiss ist, mit Haut und Haaren aufzuerstehen. 

Ein Beerdigungslied also … Und die Kirchen.Zuversicht – soll das eine Vokabel sein, um die Kirchen fromm zu Grabe zu tragen? Nur, wie wahrscheinlich ist, dass sie mit Haut und Haaren wieder auferstehen werden? Der Würzburger katholische Hochschulpfarrer Burkhard Hose ist jedenfalls der festen Überzeugung, dass die römisch-katholische Kirche in ihrer Ist-Gestalt zu Grabe getragen werden müsse, und arbeitet zugleich fröhlich als Hochschulreferent in der Bistumsleitung seiner von ihm ja im Grunde totgesagten Diözese. Was für eine anspruchsvolle ekklesiologische Dialektik! 

Kommt hinzu, dass „Jesus, meine Zuversicht“ ein Beerdigungschoral mit einer schwierigen Geschichte ist – im Zusammenhang der Märzrevolution 1848 wurde er im Innenhof des Berliner Schlosses angesichts der Leichenberge von dort Stunden zuvor umgekommenen Revolutionären angestimmt, was Julius Stein zu der Bemerkung hinriss: „Ein Volk, welches ein paar Stunden nach dem Kampfe Jesus meine Zuversicht singt, macht keine Revolution“. Nur keine Zuversichtschoräle anstimmen. Die sind Revolutions- und Transformationskiller.

Zuversicht ist insofern Material für eine interessante religionspädagogische Einheit, die die Ambivalenz von Zuversichtsbeschwörungen zum Thema haben könnte. Vielleicht ist da noch Platz in der Box, die das PTZ Stuttgart in einem sehr feinen Angebot für die Konfirmand*innenarbeit anbietet mit dem Titel „Zuversicht in the box“.

Auf der Zuversicht liegt, das ist das Faszinierende, von ihrem Ursprung her ein eigentümliches Schillern. Einer der frühesten Belege für Zuversicht aus der griechischen Antike findet sich in der Orestie des Aischylos. Dort fragt sich der von Troja nach Hause zurückkehrende Heerführer Agamemnon – seine Frau Klytaimnestra kann ihm schwerlich verzeihen, dass er kurz nach der Abreise die gemeinsame Tochter Iphigenie als Opfer getötet hat, um für die Eroberung Trojas guten Segelwind zu erhaschen – welch ein Familienabgrund aber auch – Agamemnon fragt sich: 

„Wie denn kommt‘s immerfort / solche Angst aufsteigend vor / Meinem schreckenschaunden Geist / Umherschwebt, / Weissagung mir ohn Geheiß, / ohne Lohn mein Gesang gibt? / Daß nicht, sie verscheuchend wie / Wirre Bilder eines Traums / Zuversicht sich setzt voll Vertraun auf der Seele lieben Thron?“.1  

Zuversicht – ein Gefühl, das sich für Heimkehrer von lebensgefährlichen Reisen naturwüchsig einstellen sollte, fällt aus. Der Grund: Agamemnon ahnt, Klytaimnestra wird sich rächen und ihn umbringen. Der Anfang der Orestie beschreibt eine schuldbeladene Ursprungsgeschichte von zerstörter Zuversicht in einer Heimat, die fremd geworden ist. In dieser Tragödie kann Zuversicht nicht gedeihen.

Aristoteles, dem Philosophen, der diese Szene kennt, wurde klar: Zuversicht ist mehr als pure Hoffnung. Ein Hauch von Kühnheit liege in ihr. Zuversicht werfe alles Zaghafte über Bord. Sie taste sich nicht vorsichtig in die Zukunft vor. Zuversicht stehe und falle mit der Fantasie, lebhaft zu hoffen, dass Rettung ganz nah sei, dicht an Dir dran.2  Mit Mirjam Zimmermann religionspädagogisch im Rekurs auf ein Heft des Loccumer Pelikan von 2013 einordnend geurteilt. Es muss nicht heißen: „Hilfe, mein Kind liest nur Harry Potter“. Ganz im Gegenteil: Ohne Fantasie keine Zuversicht. Und wir können daraus mitnehmen: Die Religionspädagogik beschleunigt eine durch Fantasie generierte Zuversicht, indem sie Bildungslicht wirft auf den Fantasiereichtum der biblischen Texte und fragt:

„Welche fiktionalen Möglichkeitsräume eröffnen z. B. Gleichnisse, Wundererzählungen, Passions- und Auferstehungserzählungen mit ihrem spezifischen Weltentwurf, und wodurch irritieren, provozieren sie gezielt unser Verständnis von Wirklichkeit?“3 

Nun hat Cicero später Zuversicht im Selbstvertrauen verankert und gemeint. Wo Du Dir selbst vertrauen kannst, da entsteht Zuversicht und umgekehrt: Zuversicht stiftet Selbstvertrauen.4   Auch das ist religionspädagogisch anschlussfähig. RPI-virtuell informiert auf das Schönste. „Die kleine Schildkröte Timmy“ ermutigt Grundschulkinder, Selbstwertgefühl zu stärken und Selbstvertrauen zu fassen. Ähnliches leistet, so konnte ich als passionierter Kaltduscher da lesen, die Methode „Warme Dusche“ und stiftet Selbstvertrauen in der Sekundar- und Oberstufe. Und in kluger Dialektik wird sogleich unterwegs mit dem vom RPI bereitgestellten Einschulungsgottesdienst-Material klar, dass die „Hummel Bommel“ auf „dem Weg zu Dir“ vor Augen führt, ein von Gott geliebter Mensch zu sein.5  Selbstvertrauen allein stiftet eben keine Zuversicht.

Lukas, der Evangelist, hat entsprechend eindringlich vor einer Mentalität gewarnt, die ihre Zuversicht auf sich selbst und die eigene Gerechtigkeit setzt (Lk 18,9). Bloß keine religiösen Selbstvertrauenspharisäer heranbilden, die ihre Zuversicht aus sich selbst schöpfen. Worauf kommt es aber dann an? Paulus sagt es ganz klar: Gründe Deine Zuversicht nicht auf Dich selbst, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt (2. Kor 1,9). Glaub nicht an Dich selbst, vertraue Dich Gott an. Das ist eine Devise, die in der frühen christlichen Tradition Kirchenväter wie Ambrosius gerne aufgenommen haben. Ambrosius meint, es komme darauf an, einen Glauben zu haben, der ein starker Glaube sei, nämlich einen mit Zuversicht gestärkten Glauben, weshalb später dann im Mittelalter im wahrsten Sinne des Wortes vom robusten Glauben die Rede war: (Robur …. spei nostrae et quaedam sperantis auctoritas confidentia est.).6  Der robuste Glaube heiße deshalb so, weil er robust davon überzeugt sei, dass es so kommt, wie wir im Glauben hoffen, ein Glaube, in dem Hoffen und Glauben einstimmig zusammenlaufen. Zu dieser robusten Glaubensformation – vielleicht mag ich etwas übersehen haben – habe ich nun allerdings im reichen Repertoire der RPI-Publizistik nichts finden können. „Glaube robust“ – auf diese Handreichung des RPI-Loccum muss die interessierte Zuversichtswelt vermutlich vorerst noch etwas warten, tönt dies doch so anders als die mit Gründen behutsamen Orientierungs- und Positionierungspfade, die eine an Differenzkompetenz interessierte Religionspädagogik ans Herz legt. 

Der Lutheraner aber mag hier mit Martin Luther im Gepäck noch eine Zuversichtsschippe drauflegen und daran erinnern, wie Luther in seiner Vorrede zum Römerbrief von 1545 vom Römerbrief meint, Glaube sei „eine lebendige / erwogene Zuversicht auf Gottes Gnade / so gewiß / daß er tausend Mal drüber stürbe“.

Das klingt alles nach Psalm 46: Berge mögen ins Meer stürzen, aber meine Gottesgewissheit und Zuversicht ist stark, überwindet das alles. Nur, dass das noch lange nicht Psalm 46 ist. 

Für die evangelische Kirche nachgefragt, für deren Perspektive ich mit Verantwortung zu tragen habe: Warum eigentlich setzt sich so wenig Zuversicht auf den lieben Thron der Seele der Evangelischen Kirche? Vielleicht, weil sie wie ein religiöser Agamemnon nach einem Ausflug in ein vorgeblich postsäkulares Zeitalter von Forum-Studien erschüttert erschrocken zurückkehrt in eine grob vor sich hin säkularisierende Gesellschaft, in der sie den heimatlichen Haftpunkt nicht so richtig findet. Vielleicht aber auch, weil sie insgeheim zu sehr Cicero folgt – sicher in bester Absicht – auf eigene Wirkung auf konzentrierte Ressourcen bedacht – auf der vergeblichen Suche nach Zuversicht, die ihren Grund tief in ihr selber haben soll, in der Art, wie sie selbst der Welt und den Dingen und ja auch Gott gerecht werden will, in der Art, wie sie zu glauben versucht. Vielleicht auch meint so mancher, mit Martin Luther die eigene leidenschaftlich zusammengeklaubte Glaubensgewissheit stifte Zuversicht. Womöglich ist aber auch deshalb zu wenig Zuversicht in der Kirche, weil Bildung als Lebensnerv der reformatorischen Kirchenreformidee zu meiner hier offen angezeigten Irritation aus dem Zentrum der Selbstverständigung der evangelischen Kirche über sich selbst herausgerückt wird und nicht als zentrales Thema aufgerufen wird. 

Und nun der Psalmist. Er betet: „Gott ist unsre Zuversicht.” Das ist etwas sehr anderes. Der Psalmist betet nicht: Gott stiftet in uns Zuversicht. Sondern: Gott verkörpert unsere Zuversicht. Gott selbst ist sie, kraftvoll machtvoll. 

Das ist für mich die belastbare Septemberperspektive in einem von vielen bedrohlichen Nachrichten weltweit belasteten September – Gott selbst, Gott allein gilt es als die Zuversicht dieser Welt zur Geltung zu bringen. Er ist es als himmlisch verkörperte Zuversicht, als heilige Instanz, die nach vorne sieht, aufsieht, mit seinen Kirchen ins Leben hinein blickt, die Welt mit ihren Abgründen durchschaut … Gott als Zuversicht höchstselbst in den emotionalen, intellektuellen und empathischen Horizont von Menschen zu bringen, begreife ich als elementare Aufgabe von Religionspädagogik. 

Das führt zum zweiten Erkundungsgang, der der Hoffnung als Achse der Zuversicht nachspürt.


Hoffnung

Hoffnung schöpfen – schnell sind wir bei der Hand, die Hoffnung über den Alltag hinaus auf letzte oder jenseitige Dinge zu konzentrieren. Vor einer solchen „weltanschaulichen Vertröstung“ hat schon Friedrich Schleiermacher gewarnt und gemeint, eine solche Vertröstung laufe Gefahr, „die Gegenwart [zu] verderben“7 . Das Ende der ganzen Welt und aller Geschlechter, Völker und Menschen8  kann kommen. Denn wir hoffen auf Gott.

Es ist eine Art Einladung zur Flucht aus der Gegenwart in eine angeblich bessere Zukunft und wird so zum Opiat, das die Gegenwartswahrnehmung betäubt. Es war Immanuel Kant, der als erster von einer solchen Betäubungsfunktion der Religion gesprochen hat. Er meinte, indem in der Religion auf einen zu erweichenden künftigen Richter „Hoffnung gemacht“ werde, werde dem Menschen religiös „gleichsam Opium fürs Gewissen“ gegeben.9  Solche Hoffnung lenke vom Lebensernst, genauer, dem Lebensführungsernst in der Gegenwart ab. Ein Immanuel Kant verpflichteter Religionsunterricht hätte folglich von der Hoffnung jedenfalls in dieser Form zu schweigen und muss pünktlicher fragen: Was darf ich hoffen?

An diesen Gedankenzusammenhang hat Karl Marx angeschlossen, wenn er von der Hoffnung der Religion meinte, dass sie, indem sie „der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, … der Geist geistloser Zustände ist, … das Opium des Volkes“ ist. Das ist beinahe ein Kompliment an die religionsgenuine Hoffnung der Religion. Und ein die Hoffnung stark machender Religionsunterricht wäre so gesehen eine gnädige Droge für junge Erwachsene und Kinder, die Zustände einer herzlosen Welt zu packen. 

Nur: Hat Marx die christliche Hoffnung als Gemütsstimmungsmacher, als geistreiche Energie inmitten geistloser Zustände richtig gefasst?

Es ist dies der Ort, sich einmal stark zusammengerafft die Züge einer schon bedrohlich zu nennenden Untergangsstimmung vor Augen zu führen. Dieser Tage frisst sich „Pessimismus … ins Gemüt, verstärkt sich selbst, dreht eine Konjunkturspirale für Propheten und Geschäftsmacher des Untergangs“, meinte jüngst Thomas Brechenmacher, seines Zeichens Historiker für Neuere deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Potsdam. Diese Art eines um sich greifenden „Kulturpessimismus“ ist eine heftige „politische“ und gesellschaftliche Gefahr. Die „prophezeite Katastrophe“ gehöre zum „Betriebskapital“ von Autoren, wie sie schon in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgreich waren.10  Manichäische Weltbilder haben Konjunktur. Sie gewinnen freie Fahrt in die Herzen und Köpfe der Menschen, die, so eine Erhebung der Körber-Stiftung von 2024, im Umfang von 54 Prozent der Befragten überwiegend mit Sorge statt mit Hoffnung in die Zukunft blicken. Angst vor Krieg, vor sozialer Ungleichheit, vor Klimawandel und Kriminalität gehen Hand in Hand.11  Hinzu kommt eine polarisierende Sorge vor einer zunehmenden Machtbeteiligung der AfD. Mitglieder der Generation Z schildern ihr gesellschaftliches Erleben so, dass sie in ein riesiges Kreuzfahrtschiff hineingeboren wurden, um sich jetzt gefühlt „auf einem kleinen Rettungsboot“ wiederzufinden, das „auf hohen Wellen schwankt, nur mit einem kleinen Paddel in der Hand und keinem Plan im Kopf“.12
 
Nun hat Anne Applebaum ihr 2024 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnetes Buch „Die Achse der Autokraten“ mit einer Widmung versehen, die aufhorchen lässt: „Für die Optimisten“ heißt es da knapp und klar. In einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung13   vom 26. Oktober 2024 gibt sie zu Protokoll: „Nichts ist festgelegt, wir können Geschichte jeden Tag ändern. Es gibt keine Regel, die besagt, dass die Demokratie untergehen oder die Autokratie aufsteigen muss.“ Systematisch einschlägig dazu ist nach wie vor Hannah Arendts Vita activa, dass Pessimismus im Bunde mit Determinismus die Kontingenz menschlichen Handelns in der Welt leugnet, wo doch Menschen ihr Tun und Lassen niemals planbar so organisieren können und sollten, dass es genauso kommt wie gedacht, im Guten wie im Schlechten.

Wie kann die christliche Hoffnungsperspektive daran anknüpfen?

(1) Die christliche Hoffnung vertröstet gerade nicht. Sie schlüsselt auf, was an der Gegenwart problematisch ist. Gottes Geist der Hoffnung ruft „Hiergeblieben!“ und flieht nicht in Gegenwelten hinein. Es wäre ein Ausdruck abgründiger Hoffnungslosigkeit, die Gegenwart verderben zu müssen, um auf ganz anderes hoffen zu können.

Was die Flucht in die Gegenwelt im menschlichen Subjekt auslöst, schildert Andreas Schwab in seinem Buch „Freiheit, Rausch und schwarze Katzen. Eine Geschichte der Bohème“. Sehr plastisch für das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts – mit erstaunlicher Gegenwartsrelevanz.

(2) Christliche Hoffnung freundet sich mit den Grenzen des menschlichen Lebens an. Hier scheint mir die entscheidende Einsichtspointe christlicher Hoffnung zu sein, dass das menschliche Leben zwar einen Anfang und ein Ende hat, jedoch eine ewige Zukunft. In der Einsicht, die beglückenden und abgründigen Erlebnisdynamiken des eigenen Lebens jetzt in eine endliche Geschichtsdynamik einzurücken, die eine ewige Perspektive hat, führt dazu, nicht alles vom Leben haben wollen zu müssen zwischen Wiege und Bahre. 

(3) Christliche Hoffnung wirbt, so eine erste ethische Konsequenz, für eine ethische Perspektive klugen Verzichts, die das Bonmot Gaucho Marx‘ Lügen straft, das da lautet: „Wieso sollte ich etwas für die nachfolgende Generation tun? Sie hat doch auch nichts für mich getan.“

(4) Christliche Hoffnung ermöglicht eine Sicht auf die weltlichen Dinge des Lebens, die klar macht: Nicht die Endlichkeit und Deine Grenzen machen Dein menschliches Leben hoffnungslos. Hoffnung zerstört vielmehr ein Lebenspfad, der in rücksichtloser Selbststeigerung Erfüllung zu finden sucht. Die Rede Jesu vom reichen Kornbauern bleibt da nach wie vor einschlägig.

(5) Christliche Hoffnung muss den Mut haben, sich als Auferstehungshoffnung zu artikulieren. Ich sage hier ganz offen: All die verquälten Umdeutungen, die da meinen, das mit der Auferstehungshoffnung sei doch nur symbolisch gemeint, es gehe doch darum, jetzt und hier ins Leben aufzuerstehen, haben jedenfalls mit der jesuanischen Reich-Gottes-Verkündigung und den Auferstehungszurufen eines Apostels Paulus kaum etwas zu schaffen. Es geht darum, sich der erstaunlichen Zusage anzunähern, dass Gott Dich nicht als bloße, dem Verschwinden zugemutete Episode in der Geschichte dieser Welt geschaffen hat, sondern in der himmlischen Ambition, sein Leben mit Dir als sein Geschöpf ohne Ende zu teilen.

(6) Christliche Hoffnung setzt nicht auf eine dem jetzigen Leben völlig fremde andere Zukunft, sondern auf eine Zukunft, die die jetzige Lebensperspektive überbietet. Das, was da überboten wird, ist der durch den Geist Gottes jetzt schon in die Herzen ausgegossene Geist der Liebe Gottes. (Röm 5,5). 

(7) Diese Kontinuitäts- und Steigerungsgeschichte der Liebe Gottes, so eine zweite ethische Konsequenz, hat das Zeug, sich mit dem eigenen Leben zu versöhnen und befreit zu werden zu einem Leben, das nicht dadurch zufrieden mit sich wird, weil alle oder die meisten Wünsche erfüllt werden, sondern weil es sich an der Freude, der eigenen Freude, und der Freude der anderen freut. 

(8) „Ohne Angst und ohne Hoffnung zu sein, ist gleichermaßen unmenschlich“, hat Walter Jens einmal gemeint.14  Der Hoffnungsernst der Angst liegt darin, dass Angst ein elementares Recht auf Zukunft annonciert. Grassierende gesellschaftliche Angst markiert: Menschen haben ein Recht, einen Anspruch auf Zukunft, der zu Unrecht bedroht und gefährdet wird. 

(9) Christliche Hoffnung, so eine dritte ethische Konsequenz, revoltiert deshalb gegen die Abgründe dieser Welt und gewinnt aus den Perspektiven von Liebe, Freude und Auferstehung Energien, sich mit diesen Abgründen nicht einfach abzufinden, sondern sie mit vereinten Kräften dies- und jenseits von Kirche und Diakonie umzuwenden.

(10) Im Leben des Jesus Christus kommen der hoffende Gott und der hoffende Mensch zusammen, in seinem Sterben wiederum setzt sich Gott selbst der Hoffnungslosigkeit des Todes und der Angst vor dem Tod so aus, dass es der Tod und seine Helfershelfer mit der Angst zu tun bekommen. 

(11) Mit der Figur vom Jüngsten Gericht verknüpft sich die Gerechtigkeitshoffnung, dass die Helfershelfer der Angst es mit Recht mit der Angst zu tun bekommen, indem die Monstrosität ihrer Werke und die damit verbundene Scheinherrlichkeit ihrer selbst der endgültigen Nichtigkeit ausgesetzt werden.

(12) Christliche Hoffnung zehrt zuletzt davon, dass Gott selbst für seine Schöpfung hofft. Es ist dies der Grund, weshalb die christliche Hoffnung von Gott alles erwarten darf, und von sich selbst eben nicht alles erwarten muss. Gott macht die menschliche Hoffnung durch seine göttliche Hoffnung robust. Sein Geist ist es, der den intimen Zusammenhang von Glaube und Hoffnung überhaupt herstellt, weshalb die Hoffnung als persönliche Freundin (individua comes), wie Johann Calvin einst meinte, den Glauben, und man darf ergänzen, die Liebe mit im Gepäck hat.15  Gottes Geist also ist es, der menschliche Hoffnung zur Zuversicht auszuformen vermag.


Zuversicht im evangelischen Bildungsbeschleuniger

Es wäre jetzt eine ebenso anspruchsvolle wie schöne Aufgabe, die von mir systematisch-theologisch benannten Hoffnungs- und Zuversichtsaspekte durch den religionspädagogischen, kritischen Drehwolf zu jagen und zu schauen, was sich da am Ende zeigt. Ich beschränke mich auf einen prinzipiellen Gedankengang.

Dass wir uns nicht missverstehen: Nicht alles, was erzieht und katechetisch missioniert, ist schon Bildung. Vor allem war nicht immer schon alles, was mit dem Term Bildung verknüpft wurde, bereits das, was dieser Tage Bildung genannt zu werden verdient. Es ist das Verdienst der theoretischen und praktischen Arbeit des RPI, dass dem geneigten Rezipienten alsbald klar wird: Es geht nicht an, bereits Meister Eckhart zu einem bildungstheoretischen Klassiker zu erklären, um über die Reformatoren und die Neuhumanisten in gerader Linie in die Gegenwart hineinzuspringen. Eine allgemeine Bildungstheorie lässt sich nicht einfach taufen. Einer Methode, aus Glaubensprozessen unmittelbar Bildungsprozesse ableiten zu wollen, ist der Weg verstellt. Denn religiöse Bildung und mit ihr die Ereignisse religiöser Bildungsprozesse sind nicht immer schon Religionspraxis. Das sind die feinen Unterschiede. Bitte nicht einer dem methodischen Atheismus verfangenen pädagogischen Bildungstheorie den Geschmack fürs Unendliche andemonstrieren wollen. Was also durch eine durchdacht reflektierte schulische Bildung beschleunigt werden kann, ist insofern nicht die Zuversicht selbst, die christliche Hoffnung selbst. Denn religiöse Bildung ist – jedenfalls im schulischen Kontext – nicht unmittelbar Bestandteil der Kommunikation des Evangeliums selbst. Sie mobilisiert jedoch das menschliche Subjekt, sich zu seinem Hoffnungs- und Angsthaushalt differenziert zu verhalten. Das ist das eine.

Das andere ist: Bildung gibt es als Prozess nur auf Hoffnung hin. Durch Bildung lassen sich nicht schon jetzt bessere, klarere, wertorientierte, tugendgestählte Menschen hervorbringen. Wer es mit dem Evangelium zu tun bekommt, der muss sich auf seinem Bildungsweg einer radikalen Kritik aller menschlichen Bildungspläne, Bildungsmächte und Bildungsversuche gefallen lassen, hat Karl Barth einmal gemeint – und hatte dabei nicht, wie gerne missverstanden wird, die Religionspädagogik oder den Religionsunterricht im Blick, sondern die Ambition der von ihm sogenannten „Bildungsphilister“ im Bild, Bildungsproduktionen welcher Art auch immer methodisch oder materialiter zu vergötzen.

Religiöse Pädagogik dient so gesehen der Hoffnung auf Menschlichkeit, stellt sie aber nicht her. Religiöse Bildung rettet nicht. Aber sie gibt Orientierung, um Unterscheidung zu lernen, wo die Welt, Menschen zu retten oder eben nicht zu retten ist und sind. Sie ist nicht selbst Hoffnungsträgerin, sondern weist Pfade, wie eine religiös inspirierte Spurenlese der Hoffnung. 

Vielleicht ist nicht zuletzt deshalb dieser Tage in einer religiös immer stärker entsozialisierten Welt die Konfirmand*innenarbeit an die Stelle der heimischen Großmutter als überlegene Einweisungsinstanz in die Befassung mit den eigenen Glaubens- und Hoffnungsfragen getreten, weil sie so angelegt sein dürfte, dass Menschen von ihr gerade nicht religiös übermocht werden, sondern in, mit und unter dem Konfirmand*innenarbeitsgeschehen in evangelischer Freiheit Hoffnung elementar für junge Menschen kommunikabel wird. Es ist für mich ein in dieselbe Richtung weisendes starkes Hoffnungszeichen, dass die im November erscheinende Friedensdenkschrift der EKD – endlich, muss man sagen – die Bedeutsamkeit der Friedensbildung im Sinne einer selbstkritischen Urteilsbildung stark gemacht hat.

Am Ende ist der Witz an religionspädagogischen Bemühungen eben dies, dass sie die Hoffnungsenergien dadurch beschleunigen, dass sie in kluger Weise die Befassung mit dem Reichtum christlicher Glaubens- und Hoffnungsvorstellungen, -bilder und -konzepte entschleunigen.

Was bei dieser durch Entschleunigung initiierten Beschleunigung in den an den entsprechenden Bildungsprozessen involvierten menschlichen Subjekten zur Bewältigung der oben skizzierten Sorge und Angst der Gegenwart entsteht, ist deshalb deutlich mehr als ein „werteverhafteter Optimismus“.16  Die Religionspädagogik kann dafür klug in einer souveränen Assistenz ihrer Adressat*innen werben, mit einem zwinkernden Auge darauf verweisen, dass bisweilen unter dem Gegenteil der mehr oder weniger überzeugend entwickelten gemeinsamen Bildungsarrangements wunderbare, nicht beherrschbare, unverfügbare Räume der Welterschließung eröffnet werden, die im Letzten ganz unkatechetisch allein Gottes Geist der Hoffnung selbst erschließen. Dieser Geist der Hoffnung ist bisweilen ein freches Schlitzohr, wie etwa in Berlin zu greifen ist:

In Berlin-Staaken steht eine Zuversichtskirche. Sie hat neulich dichtgemacht. Aber das Zauberhafte ist: In ihr eröffnen jetzt eine evangelische Kita und ein Inklusionszentrum.
 

Anmerkungen

  1. Aischylos, Agamemnon, 275.
  2. Vgl. Aristoteles, Rhetorik IV,5 mit Nikomachische Ethik, 10.
  3. Zimmermann, Religionspädagogische Überlegungen zu Harry Potter.
  4. Vgl. Cicero, De inventione,163.
  5. Sabaq: Die kleine Hummel Bommel.
  6. Vgl. Ambrosius, Expositio Psalmi, 129, 6 ad 2 u. ad 3. 
  7. Vgl. Schleiermacher, Der christliche Glaube, §158,3.
  8. So fasst Gerhard, Loci theologici, T. VIII, l. 26, c. 1, n.6., die Aufgabe, christliche Hoffnung im Horizont der letzten Dinge anzugehen.
  9. Vgl. Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, 77f.
  10. Vgl. Brechenmacher, Bedrohliche Untergangsstimmung, 20-25, 21.
  11. Vgl. Körberstiftung: Demokratie in der Krise.
  12. Vgl. Lüdemann: Vom Kreuzfahrtschiff ins Rettungsboot, 54-57, 57.
  13. Vgl. Brechenmacher, Bedrohliche Untergangsstimmung, 22.
  14. Vgl. Jens, Angst und Hoffnung, 165.
  15. Vgl. Calvin: Institutio. III, 2, 42: fides fundamentum est, cui spes incumbit: spes fidem alit ac sustinet. 
  16. Für den wirbt Brechenmacher, Bedrohliche Untergangsstimmung, 23.

 

Literatur

  • Aischylos: Agamemnon, 975-948, nach der Übersetzung von Oskar Werner, in: Aischylos, Tragödien, hg. von Bernhard Zimmermann, 7. Auflage, Stuttgart 2011
  • Ambrosius: Expositio Psalmi CXVIII, 26,28 mit Thomas von Aquin, summa theologiae II II
  • Aristoteles: Rhetorik IV,5 mit Nikomachische Ethik
  • Brechenmacher, Thomas: Bedrohliche Untergangsstimmung, in: Die Politische Meinung, 24/V, https://kurzlinks.de/qh8f (10.10.2025)
  • Calvin, Johannes: Institutio. 1559
  • Cicero: De inventione II,54
  • Gerhard, Johann: Loci theologici, 1610-1625
  • Jens, Walter: Angst und Hoffnung in unserer Zeit, Darmstädter Gespräch 1963. Hg. von Karl Schlechta, Darmstadt 1965
  • Kant, Immanuel: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, AA VI, https://kurzlinks.de/vfek (10.10.2025)
  • Körberstiftung: Demokratie in der Krise. Repräsentative Umfrage, policy matters im Auftrag der Körperstiftung, https://kurzlinks.de/nt4o (26.10.2025)
  • Lüdemann, Feodora: Vom Kreuzfahrtschiff ins Rettungsboot, Sorgen der Generation Z, in: Die Politische Meinung, 2024/V
  • Sabaq, Britta: Die kleine Hummel Bommel, München 2021 und Folgebände
  • Schleiermacher, Friedrich D.E.: Der christliche Glaube, 2. Aufl. 1831/32, Berlin 1995
  • Zimmermann, Mirjam: „Hilfe, mein Kind liest nur Fantasy!”. Religionspädagogische Überlegungen zu Harry Potter, Reckless und anderer Fantasyliteratur, in: Loccumer Pelikan 2/2013, 62-66