Landeswettbewerb 2017/18

Zwischen Individualisierung und der Suche nach Vergewisserung: „Rituale“

Menschen auf der Flucht

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Abiturpreis 2017

Anmeldung 8. Mai bis 2. Juni 2017

AKTUELL


© Blavou - Wedding Photography (CC BY 2.0)

Die Segnung von Paaren in eingetragener Lebenspartnerschaft in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

Von Arend de Vries

  

Im Herbst 2014 wurde in der Landeskirche eine Handreichung mit Materialien für einen Gottesdienst zur „Segnung von Paaren in eingetragener Lebenspartnerschaft“ veröffentlicht. Mit dieser Veröffentlichung, die vom Bischofsrat in Abstimmung mit dem Landeskirchenamt herausgegeben wurde, war implizit die Einführung solcher Segnungsgottesdienste in der Landeskirche verbunden. Dieser Schritt wurde von der Landessynode begrüßt.

Der Weg hin zu dieser Form eines Segnungsgottesdienstes war ein langer Weg. Und dieser Weg ist eng verbunden mit der gesamtgesellschaftlichen Bewertung von gleichgeschlechtlicher Liebe einerseits und dem kirchlichen Umgang mit dieser Lebensform andererseits. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass sich zwar in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts gesellschaftlich ein zunehmend liberalerer Umgang mit Homosexualität entwickelte, die staatliche Gesetzgebung dem aber deutlich hinterher hinkte. Erst 1994 wurde der berüchtigte § 175 des Strafgesetzbuches abgeschafft, der gleichgeschlechtliche Beziehungen von Männern unter Strafe stellte.

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PRAXIS


 © Metro Centric (CC BY)

Das Hohelied
Ein Projekt für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden

Von Martin Wenzel

 

Die Liebeslyrik des Hohelieds regt seit jeher nicht nur die künstlerische Fantasie, sondern auch die theologische Kreativität an. Dies gilt zum einen für das Judentum, in dem das Hohelied auf die Liebe Gottes zu seinem Volk gedeutet und als Festrolle am Pessachfest gelesen wird.1 Zum anderen entstanden im Christentum insbesondere in der Alten Kirche und im Mittelalter vielfältige Auslegungen dieses Buches, in denen die Seele, Christus, die Kirche oder Maria ins Spiel und in den Text kamen.2 Von diesen allegorischen Interpretationen versuchte sich Martin Luther bewusst abzugrenzen und verstand das Hohelied als ein politisches Buch, in dem König Salomo ein Loblied auf seine eigene, durch Frieden gesegnete Regierung singt.3 War Luthers Interpretation nur eine geringe Rezeption beschieden, so fand dann in der Neuzeit eine grundlegende Veränderung des Verständnisses statt, demzufolge im Hohelied nicht von der göttlichen, sondern von der menschlichen Liebe die Rede sei.

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© Angelina Ströbel  / pixelio.de 

Nichts – Was im Leben wichtig ist
Interpretation und Unterrichtsideen für die Sek I

Von Melanie Beiner

  

Was provoziert mehr? Ein Siebtklässler, der in einem Pflaumenbaum sitzt, “Nichts bedeutet irgendetwas” ruft und die Mitschülerinnen und Mitschüler auslacht, weil sie noch etwas werden wollen? Oder eine 7. Klasse, die sich das nicht gefallen lässt und immer härtere Maßnahmen ergreift, um Dinge zusammenzutragen, die für sie eine Bedeutung haben?

Kaum ein Jugendbuch hat in jüngster Zeit jedenfalls so viel Kritik und die Frage nach der pädagogischen Eignung ausgelöst wie Janne Tellers “Nichts. Was im Leben wichtig ist”. Dabei stößt das Buch bei Jugendlichen überwiegend auf positive Resonanz, während sich Erwachsene, gerade auch Pädagoginnen und Pädagogen kritisch geäußert haben und das Buch für den Unterricht verbieten wollten.

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Der heilige Augustinus und der Teufel. Ölgemälde von Michael Pacher 1471-1475 

„Bilder sagen mehr als tausend Worte"
Das Bild als Bereicherung des Unterrichts

Von Anke Vogt

  

Wir leben in einer Zeit, in der es unzählige Möglichkeiten der Informationsaufnahme gibt. Bilder spielen dabei eine große Rolle. Alle Medien nutzen die visuellen Wahrnehmungsmöglichkeiten des Adressaten. Neben einer potentiellen Reizüberflutung wird das Bild degradiert zu einem Massenmedium, das den Betrachter zudem auch noch manipulieren kann. Gerade deshalb ist es wichtig, den Blick zu schärfen. Die neuen Curricula in fast allen Fächern geben den neuen Medien einen großen Stellenwert und verlangen die Vermittlung von Methoden der Rezeption und Produktion von Bild und Film. Diese neue Herausforderung sollte angenommen werden als Bereicherung des Unterrichts und den Schülerinnen und Schülern neue Sichtweisen vermitteln.

Aus langjähriger Erfahrung im Kunstunterricht kann ich bestätigen, dass die Wirkung von Bildern oft erstaunliche Einsichten vermittelt. Doch wie können Schülerinnen und Schüler Zugang finden zu diesen visuellen Texten? Die Annahme, dass Bilder von jedem in gleicher Weise verstanden werden, kann schnell widerlegt werden, wenn diese versprachlicht werden sollen.

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REZENSION


 

Kirsten Boie
Bestimmt wird alles gut
mit Illustrationen von Jan Birk
Klett Kinderbuch, Leipzig 2. Aufl. 2016
ISBN 9783954701346, 48 Seiten, 9,95 Euro
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  

Kirsten Boie erzählt in diesem Kinderbuch die authentische Geschichte von Rahaf und Hassan, zwei syrischen Kindern, die sie in Deutschland kennen gelernt und befragt hat. Das Buch bietet den Text in deutsch und arabisch an und ermöglicht dadurch, dass Kinder und Erwachsene aus beiden Sprachräumen das Buch gemeinsam lesen und zusammen in die Geschichte der syrischen Familie eintauchen können.

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