Schulseelsorge

© Angelina Ströbel  / pixelio.de 

Schulseelsorge als Arbeitsfeld
Evangelische Schulseelsorge leistet auf vielfältige Weise einen Beitrag zur Entwicklung und Wahrung einer menschenfreundlichen Schule. Die Arbeit der Schulseelsorge bereichert eine lebendige Schulkultur, z.B. durch die Initiation und Mitwirkung bei Festen und Feiern oder durch Angebote für die Schulgemeinschaft insgesamt. Schulseelsorge macht sich dabei zur Aufgabe, „dass keine*r verloren geht“ im Schulbetrieb.
Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger verstehen sich deshalb auch als Begleiter auf einem wichtigen Lebensabschnitt, denn sie begleiten Menschen im Lebensraum Schule in unterschiedlichen Situationen. Seelsorgerliche Gespräche finden in der Schule oft zwischen Tür und Angel statt. Dort ist für Betroffene oft ein guter Ort für eine erste Kontaktaufnahme und die ganz wichtigen drängenden Fragen. Seelsorgebedarf entsteht in der Schule nicht erst bei traurigen Anlässen oder in herausfordernden Situationen. Dort aber wird Schulseelsorge von anderen oft erst wahrgenommen. Denn wenn die Trennung der Eltern droht, die Familie aus beruflichen Gründen umziehen muss oder wenn nicht klar ist, wie es nach der Schule weitergeht, reagieren und „funktionieren“ Schülerinnen und Schüler meist nicht mehr wie vorher. Dann ist es wichtig, dass sie jemanden finden, der ihnen ihr Ohr leiht. Solche Gespräche suchen Schülerinnen und Schüler ebenso wie Kolleginnen und Kollegen, schulische Mitarbeiter, Eltern und Erziehungspartner.
Schulseelsorger nutzen im Gespräch die Methoden der Systemischen Seelsorge, die den Blick auf die Ressourcen der Ratsuchenden lenken und die Eigenverantwortlichkeit stärken. Sie sind in der Lage, Kontakte zu professionellen Hilfesystemen herzustellen.


Grundkurs und Langzeitfortbildung Schulseelsorge
Der Teilnahme an der Langzeitfortbildung Schulseelsorge geht ein obligatorischer „Grundkurs Schulseelsorge“ voraus, in dem Sie unsere Arbeitsweise und Teile unseres Teams kennenlernen. (s.u.). Erst im Anschluss an einen Grundkurs (und ggf. nach Beratung durch die Leitung) ist die Anmeldung zur Langzeitfortbildung Schulseelsorge möglich.
Ziel der „Langzeitfortbildung Schulseelsorge“ ist es, kommunikative und seelsorgerliche Kompetenzen von Religionslehrkräften zu professionalisieren und weiterzuentwickeln.
Die Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa einem Jahr und umfasst fünf Seminare à zweieinhalb Tage. Begleitend gehören dazu auch regionale Einzelsupervisionssitzungen und die Abfassung einer Abschlussarbeit über die Seelsorgearbeit an der eigenen Schule.


Inhalte der “Langzeitfortbildung Schulseelsorge“ sind u.a.:
• Schulseelsorge-Gespräche führen
• Ressourcen – Ziele – Lösungen entwickeln
• Lebenswelten von Jugendlichen bedenken
• Die persönliche Motivation für die Arbeit der Schulseelsorge erkunden
• Die eigene (neue) Rolle als Schulseelsorger*in klären
• Die eigene ( - auch die religiöse) Lebensgeschichte bewusst machen
• Notfallseelsorge und Krisenintervention kennenlernen
• Schulseelsorge als Arbeitsfeld für die eigenen Schule entwickeln
• Gottesdienste – Andachten – Rituale entwickeln.

Einzelsupervisionssitzungen unterstützen die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle in der Schule. Die Sitzungen finden regional bei Supervisor*innen statt und unterliegen der Verschwiegenheitspflicht.
Die Teilnahme an allen Bestandteilen der Langzeitfortbildung ist für die Qualifikation verbindlich und wird beim jährlich stattfindenden Fachtag nach Erbringung aller Einzelteile (Grundkurs, fünf Seminare, Abschlussarbeit und Einzelsupervisionen) durch ein Zertifikat bestätigt.
Eine Beauftragung kann bei der jeweils eigenen (Landes-)Kirche im Anschluss beantragt werden. Ob eine Beauftragung möglich ist, entscheiden die jeweiligen Kirchen der Teilnehmenden.


Kosten:
Die Kosten des Grundkurses sowie der Langzeitfortbildung im RPI Loccum (Unterbringung, Verpflegung, Materialkosten, Kursgebühren) trägt die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers. Für Teilnehmende aus der Landeskirche Hannovers werden auch die Fahrtkosten zu den Seminaren in Loccum und die Honorare für die Einzelsupervisions-Sitzungen übernommen.

Teilnehmende aus anderen (Landes-)Kirchen (Oldenburg, Schaumburg-Lippe oder der Reformierten Kirche sowie aus evangelischen Freikirchen) beantragen die Übernahme ihrer Fahrtkosten zu den einzelnen Seminaren sowie die Honorare zu den Einzelsupervisionssitzungen bei ihrer jeweiligen (Landes-)Kirche.

Alle Teilnehmenden tragen 15 EUR Tagungsgebühr pro Seminartag selbst. Für die gesamte Langzeitfortbildung entsteht somit ein Eigenanteil in Höhe von 165 EUR für jeden Teilnehmenden.

Mitglieder der Landeskirche Braunschweig bitten wir, sich bei ihrer Kirche zu melden. Dort wird ein eigener Kurs angeboten.


Anmeldung:
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Frau Ellen Wulf (Sekretariat) oder Frau Wittmann-Stasch (Dozentin) per E-Mail oder telefonisch. Sie erhalten dann einen Brief mit weiteren Informationen, den aktuell möglichen Terminen und den Anmeldeformalitäten für den Grundkurs Schulseelsorge.

Weitere Informationen unter: www.rpi-loccum.de/Arbeitsbereiche/Schulseelsorge
 

 

Ansprechpartnerin

Bettina Wittmann-Stasch

Tel.: 05766 81-144
Fax: 05766 81-184

Sekretariat

Ellen Wulf

Tel.: 05766 81-159
Fax: 05766 81-184