Rituale im Religionsunterricht

Neue Ausstellung in der RPI-Lernwerkstatt

AKTUELL


Foto: Margot Kessler  / pixelio.de 

Menschenwürde und digitale Kommunikation

Von Roland Rosenstock

  

Das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen hat sich durch digitale Innovationen nachhaltig verändert. Ihre Welt ist von medialen Erfahrungen durchdrungen. In Anlehnung an den Bremer Kommunikations- und Medienwissenschaftler Friedrich Krotz wird bereits von einer „Mediatisierung der Alltagskultur“ gesprochen. Auch wenn bis vor kurzem soziale Vernetzung noch nicht auf digitale Medien angewiesen war, bieten technische Möglichkeiten heute den Ausgleich für die Ausrichtung der Städte auf die Massenmotorisierung einer hochentwickelten Industriegesellschaft, die nur noch enge Grenzen einer abenteuerarmen Spielplatzkultur zulässt und die weiter schreitende Unterjüngung einer Gesellschaft, in der Kinder und Jugendliche ihresgleichen zuverlässiger auf online-basierenden Spieleplattformen finden können als in der eigenen Nachbarschaft.

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PRAXIS


 Foto: Petra Bork  / pixelio.de

Aus der Vergangenheit Gegenwart und Zukunft gestalten
Drei gute Gründe für die Erstellung einer Arbeitshilfe zum jüdischen Friedhof
Interpretation und Unterrichtsideen für die Sek I

Von Susanne Bürig-Heinze

 

Der jüdische Friedhof in Burgdorf liegt zwar am Rande der Innenstadt, er ist aber so versteckt, dass kaum jemand auf ihn aufmerksam wird. Fragt man in einer Klasse, wer ihn kennt, melden sich oft nur zwei oder drei Schülerinnen und Schüler. So gibt es immer ein Staunen und neugieriges Fragen, wenn ich diesen besonderen Ort im Unterricht aufsuche.

Obwohl jüdische Friedhöfe in erster Linie Orte des Erinnerns der jüdischen Gemeinden sind, bieten sie viele Anregungen für den Unterricht: Die Grabsteine beinhalten Hinweise und Symbole, die über jüdische Traditionen Auskunft geben und Anlass sind, nach dem jüdischen Leben in der eigenen Stadt und dem Verhältnis zu den christlichen Gemeinden zu fragen. Zudem lassen sich anhand der Entstehungsgeschichte unterschiedliche Phasen der jüdischen Gemeinde vor Ort rekonstruieren und auf die gesamtdeutsche Entwicklung beziehen.

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Foto: Albrecht E. Arnold  / pixelio.de

Auf einem Bein kann man nicht stehen! Diakonisches Lernen durch Praxiserfahrung und Unterricht.
Ausschnitte einer Unterrichtseinheit für die Sekundarstufe II

Von Rainer Merkel

 

Diakonisches Lernen ist en vogue, und allmählich bricht sich auch die Einsicht Bahn, dass Schülerinnen und Schüler (im Folgenden SuS) dazu Erfahrungen aus der Praxis brauchen. Drei Gründe machen das allerdings schwierig: Erstens fehlen entsprechende Handlungsroutinen, zweitens ist der Lernerfolg im Sinne religiöser Kompetenzförderung schwer bestimmbar und drittens herrscht Unklarheit darüber, wie die Praxiserfahrungen didaktisch fruchtbar gemacht werden sollen.

Sofort und völlig zu Recht mag man gegen diese Vorbehalte einwenden, dass diakonische Praktikumserfahrungen einen hohen Eigenwert besitzen und nicht unterrichtlich verzweckt werden dürfen, dass von der Erfahrung des Helfens die SuS persönlich profitieren und dass erwiesenermaßen nachhaltige Bildungsprozesse durch sie ausgelöst werden.

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 Bild:S. Hofschlaeger  / pixelio.de

„Gute Fahrt!“ Ein Gottesdienst zur Einschulung

Von Cornelia Lüders

 

Besondere Einschnitte im Leben erfordern besondere Rituale, die den Übergang erleichtern und brückenhafte Funktion haben. Ein großer Einschnitt stellt der Schuleintritt dar. Ein Schulanfangsgottesdienst holt die „Kindergartenkinder“ ab und ist gleichzeitig der offizielle Beginn ihrer Zeit als Schulkinder. Er heißt die Kinder willkommen und sagt: „Schön, dass ihr da seid!“ Aufregung, Trauer, Freude, Leere, Glück – all diese widersprüchlichen Gefühle sollten in einem Schulanfangsgottesdienst berücksichtigt werden. Vorsichtiges und Sensibles, Kraftvolles und Nachdenkliches, aber dennoch auch Fröhliches sollten diesen Gottesdienst deshalb ausmachen. Methodische Vielfalt spielt dabei eine große Rolle. Bewegung nimmt die Angst und macht freier.

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REZENSION


Matthias Günther: Der Tod ist eine Tür. Seelsorge mit trauernden jungen Menschen

 

 

Matthias Günther beantwortet in seinem neuen Seelsorge-Buch die drängende Frage von vielen Lehrerinnen und Lehrerin oder Mitarbeitenden in der Konfirmanden- und Jugendarbeit: Wie kann seelsorgliche Trauerarbeit unter den besonderen Herausforderungen des Jugendalters gelingen? Er knüpft dabei an seine grundlegenden Überlegungen zur „Seelsorge mit jungen Menschen“ (Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen 2009) an und bietet auch diesmal einen kurzen theoretischen Einblick und vor allem praktische Anregungen für die Arbeit mit Jugendlichen in Schule und Gemeinde, angereichert mit zusätzlichen Beispielen aus der Praxis von Schulpastor Peter Noß-Kolbe und Superintendentin Jutta Rühlemann.

Matthias Günther legt seine entwicklungs-psychologischen und theologisch-seelsorgerlichen Fundamente in einer knappen Einleitung offen und erläutert darin zugleich die Gliederung des Buches: Im ersten Teil fragt Günther nach den Trauerprozessen von Jugendlichen aus verschiedenen Perspektiven: psychologisch, empirisch, jugendtheologisch und seelsorgerlich. Günther entfaltet dabei übersichtlich und anschaulich unterschiedliche Antworten auf die Frage, was Trauer psychologisch betrachtet ist und wie Trauerprozesse in unterschiedlichen Altersstufen bei Kindern und Jugendlichen ablaufen. 

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Bildnachweise Themenslider:
Schulseelsorge: stock.xchng
Loccumer Pelikan: Rosel Eckstein / pixelio.de
Reformationsjubiläum 2017: Olaf Schneider / pixelio.de
 

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