Neue Ausstellung im RPI

Fotografien von Arina Dähnick
Vernissage am 23. August, 19:30 Uhr
Jazz mit dem Anja Ritterbusch Trio

Dieses Jahr wieder: Treffpunkt Schule

Hören, Sehen, Glauben – sprachfähig werden!
Religion und fächerverbindender Unterricht

KU-Beratung

Ein Angebot des RPI

Landeswettbewerb 2017/18

Zwischen Individualisierung und der Suche nach Vergewisserung: „Rituale“

AKTUELL


© seier+seier (CC BY)

Reformatorischer Kirchbau der Moderne

Von Stephan Weyer-Menkhoff

 

Schmal und zierlich ragt ein heller Turm empor. Er ist von weitem zu sehen. Durch Bäume und Sträucher verdeckt, breitet sich neben dem Turm ein kantiger, grauer Bau aus. Vermutlich besteht er im Wesentlichen aus Beton. Auf der Seite läuft oben unterhalb des Satteldachs ein Fensterband. Es könnte eine Turnhalle sein, stünde nicht der Turm daneben.

Dass es keine Turnhalle ist, wird erst an der Stirnseite mit dem die gesamte Vertikale ausmessenden Fensterdurchbruch klar, mit dem sich die Kirche zur Straße hin präsentiert. Ist dieses große Fenster zur Straße eine Geste der Einladung oder umgekehrt ein Zeichen der Weltverbundenheit? Doch der Blick wird vom Fenster abgewiesen. Ein lateinisches Kreuz aus Beton gibt das Maßwerk ab, in dessen vier Felder kleinteilige Gläser gesetzt sind. Die Fensterscheiben bleiben undurchsichtig; umso deutlicher erscheint das Betonkreuz dem Blick von der Straße her. Diese undurchsichtige Fensterseite mit dem Kreuz zur Straße hin ist betont. 

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PRAXIS


© Howard County Library System  (CC BY-SA-ND 2.0)

„Allein unter Schweinen ...“ Ein Gottesdienst für Grundschülerinnen und Grundschüler zum Reformationstag

Von Stephan Jacob und Beate Peters

  

Die Reformation mag sich durch ihren komplexen Hintergrund von Grundschülerinnen und -schülern eher mühevoll erschließen lassen. Die Auseinandersetzung mit dem Reformationstag bietet aber die Möglichkeit, Grundideen der Reformation aufzugreifen und fokussiert zu thematisieren. Dabei muss nicht die Abgrenzung der beiden Kirchen voneinander im Vordergrund stehen, sondern ein theologisch-inhaltlicher Aspekt der Reformation kann genutzt werden, der für beide Konfessionen bedeutsam ist. Nicht allein die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre von 1999 [1] macht deutlich: Ein wesentlicher Unterschied des jeweiligen konfessionellen Verständnisses ist weiterhin das Amtsverständnis, das sich z. B. in der Rolle der Priester und in der Abendmahlspraxis ausdrückt. Die theologische Frage nach der Rechtfertigung kann dagegen heute innerhalb beider Konfessionen mit Luthers Leitgedanken beantwortet werden.

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© Robert Babiak  / pixelio.de

Das Pippi-Langstrumpf-Evangelium
Eine überfällige theologische Hermeneutik des Kinderbuchklassikers und ihre Didaktisierung in der Oberstufe

Von Rainer Merkel

  

Wer dem Religiösen in Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker Pippi Langstrumpf nachgeht, kann eine bemerkenswerte, völlig unerwartete Entdeckung machen. Dass das Buch als Vorreiter der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur eine implizit religiöse Tiefenstruktur hat, ist nicht sonderlich überraschend. Bei genauerer Betrachtung weist die Erlöserfigur Pippi Langstrumpf darüber hinaus aber weit reichende, eigentlich überdeutliche Jesus-Parallelen auf. Die christliche Tradition ist daher ein überaus fruchtbarer hermeneutischer Schlüssel. Das ist insofern erstaunlich, als das Werk breit erforscht ist, christlich-religiöse Deutungsansätze bisher kaum eine Rolle spielen und Astrid Lindgren nachweisbar nicht im Sinne hatte, ein Jesus-Abbild zu erschaffen. Pippi Langstrumpf entpuppt sich somit als einzigartiger religionsphänomenologischer Glücksfall.

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 © Nisha A (CC BY)

Vom heilvollen Klagen und Halt-Finden im Loslassen – Drei seelsorgerliche Impulse für den Religionsunterricht

Von René Herbig

 

"Kann ich meine Klage einmal vorlesen?“ – Diese Frage ließ einen in mehrfacher Hinsicht erstaunen. Zum einen war die „Klagemauer“, in die aufgeschriebene Klagen und Aufschreie gesteckt werden konnten, nur ein Teil mehrerer „Haltestellen“, an denen sich die Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage biblischer Erzählungen mit Aspekten des eigenen Lebens auseinandersetzen sollten – und an dieser Stelle war auch kein Vorlesen dieser eher persönlichen Inhalte geplant. Zum anderen handelte es sich beim Fragesteller um einen eher zurückhaltenden Schüler, der sonst zumeist vorsichtig agierte und daher eine Partizipation am Unterrichtsgeschehen in dieser Form nicht zu erwarten war. Erstaunlich dann auch der Inhalt seiner Klage: Ihm mache die Atmosphäre in der Klasse zu schaffen und er fühle sich ausgegrenzt. Schweigen in der Klasse, Betroffenheit.

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REZENSION


   

Uta Pohl-Patalong et al.: Konfessioneller Religionsunterricht in religiöser Vielfalt, Eine empirische Studie zum evangelischen Religionsunterricht in Schleswig-Holstein, Stuttgart 2016, 341 Seiten, 26,99 Euro

  

Wie geht es dem Religionsunterricht, wie den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern mit ihrem Unterricht in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen? Dazu sind im vergangenen Jahr zwei empirische Studien mit unterschiedlichen Akzentsetzungen veröffentlicht worden.
Die sowohl qualitativ als auch quantitativ angelegte Studie „Religiöse Vielfalt im konfessionellen Religionsunterricht“ (ReVikoR) basiert auf der Forschungsfrage, wie mit religiöser Heterogenität im konfessionellen Religionsunterricht im Flächenland Schleswig-Holstein umgegangen wird. Die Motivation des Kooperationsprojekts der Nordkirche, dem Theologischen Institut der Universität Flensburg und der Theologischen Fakultät Kiel liegt darin, die Erfahrungen von Unterrichtenden und Schülerinnen und Schülern – Eltern wurden nicht in den Blick genommen – systematisch zu erheben, um bei künftigen Entscheidungen über mögliche Veränderungen des Religionsunterrichts in Schleswig-Holstein über eine solide Wissensbasis aus religionspädagogischer Praxis zu verfügen.

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LOCCUMER PELIKAN 3/17

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