Sekundarstufe I

Foto: Claudio Schwarz | @purzlbaum

Von Dietmar Peter

Corona-Zeit. Viele Schüler*innen des Sekundarbereichs I vermissen in diesen Tagen ganz besonders ihre Freund*innen. Stattdessen leben sie mit ihren Eltern und Geschwistern auf engstem Raum zusammen. Keine einfache Situation. Diese verstärkt sich, wenn Jugendliche die Pubertät durchleben – eine Zeit, in der die Peer-Group meistens wichtiger ist als die Familie. Der dauernd lodernde Grundkonflikt mit den Eltern wird aktuell besonders angeheizt.

In dieser Situation sollten Eltern ihren Kindern Rückzugsräume eröffnen, ihnen die Gelegenheit geben, mit Freund*innen über das Smartphone oder den Computer in Kontakt zu bleiben. Ebenso brauchen Teenager Freiräume, Zeit für sich. 

Sind die Kinder jünger, gehen sie in die fünfte oder sechste Klasse, beschäftigen sie ganz andere Probleme. Für viele Kinder in diesem Alter ist es besonders hart, keinen Kontakt zu ihren Großeltern zu haben. Für diese Kinder sollten Kontakte zu vertrauten Personen und zu den Freund*innen aufrecht erhalten werden. Das kann über die tägliche Nutzung von Skype oder regelmäßige Telefonate geschehen. 

Ebenso nehmen Kinder in diesem Alter besonders sensibel wahr, dass ihre Eltern sich Sorgen machen. Wie geht es weiter im Betrieb und mit der Arbeit? Wie soll ich als Selbständiger meinen Betrieb in diesen Zeiten durchbringen? Wie kann ich dafür sorgen, dass die eigenen Eltern gut versorgt sind und sich nicht anstecken? Hier ist es wichtig, mit den Kindern kindgerecht ins Gespräch zu kommen und das, was Sorgen bereitet, entsprechend zu thematisieren. 

Für alle Kinder und Jugendlichen ist es hilfreich, wenn Eltern den Tag strukturieren, einen Wochenplan aufstellen, Regeln für den Medien-Konsum abstimmen und vielleicht sogar die Kinder und Jugendlichen anregen, das Erlebte in einem Tagebuch aufzuschreiben.

Schule wird in diesen Tagen von vielen Kindern und Jugendlichen als ein Stück Alltag erlebt, der fehlt. Nicht nur die Mitschüler*innen fehlen. Auch die Lehrer*innen werden vermisst. Hier kann es helfen, wenn Lehrkräfte sich ab und zu melden – nicht nur dadurch, dass sie Aufgaben, die die Kinder und Jugendlichen zu Hause erarbeiten sollen, ins Netz stellen. Eine Ermunterung, ein paar tröstende Worte oder Worte der Freude auf das Wiedersehen könnten in diesen Tagen für die Kinder und Jugendlichen besonders bedeutsam sein.

... und dann wird der Tag kommen, an dem die Schule wieder beginnt. Die Kinder und Jugendlichen treffen ihre Freund*innen und Mitschüler*innen und sehen ihre Lehrer*innen nach längerer Zeit wieder. Diesmal wird es anders sein als etwa nach den Sommerferien. Hier drängt sich die Frage auf, wie das Geschehene einen angemessenen Raum in der Schule erhalten kann. Was ist in dieser Situation gut für die Schulgemeinschaft? Was kann der Religionsunterricht dazu beitragen, dass der Start in der Schule gelingt?

Auf diesen Seiten haben wir Materialien für den Sekundarbereich I zusammengetragen. Es sind Ideen und Bausteine, die anregen sollen, die aktuelle Situation aufzugreifen. Alle Materialien müssen an die jeweiligen Situationen und an die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen angepasst werden. Die Seite wird nach und nach erweitert. Schauen Sie ab und zu mal rein.