Ausschreibung

Für das Schuljahr 2015/16 wird unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Wolfgang Huber der achte Landeswettbewerb Evangelische Religion ausgeschrieben. Der Wettbewerb ist initiiert und gefördert von der Hanns-Lilje-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Dammann-Stiftung.

Der Landeswettbewerb steht unter dem Thema „Respekt!“ und richtet sich an Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs sowie der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Gesamtschulen und Fachgymnasien. Teilnehmen dürfen Schülerinnen und Schüler, die den evangelischen Religionsunterricht besuchen. Der Wettbewerbsbeitrag besteht aus einem Portfolio, das sowohl als Einzelbeitrag als auch als Gruppenbeitrag (max. fünf Personen) eingereicht werden kann.
 

„Respekt!“ als evangelische Verantwortung: Thema und Ziele des Wettbewerbs

Das Thema „Respekt!“ formuliert sowohl einen Ausruf der Wertschätzung als auch einen Appell, jemandem oder einer Sache Respekt zu zollen. Damit stellt das Wettbewerbsthema die Frage nach tragfähigen Menschenbildern der Gegenwart sowie nach fundamentalen (Wert)Maßstäben menschlichen Handelns und deren religiöser Motivation.

Angesichts konkreter gesellschaftlicher Herausforderungen, sich zu Fragen der Achtung und Wertschätzung des Gegenübers zu positionieren - so nur exemplarisch benannt mit den Aspekten „Flüchtlingsfrage“, „Medizinethik“, „Meinungs- und Pressefreiheit“ oder „Diskriminierung“ - kann das Wettbewerbsthema nicht nur die Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung ihrer eigenen Person und Position innerhalb dieser Diskussionen sensibilisieren, sondern sie auch dazu anregen, ihr eigenes Denken und Handeln als gesamtgesellschaftlich relevant zu erkennen.

In der konkreten Wettbewerbsarbeit sollen Schülerinnen und Schüler sich aus theologischer bzw. religiöser Perspektive mit einer von ihnen selbst gewählten Fragestellung auseinandersetzen, die sich nachvollziehbar im Kontext von „Respekt!“ verorten lässt.

Das Portfolio als Ergebnis der eigenständigen Projektarbeit dokumentiert und reflektiert den Prozess dieser Auseinandersetzung.

Von diesen Fragen könnten sich Schülerinnen und Schüler leiten lassen:

  • Wo liegen Ihre persönlichen Berührungspunkte zum Thema „Respekt!“?
  • Welche Zusammenhänge sehen Sie zwischen „Respekt!“ und Religion?
  • Welcher konkreten Frage möchten Sie nachgehen?
  • Welche (Vor-)Einstellungen haben Sie im Blick auf Ihre Frage?
  • Wie wird Ihre Frage individuell, gesellschaftlich und kirchlich gesehen?
  • (Wie) Hat sich Ihre Perspektive geändert, nachdem Sie Orte besucht und Literatur zum Thema gelesen haben und nachdem Sie Menschen begegnet sind?
  • Welche Ihrer Gedanken und Ergebnisse dokumentieren Sie in Ihrem Portfolio?


Verortung im Religionsunterricht

Die Einbettung der Wettbewerbsarbeit in den Unterricht ist möglich und sinnvoll, allerdings nicht zwingend gefordert. Je nach Anzahl der interessierten Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe sollte daher die Lehrkraft entscheiden, welchen Raum sie für die Wettbewerbsarbeit zur Verfügung stellen kann und möchte.

Sollte eine Lerngruppe geschlossen zum Wettbewerbsthema arbeiten, müssen entsprechend mehrere Einzel- und/oder Gruppenbeiträge eingereicht werden. Die Teilnahme eines ganzen Kurses ist in mehrfacher Hinsicht als positiv zu bewerten, sollte jedoch von der betreuenden Lehrkraft nicht forciert oder gar eingefordert werden. Wer nicht von sich aus motiviert ist, wird mit großer Wahrscheinlichkeit keine guten Leistungen erbringen und mit nur wenig Freude in eine thematische Auseinandersetzung gehen.

Mit der Verortung von „Respekt!“ als Konsequenz schöpfungstheologischer Grundüberzeugungen von Ebenbildlichkeit und Verantwortlichkeit bewegt sich das Wettbewerbsthema vor allem in den inhaltlichen Kompetenzbereichen Gott, Mensch und Ethik, im weiteren Kontext gedacht und je nach Schwerpunksetzung der Wettbewerbsarbeit kann es sich ebenso in den drei anderen Kompetenzbereichen Jesus Christus, Kirche und Kirchen, Religion und Religionen verorten lassen. Möglicherweise bieten einzelne Sequenzen der schulinternen Curricula den Raum, durch die Wettbewerbsarbeit erarbeitet, gestaltet und vertieft zu werden. In Absprache mit allen Beteiligten innerhalb der Schule bestünde auch die Option, den Wettbewerbsbeitrag als Alternative zu einer Klausur zu nutzen. Ein Hinweis: Bei der Bewertung von Gruppen-Portfolios lässt sich hier gut mit der Methode der Poolnote arbeiten.


Besondere Lernleistung und Seminarfach

Der Landeswettbewerb Evangelische Religion gehört zu den vom Land Niedersachsen geförderten Wettbewerben. Der Wettbewerbsbeitrag kann daher als besondere Lernleistung in das Abitur eingebracht werden. In diesem Fall sollte frühzeitig Kontakt mit der Lehrkraft des Seminarfachs aufgenommen werden. Sie legt das Thema, den Gegenstand und den Umfang der schriftlichen Dokumentation der besonderen Lernleistung fest. In wenigen Schulen wird das die Religionslehrkraft sein, die auch den Wettbewerbsbeitrag betreut.

Bei der Teilnahme von Gruppen ist das Einbringen als besondere Lernleistung schwieriger. Während hier die Beiträge jedes Einzelnen ausgewiesen sein müssen, geht es im Wettbe-werb um eine echte Gruppenleistung. Die Erfahrung hat gezeigt, dass individuell ausgewiesene Einlagen im Portfolio eine Gesamtbeurteilung als Gruppenergebnis eher behindern als befördern.

Der Charakter einer Facharbeit, bei der es sich um ein ergebnisorientiertes Leistungsdokument handelt, steht konträr zum Portfolio als prozessorientiertem Leistungsdokument. In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, Ergebnisse der Facharbeit für Teileinlagen im Portfolio zu benutzen. Nicht möglich ist es, Facharbeiten als Wettbewerbsbeitrag einzureichen.

Unabhängig von der besonderen Lernleistung bietet das Seminarfach einen guten Rahmen für die Wettbewerbsarbeit, da sich in Zielen und Anliegen beider Entsprechungen finden: im Lernen in der originalen Begegnung; im Lernen an und in komplexen Zusammenhängen; in der Handlungsorientierung und im selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Arbeiten (vgl. SVBl 3/2006). Wo immer das Fach Religion das Seminarfach mitverantwortet oder darin verortet ist, liegt einen ideale Voraussetzung für Projektlernen und die Erstellung des Portfolio als Wettbewerbsbeitrag.
 

Ideen für die Auseinandersetzung mit „Respekt!“

Die jeweilige Fragestellung, mit der die Schülerinnen und Schüler sich auseinandersetzen, soll sich nachvollziehbar im Kontext des Wettbewerbsthemas verorten lassen und einen theologischen/religiösen Bezug aufweisen. Diese Zuordnungen müssen im Portfolio erkennbar sein.

Im Folgenden seien Anregungen und Beispiele für Themen genannt:

  • „Jugendliche? Die haben heute keinen Respekt mehr!“ – Wertewandel oder Vorurteil?
  • Respekt vor der Schöpfung: Was essen wir eigentlich?
  • Respekt und Konsum: Auf wessen Kosten leben wir?
  • Respekt! Menschen zeigen Zivilcourage
  • Opa, Papa, ich – Wie viel Respekt herrscht zwischen den Generationen?
  • Charlie Hebdo, Germanwings etc. – Wie viel Respekt brauchen die Medien?
  • „Sich Respekt verdienen“ – Geht das? Soll das? Muss das?
  • Traditionen respektieren – Macht das Sinn?
  • „Alle Achtung!“ – Beruf und Berufung
  • Fair Play – Respekt im Sport
  • Respekt vor der Würde des Menschen bis zum Ende – Konsequenzen für den Streit um Sterbehilfe
  • Inklusive Schule – Wie kann das gelingen?
  • Irland hat es vorgemacht: Respekt vor sexueller Vielfalt
     

Die Erfahrung vergangener Wettbewerbsdurchgänge hat gezeigt, dass eine frühzeitige Themenformulierung für den Erfolg der Arbeit unbedingt notwendig und hilfreich ist. Je konkreter und klarer die Fragestellung bzw. das Thema formuliert werden, desto besser lassen sich Ideen für einen „roten Faden“ sowie für die einzelnen Einlagen des Portfolio entwickeln.


Organisation und Zeitplanung

Es ist hilfreich, mit der Entscheidung für die Teilnahme ein Zeitraster für den gesamten Wettbewerbszeitraum zu erstellen, in den die Ferien, die für die jeweiligen Klassen und Kurse anliegenden schulischen Veranstaltungen und Verpflichtungen, vor allem auch Klausurblöcke, eingetragen werden. Da für die Wettbewerbsarbeit auch Recherchen und Begegnungen an außerschulischen Lernorten sinnvoll sein werden, sollte der Zeitraum hierfür möglichst früh und möglichst realistisch gesetzt werden, damit im Anschluss ausreichend Zeit für die Auswertung und Ausarbeitung zur Verfügung steht.

Das Zeitraster sollte den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt und präsent sein.

Als ausgesprochen hilfreich hat es sich erwiesen, feste Zeiten im Religionsunterricht dafür zu reservieren, Zwischenergebnisse vorzustellen, noch offene Fragen ins Gespräch zu bringen und ein Feedback von Mitschülerinnen und Mitschülern sowie auch von der Lehrkraft mitzunehmen. Auch Schülerinnen und Schüler, die einzeln an einem Thema arbeiten, brauchen ein solches „Coaching“.
 

Die folgenden Termine bieten das Grundgerüst für einen Zeitplan:

ab 03. September 2015
Anmeldeunterlagen als Word-Datei herunterladen (www.rpi-loccum.de/wettbewerbe); Themensuche, erste Recherchen

bis 15. Oktober 2015
Themenfindung und Themenformulierung; Erstellen eines Zeitplans; Terminabsprachen für Recherchen vor Ort

09.-11. September 2015
Lehrkräftetagung in Loccum (Einladung erfolgt über das RPI)

15. Oktober 2015
Anmeldeschluss. Grobgliederung des Portfolio erstellen; bei Gruppenbeiträgen Verantwortlichkeiten klären; Zeitplan für die individuelle Arbeit festlegen

Oktober/November 2015
erste Einlage (Einleitung) formulieren: „Meine/unsere Fragen an mein/unser Thema“;
spätestens jetzt Recherchen durchführen, Literatur zum Thema lesen, Orte besuchen, Gespräche führen - und stets dokumentieren (auch per Foto)

19.-30. Oktober 2015
Herbstferien

Dezember 2015/Januar 2016
Entscheidung treffen, welche Materialien und Ergebnisse (nicht) in das Portfolio eingelegt werden; Texte für die jeweiligen Deckblätter der Einlagen formulieren

bis 06. Januar 2016
Weihnachtsferien

Januar 2016
erste Fassung der letzten Einlage erstellen: „Abschließender Reflexionsbericht“; Feedback einholen und überarbeiten

28./29. Januar 2016
„Zeugnisferien“

bis 15. Februar 2016
Portfolios in dreifacher Ausfertigung als Hefter, Ringbuch, gebunden oder in einem schmalen (!) Ordner als Wettbewerbsbeitrag einreichen

 

Lehrkräftetagung

Die Begleitung der Wettbewerbsarbeit durch eine Lehrkraft hat sich in pädagogischer und arbeitsökonomischer Hinsicht als sehr hilfreich erwiesen. Sie sollte sowohl bei der Themen-formulierung als auch bei der Frage nach Einzel- oder Gruppenbeitrag beratend tätig sein, Organisation und Zeitplanung im Blick haben und einfordern sowie im Unterricht Raum für die Präsentation von Zwischenergebnissen wie für konstruktives Feedback geben.
Eine Tagung für begleitende Lehrkräfte findet vom 09.-11. September 2015 in Loccum statt. Sie wird einführen in grundsätzliche Methoden projektorientierten Arbeitens, thematische Anregungen für die Arbeit am Wettbewerbsthema anbieten und Gelegenheit zum Austausch und zur Reflexion geben.

Die Teilnahme der betreuenden Kolleginnen und Kollegen an der Tagung ist inhaltlich sinnvoll, jedoch keine Bedingung für die Wettbewerbsteilnahme der jeweiligen Schülerinnen und Schüler.


Formale Vorgaben

  1. Das Portfolio muss mindestens fünf und darf maximal zehn Einlagen verschiedener Art enthalten. Darunter kann sich auch eine Power-Point-Präsentation (max. 15 Seiten) oder ein kurzes Film- oder Tondokument (max. Länge: fünf Minuten) befinden.
  2. Die erste Einlage (Einleitung) muss den Titel „Meine/unsere Fragen an mein/unser Thema“ tragen und bei Gruppenbeiträgen von allen Beteiligten in gemeinsamer Verantwortung verfasst sein; der Mindestumfang beträgt zwei DIN A4-Seiten.
  3. Die letzte Einlage muss den Titel „Abschließender Reflexionsbericht“ tragen und bei Gruppenbeiträgen von allen Beteiligten in gemeinsamer Verantwortung verfasst sein; der Mindestumfang für den abschließenden Reflexionsbericht beträgt zwei DIN A4-Seiten.
  4. Jede Einlage muss mit einem Deckblatt versehen sein.
  5. Die schriftlichen Einlagen dürfen einen Gesamtumfang von 15 DIN A4-Seiten nicht überschreiten. Dazu zählen weder Einleitung, Abschlussreflexion und Deckblätter noch eventuelle PPP-Seiten gemäß Punkt 1.
  6. Für alle geschriebenen Seiten gilt: Zeilenabstand 1,5 und Schriftgröße 12 pt.
  7. Das Portfolio enthält ein Inhaltsverzeichnis, ein vollständiges und korrektes Quellenver-zeichnis sowie Seitenzahlen. Auf der ersten Seite müssen der Name der Schule sowie der Verfasserinnen und Verfasser des Portfolio vermerkt sein.
  8. Falls Personen beschrieben oder interviewt werden, müssen die Namen anonymisiert werden.
  9. Das Portfolio ist in dreifacher Ausführung einzureichen. Sie sollen jeweils in einem Hefter, als Ringbuch, in gebundener Form oder einem schmalen Ordner eingereicht werden. Diese Vorgabe ist aus organisatorischen Gründen unbedingt zu beachten!


Kriterien zur Beurteilung

  1. Ist das Thema nachvollziehbar im Kontext von „Respekt!“ verortet?
  2. Wird eine theologische/religiöse Dimension des Themas angemessen reflektiert?
  3. Wie zeigt sich sich der äußere Eindruck des Portfolio (Sorgfalt, Leserlichkeit, Gestal-tung)?
  4. Sind die (oben benannten) formalen Vorgaben erfüllt?
  5. Zeigt die Mappe eine klare und verständliche inhaltliche Struktur?
  6. Sind wesentliche Aspekte des Themas herausgearbeitet?
  7. Sind unterschiedliche Informationsquellen und Perspektiven einbezogen worden?
  8. Sind die gegebenen Sachinformationen inhaltlich richtig?
  9. Werden verwendete Quellen vollständig und korrekt angegeben?
  10. Findet eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema und unterschiedlichen Positi-onen statt?
  11. Wie zeigt sich das Reflexionsniveau der einzelnen Einlagen?
  12. Nimmt der Reflexionsbericht der letzten Einlage auf die formulierten Fragen der ersten Einlage Bezug?
  13. Welche Arbeitsintensität (inhaltlicher wie gestalterischer Art) ist mit der Erstellung der Mappe verbunden gewesen?
     

Die Gewichtung der Kriterien ist unabhängig von der hier gegebenen Reihenfolge und bleibt der Jury überlassen. Die Abgabe von Plagiaten (nicht kenntlich gemachte oder gar mit eige-ner Autorenschaft versehene Abschriften oder Entnahmen aus dem Internet, aus Büchern, Zeitschriften etc.) führt zur Disqualifikation.


Preise:

Es werden insgesamt sieben Geldpreise in den Sparten Einzelbeitrag und Gruppenbeitrag vergeben:

Einzelbeitrag

1. Preis: 300,- €
2. Preis: 250,- €
3. Preis: 150,- €

Gruppenbeitrag

1. Preis: 600,- €
2. Preis: 500.- €
3. Preis: 400,- €
4. Preis: 300,- €


Es bleibt der Jury vorbehalten, die Preisgelder im vorgegebenen Gesamtrahmen abweichend einzusetzen.

Zusätzlich werden 100 Buchpreise vergeben.

Alle Teilnehmenden erhalten eine Urkunde.


Termine:

  • Anmeldeunterlagen: ab 03. September 2015
  • Anmeldeschluss: 15. Oktober 2015
  • Einreichen der Beiträge: bis 15. Februar 2016 (Poststempel)
  • Prämierungsfeier in der Jugendkirche Hannover: 02. Juni 2016

 

Jury:

  • Holger Edmaier, Musiker und Kabarettist; Gründer des Projekts „100% Mensch“
  • Prof. Dr. Julia Helmke, Referatsleitung Bundespräsidialamt Berlin
  • Oda-Gebbine Holze-Stäblein, Landessuperintendentin i.R.
  • Wolfgang Loss, Superintendent a.D.
  • Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover
  • Prof. Dr. Gunter A. Pilz, Beauftragter des DFB für Gesellschaftliche Verantwortung

 
Schirmherrschaft:

Prof. Dr. Wolfgang Huber, evangelischer Theologe, ehemaliger Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg und ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland


Koordination:

Kirsten Rabe, Dozentin für die Bereiche Gymnasium und Gesamtschule
Religionspädagogisches Institut Loccum
Uhlhornweg 10-12
31547 Rehburg-Loccum
Kirsten.Rabe@evlka.de
Tel. 05766/81-147

Sekretariat:

Inka Menze
Inka.Menze@evlka.de
Tel. 05766/81-139

 

Was ist ein Portfolio?

Ein Portfolio ist eine Mappe mit einer individuellen Sammlung von gezielt ausgewählten Dokumenten und deren jeweiliger Auswahlbegründungen zu einer übergeordneten Fragestellung.
Ein Portfolio strukturiert und reflektiert den selbstständigen und eigenverantwortlichen Prozess der Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema und lässt die Lernprogression und den Erkenntnisgewinn sichtbar werden. Generell dokumentiert ein Portfolio die erworbenen Kompetenzen der Erstellerin bzw. des Erstellers. Das Anlegen eines Portfolios geschieht nach Zielvorgaben und Kriterien, die eine Orientierung für die Auswahl der Dokumente bieten.

Folgendes ist bei der Erstellung des Wettbewerbsbeitrages als Portfolio zu beachten:

  1. Das Portfolio insgesamt wie auch seine Einlagen sollen ästhetisch gestaltet sein. Zur Projektarbeit gehört auch die Planung eines Konzepts für die Einlagen.
  2. Es sollen Dokumente unterschiedlicher Art in der Mappe zusammengestellt sein – zum einen, um methodische Einseitigkeit zu vermeiden, zum anderen, um dem inhaltlichen Charakter des jeweils Dargestellten gerecht zu werden. Möglich wären beispielsweise:
  • die statistische und grafische Auswertung einer Befragung von Jugendlichen zum Thema „Respekt vor den Eltern“
  • die Dokumentation eines Interviews mit einem Vertreter von „foodwatch“
  • ein Erfahrungsbericht über die Begegnung mit einem Jugendlichen im Flüchtlingsheim vor Ort
  • eine Auslegung zu Gen 1,27 (Ebenbildlichkeit des Menschen) mit schriftlicher Auseinandersetzung zur Aktualität der Perikope
  • ein Entwurf für ein Mahnmal zur Verfolgung homosexueller und transidenter Menschen mit Erläuterung der Gestaltungsentscheidungen
  • ein Kommentar, der auf der Homepage des Sterbehilfevereins Dignitas ge-postet werden könnte
  • eine Fotodokumentation zum Lebensmittelkonsum im eigenen sozialen Um-feld
  • ein selbst verfasster Leserbrief zu einem Zeitungsartikel, der über die sog. „Germanwings-Katastrophe“ berichtet
  • ein Konzept für die bauliche und technische Ausstattung eines Klassenraums einer inklusiven Schule
  • eine Power-Point-Präsentation zum Berufsalltag eines Krankenpflegers
  • eine Karikatur, die im Streit um Sterbehilfe „den Finger in die Wunde legt“


Jede Einlage muss mit einem zusätzlichen Deckblatt versehen sein. Neben der Kurzinformation zu Datum und Titel dient der Raum auf diesem Deckblatt zur Reflexion des Erfahrenen, Erarbeiteten und Gelernten. Das Deckblatt besteht aus einer DIN A4-Seite. Folgende Fragen können hier leitend sein:

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Name(n):
Datum der Einlage:
Titel der Einlage:
Art der Einlage: (Erfahrungsbericht, Fotodokumentation, Interview, Konzept für … etc.)

Warum diese Einlage für das Portfolio ausgewählt wurde:

Was meiner/unserer Ansicht nach an dieser Einlage gelungen ist:

Was diese Einlage von meiner/unserer Arbeit zeigt:

Was ich/wir aus der Auseinandersetzung mitnehme/mitnehmen:
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