Tagungshinweis

Jugend und Religion: Religionspädagogische Praxis im Licht von „Engagement und Indifferenz“

Landeswettbewerb 2015/16

Anmeldung ab dem 3. September 2015

Ausstellung: African Kaleidoskope

Vernissage am 05. September 2015 (15:00 Uhr) im RPI

RPI-Programm

Fort- und Weiterbildungen, Tagungen, Konferenzen

AKTUELL


Prof. Dr. Wolfgang Huber

„Überheblichkeit ist der stärkste Feind des Respekts“

Kirsten Rabe im Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Huber, dem Schirmherrn des diesjährigen Landeswettbewerbs Evangelische Religion 

 

Kirsten Rabe: Sehr geehrter Herr Professor Huber, „Respekt“ ist ein gesellschaftlich hoch aktuelles Thema. Aus welchen Gründen halten Sie persönlich die Auseinandersetzung junger Erwachsener mit Respekt für wichtig und notwendig?

Prof. Dr. Wolfgang Huber: Früher wurde Respekt von Jüngeren gegenüber Älteren, Schülerinnen und Schülern gegenüber Lehrenden, Untergebenen gegenüber Vorgesetzten gefordert. Heute wissen wir, dass wirklicher Respekt nicht einseitig, sondern wechselseitig ist. Wir sind von der gleichen Würde aller Menschen überzeugt. Jeder Mensch verdient Respekt. Werdendes Leben, kleine Kinder, Gleichaltrige oder Ältere, Bekannte oder Unbekannte – Respekt gebührt ihnen allen. Unbefangenheit gegenüber anderen, auch fremden Menschen ist gut, Respektlosigkeit ist es nicht. Diesen Unterschied zu lernen, ist lebenswichtig.

Lesen Sie mehr

 

PRAXIS


 © Anführer (CC BY-SA)

„Gute Fahrt!“
Ein Gottesdienst zur Einschulung

Von Cornelia Lüders

 

Besondere Einschnitte im Leben erfordern besondere Rituale, die den Übergang erleichtern und brückenhafte Funktion haben. Ein großer Einschnitt stellt der Schuleintritt dar. Ein Schulanfangsgottesdienst holt die „Kindergartenkinder“ ab und ist gleichzeitig der offizielle Beginn ihrer Zeit als Schulkinder. Er heißt die Kinder willkommen und sagt: „Schön, dass ihr da seid!“ Aufregung, Trauer, Freude, Leere, Glück – all diese widersprüchlichen Gefühle sollten in einem Schulanfangsgottesdienst berücksichtigt werden. Vorsichtiges und Sensibles, Kraftvolles und Nachdenkliches, aber dennoch auch Fröhliches sollten diesen Gottesdienst deshalb ausmachen. Methodische Vielfalt spielt dabei eine große Rolle. Bewegung nimmt die Angst und macht freier.

Ein Schulanfangsgottesdienst spricht die erwartungsvollen und freudigen Schulanfänger an, aber im besonderen auch die teils traurigen, teils ängstlichen und fragenden Eltern: „Was mag die Zukunft für unsere Kinder und uns bringen…?“ Sie lassen heute ein Stück mehr los, das ist traurig und schön zugleich. Ein Gottesdienst am Schulanfang soll den Eltern Mut machen, abzugeben und einen Teil ihrer Verantwortung, ihres Schutzes an andere zu übergeben. 

Lesen Sie mehr


© Rainer Sturm  / pixelio.de 

Nicht Smartphone und Smartphone, sondern Mensch und Mensch!
Eine Religionsstunde zum Thema Cyber-Mobbing in der 8. Klasse einer Integrierten Gesamtschule

Von Franziska Baden

 

Eine besondere Schwierigkeit bei der Nutzung sozialer Medien ist die Wahrnehmung des vermeintlich „digitalen Gegenübers“ als Mensch. Wer alleine vor dem Laptop sitzt, das Smartphone in der Hand hat und sich nur über Text verständigt, vergisst oft, dass im Cyberspace Menschen vernetzt sind, die ebenfalls vor ihren Laptops oder Smartphones sitzen. Sich dieser Problematik bewusst zu werden, ist die Grundidee dieser Religionsstunde.

Sie steht im Zusammenhang einer Unterrichtssequenz zur Schöpfung als Auftrag an den Menschen. Diese Sequenz verbindet die im Kerncurriculum für Integrierte Gesamtschulen festgesetzten inhaltsbezogenen Kompetenzbereiche „Nach Gott fragen“ und „Nach der Verantwortung in der Welt und Gesellschaft fragen“ (KC Ev. Religion IGS 2009, S. 20.24):

Lesen Sie mehr


© onnola (CC BY-SA)

Der genius loci von Erinnerungsorten
Auf den Spuren der Reformation in Wittenberg

Von Karsten Wernecke

 

Die Bedeutung von konkreten Orten der Erinnerung für das Christentum und das religiöse Lernen im Besonderen kann kaum überschätzt werden. So wie die christliche Religion auf Formen der Erinnerung basiert, so unverzichtbar sind Orte als reale Ankerpunkte dieser Erinnerung. Der Begriff des „Erinnerungsortes“ zielt dabei weniger auf ein enges, geographisches Ortsverständnis als vielmehr auf den symbolischen Überschuss und die (kollektive) Erinnerungskonstruktion, die einen Ort zum Kristallisationspunkt der Vergegenwärtigung machen. Eine solche zeitliche wie örtliche Vergegenwärtigung ist Anliegen einer zweitägigen Exkursion nach Wittenberg. Dieses Zentrum der Reformation bietet verschiedene Lernanlässe, aber auch mnemotechnische Stützen für wichtige theologische wie geschichtliche Kenntnisse. Eine Fahrt nach Wittenberg eröffnet die Möglichkeit, die bleibende Relevanz und die Komplexität der Reformation zu „er-fahren“.

Lesen Sie mehr

 

REZENSION


 

Mirjam Zimmermann, Heike Lindner (Hg.): Das wissenschaftlich-religionspädagogische Lexikon im Internet http://www.wirelex.de

 

Seit dem 2. Februar 2015 ist das Wissenschaftlich-Religionspädagogische Lexikon (WiReLex) online und präsentiert seine ersten 103 Artikel, die von 91 Autorinnen und Autoren verfasst wurden. Es ist als kostenlos zugängliches wissenschaftliches Fachlexikon zu Stichworten der Religionspädagogik im Internet geplant. Jährlich sollen ca. 100 weitere Artikel hinzukommen, bestehende Artikel können aktualisiert werden.

Die Qualität der Lexikonartikel wird sichergestellt durch die Hauptherausgeberinnen Mirjam Zimmermann und Heike Lindner, durch zehn ökumenisch besetzte Herausgeberteams zu thematischen Teilbereichen sowie durch die Betreuung durch die Deutsche Bibelgesellschaft und das Comenius-Institut. So können die Anforderungen nach Qualitätssicherung im Bereich von Open-Access-Publikationen umgesetzt werden. Der Sucheinstieg erfolgt über die Stichworte, eine Volltextsuche ist noch nicht möglich. Das Comenius-Institut weist die Artikel in seinen religionspädagogischen Datenbanken nach und erhöht damit deren Sichtbarkeit.

Das Lexikon ist integriert in das Wissenschaftliche Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) unter www.bibelwissenschaft.de. Zu jeder Bibelstelle in einem Artikel kann der deutsche Bibeltext, standardmäßig die Bibelübersetzung der Luther Bibel 1984, angezeigt werden. Wenn man sich bei der DBG registriert, kann die dabei verwendete Bibelübersetzung im eigenen Benutzerprofil festgelegt werden.

Lesen Sie mehr


Bildnachweise Themenslider: Loccumer Pelikan (groß): © Otto_Friedrich45 (CC BY-NC-SA) | Schulseelsorge: © stck.xchng | Podcast: © Philip Kromer (CC BY-SA) | Mit Kunst unterrichten: © Marco Görlich/ PIXELIO | Bibliothek, Online-Vorträge: © Dietmar Peter | Impulsbilder: © Dietmar Peter | Lernwerkstatt: © Beate Peters |
Reformationsjubiläum klein: © Olaf Schneider / PIXELIO | Passion und Ostern: © uschi dreiucker / PIXELIO | Bildungsforum: © Cha già José  (CC BY-SA-NC) | Erklärung: © Jon S (CC BY)| Vorträge: ©  Sascha Kohlmann (CC BY-SA) |  Konfessionelle Kooperation: © Tim Reckmann  / pixelio.de |  Konfessionelle Kooperation groß: © S. Hofschlaeger / pixelio.de |  Schulgottesdienste groß: © digital cat (CC BY)  | Studium für das Lehramt Evangelische Religion: © Universität Salzburg (CC BY)

 

 

NACHRICHTEN

30. August 2015

Verbandspräsident kritisiert Tierhaltung in Deutschland

Osnabrück (epd). Der Deutsche Tierschutzbund hat der Bundesregierung in Sachen...

Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track

Bildungsexpertin: Mit steigenden Flüchtlingszahlen gewinnt der Religionsunterricht an Bedeutung

zur epd-Meldung

KURZFILMWETTBEWERB

   

"GANZ SCHÖN ANDERS 2015/2016" – 3. inklusiver Kurzfilmwettbewerb mit Drehbuch- und Filmworkshops zum Thema „Mut"

Lesen Sie mehr

'LOCCUMER PELIKAN' 3/2015

Loccumer Pelikan 3/2015

 Thema 'Respekt' (PDF)