Sekundarstufe II

von Kirsten Rabe

Seit März dieses Jahres ist das öffentliche wie private Leben durch die Corona-Pandemie bestimmt. Noch immer bestimmen Einschränkungen den Alltag, der Anblick von Mund-Nasen-Schutz und das Abstandhalten von Menschen wirken schon seltsam vertraut. Mancherorts sehr rigide, meistenteils aber nach wie vor vorsichtig und umsichtig werden Lockerungen wahrgenommen. Der Besuch im Restaurant oder das Treffen mit anderen Menschen werden wieder möglich. 

Auch in die Schulen sind inzwischen Menschen und die vertraute Lebendigkeit zurückgekehrt. Unbefangen allerdings ist das Schulleben nicht: Es gibt klare Anweisungen, wer sich wann wo aufhalten darf und soll, die Zeiten für Pausen und den Mensabesuch sind den einzelnen Lerngruppen zugeordnet. Sogar Toilettenkarten gibt es, um Abstand zu gewährleisten. So vieles, was zum Schulleben gehört, ist noch nicht möglich: die Köpfe über einer Gruppen- oder Partnerarbeit zusammenzustecken, sich im Sportunterricht auszupowern, im Musikunterricht gemeinsam zu singen, Kurstreffen, Kursfahrten, Abiturentlassungsfeiern oder gemeinsame Gottesdienste. Die Sehnsucht nach Normalität bleibt. Und manches bisher Selbstverständliche weiß man plötzlich anders zu schätzen.

Auch, wenn Schüler*innen der Sekundarstufe II inzwischen wieder regelmäßigen Präsenzunterricht haben, werden sie noch nicht das Gefühl eines vertrauten Alltagsgeschehens haben. Zu anders sind gerade der Ort Schule und das Verhalten der Menschen an diesem Ort. Und: Es bleibt das Wissen, dass die eigene Schule im Fall einer Corona-Infektion erneut geschlossen werden kann. So sind die Schüler*innen nach wie vor mit einer besonders hohen Eigenverantwortlichkeit für ihren persönlichen Bildungsweg konfrontiert, positiv formuliert: Man traut ihnen viel Eigenständigkeit zu. Das ist gut – und braucht Unterstützung. Fachliche Unterstützung auf dem herausfordernden Weg zum Abitur oder zur Fachhochschulreife und persönliche Unterstützung in einer Zeit allgemeiner Unsicherheit. Sie sind in einem Alter, in dem von ihnen auch in privaten Notsituationen Verantwortung eingefordert wird. Es ist daher gut, wenn Jugendliche ihre (Religions-)Lehrer*innen im Bedarfsfall auch als Seelsorgende erleben können. 

Auf diesen Seiten haben wir Materialien für den Sekundarbereich II zusammengetragen. Es sind Ideen und Bausteine, die aktuelle Situation aufgreifen. Alle Materialien müssen an die jeweilige Situation vor Ort und an die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst werden. Die Seite wird nach und nach erweitert. Schauen Sie ab und zu mal rein.