#Religramme – Gesichter der Religionen

29.09.2016 - 20.10.2016 in Loccum (Kloster)

Themenportal „Menschen auf der Flucht“

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Podcast

Vorträge aus dem RPI

Aktuelle Ausstellung im RPI

Gib der Flucht ein Gesicht

AKTUELL


© Dien Gillard (CC BY 2.0) 

Musik und Religion – ein didaktisches Traumpaar

Von Peter Bubmann

  

Leicht lässt sich mit Martin Luther („Ich gebe der Musik den ersten Platz nach der Theologie“) ein Loblied auf die Musik anstimmen: Sie ist ein exzellentes Medium der Bildung christlicher Religion, Religiosität und christlicher Lebenskunst. Sie muss nicht – wie bei Luther – erst nach der Theologie kommen, sie kommt vielmehr – entwicklungsgeschichtlich gesehen – häufig vor dem theologischen Denken, ja regt dieses erst an. Und: Sie gehört damit notwendig zu den Vollzügen religiöser Bildung dazu. Allerdings ist gerade in pädagogischen Kontexten auch kritisch danach zu fragen, ob der didaktische Einsatz von Musik nicht auch Risiken und Nebenwirkungen mit sich führt.

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PRAXIS


 © Freedom House (PD 1.0)

Flucht und Zuflucht
Eine Unterrichtsreihe für die Sekundarstufe I

von Imke Heidemann und Joana Hieret

 

Nach der anfangs überschwänglichen Willkommenskultur dominiert in den Medien momentan eine problemorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und Zuflucht. Meldungen über Kriminaldelikte von Flüchtlingen, Ängste, Konflikte und die Frage nach deren finanziell möglichst wenig belastenden Lösungen prägen die mediale Debatte. Umso wichtiger ist es, den empathischen Blick auf die persönlichen Schicksale der Menschen, die ihre Heimat hinter sich lassen mussten, sowie auf das weiterhin geleistete Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher nicht zu verlieren. So benennt bzw. fordert der Rat der EKD in seiner Stellungnahme zur Situation von Flüchtlingen vom 22.1. 2016 ebendies:

„Die enormen Anstrengungen bei der Aufnahme von Flüchtlingen, die bereits geleistet wurden, sind Ausdruck einer Gesellschaft, deren Werte in ihren Wurzeln tief in der christlichen Tradition verankert sind.

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© Rosel Eckstein / pixelio.de 

Nie mehr Wolkengucken mit Opa?
Mit Kindern mithilfe eines Bilderbuchs über Tod und Trauer sprechen

Von Beate Peters

 

Wenn man Kindern im Grundschulalter die Möglichkeit gibt, Gedanken und Fragen zum Tod auszudrücken, führt dies in der Regel zu lebhaften, anregungsreichen Gesprächen. Deutlich wird: Die Frage nach dem Tod beschäftigt sie, egal, ob ihnen Erwachsene als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Unumwunden kommen häufig Vorstellungen, Fragen, Ängste und Hoffnungen zum Ausdruck. Für den Religionsunterricht ist es eine große Chance, dem Interesse vieler Kinder nachzukommen und das Thema „Tod“ mitten ins Leben zu holen, indem es Raum und damit eine wichtige Bedeutung bekommt. Wenn es gelingt, das Thema so selbstverständlich wie andere Themen einzuspielen, wird dadurch eine gute Grundlage für mögliche Ernstfälle in Familie oder Schule geschaffen. Wenn Kinder wahrnehmen, dass wichtige Lebensfragen nicht ausgeklammert oder gar tabuisiert werden, können sie lernen, den Tod mitten im Leben wahr- und anzunehmen und sich dabei tröstliche Aspekte ins Bewusstsein zu rücken.

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 © Ian Muttoo (CC BY-SA)

Kirche(n) in Bewegung
Reformationstag und Allerheiligen in einem katholischen Gymnasium

Von Sr. Raphaela Gentemann und Kathrin Stoebe

 

Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum in Hildesheim hat sich entschlossen, die beiden kirchlichen Feiertage „Reformation“ und „Allerheiligen“ gemeinsam zu gestalten.

Die Schüler sollen an einem dieser Tage die Chance erhalten, sich mit dem Lebensbild bzw. der Lebensleistung von Christen in aller Welt zu beschäftigen. Diese Horizonterweiterung kann zu der Einsicht führen, dass die weltweite Kirche eine ständige Erneuerung und Gestaltung braucht, die immer wieder von Menschen in Gang gesetzt wurde und wird.
Unter dem Thema „Kirchen(n) in Bewegung“ beginnt der Vormittag mit zwei ökumenischen Gottesdiensten, die auf die jeweilige Altersstruktur der Schüler abgestimmt sind und von diesen auch mit vorbereitet werden sollten.
Am darauf folgenden Vormittag findet ein Projektunterricht im Klassenverband statt. Die einzelnen Klassen können aus einem ausgearbeiteten Pool eine Thematik bzw. einen Referenten auswählen.

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REZENSION


 

Harmjan Dam, Selçuk Dog ruer, Susanna Faust-Kallenberg: Begegnung von Christen und Muslimen in der Schule
Eine Arbeitshilfe für gemeinsames Feiern
Göttingen 2016, 112 Seiten, 20,00 Euro.

 

Um es gleich vorweg zu sagen: Die drei Autoren, eine Christin, ein Christ und ein Muslim, haben die Zeichen der Zeit erkannt. Ihre Tätigkeit als Pfarrer, Pfarrerin und Imam und zugleich ihre professionelle Beschäftigung mit interreligiösen Fragen schlägt sich in Struktur und Inhalt des Büchleins nieder.

Schade, dass der Untertitel das Buch als „Arbeitshilfe für gemeinsames Feiern“ ausweist – denn das betrifft nur die beiden letzten der insgesamt sechs Kapitel. Das Buch leistet nämlich mehr als „nur“ eine Arbeitshilfe zu sein. Und es geht vor allem um sehr viel mehr als um die Gestaltung gemeinsamer religiöser Feiern.

Im Eingangskapitel machen die Autoren klar, wovon sie ausgehen: nämlich von Schule als Lebensraum, von der Ambivalenz des Fremden und von der Aufgabe der staatlichen Schule Integration aktiv zu befördern, auch in religiöser Hinsicht. „Die Schule ist keine ‚religionsfreie Zone’“ (Seite 11). Aus diesem Faktum – und dem Bildungsauftrag der Schule – erwächst die Aufgabe, Fremdes und Eigenes wahrzunehmen und in ein produktives Verhältnis zu setzen.

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Bildnachweise Themenslider: Loccumer Pelikan (groß): © Rosel Eckstein / pixelio.de | Schulseelsorge: © stck.xchng | Podcast: © Philip Kromer (CC BY-SA) | Mit Kunst unterrichten: © Marco Görlich/ PIXELIO | Bibliothek, Online-Vorträge: © Dietmar Peter | Impulsbilder: © Dietmar Peter | Lernwerkstatt: © Beate Peters |  Reformationsjubiläum groß: © Arkodeb (CC BY-SA 2.0); Reformationsjubiläum klein: © Olaf Schneider / PIXELIO | Passion und Ostern: © uschi dreiucker / PIXELIO | Bildungsforum: © Cha già José  (CC BY-SA-NC) | Erklärung: © Jon S (CC BY)| Vorträge: ©  Sascha Kohlmann (CC BY-SA) |  Konfessionelle Kooperation: © Tim Reckmann  / pixelio.de |  Konfessionelle Kooperation groß: © S. Hofschlaeger / pixelio.de |  Schulgottesdienste groß: © digital cat (CC BY)  | Studium für das Lehramt Evangelische Religion: © Universität Salzburg (CC BY) | Stellenanzeige: © Willi Heidelbach (CC BY) |Diakoniepraktika | Diakoniepraktika © Boudewijn Berends (CC BY)| Weihnachten © Groman123 (CC BY-SA) | Neuerscheinung: © Horia Varlan (CC BY)  | Themanportal: Menschen auf der Flucht © ResoluteSupportMedia (CC BY 2.0)  | Materialpool: © PROallispossible.org.uk (CC BY 2.0)
 

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AUSSTELLUNG

 © Patrice Kunte

"Gesichter der Religionen" vom 29.09. bis 20.10.2016 in Loccum 

Informationen zur Ausstellung