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Loccumer Pelikan 4/2015 - Themenheft: "Konfessionelle Kooperation"

Religionsunterricht in Niedersachsen

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 Religionsunterricht in Niedersachsen

Der Erlass „Regelungen für den Religionsunterricht und den Unterricht Werte und Normen“ ist am 1. August 2011 in Kraft getreten. Wir haben dies zum Anlass genommen, alle Texte, die für den evangelischen und katholischen Religionsunterricht von Relevanz sind, in dieser gemeinsam von der Konföderation evangelischer Kirchen und dem Katholischem Büro herausgegebenen Broschüre zusammenzustellen. Damit soll Schulleitungen, Religionslehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie allen am Religionsunterricht Interessierten die Möglichkeit gegeben werden, sich umfassend zu informieren. Dieser Erlass trägt auch den Neuregelungen des Niedersächsischen Schulgesetzes der vergangenen Jahre Rechnung und verankert zum einen die religiöse und zum anderen die weltanschaulich ethische Bildung durch den Religionsunterricht und den Unterricht Werte und Normen in allen Schulformen.

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EKD-Text 128: „Konfessionell-kooperativ erteilter Religionsunterricht. Grundlagen, Standards und Zielsetzungen"

Die evangelische Kirche sieht im Religionsunterricht ein wesentliches Element ihrer reformatorisch begründeten Bildungsverantwortung. Bildung ist in reformatorischer Sicht eine zentrale Dimension des christlichen Glaubens. In seiner Denkschrift »Religiöse Orientierung gewinnen. Evangelischer Religionsunterricht als Beitrag zu einer pluralitätsfähigen Schule“ hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Aufgaben und Perspektiven des schulischen Religionsunterrichts umfassend beschrieben. Der vorliegende Text gründet in diesem Referenzrahmen. Die Denkschrift beschreibt als eigentliche Herausforderung der Kirche im Blick auf ihre Bildungsverantwortung und ihr pädagogisches Handeln die religiöse und weltanschauliche Pluralität, die gerade in der Schule in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. Die Bearbeitung dieser Pluralität muss sich von der Suche nach Gemeinsamkeit als dem trotz aller Vielfalt Verbindenden leiten lassen und der Bereitschaft, ebenso nicht auflösbaren Unterschieden gerecht zu werden. Beide Prinzipien sind sowohl pädagogisch als auch theologisch begründet.

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Religiöse Orientierung gewinnen - Denkschrift der EKD

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 Religiöse Orientierung gewinnen

Zwanzig Jahre nach »Identität und Verständigung« legt der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erneut eine Denkschrift zum Religionsunterricht vor. Nach der deut- schen Wiedervereinigung stand die Kirche vor der großen Aufgabe, die Perspektiven des in den alten Bundesländern etablierten Religionsunterrichts auch für die neuen Bundes- länder zu verdeutlichen und ihn im Rahmen der kirchlichen Mitwirkungsrechte entsprechend einzuführen. Das ist mittlerweile in überzeugender Weise gelungen und stellt zugleich eine wichtige demokratische Aufbauleistung dar. »Identität und Verständigung« war weit mehr als eine Schrift zum Religionsunterricht im engeren Sinn. Letztlich ging es ihr um das friedliche Miteinander von Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen in einem freiheitlichen demokratischen Staat. Früh verwies sie damit auf Entwicklungen und tiefgreifende gesellschaftliche Kontroversen, die sich in den folgenden Jahrzehnten immer wieder am Thema »Schule und Religion« festmachten und in politischen und juristischen Auseinandersetzungen bis hin zum Bundestag und zum Bundesverfassungsgericht niedergeschlagen haben.

Damit war und ist die eigentliche Herausforderung der Kirche im Blick auf ihre Bildungsverantwortung und ihr pädagogisches Handeln die religiöse und weltanschauliche Pluralität, die gerade auch in der Schule in den letzten zwanzig Jahren erheblich zugenommen hat. In der Grundschule haben – wie jetzt schon in den Kindertagesstätten – bald ein Drittel der Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund; der Anteil von muslimischen Schülerinnen und Schülern steigt kontinuierlich. In dieser Situation hat die Schule die Aufgabe, sowohl die je eigene Identität wie das Gemeinsame inmitten des Differenten zu stärken. Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, in einer pluralen Gesellschaft in gegenseitigem Respekt und friedlich zusammenzuleben. Dazu kann der Religionsunterricht einen entscheidenden Beitrag leisten.

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