Treffpunkt Schule

Vertraut und anders.
Religionspädagogisch-inklusive Wege des Umgangs mit Heterogenität

AKTUELL


Abb.1: Christiaen van Couwenbergh,
Die Gefangennahme des Samson, 1630
Foto: Wikimedia Commons
Bearbeitung: Andreas Mertin

Bilder verbinden und fordern heraus
Was sehen wir, wenn wir christliche Kunst sehen?

Von Andreas Mertin

 

Am Anfang stand vielleicht der Satz von Papst Gregor I. (540-604): „Denn was für die Lesenden die Schrift, das gewährt den Laien, indem sie sehen, das Bild, weil in ihm auch die Unwissenden sehen, was sie befolgen müssen; durch diese lesen diejenigen, die die Schriften nicht verstehen. Darum vor allem nimmt für das Volk das Bild die Stelle des Lesens ein.“1 Bilder, so hat es sich seitdem in unseren Köpfen festgesetzt, sind ein gutes Mittel, auch jene anzusprechen, die zur reinen Textlektüre nicht fähig sind. Ob Gregor der Große mit seiner didaktischen Ingebrauchnahme der Bilder Recht hatte, kann man mit guten Gründen bezweifeln. Bis heute gilt, dass zur Lektüre von Bildern auch ein Wissen über die dargestellten Inhalte notwendig ist. Man sieht zwar nicht nur, was man weiß, aber ohne Wissen sieht man nichts oder eben etwas völlig anderes. 

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PRAXIS


Abb. 2: Bernd Steinkamp, Bremer Stadtmusikanten, Ausschnitt Jesus

„Ich meine erst einmal nichts“
Zum Bild 'Bremer Stadtmusikanten' des Künstlers Bernd Steinkamp

Von Steffen Marklein

 

Medien sind Inszenierungen von Lebens- und Weltkonstruktionen. Sie öffnen Räume einer vertieften Wahrnehmung. Sie können hineinführen in Geschichten, Bilder, Erinnerungen und Träume und so zu eigenen, neuen Erfahrungen mit dem Leben selbst werden. 

Bildende Kunst, die uns vornehmlich durch die Augen anspricht, gehört zu den „klassischen“ medialen Ausdrucksformen. Wenn die Diskussionen um die Wirklichkeit von Bildern nicht nur in den Kunst-, Bild- und Medienwissenschaften, sondern auch in der Philosophie, Geschichtswissenschaft und Theologie weiterhin wachsen, kann dies als Herausforderung verstanden werden, auch im Bereich der Religionspädagogik die Augen offen zu halten.

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Bild: stock.xchng

Formgebungen
Gestaltungskompetenz im Religionsunterricht

Von Silke Leonhard

 

Egal, in welches Kerncurriculum für den Religionsunterricht man auch schaut – ob für die Grundschule, die verschiedenen weiterführenden Schulformen oder für die Berufsbildenden Schulen: Gestaltkompetenz ist dort als Norm eine zentrale Fähigkeit, die es bei Schülerinnen und Schülern zu fördern gilt. Auch zur Professionalität der Religionslehrkräfte gehört sie dazu.

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Bild: stock.xchng

„Bilder sagen mehr als tausend Worte"
Das Bild als Bereicherung des Unterrichts

Von Anke Vogt

 

Wir leben in einer Zeit, in der es unzählige Möglichkeiten der Informationsaufnahme gibt. Bilder spielen dabei eine große Rolle. Alle Medien nutzen die visuellen Wahrnehmungsmöglichkeiten des Adressaten. Neben einer potentiellen Reizüberflutung wird das Bild degradiert zu einem Massenmedium, das den Betrachter zudem auch noch manipulieren kann. Gerade deshalb ist es wichtig, den Blick zu schärfen. Die neuen Curricula in fast allen Fächern geben den neuen Medien einen großen Stellenwert und verlangen die Vermittlung von Methoden der Rezeption und Produktion von Bild und Film. Diese neue Herausforderung sollte angenommen werden als Bereicherung des Unterrichts und den Schülerinnen und Schülern neue Sichtweisen vermitteln.

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REZENSION


Rainer Oberthür: Das Vaterunser. Mit farbigen Illustrationen von Barbara Nascimbeni

 


Gott ist nur ein Gebet weit entfernt – also naheliegend. Dieses Buch nähert sich dem „christlichen Grund-text“ Vaterunser in einer Weise, die nahegeht und Nähe zulässt: Ebenso einfühlsame wie einprägsame Formulierungen, Fragen und Fakten werden unterstützt durch farbenfrohe und fantasievolle Zeichnungen. 
Das Besondere: hier wird das Vaterunser nicht überlagert, sondern überraschend selbst in seiner eigenen Sprache und Bildwelt in Szene gesetzt – fern aller Belehrung oder „(selbst)gerechter“ Sprache. Dadurch bleibt die betende Ansprache des „DU“ durchgängig prägnant, wird Gott selbst geehrt und Jesu eigene Vorstellung vom Beten in den Mittelpunkt gestellt.

Doch kommt der junge Mensch dadurch keineswegs zu kurz: „Du bist ein Mensch und hast viele Fragen“ – so beginnt das Buch. 

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Bildnachweise Themenslider:
Schulseelsorge: stock.xchng
Loccumer Pelikan: Rosel Eckstein / pixelio.de
Reformationsjubiläum 2017: Olaf Schneider / pixelio.de
 

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