42 Lehrkräfte schließen ökumenische Weiterbildung für Religionsunterricht ab
Im Juni gingen die zweijährigen ökumenischen Weiterbildungen des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung zu Ende, mit denen Lehrkräfte in Grundschulen sowie im Sekundarbereich I weiterführender Schulen für die Fächer Evangelische und Katholische Religion weiterqualifiziert wurden. Mit dem erfolgreichen Abschluss haben die Teilnehmenden ein Zertifikat für das Unterrichten der Fächer Evangelische bzw. Katholische Religion und künftig Christliche Religion erworben. 25 Grundschullehrkräfte und 17 Lehrkräfte für den Sekundarbereich I haben die Weiterbildung abgeschlossen – und das neben dem normalen Schulalltag. Am 3. Juni wurden sie von Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track und Weihbischof Johannes Wübbe in einem gemeinsamen Gottesdienst offiziell als Religionslehrkräfte entsendet. Feierlich und verdient.
Was steckte dahinter?
Acht dreitägige Präsenzmodule, Online-Einheiten davor und danach, Pflichtlektüre vor jedem Modul, schriftliche Anwendungsaufgaben, Unterrichtspraxis und Gruppenreflexion. All das parallel zum regulären Job. Um eine solche Weiterbildung erfolgreich abzuschließen, braucht es viel Eigenmotivation. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden sind eindeutig: anstrengend, ja, aber auch wirklich wertvoll. Die Lehrkräfte haben nicht nur theologisches Wissen vertieft, sondern auch zahlreiche religionspädagogische Methoden kennengelernt und im eigenen Unterricht erprobt.
Religion ist nicht nur Malen und Singen
Das war der erste große Lernmoment für viele. Theologie ist eine Geisteswissenschaft, komplex, anspruchsvoll und manchmal einschüchternd. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „Am Anfang war ich total überfordert. Heute kannst du mir jedes Thema vorlegen und ich mache das im Unterricht. Ich habe so viel dazugelernt und so viel Handwerkszeug für die Umsetzung an die Hand bekommen, da schreckt mich kein Thema mehr.“