Schulseelsorge

                                                                                    Innenhof des RPI – Foto: Mathias Weber

Schön wäre es, wenn hier wieder Menschen zu treffen wären, Fortbildung im direkten Kontakt möglich wäre.

Doch was an der Schule bereits beginnt, wird hier noch warten müssen, denn im RPI kommen Menschen aus allen Teilen Niedersachsens zusammen. Da sind die „regionalen Inzidenzen“ anders zu werten. Dennoch: Die meisten sehnen sich danach, dass es wieder wäre „wie vor Corona“, mit „normalen Begegnungsmöglichkeiten. Doch ganz so weit sind wir hier in Loccum leider noch nicht, auch wenn das, was wir mal „Normalität“ genannt haben, näher rückt. Längst ist klar, dass es noch langen Atem brauchen wird, bis wir weniger auf Abstandhalten und das korrekte Tragen von Masken achten müssen.

Das Arbeiten an der Schule ist indes nicht einfacher geworden: Die Heterogenität unter Schüler*innen hat sich in der Krise augenscheinlich noch verstärkt. Schulseelsorger*innen erzählen, dass sie Gereiztheit, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Übermüdung, Nervosität und ähnliches wahrnehmen – nicht allein bei Schüler*innen, auch bei Kolleg*innen und Eltern. Das alles sind normale Reaktionen in einer unnormalen Situation. Angst, den Anforderungen von Prüfungen nicht gewachsen zu sein, den Übergang in die nächste Schule nicht zu meistern, den Ausbildungsplatz nicht zu bekommen oder durch die Krise zu verlieren…. - je nach Schulform und -stufe beschäftigt Schüler*innen zu der Sehnsucht nach Normalität hinzu ganz Unterschiedliches. Auf Ängste und Sorgen einzugehen, weder blauäugig zu beschwichtigen noch zu dramatisieren - und innerlich flexibel zu bleiben für das, was dran ist, bleibt eine Herausforderung. 

Manch ein*e Schüler*in bräuchte jetzt auch dringend spezielle Förderung - die selten selbst eingefordert werden (kann), weil das wie `Schwäche´ aussehen könnte und weil es schwer ist, sich selbst einzugestehen, den Anschluss nicht halten zu können. Manche aber brauchen - mehr noch als fachliche - seelsorgliche Unterstützung. 

Um herauszufinden, was für wen das Richtige ist, ist das persönliche Gespräch wesentlich. 

Schulseelsorger*innen nehmen sich Zeit für Anliegen dieser Art und bringen Geduld mit. Das ist die Kernkompetenz der Schulseelsorge: Gespräche zu führen mit Wertschätzung, Vertrauen und Empathie. Auch unter Einbeziehung von Abstandsgeboten und Hygieneregeln ist dies möglich – ob beim Spazierengehen draußen, per Telefon, Emailkontakt oder im Chatformat. 

Das ist unschätzbar wertvoll für die Einzelnen und für den Schulbetrieb insgesamt! 

Bitte melden Sie sich gerne unter 05766 81144 oder bettina.wittmann-stasch@evlka.de, wenn Sie

  • eine Idee brauchen, wie Sie mit einer bestimmten Situation jetzt umgehen können,  
  • erprobte Projekte für andere weitergeben wollen (die wir ggf. auch auf diese Seite setzen können),
  • Fragen zur Schulseelsorge oder zur Ausbildung als Schulseelsorger*in haben
  • Unterstützung von Seiten der Schulseelsorge brauchen!

 

Ihre Bettina Wittmann-Stasch
 
 

Kontakt halten - Der Abendtalk Schulseelsorge als Angebot

Donnerstags, jeweils 19.30-21.00 Uhr

In der ungeraden Kalenderwoche bis zu den Sommerferien treffen sich Schulseelsorger*innen zum Ideenaustausch. Es geht es um ein systemisches Hinschauen auf das, was die Teilnehmenden gerade bewegt – jedes Mal neu und anders! Herzliche Einladung zum „digitalen Vorbeischauen“, mit oder ohne Getränk in der Hand!