Wertemonster, das Regelspiel fürs Klassenzimmer
Werte geben Orientierung und prägen das schulische Miteinander. Dieses Spiel lädt Schüler*innen ein, wichtige Werte wie Respekt, Freundlichkeit und Mut auf spielerische und verständliche Weise zu entdecken.
Um den Kindern eine ganze Reihe von Werten bekannt zu machen, haben die Entwickler*innen des Kartenspiels 39 Monster geschaffen und ihnen fantasievolle Namen gegeben. Da sind z. B. „Ehrlichito“, „Dankbär“, „Aufmer-Kana“ und „Höflian“, um nur ein paar zu nennen. Die Karten zeigen jeweils ein Bild eines Monsters und bestimmte Angaben zur besonderen Kraft, die dieses Monster hat. Es gibt auch noch Angaben zum Einfluss auf andere Monster, zum Sammel-Effekt usw., und daraus ergeben sich eine Reihe von Spiel- und Einsatzmöglichkeiten.
Ein QR-Code bzw. ein Link verweisen auf eine ausführliche Spielanleitung und auch auf das „Monstikon“, eine Art Arbeitsblatt, auf dem alle Monster abgebildet und kurz beschrieben sind.1 Die Kinder können hier ankreuzen, welches Monster sie schon einmal gesammelt oder kennengelernt haben, je nach Spielvariante.
Besonders spannend ist sicherlich die Variante „Monster sammeln – Monster tauschen“.
Dabei wird ein bestimmter Spielzeitraum festgelegt, z. B. ein Tag oder eine Woche. Alle Schüler*innen erhalten ein Monstikon (die Übersicht über alle Monsterkarten) und ziehen eine Spielkarte. Nun beobachten sie sich „nebenbei“, also während des Unterrichts, und wenn z. B. Carla das Monster „Um-Welthor“ hat und bei ihrem Mitschüler Sven besonders umweltfreundliches Verhalten beobachtet, gibt sie Sven die Karte und bekommt von ihm sein Monster, z. B. „Konfliktus“. Sven achtet nun wiederum bei seinen Mitschüler*innen auf umweltfreundliches Verhalten und Carla wird vielleicht eine besondere Konfliktfähigkeit bei Luisa entdecken und tauscht dann wieder … So geht es weiter. Das Spiel endet nach dem Ablauf der festgelegten Zeit und sollte sicherlich in eine Reflexion der Spielerfahrungen münden.
Warum ausgerechnet Monster? Dazu steht in der Spielanleitung Folgendes:
„Um eine gewisse Distanz zwischen den sich entwickelnden Persönlichkeiten der Kinder und den Werten zu schaffen, treten die Werte in diesem Spielkonzept in Form von kleinen Monstern auf. Monster sind geheimnisvoll, manchmal unheimlich und angsteinflößend. Monster sind aber auch stark, tapfer, neugierig und haben besondere Fähigkeiten. Manchmal sind sie tollpatschig, manchmal machen sie Blödsinn, oft spielen sie miteinander und sind füreinander da. Monster sind ein bisschen wie Kinder.“
Zum Einstieg gibt es noch eine Vorlesegeschichte, die in das Monster-Thema einführt, und zum Schluss noch eine Spielvariante, die die Werte-Monster bei der Erarbeitung von Klassen-Regeln einsetzt. Jedes Spiel wird genau beschrieben und didaktisch eingeordnet. Zusätzlich werden mögliche Reflexionsfragen aufgelistet.
Viel Spaß beim Sammeln und Tauschen von „Zielstreberhard“, „Mutana“ und „Tolererro“ und vor allem beim Entdecken der vielfältigen Werte!
Anmerkungen
- Die Spielanleitung und das „Monstikon” stehen auf der Website des Verlages unter https://kurzlinks.de/8xe5 als Download zur Verfügung.