Grundschule

Von Lena Sonnenburg

"Der Staat muss alles Nötige tun, damit die Corona-Krise nicht auch noch zu einer Krise für Kinder wird", fordert Susanna Krüger, Vorstandsvorsitzende von Save the Children Deutschland. Denn – wie die Erwachsenen – leiden auch Grundschüler*innen unter den Ausgangsbeschränkungen: Sie dürfen ihre Freunde nicht sehen, sich nicht auf dem Spielplatz austoben, können die Großeltern nicht besuchen und vermissen ihre beliebten Lehrer*innen. Zudem merken sie, dass die Eltern sich sorgen: Wie geht es mit der Arbeit weiter? Woher bekommen wir Schutzmasken? Wann öffnet der heimische Betrieb wieder? Einige spüren plötzlich vielleicht auch körperlich die Anhängigkeit von den Familienstrukturen, wenn das schulische Mittagessen entfällt oder häusliche Gewalt erlebt werden muss.

Darum kann es für alle Schüler*innen hilfreich sein, neben der Bearbeitung der Aufgaben für das Homeschooling, von der Lehrkraft etwas zu hören. Tröstende Worte oder ein Anruf, in dem auch die Kinder einmal Dampf ablassen können, denn unvermeidlich kommt es auch in den „besten“ Familien in dieser Zeit zu Konflikten. Eine sinnvolle Tagesstruktur und Rückzugsräume können diese zwar minimieren, auflösen lässt sich die Problematik jedoch nicht.

Und dann beginnt die Schule wieder. Einige Schüler*innen wünschen sich nun sicher nichts sehnlicher, als endlich „Normalität“, andere sind mit ihren Gedanken vielleicht ganz wo anders. Was nun für den einen gut sein kann, langweilt die andere. Daher gilt es, neue Wege zu suchen, flexibel zu unterrichten, klassische Strukturen aufzubrechen und Lernformen zu wählen, die eine Individualisierung ermöglichen.

Einige Ideen und Bausteine, die anregen sollen, die aktuelle Situation aufzugreifen, finden Sie auf den folgenden Seiten. Natürlich müssen alle Materialien an die jeweiligen Situationen und an die Bedürfnisse der Klasse angepasst werden. Die Seite wird nach und nach erweitert. Schauen Sie ab und zu mal rein.