„Ich möchte einfach Mensch sein“

von Karsten Damm-Wagenitz

 

Queer, homosexuell, Transgender, LGBTQ+ – das sind Begriffe, die uns immer wieder begegnen. Wir haben mehr oder weniger Ahnung, worum es geht, sind aber oft auch unsicher, was das alles genau bedeutet. Noch mehr Unsicherheit besteht im Umgang mit Menschen, die sich als queer bezeichnen. Helfen möchte hier die neue „Arbeitshilfe für eine gendersensible und queerfreundliche Praxis in der Evangelisch-lutherischen Landekirche Hannovers“ mit dem Titel „Ich möchte einfach Mensch sein“. 

Auf fast 200 Seiten werden nicht nur Begriffe erläutert. Es gibt viele Informationen rund um das Thema Queerness und Gender, um erst einmal verstehen zu helfen, worum es geht. Dafür werden theologische Aspekte beleuchtet, Rechtsfragen geklärt, und ganz wichtig: Betroffene kommen selber zu Wort.

Einen großen Teil nehmen Beispiele aus der und Tipps für die Praxis ein. Wie möchten Menschen angesprochen werden, für die übliche Einordnungen in „Mann“ oder „Frau“ nicht passen? Worauf sollten wir achten, wenn wir gendersensibel sprechen möchten? 
Zehn Gebote sowie Bausteine für queersensible Gottesdienste finden sich hier ebenso wie Beiträge aus vielen kirchlichen Arbeitsbereichen wie Jugendarbeit, Konfi-Arbeit, Frauen- und Männerarbeit, Schule, Diakonie und Seelsorge.
Auch interkulturelle und interreligiöse Aspekte werden aufgenommen.

Die über 50 relativ kurzen Beiträge versuchen, das ganze Spektrum des Themas aufzufächern. So ist die Arbeitshilfe eine Fundgrube für alle, die sich informieren oder bemühen möchten, in Sprache und Verhalten nicht länger verletzend zu sein gegenüber queeren Menschen.