Landeswettbewerb 2017/18

Zwischen Individualisierung und der Suche nach Vergewisserung: „Rituale“

Diakoniepraktikum

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AKTUELL


© Pfarrei St. Bonifatius Berlin (CC BY 2.0)

Gottes Menschenwort

Von Eckart Reinmuth

 

Unterscheiden können

Im wohl ältesten Text des Neuen Testaments schreibt Paulus seinen Adressaten, dass sie seine mündliche Verkündigung nicht als Wort menschlicher Erfindung empfangen, sondern es als Gotteswort angenommen hätten (1Thess 2,13). Mit dieser Unterscheidung setzt sich der reisende Missionar von der konkurrierenden Praxis öffentlich agierender Philosophen und Lehrer ab. Er versteht seine Predigt nicht als „Menschenwort“ in dem Sinne, dass sie vielleicht aufgrund ihrer ausgefeilten Rhetorik überzeugt hätte. Warum überhaupt diese Unterscheidung? Ihr geht es nicht um eine gleichsam gegenständliche Unterscheidbarkeit von Gottes- oder Menschenwort – dann wäre der Differenzierungsversuch des Paulus überflüssig. Es geht vielmehr darum, angesichts der offenkundigen Möglichkeit, Gottes- und Menschenwort zu verwechseln, die eindeutige Urheberschaft dessen, was Paulus den Adressaten gesagt hatte, hervorzuheben. Das Neue Testament lässt von Beginn an erkennen, dass das Wort Gottes sich in mündlicher Kommunikation ereignet, und es kalkuliert die Möglichkeit ein, dass das Gottes- mit dem Menschenwort verwechselt werden kann.

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PRAXIS


© twinlili  / pixelio.de

Von Sprachereignissen und ihren Wirkungen

Von Oliver Friedrich

  

Predigt zu 2. Petrus 1,16-18
Predigttext am letzten Sonntag nach Epiphanias

Wir haben uns keineswegs auf geschickt erfundene Märchen gestützt, als wir euch ankündigten, dass Jesus Christus, unser Herr, wiederkommen wird, ausgestattet mit Macht. Vielmehr haben wir ihn mit eigenen Augen in der hohen Würde gesehen, in der er künftig offenbar werden soll. Denn er empfing von Gott, seinem Vater, Ehre und Herrlichkeit – damals, als Gott, der die höchste Macht hat, das Wort an ihn ergehen ließ: „Dies ist mein Sohn, ihm gilt meine Liebe, ihn habe ich erwählt.“ Als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren, haben wir diese Stimme vom Himmel gehört.
2. Petrus 1,16-18; Gute Nachricht

Liebe Gemeinde!

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© murdelta (CC BY 2.0)

Mein Gott – dein Gott – unser Gott?
Wie sollen wir anderen Religionen in der Kita begegnen?
Ideen für eine religionspädagogische Teamsitzung in der Kita

Von Frauke Lange

  

Aus dem Alltag erzählt

Während einer Andacht im Kindergarten soll mit den Kindern gebetet werden. Die Pastorin leitet das Gebet ein und bittet die Kinder, still zu werden. Die Kinder hören nach und nach auf zu sprechen und viele falten die Hände. Ein kleiner muslimischer Junge, der neu im Kindergarten ist, weiß nicht so recht, was er tun soll. Also verschränkt er die Arme unter den Achseln. Die Erzieherin in der Gruppe sieht das und zeigt ihm ganz spontan, was er tun soll: die Hände falten.

Doch bevor die Pastorin mit dem Gebet beginnen kann, steht ein älteres muslimisches Mädchen auf und sagt zu dem Jungen: „Du bist Moslem. Du musst die Hände so halten.“ 

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© Rosel Eckstein / pixelio.de 

Faszination Apokalypse.
Oder: Wie bringe ich die Katastrophe mit dem Reich Gottes zusammen?
Unterrichtsideen für die Sekundarstufe II

Von Kirsten Rabe

  

Die Apokalypse fasziniert

Gewaltige und eindrucksvolle Bilder vom drohenden Weltuntergang, Katastrophenszenarien, „Mitleid und Furcht“, wie sie einst Lessing für die Tragödie konstatierte – in sicherem medialen Abstand, vom Zuschauerraum aus.

Der Grund für den drohenden Weltuntergang: letztlich der Mensch. Die große Hoffnung: der Held, der diese Welt rettet, nach allem erfahrenen Unrecht die Gerechtigkeit wiederherstellt und die Menschheit gebrandmarkt, aber geläutert aus den apokalyptischen Szenarien wiederaufstehen lässt. Die Rollen von Gut und Böse sind für gewöhnlich klar definiert. Und von vornherein steht fest: Auch der Gute verstrickt sich in Schuld, auch ein Guter kann und wird die Katastrophe nicht überleben. Die gerechte Sache fordert Opfer.

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REZENSION


   

Matthias Günther: Rock ‘n‘ Religion. Populäre Musik und biblische Texte im Religionsunterricht, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-525-77015-3, 60 Seiten, 20,00 Euro
  

Schon immer haben sich Christen überlegen müssen, in welchen Ausdrucksgestalten Bibel für die Gegenwart verständlich wird. Zur aktuellen Lernsituation des Religionsunterrichts gehören mehr denn je die Überlegungen, von wo her Jugendliche überhaupt auf Religion, religiöse Tradition und erst recht auf die Bibel zugehen können. Bei Jugendlichen spielt Musik eine große Rolle – als Begleitung, als Gegenwelt, zur Selbstgestaltung. Konkret: Rock- und Popkultur, die von Jugendlichen gehört, gesummt, gespielt, gehämmert wird, enthält nicht nur religiöse Motive, sondern ganz konkret biblische Bezüge.

Die Arbeitshilfe „Rock ‘n‘ Religion“ nimmt diese Herausforderungen auf – als Motto für einen an musikalischer Jugendkultur orientierten Religionsunterricht der Sekundarstufe II an allgemeinbildenden und berufsbildenden Gymnasien. 
 

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Themenheft:
Gottes Wort und Menschenrede

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