Jugend&Kultur&Religion

Gymnasium Melle


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Akzeptanz kirchlicher Jugendarbeit bei Jugendlichen heutzutage - Ein Ländervergleich (Deutschland - Südafrika)

 

 

VerfasserInnen: Oliver Bähr, Dennis Erbeck, Ann-Kathrin Eschment, Antje Fiedler, Florian Jünger, Melanie Kampmann, Sören Keding, Sarah Kleymann, Henning Kohlmeier, Katrin Nutzmann, Sabine Reifenberger, Ellen Ronnsiek, Christian Rüffer, Katrin Voß, Christoph Werges, Anne Wüstehube, Mareike Wülfert

 

Betreuende Lehrkraft: Astrid Forster

 

Deutsche Gemeinde in Südafrika

Am Beispiel der Evangelisch-Lutherischen St Petersgemeinde Pretoria

Die Evangelisch- Lutherische Kirche Südafrika Natal- Transvaal (kurz: ELKSA NT) war ursprünglich eine deutsche Kirche, allerdings werden die Gottesdienste heute nicht nur in Deutsch, sondern auch in Englisch oder Afrikaans gehalten (s. M 2). Die ELKSA NT hat ca. 12000 Mitglieder, die sich auf 22 Gemeinden aufteilen und für die18 Pastoren zuständig sind.

Die Organisation unterscheidet sich von der in der deutschen Kirche insofern, dass sich die Institution auf eine kleine Kirchenleitung beschränkt, die sich nur aus dem Bischof und einigen Sekretären zusammensetzt. Dafür sind die Kirchengemeinden selbständiger, was sich vor allem in ihrer Form, den sog. "Freiwilligkeitsgemeinden" äußert, d.h., sie müssen für ihre Finanzen selbst sorgen. Je nach Gemeindegröße werden Beiträge für die Mitglieder festgelegt.

Die Kirchengebäude sind meist mit den Gemeindehäusern, z.T. auch mit den Pfarrhäusern verbunden.

Aufgrund der kleinen Gemeinden in einer großen Region besteht kaum eine natürliche Nachbarschaft oder ein ausgeprägtes Vereinsleben. Daher ist die Kirche der hauptsächliche Ort der Zusammenkunft, also auch der soziale Treffpunkt, und somit ist die Atmosphäre vertrauter und familiärer als in Deutschland. Die sonntäglichen Gottesdienste sind für die weit entfernt lebenden Gemeindemitglieder, besonders Farmer, ein Ausflug mit der gesamten Familie (Anfahrtswege 5-50km). Durch die Freiwilligkeitsstuktur sind die Mitglieder entsprechend engagierter und interessierter als in Deutschland, wo man durch die Taufe bereits Mitglied einer Gemeinde wird, auch wenn man keinen persönlichen Kontakt aufrecht erhält.

Hier ein Paar konkrete Zahlen: In Südafrika kommen ca.80% der Dorfgemeindenmitglieder zum Gottesdienst, bei den städtischen Gemeinden etwa 30%. In Deutschland sind es 5% und 2%.

Während bei der städtischen Gemeinde "Evangelisch- Lutherische Kirche Pretoria" (s. M 1) (Südafrika) von ca. 2800 Mitgliedern sonntäglich ca. 600 die Kirche besuchen, kommen in der Dorfgemeinde "Marienkirche Oldendorf" (Deutschland) nur ca. 60 Leute bei der gleichen Anzahl von Mitgliedern.

Die bereits angesprochenen weiten Anfahrtswege sind u.a. ein Grund für die wesentlich längere Dauer eines Gottesdienstes, damit er sich für die Besucher auch lohnt. Vor allem ist die Länge der Predigt auffallend (in der Regel ca. eine halbe Stunde). Es besteht eine bessere Hörfähigkeit, die auf eine insgesamt geringere Medienlandschaft zurückzuführen ist, sowie auf die stärkere Bereitschaft, Autoritäten zu akzeptieren.

 

Anhang:

M 1: Evangelisch- Lutherische St. Petersgemeinde Pretoria

Sören Keding, Dennis Erbeck, Christoph Werges, Oliver Bähr

 

 

 

Jugendarbeit in Südafrika

 

Einleitung zum Thema: Jugendarbeit in Südafrika

 

Wir haben uns in unserer Arbeitsgruppe mit dem Thema "Jugendarbeit in Südafrika" beschäftigt und sind aufgrund von Recherchen in Büchern und im Internet zu sehr interessanten Ergebnissen gelangt. Untersucht haben wir zum einen die Bedeutung, die die Jugendarbeit im Bezug auf das alltägliche Leben in diesem Land hat. Zum anderen haben wir versucht uns ein Bild davon zu machen, wie mit der Jugend gearbeitet wird und welche Fortschritte daraus resultieren.

 

Allgemeines zur Religion in Südafrika

 

Die Gemeinden in Südafrika setzen sich zum heutigen Zeitpunkt aus vielen verschiedenen Religionen zusammen. So gehören etwa 80% der Bevölkerung nach dem Stand von 1990 christlichen Religionsgemeinschaften an.

Die etwa 4000 unabhängigen Kirchen der Schwarzen haben hier die meisten Mitglieder. Ihr Anteil macht ungefähr 23% der gesamten Bevölkerung in Südafrika aus. Als Beispiele sind hier die "Zion Christian Church" und die "Nazareth Baptist Church" zu nennen, die großen Einfluß auf die Religionsgestaltung in Südafrika haben.

Weiterhin ist die Afrikaans-sprachige reformierte Kirche zu erwähnen. Die Nederduitse Gereformeerde Kerk hat mit 14% einen ebenso hohen Stellenwert in der Gesellschaft Südafrikas. Sie wurde in der Zeit der Holländischen Kolonisation nach Südafrika gebracht.

Eine weitere große Rolle spielt die Katholische Kirche. Mit 10% macht auch sie einen großen Anteil an den vielen verschiedenen Religionsgruppen in Südafrika aus.

Außerdem gibt es in diesem Land viele kleine Religionsgruppen, wie die Anglikaner, die durch die Englischen Einwanderer eingeführt wurde.

Ebenfalls haben die Methodisten und Lutheraner eine hervorgehobene Stellung in den Gemeinden Südafrikas.

Aufgrund dieses großen Aufgebots unterschiedlicher Religionsgemeinschaften gibt es oft Konflikte zwischen den einzelnen Interessengemeinschaften. Der religiöse Pluralismus, sowie die Sprachenvielfalt und die vielen unterschiedlichen Rassen führen also zu den häufig auftretenden Konflikten.

Ebenfalls entsteht ein großes Konfliktpotential aufgrund des Zusammentreffens von Christentum und Islam.

"Heidnische" Stammes- und Naturreligionen haben noch weite Nachwirkungen auf das heutige Südafrika. Dieser Geisterglaube und die Verehrung okkulter Gegenstände, führt häufig zur Bildung von Sekten.

Die Missionen des Christentums sorgten dafür, dass die Sklaverei in Südafrika abgeschafft wurde und das soziale Erfolge zu verbuchen waren. Dieses war zunächst jedoch nicht so einfach, da das Christentum oft als fremd angesehen und nicht akzeptiert wurde.

 

Beispiel für die Jugendarbeit in Südafrika

 

Hierzu führen wir ein Beispiel aus der heutigen Zeit an. Es beschäftigt sich mit der Arbeit, die eine Gemeinde aus Deutschland in Südafrika schon seit geraumer Zeit leistet.

Der Kirchenkreis Burgdorf pflegt seit mehr als 15 Jahren eine Partnerschaft zum südafrikanischen Kirchenkreis Johannesburg West.

Hierbei wird eine Partnerschaft zwischen den "Weißen" Deutschen und den "Schwarzen" Südafrikanern aufrechterhalten, die sich nicht nur auf finanzielle Unterstützung auf Seiten der Deutschen beschränkt, sondern es entwickelte sich eine langjährige Freundschaft zwischen den Pastoren der jeweiligen Gemeinden. " Ganz gewiss haben wir in den 15 Jahren viel für unsere Partner getan. Ganz gewiss haben wir aber auch sehr viel erhalten." (Zitat: Hans Dieter Pauli: Partnerschaftsbeauftragter)

Über diese Partnerschaft ist viel zu berichten, so zum Beispiel, dass durch die finanzielle Unterstützung der Gemeinde aus Burgdorf Möglichkeiten geschaffen wurden auch in Südafrika Kirchen zu bauen und somit für den Fortbestand eines langjährigen Austausches von Interessen und Reisegruppen zu sorgen.

 

Ziele und Aufgaben der Partnerschaft

 

Die Partnerstädte in verschiedenen Ländern der Welt und natürlich auch aus Deutschland wollen dafür sorgen, dass den Kindern und Jugendlichen in Südafrika eine schöne Zukunft auch mit der Kirche zurechtgelegt wird. Sie zielen nicht auf irgendeinen Vorteil hin, sondern möchten ermö0glichen, dass den Menschen eine Perspektive gesichert ist.

Die deutschen "Missionare" wollen dafür sorgen, dass die jungen Menschen in Südafrika eine Identifizierung mit der Kirche erhalten und sich vielleicht nicht mehr so allein fühlen, wenn sie einen Anlaufpunkt in den Gemeinden und Kirchen erhalten.

Sie rufen Diskussionsgruppen ins Leben, die zu Dialogen zwischen den vielen verschiedenen Konfessionen und Glaubensrichtungen führen sollen. Diese sollen dafür sogen, dass mit Vorurteilen aufgeräumt wird und die Jugendlichen sich vorstellen können, wie in anderen Religionen geglaubt und gebetet wird.

Im Allgemeinen sollen die Partnerschaften dazu beitragen, dass Jugendliche beginnen sich zu integrieren und sich nicht auf sich selbst gestellt fühlen müssen.

Die Missionare bilden hier eine gewisse Vorbildfunktion für die jungen Menschen und stellen ein Idol dar.

Unsere eigene Meinung im Bezug auf die Jugendarbeit

Die Missionsarbeit sollte man nicht unterbewerten, da sie eine fördernde Funktion in Bezug auf das Zusammenwachsen der unterschiedlichen kulturellen Gruppen im Land besitzt.

Durch die Konfrontation mit modernen Werten, wird sichergestellt, dass die sozial stärkeren Staaten eine Vorbildfunktion übernehmen.

Im günstigsten Fall führt dies zu einem Nacheifern, wodurch die Chancen der Entwicklungsländer auf einen Anschluß an die Industrieländer gewahrt werden.

Ebenso wichtig scheint e zu erwähnen, dass die Jugendarbeit zu einer Integration in das kirchliche Geschehen dient. Junge Menschen brauchen eine Anlaufstation für ihre Probleme und diese erhalten sie häufig in Form von Zuneigung auch von kirchlichen Vertretern.

Die Pastoren und Missionare aus anderen Ländern sind somit so etwas wie Vorbilder für die einheimischen Jugendlichen!

Zusammenfassend kann man somit sagen, dass die Jugendarbeit als sehr sinnvoll und fördernd angesehen werden kann!

 

Evangelische Kirche in Deutschland

1. Aufbau:

Die Evangelische Kirche in Deutschland ist die Gemeinschaft der 24 weitestgehend selbständigen lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen in der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeskirchen sind wiederum in Sprengel und die Sprengel in Kirchenkreise unterteilt.

Unsere Kirchengemeinde Melle-Petri gehört so z.B. zum Kirchenkreis Melle, welcher mit weiteren fünf Kirchenkreisen das Sprengel Osnabrück ausmacht und übergeordnet zur Evangelisch-Lutherischen-Landeskirche Hannover zählt.

Das Evangelische Kirchenwesen ist auf allen Ebenen föderal aufgebaut.

2. Mitgliederzahlen:

Im Jahr 1998 lebten in Deutschland ca. 55,78 Mio. Christen. Der Anteil der Christen an der Gesamtbevölkerung (~82 Mio.) betrug somit etwa 68%. Davon gehörten ca. 27,1 Mio. der Evangelischen Kirche an, deren westliche Gliedkirchen mit ungefähr 23,2 Mio. Mitgliedern deutlich über die östlichen Gliedkirchen dominierten.

Eine sehr beunruhigende Tatsache bildet die stetig fallende Tendenz der Mitgliederzahlen (siehe 4.).

3. Immer weniger Einnahmen und die Frage nach dem Notwendigen:

Sinkende Mitgliederzahlen (also ausfallende Einnahmen) aber auch eine, für die Kirchensteuer ungünstige wirtschaftliche Entwicklung, führen dazu, dass die Evangelischen Landeskirchen ihren Haushalt zurückfahren müssen.

Im Jahr 2000 bedeutete dieses z.B. für die Evangelische Landeskirche Hannover einen Rückgang des zur Verfügung stehenden Etats von 4,1% gegenüber 1998. Da besonders in den letzten Jahren aber sowohl Löhne und Gehälter als auch Sach- und Baukosten stetig angestiegen sind und deshalb an allen Ecken und Enden gespart werden muss, wird die Frage nach dem Notwendigen immer lauter. Um diese Frage beantworten zu können, nehmen wir die Kirchengemeindeordnung als Ausgangspunkt:

"Die Kirchengemeinde mit allen ihren Gliedern, Amtsträgern und Organen ist in ihrem Bereich für die Erhaltung und Förderung der rechten Verkündigung des Wortes Gottes und der stiftungsgemäßen Darreichung der Sakramente verantwortlich. Diese Verantwortung verpflichtet zum Zeugnis in der Öffentlichkeit, zur Wahrnehmung des Missionsauftrages der Christenheit in aller Welt und zum diakonischen Dienst"(§3, Abs.1).

Beim Umsetzen dieser Verordnung wird auch in unserem Kirchenkreis versucht, Anregungen aus unseren Erfahrungen mit der Ökumene (siehe 5.) einfließen zu lassen.

4. Mitgliederzahlen sinken; die Kirchen werden immer leerer...

Eine Tatsache, aber was tut man dagegen? Oder besser: Was sollte man dagegen tun?

Diese Frage stellt sich heutzutage fast jede (evangelische?) Kirche. Der Nachwuchs fehlt, die Kirchenbesucher werden immer älter und viele junge Leute treten nach der Konfirmation aus der Kirche aus.

Nun steht der Kirchenvorstand gleich vor mehreren Problemen. Zum einen muss die Tradition beibehalten werden, um die regelmäßigen Kirchgänger, und das sind meistens die älteren Gemeindemitglieder, nicht zu verärgern. Zum anderen muss die Jugend in die Kirche gelockt werden, denn diese ist aus verschiedenen Gründen häufig kaum vertreten. Begründet wird ihr Fortbleiben dann z.B. folgendermaßen: "Der Gottesdienst ist langweilig." , "Am Sonntag will ich ausschlafen." oder "Es ist ja sowieso immer das gleiche."

Aber die Jugend macht schließlich die Zukunft aus. Deshalb ist es wichtig, dass sie, aber genauso auch junge Familien mit kleinen Kindern weiterhin in die Kirche kommen, wenn die Gotteshäuser sich nicht noch weiter leeren sollen!

Die derzeitigen Eintritts- und Austrittszahlen liegen in Niedersachsen bei einem Nettoverlust von 23.000 Kirchenmitgliedern pro Jahr. Auf lange Sicht würde dies bedeuten, dass die Zahl der 18- bis 65-Jährigen sich halbierte während die Zahl der über-65-Jährigen in etwa konstant bliebe. Dieses Ungleichgewicht würde sich dann auch wieder negativ auf die Kirchenkassen auswirken, weshalb man sogar schon über ein neues System nachgedacht hat, bei dem die derzeitige Kirchensteuer durch eine örtliche Steuer ergänzt werden sollte.

4.2 Was tut die Kirche gegen diesen Mitgliederverlust??

Wir möchten dies am Beispiel der St. Petri Kirche in Melle erläutern. Auch

sie ist von den sinkenden Mitgliederzahlen betroffen und zeigt Versuche, die

jungen Menschen in die Kirche zu locken:

- Es werden spezielle Gottesdienste für Jugendliche angeboten die einmal im Monat stattfinden. Die Themenwahl ist auf die Jugend abgestimmt (z.B. "Was ist Glück oder Erfolg?"). Außerdem sitzt man in einem Kreis, wodurch die Jugendlichen aktiv zu einem Teil des Gottesdienstes gemacht werden. Es wird eine Diskussionsrunde gebildet, in die sich jeder einbringen kann. Die Dauer eines solchen Gottesdienstes beträgt etwa eine halbe Stunde. Danach lädt das evangelische Jugendheim zu einer "Konfusfete" ein. Die jungen Leute im Konfirmationsalter werden eingeladen, von 19 bis 22 Uhr ein bisschen im Jugendheim zu tanzen und zu plaudern. Freunde (auch anderer Konfession) dürfen natürlich mitgebracht werden.

- Kindergottesdienste sind nach den sonntäglichen Hauptgottesdiensten für die Kleinen ein attraktives Angebot. Hier wird gemalt und gesungen und es werden Geschichten erzählt. Dabei werden die Kinder gleichzeitig spielerisch an Gott herangeführt.

- Außerdem werden Gottesdienste für Familien mit kleinen Kindern angeboten.

Diese finden zu "familienfreundlichen" Zeiten ebenfalls einmal im Monat statt.

Hier ist es egal, ob Kleinkinder einmal lauter sind. Denn sie sollen nicht gezwungen

werden still zu sitzen und ruhig zu sein. Wenn sie möchten, dürfen sie auch herumlaufen.

- Ansonsten werden Bastelnachmittage, Freizeiten, Ausflüge und vieles mehr

angeboten, um auch nach der Konfirmation die Möglichkeit zu geben, an christlichen

Aktivitäten teilzunehmen.

- Zahlreiche Mütter- und Väterrunden, Seniorentreffen und Ähnliches bieten

Einbindungsmöglichkeiten, Beratung und Hilfe für jede Altersgruppe.

- Seit dem Jahr 2000 werden alle drei Monate sogenannte "Meditationsgottesdienste" gefeiert. Dabei soll der Gläubige zur Ruhe und klaren Gedanken finden.

- Und natürlich wird der Gottesdienst jeden Sonntagmorgen um 9.30 Uhr gehalten, in dem einmal monatlich auch das heilige Abendmahl gefeiert wird. Dieser Gottesdienst verläuft im Wesendlichen jedes Mal nach dem selben Schema:

- Eingangsteil: Rüstgebet, Introitus (Psalm, im Wechsel gesungen) oder Eingangslied, Kyrie (Herr, erbarme dich), Gloria (Ehre sei Gott in der Höhe), Gruß, Kollektengebet

- Wortteil: Epistellesung, Wochenlied, Evangelienlesung, Credo (Glaubensbekenntnis), Predigt, Predigtlied, Abkündigungen, Dankopfer, Fürbittengebet

- Sakramentsteil: Präfartion (Dankgebet), Vaterunser, (nur beim Abendmahl: Einsetzungsworte, Austeilung, währenddessen Agnus Dei (Christi, du Lamm Gottes), Schlusskollekte, Dankgebet

- Schlussteil: Entlassung (Geht hin in Frieden), Segen

Musikalische Unterstützung liefert manchmal der Posaunenchor.

- Gemeinsam mit unseren Nachbargemeinden (St. Matthäus, Paulus, Ev.-reformierte Gemeinde)werden aber auch ökumenische Gottesdienste gefeiert. Diese werden dann in der Regel an den gemeinsamen Festtagen zelebriert.

Es wird also allerhand angeboten, doch der wirkliche Erfolg bleibt aus.

Mit diesem Problem wird die Kirche wohl in den kommenden Jahren weiter zu kämpfen haben. Aber was genau man gegen den Mitgliederrückgang machen kann, weiß niemand.

Kirche im Zeitalter, wo sich fast alles physikalisch, genetisch, oder stammesgeschichtlich erklären lässt, wird von so manchem als "nicht mehr zeitgemäß" empfunden.

Welcher Jugendliche kann schon von sich behaupten, dass er alles glaubt, was in der Bibel steht und sich heute 2000 n.Chr. mit den Geschichten von Jesus und seinen Wunder identifizieren kann.

 

5.Ökumene

5.1 Was ist Ökumene ?

Der theologische Begriff Ökumene steht für die Gesamtheit aller christlichen Kirchen. Ökumene bezeichnet auch das Bestreben dieser Kirchen zu einer sichtbaren Gemeinschaft auf der Grundlage des gemeinsamen christlichen Glaubens.

5.2 Konfessionelle Wirklichkeit der Ökumene

In der Vergangenheit erstreckte sich die christliche Ökumene nie wirklich über die gesamte Erde. Heute jedoch existieren weltweit christliche Gemeinden und Gemeinschaften in einer großen konfessionellen Vielfalt. Rund 400 Mio. Menschen gehören den Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) an. Die Vielschichtigkeit der konfessionellen Wirklichkeit wird nur unzureichend erfasst. Grund dafür ist die Problematik, dass innerhalb der Gesamtchristenheit diese zum Teil weltweit verbreiteten Körperschaften meist nicht nebeneinander leben, sondern sich in vielen Fällen gegenseitig ihre Christlichkeit oder ihren Charakter als Kirche absprechen und untereinander keine Kirchen – und Abendmahlsgemeinschaft pflegen. Die Taufe ist die einzige Gemeinsamkeit , die alle christlichen Kirchengemeinschaften miteinander teilen. Das kommt daher, weil sich die Konfessionen in verschiedenen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Umfeldern unterschiedlich entwickelt haben und eigene Denkweisen, Frömmigkeitsstile kirchlicher Strukturen und liturgischer Traditionen herausbildeten. Vergleicht man nun USA mit Europa, stellt man fest, dass die konfessionellen Verhältnisse verschieden sind.

5.3 Entwicklung der Ökumene

Geprägt ist die gegenwärtige Ökumene vor allem durch die Institutionen der konfessionellen Weltbünde, durch die zahlreichen Kirchenunionen und Unionsverhandlungen in 25 Ländern sowie durch die vielfältigen Initiativen der ökumenischen Bewegung. Die ökumenische Praxis in den Kirchen und besonders den Ortsgemeinden äußert sich u.a. in ökumenischen Gebetstagen (z.B. dem Weltgebetstag der Frauen), Wortgottesdiensten und Trauungen, im Gebrauch gemeinsamer Bibelübersetzungen, Gesangsbüchern und in gemeinsamen Stellungnahmen zu sozialethischen Fragen. Die praktische Zusammenarbeit basiert auf die gemeinsame Flüchtlings – und Nothilfe oder entwicklungspolitische Projekte bis hin zur Einflussnahme auf politische Entscheidungsprozesse.

Durch die Ökumene gewannen in den letzten Jahrzehnten die Kirchen an moralischem Ansehen und gesellschaftspolitischer Wirksamkeit. Jedoch verloren sie im Bereich der Sexualethik ständig an Einfluss. Darüber hinaus ist ein steigendes Desinteresse vieler Bürger an theologischen Streitfragen zu beobachten, was dazu führt, dass ein sinkendes, ökumenisches Engagements in den Kirchen zu verzeichnen ist. Erschwerend kommt hinzu, dass in den Kirchen eine starke Konkurrenz nichtchristlicher Religionen festzustellen ist.

5.4 Zukunftsaussichten

Experten zufolge ist die grundlegendste Aufgabe in der Ökumene das Erreichen einer sichtbaren Kirchengemeinschaft sowie die Umsetzung allgemeiner ökumenischer Vorstellungen, zum Beispiel die Einigung in Bezug auf die Taufe oder der Eucharistie. Eine weitere wesentliche Aufgabe ist das Abbauen von Vorurteilen und trennenden Gegensätze durch die ökumenische Erziehung und das ökumenische Lernen.

Als Problem für die Ökumene stellt sich die demographische Entwicklung dar. Das heißt, dass der nichteuropäische und nichtamerikanische Teil der Christen zahlenmäßig immer größer wird. Dies bedeutet sie wird zunehmend "farbiger", "jünger" und "ärmer".

Außerdem wird es einschneidende Veränderungen in der Theologie geben. So zum Beispiel verliert das theologische Denken gegenüber neuen Theologien aus Lateinamerika und Afrika immer mehr an Bedeutung. Deshalb kommt es in den letzten Jahrzehnten zu weltweiten Bewegungen für "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" sowie zu ökumenischen Initiativen.

 

Jugendarbeit in Deutschland

Inhaltliche Gliederung

1. Fragebogen zur Jugendarbeit

2. Interview mit einer Jugendbeauftragten

3. Thematisch relevante Kichenstrukturen

3.1. Struktur und Aufbau der evangelischen Jugend in der Kirche

3.1.1. Kirchenkreisjugenddienst(Kkjd)

3.2. Strukturen-evangelische Jugend-Kirche-Jugendpolitik

4. Zusammenfassende Stellungnahme

 

1. Fragebogen

1. Fragebogen zur Jugendarbeit in Deutschland

__  männlich   __ weiblich

Alter: __ unter 20    __ unter 30    __ unter 40    __ über 40

Welcher Konfession gehören sie an

__ evangelisch    __ katholisch

andere:_____________________

Haben Sie Ihren Glauben der Tradition wegen oder aus eigener Überzeugung angenommen, oder evt. Beides?

__ Überzeugung    __ Tradition    __ beides

Sind Sie in irgend einer Weise in ihrer Gemeinde tätig und wenn ja in welcher?

__ ja    __ nein

_______________________________

Welche Angebote kennen Sie, die in ihrer Gemeinde angeboten werden

für Kinder:_______________________

für Jugendliche:___________________

für Erwachsene und Senioren:________

Welche Angebote sind ihrer Meinung nach überflüssig bzw. nicht sinnvoll, welche sollten noch ausgebaut werden?

________________________________

Welche Aktivitäten/Angebote fehlen ihrer Meinung nach?

________________________________

Finden Sie, dass von der Kirche zuwenig "jugendfreundliche" Aktivitäten stattfinden?

__ ja    __ nein

Würden Sie sagen, dass in der Jugendarbeit der Kirche eher das Religiöse oder eher das Gemeinschaftliche eine Rolle spielen sollte und warum?

__ ja    __ nein

Begründung:_______________________

Sollte der Gottesdienst mehr an Jugendliche angepasst werden und wenn ja wie?

__ Ja, er sollte angepasst werden    __ Nein, er ist gut wie er ist

Begründung:_______________________

Denken Sie, dass die Kirche eine Zukunft hat, wenn die jetzt Jugendlichen "alte

Leute" sind, unter Berücksichtigung der heutigen Teilnahme Jugendlicher an der

Kirche?

__ hat Zukunft    __ hat keine Zukunft

Begründung:______________________

________________________________

 

Auswertung des Fragebogens

 

60 Prozent waren weiblich

83 % evangelisch:

64 % Tradition, 4 % Überzeugung, 32 % beides

84 % nicht in ihrer Gemeinde aktiv, sonst Jugendgruppen – arbeit(Freizeiten, Leitung von Gruppen etc.), Chöre und Musikgruppen, Bastelnachmittage, Gestaltung von Jugendgottesdiensten

Kinder- und Jugendgottesdienste, Zeltlager, Jugenddiscos, Freizeiten, Spielnachmittage, Chöre, Seniorenabende, Frauenfrühstück, Konfirmandenunterricht

69 % äußerten sich nicht; sonst wurde meistens die Jugendarbeit und die Altenpflege als ausbaubedürftig beschrieben, einzelne Angebote wie Freizeiten, Jugendgruppen als angemessen beurteilt

82 % empfanden das Angebot ausreichend, sonst wieder Jugendarbeit angesprochen oder sie äußerten sich nicht

63 % waren für einen Ausbau von Angeboten für Jugendliche

89 % für das Gemeinschaftliche, 8 % finden beides gleichrangig, 3 % sehen das Religiöse im Vordergrund

Begründungen: Religiöse altmodisch, langweilig, abschreckend; Gemeinschaftliches steht im Zusammenhang mit der Religion, da bei beidem die Nächstenliebe wichtig ist und beides einander miteinander verbinden sollte

4 % sind für einen angepassteren Gottesdienst: er soll moderner und ansprechender

und eventuell auch von Jugendlichen gestaltet werden( z.B. durch moderne Musik und neue Lieder, aktuellere Themen und eine lockere Atmosphäre; 24 % wollen den Gottesdienst so lassen, da sowieso nur alte Leute hingehen und sich dafür interessieren würden,12 % ist es egal oder enthalten sich, da sie sowieso nicht zum Gottesdienst gehen würden

32 % denken Kirche hat eine Zukunft, da sich auch heute schon junge Leute engagieren würden, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Kirche sich modernisiere, 49 % denken sie habe keine Zukunft da sie die Leute nicht anspreche und immer weniger Leute sich für andere oder anderes einsetzten sondern nur an sich denken würden;

 

 

2. Interview mit einer Jugendbeauftragten

Als Gegengewicht zu der Umfrage unter den Jugendlichen interviewten wir im Folgenden die für die Jugendarbeit zuständige Diakonin Jutta Holst aus der Meller Paulusgemeinde. Ihre Aufgaben in diesem Bereich liegen sowohl in der direkten Arbeit mit Jugendlichen, als auch in der Organisation und Verteilung von Aufgaben.

Aus dem Abriss, den uns Frau Holst über das Angebot und die Strukturierung der Jugendarbeit gab, ging hervor, um was für ein komplexes Themengebiet es sich hierbei handelt. So richte sich laut Frau Holst das Angebot an nahezu alle Altersgruppen, beginnend mit den Kleinkindern, wenn man die Mutter-Kind-Gruppe einschließt, bis über zu eigentlich schon volljährigen, aber noch immer interessierten Teilnehmern. Unterschieden werde hierbei zwischen regelmäßigen-, wie den wöchentlich stattfindenden "Gruppen" und unregelmäßigen Angeboten wie z.B. "Freizeiten" oder saisonabhängigen Veranstaltungen wie einer "Weihnachtswerkstatt".

Geplant werden die Veranstaltungen im GJK(Gemeindejugendkonvent), dem alle für diesen Bereich zuständigen Mitarbeiter beiwohnen und in einem allmonatlichen Treffen eine Vorauswahl der Mitarbeiter, des Zeitpunkts, der Grundidee, etc. festlegen. Hierbei werden auch gerade Jugendliche selbst eingebunden, weil dies auch bei den Jugendlichen selbst zu einem Lerneffekt führe und so außerdem eine zu stark klaffende Altersdistanz zwischen Betreuern und den Teilnehmern verhindert werde. Dies stöße immer wieder auf starke Resonanz, obwohl, so Frau Holst, in bestimmten Altersgruppen auch mal eine Umorientierung stattfinde.

Generell werden die Teilnehmer über die Kindergärten oder Schulen angeworben, daneben werden viele von selbst in der Gemeinde verwurzelten Eltern motiviert.

Die Arbeit selbst beschäftigt sich natürlich mit dem Glauben und der Kirche, das Angebot ist allerdings vom Alter der Teilnehmer abhängig und werde über ein Rahmenprogramm behandelt. So beschäftigen sich die bis 10jährigen hauptsächlich über Bastelarbeiten und Spiele mit christlichen Themen, wobei ältere auch durch die direkte Diskussion Zugang finden.

Für die Zukunft wird geplant das Angebot noch zu erweitern, um ein möglichst breites Publikum anzusprechen.

 

3.1 Struktur und Aufbau der Evangelischen Jugend in der Kirche

 

 

Landeskirche

 

Sprengel

 

Kirchenkreis

 

Kirchengemeinde

 

 

Kirchengemeinde: In der Kirchengemeinde gibt es den Mitarbeitskreis. Hier treffen sich alle ehrenamtlichen und hauptberuflichen MitarbeiterInnen der Jugendarbeit, ein/e KirchenvorsteherIn und bis zu drei vom Kirchenvorstand berufene Personen. Förderung der Anleitung und Ausbildung ehrenamtlicher MitarbeiterInnen, Vorschläge zur Berufung ehrenamtlicher MitarbeiterInnen, Anhörung vor der Anstellung von hauptberuflichen MitarbeiterInnen mit dem Schwerpunkt Jugend, Entsendung von zwei VertreterInnen in den Kirchenkreisjugendkonvent sind u.a. die Aufgaben und Inhalte des Mitarbeitskreis.

 

Kirchenkreis: Auf dieser Ebene gibt es den Kirchenkreisjugendkonvent (KKJK), die KirchenkreisjugendwartIn (KKJD) auf den ich im folgenden noch näher eingehen möchte und den/die JugendpastorIn. Der KKJK ist dafür da, die Belange der Evangelischen Jugend wahrzunehmen und zu vertreten. Weitere Aufgaben sind: die Koordinierung und Planung der Jugendarbeit im Kirchenkreis, Verteilung der finanziellen Mittel des KKJK, Vorschlag für die Berufung von KirchenkreisjugendpastorInnen, Wahl von VertreterInnen in den Sprengeljugendkonvent, in den Kreisjugendring und in den Kirchenkreistag, Planung von Seminaren und Freizeiten, die vom Kirchenkreisjugenddienst durchgeführt werden. Der/Die KirchenkreisjugendwartIn arbeitet im KKJD und hat somit sozusagen die Geschäftsführung der Belange der Evangelischen Jugend inne( weitere Inhalte siehe KKJD).

 

Sprengel: Auf Sprengelebene gibt es den Sprengeljugendkonvent.

 

Landeskirche: Hier gibt es die Landesjugendkammer, den/die LandesjugendpastorIn und den/die Landesjugendwartin.

 

 

3.1.1 Kirchenkreisjugenddienst (KKJD)

 

Der Kirchenkreisjugenddienst ist sozusagendie Geschäftsführung der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis. Es gibt aber noch andere Aufgaben, denen hier nachgegangen wird. Dazu gehören:

 

 

- Die Unterstützung und Entlastung von jGremien z.B. Kirchenkreisjugendkonvent

- Kontakt und Verbindung zu jugendpolitischen Gremien und Verbänden, Sportjugend, kath. Jugend

- Ausbildung, Begleitung und Beratung ehrenamtlicher MitarbeiterInnen in den Gemeinden und im Kirchenkreis

- Organisation und Durchführung von Freizeiten, Seminaren und Aktionstagen

- AnsprechpartnerIn für alle Nachfragen und Probleme, welche die Jugendarbeit betreffen

- Praktische Lebenshilfe (Seelsorge) für alle MitarbeiterInnen und Jugendliche aus dem Bereich Evangelische Jugend

- Zusammenarbeit mit dem Landesjugendpfarramt

 

 

4. Zusammenfassende Stellungnahme

Aus dem Grundtenor lässt sich schließen, dass die Jugendarbeit in Deutschland ausreichend ist, da 82 % die Teilnehmer des Fragebogens sagen, dass genügend Angebote vorhanden wären und Frau Holst, wie auch die Befragten eine breite Palette an Offerten bescheinigen. Das Angebot erstreckt sich für Kinder bis Rentner von Mutter-Kind-Gruppen bis Seniorenabenden. Es wurde wenig an den möglichen Aktivitäten moniert, die musikalisches, kreatives, gemeinschaftliches und unterhaltsames beinhalten würden.

Nun stellt sich aber die Frage, warum die Tendenz trotz Zufriedenheit dahingeht, dass immer weniger Jugendliche sich an den Aktivitäten beteiligen. Dies liegt an der mangelnden Religiösität der potentiellen Teilnehmer. Aus dem Fragebogen lässt sich entnehmen, dass nur für 11 % der Befragten der Glaube eine Rolle spielt und der Rest nicht religiös ist. Da aber die Angebote auch immer etwas mit Glaubenssachen zu tun haben, z.B. Andachten, sind mehr Jugendliche eher anderweitig beschäftigt, beispielsweise in Sportvereinen. Durch den Voranschreitenden Wertewandel in der Gesellschaft, dessen Essenz die Säkularisierung und Individualisierung ist, wird immer weniger an die Gemeinschaft und religiös gedacht. Dies kann man daran erkennen, dass die Befragten die Kirche moderner gestaltet sehen wollen und die Mehrheit denkt, dass die Kirche nur für alte Generationen konzipiert sei und durch die zunehmenden individuellen Tendenzen der Bevölkerung der Kirche keine Zukunft bescheinigen.

Man kann resümierend sagen, dass zwar genügend Angebote für Jugendliche vorhanden sind, diese aber nicht ausreichend von der Klientel angenommen wird.

 

Methodische Vorgehensweise

 

Nach Beratung und Abstimmung in unserem Religionskurs, haben wir uns entschieden an diesem Projekt teilzunehmen.

Die Bestimmung des Themas "Akzeptanz kirchlicher Jugendarbeit bei Jugendlichen heutzutage-ein Ländervergleich (Deutschland-Südafrika)" fiel uns relativ leicht, da viele Schüler unseres Kurses selbst in der kirchlichen Jugendarbeit ihrer Gemeinde tätig sind.

Die Idee das Thema kirchliche Jugendarbeit um einen Ländervergleich zu erweitern entstand, weil ein Schüler unseres Kurses selbst in Südafrika gelebt hat und auch immer noch über Kontakt dorthin verfügt.

Nachdem wir das Hauptthema bestimmt hatten, teilten wir uns in vier Gruppen auf.

 

 

Die Teilthemen:

 

Nutzung von Kirchenhäusern

Evangelische Kirche in Deutschland

Jugendarbeit in Deutschland

Kirche in Südafrika

Jugendarbeit in Südafrika

 

Diese Gliederung läßt sich damit erklären, dass wir uns vom Allgemeinen zum Speziellen vorgearbeitet haben. So sind wir mit einem "lustigen" Beispiel zur Nutzung von Kirchenhäusern eingestiegen, um uns über weitere Punkte bis hin zur Jugendarbeit in Südafrika vorzuarbeiten, und letztendlich einen Ländervergleich hergestellt zu haben.

 

 

Umnutzung von Kirchenhäusern

 

Während unseres Projektes beschäftigten wir uns mit der Umnutzung von Kirchenhäusern. Seit Jahren ist der Trend zu immer kleineren Gemeinden festzustellen. Kirchenaustritte und nur noch passive Mitgliedschaft tragen dazu ihren Teil bei, so dass Gemeinden zusammen gelegt werden müssen und Kirchen leer stehen. Auf unsere Frage, wie man diese leer stehenden Kirchen neu nutzen könnte, stießen wir auf mehrere Ideen, die heute schon Realität sind.

Hier haben wir die neuen Nutzungen in tabellarischer Form festgehalten.

 

Ort

Kirche

Nutzung

Hoya

Martinskirche

Kulturzentrum

Neustadtgödens

Ehemalige evangelisch-reformierte Kirche

jetzt Wohnhaus,

früher auch Gummifabrik und Lagerraum

Ehemalige Mennonitenkirche

jetzt Café,

früher auch Militärdepot, Turnhalle und Beerdigungskapelle

Ehemalige Synagoge

jetzt Galerie,

früher auch Farbenlager und Feuerwehrhaus

St. Andreasberg

Ehemalige katholische Kirche

Bierrestaurant

 

Neue Nutzungen, wie die oben aufgeführten, treffen größtenteils auf Zustimmung, auch in Ländern wie England und den Niederlanden dienen viele Kirchenhäuser mittlerweile säkularen Zwecken.

Solange der Charakter der Begegnungsstätte aufrecht erhalten bleibt, ist es für die meisten Menschen kein Problem, die neue Art der Nutzung zu akzeptieren.

Ehemalige Kirchen allerdings als Autowerkstatt zu nutzen geht vielen Menschen dann aber doch zu weit. Dies soll aber allerdings auch schon z. B. in St. Petersburg umgesetzt worden sein, wie wir bei unseren Nachforschungen herausfanden.

Bei der Diskussion in unserer Kleingruppe setzte sich bei uns die Meinung durch, dass wir eine Umnutzung von Kirchen sehr positiv finden, denn ihr Abriss würde unsere Kultur zu sehr verdrängen. Schließlich sind wir es gewohnt, in einer Stadt oder einem Dorf einen Kirchturm vorzufinden, der meistens das Stadtbild entscheidend prägt.

Diese Meinung vertritt auch die hannoversche Hanns-Lilje-Stiftung, die Fördermittel für Kunst- und Kulturprojekte bereitstellt.

 

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