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Landeswettbewerb 2017/18

Zwischen Individualisierung und der Suche nach Vergewisserung: „Rituale“

Diakoniepraktikum

Ein Angebot für Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler

Impulsbilder

für den Religionsunterricht und die Konfirmandenarbeit

AKTUELL


Julius Schnorr von Carolsfeld, Isaaks Opferung

Exegese und Hermeneutik des Alten Testaments

Von Melanie Köhlmoos

 

Einleitung

Das vielgelesene „Jahrbuch für Biblische Theologie“ stand 2011 unter der Überschrift „Wie biblisch ist die Theologie?“. Von Seiten aller theologischen Disziplinen wurde gefragt, wie sich die historische Bibelwissenschaft, ihre systematisch-theologische Reflexion und ihre praktisch-theologische Anwendung zueinander verhalten. Im Ganzen ist das Ergebnis ziemlich ernüchternd: Die Theologie scheint den Bezug zur Bibel mehr und mehr verloren zu haben, die Exegese scheint sich um eine theologische Anschlussfähigkeit ihrer Forschung nicht recht zu kümmern. Was Ursache ist und was Wirkung, bleibt offen. Die Tendenz scheint aber dahin zu gehen, dass es vor allem die Exegese ist, die sich in der historischen Entstehungsforschung einrichtet, aber wenig über ihren Tellerrand hinausschaut. Ob das in dieser Pauschalität zutrifft, will und kann ich nicht entscheiden. 

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PRAXIS


© Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

„… geheiligt werde dein Name“
Ein Unterrichtsbeispiel zur ersten Bitte des Vaterunser für das 3./4. Schuljahr

Von Anna-Maria Klassen

 

Der Kontext der Unterrichtsstunde

Das Vaterunser – ein Text, mit dem die Botschaft Jesu im Kern ausgesagt ist, der zum Zentrum der christlichen Überlieferung und Glaubenspraxis gehört und der Christenmenschen aller Zeiten, aller Konfessionen und jeden Ortes miteinander verbindet. Wenn sie nicht wissen, was sie beten sollen, so können sie diese Worte gebrauchen. Aber wissen sie, was sie da beten? „Was ist das?“, fragen die Lehrer der Kirche. „Was ist das?“, fragt auch die Unterrichtseinheit Mit Gott reden – Das Vaterunser (3./4. Schuljahrgang), in deren Kontext die vorgestellte Stunde steht. In der Einheit wird die Besonderheit der christlichen Rede zu Gott erarbeitet, indem der nicht immer leicht verständliche Text des Vaterunser gedeutet wird. 

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© stock.xchng

Meine Realität oder deine Realität?
Wie nehmen Menschen mit Wahrnehmungsstörungen ihre Umwelt wahr? Annäherungen: ein „Wahrnehmungsparcours“ für Schülerinnen und Schüler

Von Birte Hagestedt und Mira Schülting

  

„So!“ – Freudestrahlend präsentiert Johanna (6 Jahre) das Legebild aus verschiedenen einfarbigen Würfeln, das sie grade zusammengesetzt hat. Sie legt die Würfel direkt auf eine zweidimensionale Vorlage in gleichem Maßstab. Und trotzdem: das Muster aus zwei Farben, die sich jeweils diagonal gegenüber liegen, hat sie nicht wiedergegeben. Ihr Bild nimmt die diagonale Struktur auf, doch sie verwendet noch einen Würfel einer weiteren Farbe. Ähnliche Ergebnisse zeigen sich auch bei Aufgaben, die nicht voraussetzen, dass sie zwei unterschiedliche Merkmale gleichzeitig berücksichtigen muss. Sind ihre Fähigkeiten, Farben zu sehen, eingeschränkt, oder spielt das Merkmal der Farbe in ihrer Wahrnehmung der Würfel (noch) eine untergeordnete Rolle? Wieso erscheinen Vorlage und Legebild ihr „gleich“?

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© stock.xchng

Mit Schülerinnen und Schülern der Sek II von der (Un-)Verfügbarkeit Gottes sprechen

Von Kirsten Rabe

  

„Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen;
aber nun hat mein Auge dich gesehen“ (Hiob 42,5)

 
Vorüberlegungen

Mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II über die Gottesfrage zu sprechen, setzt voraus, dass sie sich einlassen auf etwas, das von dem einen als zu privat, von der anderen als Fremderfahrung, von einem dritten als ganz vertraut empfunden werden kann. Hinzu kommt, dass alles menschliche Reden von Gott (R. Bultmann) ein subjektives ist, das nur aus der Gott-Mensch-Beziehung heraus verstanden werden kann und will. Damit gibt sich der Unterrichtsgegenstand selbst letztlich in unterschiedlicher Hinsicht gleichermaßen verfügbar wie unverfügbar.

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REZENSION


   

Matthias Günther: Rock ‘n‘ Religion. Populäre Musik und biblische Texte im Religionsunterricht, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-525-77015-3, 60 Seiten, 20,00 Euro
  

Schon immer haben sich Christen überlegen müssen, in welchen Ausdrucksgestalten Bibel für die Gegenwart verständlich wird. Zur aktuellen Lernsituation des Religionsunterrichts gehören mehr denn je die Überlegungen, von wo her Jugendliche überhaupt auf Religion, religiöse Tradition und erst recht auf die Bibel zugehen können. Bei Jugendlichen spielt Musik eine große Rolle – als Begleitung, als Gegenwelt, zur Selbstgestaltung. Konkret: Rock- und Popkultur, die von Jugendlichen gehört, gesummt, gespielt, gehämmert wird, enthält nicht nur religiöse Motive, sondern ganz konkret biblische Bezüge.

Die Arbeitshilfe „Rock ‘n‘ Religion“ nimmt diese Herausforderungen auf – als Motto für einen an musikalischer Jugendkultur orientierten Religionsunterricht der Sekundarstufe II an allgemeinbildenden und berufsbildenden Gymnasien. 
 

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Themenheft:
Gottes Wort und Menschenrede

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