Landeswettbewerb 2017/18

Zwischen Individualisierung und der Suche nach Vergewisserung: „Rituale“

Reformationsjubiläum 2017

Materialien für Schule und Gemeinde

Impulsbilder

für den Unterricht

Menschen auf der Flucht

Informationen, Unterrichtsbausteine, Videos, Adressen

AKTUELL


© stock.xchng

Selbstvergewisserung ermöglichen?! Virtuelle Bestattungs- und Gedenkräume

Von Ilona Nord und Swantje Luthe

 

Virtuelle Bestattungs- und Gedenkräume verbreiten sich mit der Entwicklung computergestützter Kommunikationen seit Anfang der 1990er Jahre über den gesamten Globus und sie sind von nahezu allen Orten der Erde immer schneller und einfacher zugänglich. Während viele medienaffine Menschen diese Kommunikationsräume für ihre Abschiede nutzen, werden sie von anderen abgelehnt. Virtuelle Realitäten und „die Realität“ des Todes, des Abschieds sowie der Trauer scheinen konträr zueinander zu liegen. Während erstere sich dadurch auszeichnen, dass sie immer mehr und immer weiterreichende Möglichkeiten für die menschliche Kommunikation in Aussicht stellen, sind es Sterben und Tod, die ihre Grenzen, sogar ihr Ende einschärfen.

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PRAXIS


Kloster Loccum, Kreuzgang © Barbara Kruhöffer

Spuren von Alter Kirche und Reformation im Kloster Loccum

Von Gerald Kruhöffer mit einer Einführung von Beate Peters

 

Kirchenbauten aus dem Mittelalter, die inzwischen evangelische Gemeinden beherbergen, erzählen durch die Architektur von ihren Anfängen in der Zeit vor der Reformation. Kultgegenstände, Teile der Innenausstattung und Kunstwerke, die von der katholischen Tradition zeugten, wurden häufig im Zuge der Reformation konsequent entfernt. Doch es finden sich auch evangelische Kirchen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert, die Spuren ihrer eigenen Geschichte als Alte Kirche bewusst pflegten und langfristig bewahrten. Das Loccumer Kloster und seine Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert sind dafür ein besonderes Beispiel: Mit Einführung der Reformation um 1600 wurde nicht sogleich das Kloster aufgelöst, sondern weiterhin amtierte ein Abt und öffnete die Klosterkirche für die Dorfbevölkerung. Der Übergang zum evangelischen Bekenntnis wurde behutsam gestaltet und kam ohne radikale sofortige Einschnitte, auch ohne die sofortige grundlegende Veränderung des Kirchen-Innenraumes aus.

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© Sabine Harazim  / pixelio.de 

Behutsame „Verschlankung“
Überarbeitetes Kerncurriculum Evangelische Religion für das Gymnasium Klasse 5 bis 10

Von Kirsten Rabe

 

Zum 1. August 2016 ist das überarbeitete Kerncurriculum für das Unterrichtsfach Evangelische Religion in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums in Kraft getreten. Die Änderung der Schullaufbahndauer von G 8 zu G 9 und damit verbunden die Rückkehr zu drei- bzw. fünfstündigen Prüfungskursen hat nicht nur eine Überarbeitung der Kerncurricula für die Gymnasiale Oberstufe notwendig gemacht, sondern auch einen entsprechenden Blick auf die Curricula der Jahrgänge 5 bis 10 gefordert. 

Bei der Überarbeitung für die Schuljahrgänge 5 bis 10 sind vier wesentliche Aspekte in den Fokus gerückt:

  • Nach sieben Jahren schulischer Arbeit mit dem ersten kompetenzorientierten Kerncurriculum war ein evaluierender Blick auf die Anzahl sowie Komplexität der inhaltsbezogenen Kompetenzen möglich. Hier sind behutsame „Verschlankungen“ vorgenommen worden. Entsprechend wurden auch die verbindlichen Grundbegriffe und biblischen Basistexte geprüft und ggf. angepasst.

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© stock.xchng

“Das bin ja ich!"
Erinnerung und Identität in früher Kindheit. Überlegungen zur elementarpädagogischen Triftigkeit des Erinnerns am Geburtstag

Von Karl Friedrich Ulrichs

  

Erinnern ist ein kognitiver Prozess, in dem ich mich selbst denke als eine frühere Person, die von meinem aktuellen Ich unterschieden ist. Im Erinnern distanzieren wir uns von uns selbst, sehen von uns selbst heute auf uns selbst gestern. Diese vergangene Person ist allerdings keine objektive Größe, sondern eine Konstruktion, die wir nach Maßgabe unseren aktuellen Seins vornehmen. Und umgekehrt haben wir mit diesem kognitiven Vorgang die Möglichkeit, unsere Gegenwart und unser gegenwärtiges Selbst von einem anderen point of view zu sehen, zu verstehen, zu bewerten, Bezüge herzustellen. Erinnerung ist Selbstdistanzierung und Integration und Identitätsbildung: Das war ich, das bin ich, das ist ein Teil von mir. Erinnernd können wir uns selbst als gewordene Persönlichkeiten verstehen und annehmen, die Gegenwart wird als Zukunft der Vergangenheit gedacht und empfunden. Erinnern kann als solche Lebensdeutung auch ein eminent religiöser Vorgang sein. Sich selbst nicht sich selbst zu verdanken, sich selbst zu denken als ein von sich selbst unterschiedener – das ist auch die Denkbewegung des Schöpfungsgedankens wie des Rechtfertigungsmotivs.

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REZENSION


 

Simone Liedtke:  Kaleidoskop Reformation,  Informativ – Individuell – Inspirierend.  Hrsg. v. Lenkungsausschuss „Reformationsdekade 2017“ der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Hannover 2015, 7,50 Euro

 

Zur Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017 bietet diese Materialsammlung eine Fülle von Informationen. Die Seiten sind bunt und bebildert. Das macht sie ansprechend, übersichtlich und lädt zum Blättern ein. Die Arbeitshilfe ist gegliedert und strukturiert durch Farben, Piktogramme und Schlagworte, wobei es nützlich ist, sich erst einen Überblick über die Systematik im Inhaltsverzeichnis zu verschaffen. Die Seiteneinteilung durch sogenannte „GE“-Worte ist zuerst überraschend, doch geben sie inhaltsreiche, erinnerungswürdige und manchmal auch humorvolle Einblicke in die Seiten, z. B. „GEROCKT“ für das Thema „Frauen der Reformation“ oder „GENETZWERKT“ für den Abschnitt über die Reformatoren. Einige Seiten geben teilweise Raum, sich selbst Antworten auf vertiefende und weiterführende Fragen zu geben, diese zu notieren oder danach zu forschen, z. B.: „Was ist heute unser Ablass?“ „Wie ist die Reformation in meinen Ort gekommen?“. 

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Bildnachweise Themenslider: Loccumer Pelikan (groß): © Rosel Eckstein / pixelio.de | Schulseelsorge: © stck.xchng | Podcast: © Philip Kromer (CC BY-SA) | Mit Kunst unterrichten: © Marco Görlich/ PIXELIO | Bibliothek, Online-Vorträge: © Dietmar Peter | Impulsbilder: © Dietmar Peter | Lernwerkstatt: © Beate Peters |  Reformationsjubiläum groß: © Arkodeb (CC BY-SA 2.0); Reformationsjubiläum klein: © Olaf Schneider / PIXELIO | Passion und Ostern: © uschi dreiucker / PIXELIO | Bildungsforum: © Cha già José  (CC BY-SA-NC) | Erklärung: © Jon S (CC BY)| Vorträge: ©  Sascha Kohlmann (CC BY-SA) |  Konfessionelle Kooperation: © Tim Reckmann  / pixelio.de |  Konfessionelle Kooperation groß: © S. Hofschlaeger / pixelio.de |  Schulgottesdienste groß: © digital cat (CC BY)  | Studium für das Lehramt Evangelische Religion: © Universität Salzburg (CC BY) | Stellenanzeige: © Willi Heidelbach (CC BY) | Diakoniepraktika © Boudewijn Berends (CC BY)| Weihnachten © Vale (CC BY 2.0) | Neuerscheinung: © Horia Varlan (CC BY)  | Themanportal: Menschen auf der Flucht © ResoluteSupportMedia (CC BY 2.0)  | Materialpool: © PROallispossible.org.uk (CC BY 2.0)  |  Materialpool © John Nakamura Remy (CC BY-SA 2.0)  |  Umgang mit Krisen © Nisha A (CC BY 2.0) | Interreligiöses Lernen © murdelta (CC BY 2.0) | Advent und Weihnachten © Daniel Timm (CC BY 2.0)
 

NACHRICHTEN

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