Jugend&Kultur&Religion
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The Green Mile Ein religiöser Film
Verfasserinnen: Cornelia Dähne, Jessica Meyer, Kristina Scheske, Nelli Steinhauer, Miriam Stehling, Iris Witte
Betreuende Lehrkraft: Karin Aulike
Inhaltsverzeichnis Vorwort Figurenkonstellation und Charakteristik Religiöse Symbole: Einleitung Tabellarische Gegenüberstellung: Religiöse Symbole – Christentum John Coffey als Gesandter Gottes Todesstrafe und Religion Todesstrafe heute Was denken Jugendliche über "The Green Mile" Nachwort Anhang Anmerkung Schaubild: Figurenkonstellation und Charakteristik Interviews - beigefügte Videokassette
Vorwort
Religion ist heute für viele Jugendliche nur noch ein Begriff. Dabei merken wir nicht, dass uns das moderne Christentum im täglichen Leben mehr begleitet, als wir es zunächst annehmen. "Der moderne Glaube" spiegelt sich nicht nur in vielen Filmen und Songs wieder, sondern auch in unserer Denkweise und unseren Moralvorstellungen. Der Film "The Green Mile" ist nur einer von vielen, der sich mit Fragen über "Leben und Tod", "Gut und Böse" und "Richtig und Falsch" beschäftigt. Mit der Teilnahme an dem Wettbewerb Jugend – Kultur – Religion wollen wir uns einigen dieser Fragen stellen und sie vor dem Hintergrund christlich geprägter Denkweisen betrachten. Das Kapitel "Todesstrafe" und das angefertigte Schaubild "Figurenkonstellation und Charakteristik" scheinen auf den ersten Blick nichts mit Religion zu tun haben. Mit Sicherheit würde ein Hindu oder Moslem diese Themen aber ganz anders behandeln. Der Film ist eine Mischung aus verschiedenen Religiösen Vorstellungen. Aberglaube und Esoterik kommen ebenso vor, wie Magie und Zauberei. Im Mittelpunkt steht aber immer noch die Nachahmung des biblischen Jesus, welcher nach dem christlichen Glauben der Gesandte Gottes war. Wir wollen deshalb die Religiösen Symbole in dem Film herausstellen, und sie dem biblischen Christentum gegenüberstellen. Abschließen d soll ein Interview mit Jugendlichen, welche den Film "The Green Mile gesehen haben, zeigen, dass wir die religiösen Merkmale in Filmen oft zwar unbewußt wahrnehmen, aber nicht weiter darüber nachdenken. Wer Religion verstehen will, muß sich mit ihr auseinandersetzen. Als Quellen dienen uns neben dem Videofilm "The Green Mile", das Internet und die Bibel.
Religiöse Symbole: Einleitung Wie wir schnell feststellten, hat der Film "The Green Mile", und damit auch das gleichnamige Buch von Stephen King, eine hohe Religiosität. Die Hauptperson John Coffey ist ein neuzeitlicher Jesus Cristus, welcher Wunder vollbringt, nur Gutes will und dennoch unschuldig zum Tode verurteilt wird. Im Handeln der Charaktere erkennen wir eine Interpretation des Neuen Testaments, in der versucht wird, Vorstellungen von Gut und Böse, Leben, Tod und Auferstehung, unserem Glauben anzugleichen. Wir halten es für sinnvoll, die vielen religiösen Symbole des Films tabellarisch dem Christentum gegenüber zu stellen. In einem Text gehen wir nur auf die Person John Coffeys als Gesandten Gottes ein.
Tabellarische Gegenüberstellung: Religiöse Symbole – Christentum
John Coffey
Fortlaufende religiöse Symbole aus dem Film
Symbole des Teufels
John Coffey als Gesandter Gottes Auf den ersten Blick würde keiner auf den Gedanken kommen, in einer Figur wie John Coffey eine neuzeitliche Verkörperung des Jesus zu sehen. Doch bei bewußtem Aufnehmen des Filmes "The Green Mile" springen einem die Hinweise nur so zu, dass der große, schwarze Sklave mit den treuen Augen, welcher Angst im Dunkeln hat, in Wirklichkeit kein Mörder, sondern ganz im Gegenteil - ein Wunderheiler ist. John Coffey trägt die Initialen "J. C.", wie auch "Jesus Christus". Jedoch zieht dieser Jesus weder durch die Lande und kündigt Gottes Himmelreich an, noch schart er seine Jünger um sich oder gibt sich als den Sohn Gottes aus. Er weiß noch nicht einmal seine innere Kraft zu verstehen oder mit ihr umzugehen. John findet keine großen Worte oder Gleichnisse um den Willen Gottes zu erklären. Doch auch er wird unschuldig zum Tode verurteilt. Ebenso wie bei Jesus ist seine Unschuld zwar klar, aber auf Grund des von Vorurteilen geprägten Hasses gegen John als Schwarzen schenken ihm Viele keinen Glauben. Er trägt sein Schicksal aber in dem festen Glauben an ein Leben nach dem Tod. John scheint "vom Himmel gefallen zu sein; so einer tötet nicht", sagt Paul, der Gefängniswärter - wohl der einzige, welcher John von Anfang an für unschuldig hält. John hat die Fähigkeit in die Seele anderer Menschen zu blicken. Er erkennt "Gute" und "Böse". Außerdem kann er Leiden durch andere hindurch spüren und hat auch noch die Gabe zu heilen. In einer der "dramatischen Wunderheilungen", saugt John Coffey den Schmerz von Pauls Harndrüsenentzündung in sich auf und erlöst diesen so von seinen wochenlangem Leiden. Noch weitere Male nimmt John eine ähnliche Heilung vor: Er erweckt eine tote Maus zu neuem Leben und heilt die todkranke Frau des Gefängnisdirektors in einer nächtlichen Befreiungsaktion von ihrem Tumor. Jesus hat ebenfalls unzählige Heilungen vollbracht. Hinterher folgten ihm die, welche das Wunder gesehen oder erlebt hatten, oft ihr ganzes Leben lang. In "The Green Mile" sind es die Gefängniswächter, welche John bis in seinen Tod hinein (Paul auch noch später) begleiten. Paul stellt sich die Frage, ob so ein Wunder Gottes einfach hingerichtet werden darf. Doch scheint es nichts zu geben, was Johns Unschuld beweisen könnte. John nimmt das schlechte Gewissen von Paul, ihm nicht geholfen zu haben, mit den Worten: "Ich bin müde immer unterwegs zu sein. Menschen, die streiten, das ganze Leid auf der Welt, ich ertrage es nicht mehr." Auch Jesus wusste, dass Judas ihn verraten und Petrus ihn verleugnen würde, trotzdem vergab er Beiden. In dem Film bestraft John die bösen Männer (Percy und Wild Bill). Wild Bill ist der wahre Mörder. "Er hat die Mädchen mit der Liebe füreinander getötet. So passiert es überall auf der Welt, jeden Tag", sagt John. Der Teufel nutzt unsere verletzlichen Seiten, um uns zu töten.
Letzter Wunsch und Exekution John geht seine "grüne Meile" entlang, ebenso wie Jesus mehrere Stationen durchlief bevor er gekreuzigt wurde. Eine Parallele lässt sich zwischen dem Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern und Johns letztem Wunsch, das von Pauls Frau gebackenen Maisbrot zu essen, ziehen. Im Kino sitzend (ein weiterer letzter Wunsch), lässt das Licht des Projektors einen Heiligenschein um Johns Kopf erscheinen. Auf der Leinwand tanzt ein junges Paar zu dem Lied "I am in Heaven". So wie hier im Kino stellen wir uns das Leben im Paradies vor. Vor John werden zwei andere Verbrecher exekutiert. Auch in der Bibel heißt es, dass zwei Übeltäter mit Jesus gekreuzigt wurden - einer zu seiner rechten und einer zu seiner linken Seite. Als John in den Raum mit dem Elektrischen Stuhl hineinkommt, tönen ihm die haßerfüllten Rufe des Volkes entgegen. "Lasst ihn zweimal schmoren." Jesus wurde auch vom Volk verurteilt (Luk 23: 13-25) Später spotteten sie ihn und forderten, "dass er sein Gesicht verliere, als wahrer König der Juden." John wahrt sein Gesicht, indem er sich weigert die schwarze Maske überzuziehen. Der Spruch "Gott möge deiner Seele gnädig sein", ist Teil der Exekutionszeremonie, welche für den Glauben und die Angst vor dem jüngsten Gericht spricht. Jesus brauchte diese Angst nicht zu haben. (Luk 23: 46, Ich befehle meinen Geist in deine Hände). John singt "I am in Heaven", um sich die Angst des Todes zu erleichtern. Im Moment von Jesu Tod soll es ganz finster geworden sein und ein Blitz habe den Tempel zerrissen (Luk 23: 44-45).Diese Dramatik, welche bestätigt, dass dies wahrhaftig ein frommer Mann war, wird in "The Green Mile" mit durchbrennenden Glühbirnen und einem leuchtenden Funkenregen ersetzt.
Die Kraft des Lebens wird später in Paul und der Maus Mr. Jingles weitergetragen. Beide können nicht sterben, "denn wer glaubt, wird das ewige Leben haben".
Todesstrafe und Religion "Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden." Christen Glauben an Jesus. Seine Lehre zeigt vor allem religiöse Einstellungen im täglichen Leben. Jesus selbst erließ keine Gesetze oder Strafen, sondern man kann seine Lehre aus seinen Aussagen und seinem Leben ableiten. Diese Lehre ist in Form des Neuen Testaments niedergeschrieben. In Matthäus 5, 38-39 steht geschrieben: - "Ihr habt gehört, dass gesagt ist (2.Mose 21, 24): "Auge um Auge, Zahn um Zahn." Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar." Dieses zeigt, dass die christliche Lehre u.a. darin besteht, sogar seine Feinde zu lieben wie sich selbst und ihnen zu verzeihen für das, was sie böses tun. Jesus widerruft die Lehre des Alten Testaments, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und sagt, man solle verzeihen und nicht das wieder tun, was einem angetan wurde. Somit ist die Todesstrafe nicht mit diesem Punkt der christlichen Lehre zu vereinbaren. Ein anderes Beispiel hierfür ist die Steinigung der Ehebrecherin. (Johannes 8) Jesus sagt, als er gebeten wird die Frau zu verurteilen: - "Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein." Das heißt, er gestattet nur jenen die Todesstrafe zu vollstrecken, die selbst ohne Sünde sind. Jesus lehrt außerdem, dass jeder Menschen ein Teil der Schöpfung und ein Kind Gottes ist. Deshalb kann man wie folgt begründen: "Wir hören nie auf Kinder Gottes zu sein, egal wie schwer wir sündigen. Im Ersten Brief des Johannes 2, 12 offenbart Jesus: - "Liebe Kinder, ich schreibe euch, dass auch die Sünden vergeben sind um meines Namens Willen." Durch den Sühnetod Jesu sind unsere Sünden vergeben, wenn wir um Vergebung bittet. Dass heißt aber nicht, dass man ohne weiteres Unrecht begehen kann, sondern dass es nicht in unserer Hand liegt Menschen, die schwere Sünden begangen haben zu verurteilen. Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Der Mensch hat nicht das Recht einen Teil der Schöpfung zu zerstören. Gott gibt Leben und nur Er darf es auch wieder nehmen (Matthäus 19, 6). Dieses müßte also bedeuten, dass ein Richter nicht dazu die Befugnis hat, die Todesstrafe auszusprechen. Es gibt (gab) allerdings Christen, die anders argumentier(t)en. So zum Beispiel auch Martin Luther: - "Gott hat das recht der Bestrafung von Verbrechern an menschliche Gerichte übertragen", und Christen haben deshalb das Recht: "als Fürsten oder Richter zu handeln, zu entscheiden und zu urteilen..., Verbrecher mit dem Schwert zu bestrafen." Mitglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirche sind aber heute der Meinung, dass das Recht, die Todesstrafe zu vollstrecken, für den Staat keinen Auftrag darstelle oder Pflicht sei. Hierbei muß man auch auf das 5. Gebot hinweisen: - "Du sollst nicht töten." Dies gilt nicht nur für einzelne Personen, sondern auch für Gemeinschaften und Regierungen. Eine große Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch der Glaube an die Auferstehung. Wer vom rechten Weg abweicht ist ein Sünder. Er hat jedoch die Möglichkeit sich vor der Hölle zu retten, indem er um Vergebung bittet und einen Neubeginn startet. Die Todesstrafe verhindert diesen Neubeginn. Ein zu Tode verurteilter Verbrecher erhält keine zweite Chance. Die Todesstrafe lässt sich in keiner Weise mit der christlichen Lehre vereinbaren. Ein Zitat von dem deutschen Bischof Kruse drückt die Haltung des Christentums gegenüber der Todesstrafe trefflich aus: - "Wenn wir als Christen nicht daran glauben, dass sich jeder Mensch ändern kann, leugnen wir die Kraft des Evangeliums, der Botschaft Jesu." Dennoch wird bis heute, sogar in vielen Teilen der christlich geprägten USA die Todesstrafe vollstreckt. Der Film "The Green Mile" zeigt den Zuschauern mit welcher Grausamkeit und Ungerechtigkeit die Todesstrafe verbunden ist. Die Verurteilung des unschuldigen John Coffey zu Tode, ist im Grunde nichts anderes als die Kreuzigung Jesu.
Todesstrafe heute In dem "The Green Mile" geht es um Häftlinge aus einem Todestrakt in den USA und ihre Wächter, die sich mit der Todesstrafe zu beschäftigen haben. Besonders grausam ist für den Zuschauer, die während der vorangegangenen Szenen gemerkt haben sollen, dass John Coffey unschuldig ist und Eduard Delacrois sein Verbrechen bereut, dass die Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl dieser beiden mit großen Qualen verbunden ist, da sie nicht sofort tot sind. Auch heute sitzen im Todestrakt Unschuldige. In den USA sind im Jahr 2000 über 85 Menschen hingerichtet worden; die meisten durch die Giftspritze, über die man nicht weiß, ob sie Schmerzen verursacht und wenn ja, wie große. Obwohl der Film, der in Louisiana spielt, populär ist und in den Medien immer wieder Fälle über unschuldig zum Tode verurteilte oder sogar unschuldig hingerichtete Menschen auftreten, ist die Todesstrafe in vielen Ländern noch nicht abgeschafft. In Louisiana ist sie auch noch nicht abgeschafft. Allerdings steigt die Zahl der Länder, die die Todesstrafe für alle Delikte abgeschafft haben wie die Zahl der Länder, die die Todesstrafe im Gesetz oder in der Praxis abgeschafft haben. Wir sündigen gegen Gott, der jeden Menschen einzigartig gemacht hat, wenn wir uns dazu entscheiden, einen anderen Menschen zu exekutieren. In den USA kann man in den Todesstrafe ausübenden Staaten zum Tode verurteilt werden, wenn man jemanden besonders brutal, mehrere oder mit einem anderen Verbrechen (Bankraub, Vergewaltigung, Entführung) verbunden ermordet hat und wenn das Opfer ein Polizist oder Gefängniswärter im Dienst war oder der Täter Häftling wegen eines Kapitalverbrechens war.
Was denken Jugendliche über "The Green Mile"? Zusammenfassung der Interviews Bevor wir die Interviews drehten, machten wir uns über unsere Vorgehensweise Gedanken: Wir wollten hauptsächlich herausfinden, ob die Jugendliche bei dem Film "The Green Mile" eine religiöse Symbolik erkannt haben und wie diese auf sie gewirkt hat. Erstaunlicherweise war die religiöse Symbolik für die meisten in einem gewissen Maße auffällig. Mit einem Ausnahmefall wurde diese auch positiv bewertet. Fast alle Befragten waren von der Hauptperson John Coffey beeindruckt, wobei ihnen zunächst nicht bewusst geworden war, diesen mit Jesus vergleichen zu können. Nachdem wir sie darauf aufmerksam gemacht hatten, waren die meisten überrascht, konnten es aber durchaus nachvollziehen und die meisten fanden ihn als "modernen Jesus" ansprechend. Natürlich wurde das Thema "Todesstrafe" oft als erstes erwähnt, wobei aber das Thema "Religion" im Sinne des Wunderheilens auch angesprochen wurde. Die im Film angesprochenen Themen waren von den von uns Befragten mit sehr viel Emotionen aufgenommen worden. Auffällig war trotzdem, wie wenige Jugendliche sich tiefgründiger mit diesem Film auseinandergesetzt hatten. Im großen und ganzen kann man aber sagen, dass diese Art, Religion durch moderne Medien zu vermitteln, von Jugendlichen sehr positiv aufgenommen wird. Man kann also sagen, dass es ein sinnvoller Weg ist, durch die Medien Jugendliche dazu zu bringen, sich mit religiösen Themen auseinander zu setzen.
Nachwort Viele moderne Filme arbeiten mit Themen, die uns etwas angehen. Die Todesstrafe wird zwar nicht in Deutschland vollzogen, jedoch in vielen anderen Ländern, so zum Beispiel auch den USA. Dort findet sie auch Zuspruch bei vielen Amerikanern, darunter Gläubige und Jugendliche. Ein Film wie "The Green Mile" wird vielleicht nicht von heute auf morgen die allgemeine Einstellung einer Bevölkerung ändern, doch über längere Zeit gedacht, wissen wir, dass die Medien unser Leben radikal beeinflussen können. Genauso ist es mit Jugendlichen, die meinen nichts mehr mit Religion zu tun zu haben; sie folgen doch täglich den Texten religiös geprägter Songs und Filmen, in denen das Christentum gutgeheißen wird. In unserem Kurs ist das persönliche Verhältnis der Einzelnen zum Glauben sehr unterschiedlich. Durch die Arbeit an diesem Projekt haben wir in vieler Hinsicht zusammengefunden. Es war interessant und spannend, jedoch nicht immer einfach. Über längere Zeit fehlte der Ansporn und die Motivation, was wohl mitunter daran lag, dass wir nie so richtig unter Zeitdruck standen. Außerdem hatten wir zeitgleich an unserer Facharbeit zu arbeiten, was wegen der ausschlaggebenden Benotung im Leistungskurs Priorität hatte. Für die Zukunft lässt es sich empfehlen, ein solches Projekt unabhängig vom Unterricht anzufertigen und von Anfang an genaue Ziele zu setzen. Iris Witte erarbeitete das Kapitel: "John Coffey als Gesandter Gottes", "Was denken Jugendliche", "Vorwort" und führte einige Interviews
Ich fand es sehr interessant mich mit den religiösen Symbolen des Films und deren Bedeutung, in Verbindung mit dem Christentum, zu beschäftigen. Ich sah den Film mit sehr großer Aufmerksamkeit und entdeckte jedesmal neue Aspekte. Die von mir erstellte Tabelle gibt zwar einen Großteil der religiösen Symbole wieder, aber sie ist mit Sicherheit nicht vollständig. Ich finde es sehr beeindruckend, wie ein Autor ein Buch schreiben kann, dieses verfilmen lässt und damit so viel Aufsehen erregt. "The Green Mile" bezieht sich auf unsere Schwachstellen, bindet die zeitlichen und politischen Aspekte mit ein und der Zuschauer wird zum Weiterdenken angeregt. Je mehr man sich mit der Materie beschäftigt, um so interessanter und faszinierender wird der Film. Meiner Meinung nach ist der Film ein "wahres Kunstwerk". Jessica Meyer erarbeitete das Kapitel: "Religiöse Symbole und deren Parallelen zum Christentum", Deckblatt
Der Film "The Green Mile" enthält viele religiöse Symbole, die uns erst durch eine intensive Beschäftigung mit dem Film und dessen Bearbeitung klar wurden. Das setzt voraus, dass man einige Bibelkenntnisse haben und sich mit einigen Bibelstellen noch weiter auseinandersetzen sollte, um den Film richtig interpretieren zu können. Mit dem Schaubild "Figurenkonstellation und Charakteristik" haben wir versucht die Beziehungen der wichtigsten Personen zueinander in vereinfachter Form darzustellen und gleichzeitig die Charaktermerkmale der Personen kurz zusammen zu fassen. Anhand deren Eigenschaften, konnten wir einige Charaktere mit biblischen Figuren vergleichen. Die Bearbeitung hat im allgemeinen Spaß gemacht und die Zusammenarbeit gut geklappt. Schade fanden wir jedoch, dass wir für unser Schaubild keine geeigneten Bilder der Personen gefunden haben. Kristina Scheske und Nelli Steinhauer erarbeiteten das Schaubild "Figurenkonstellation und Charakteristik"
Abschließend möchte ich sagen, dass ich beim Recherchieren überraschende und erschreckende Fakten über die Todesstrafe herausgefunden habe. Erstaunlich war auch während der Vorbereitungsphase zu sehen, wie viele religiöse Symbole in Filmen, Werbung und Videoclips auftauchen, und auf welche Weise sie benutzt, beziehungsweise mißbraucht werden. Es hat sich gelohnt, sich mit diesen Medien auseinander zusetzen, denn nur so kann man sehen, wie zum Beispiel das Kaufverhalten durch assoziierende Bilder beeinflußt werden soll. Die Beschäftigung mit dem Thema war sehr spannend. Cornelia Dähne erarbeitete das Kapitel: "Todesstrafe heute"
Nach all diesen gelungenen Abschlussworten fällt es mir schwer, noch etwas geistreiches hinzuzufügen. Zum einen möchte ich sagen, dass mir diese Arbeit viel Spaß gemacht hat, obwohl es sich sehr lang hingezogen und somit ein wenig an Reiz verloren hatte. Unser behandeltes Thema spielt in der heutigen Gesellschaft meiner Meinung nach eine wichtige Rolle, da man uns alle wohl als einen Teil der "Mediengesellschaft" bezeichnen kann. Wie Iris schon erwähnte, gibt es in unserem Kurs viele unterschiedliche Auffassungen von und Einstellungen zur Religion, was es sehr erschwerte eine gute Arbeitsatmosphäre aufzubauen. Ich denke aber, dass unsere Gruppe dieses sehr gut gemeistert hat und sich sehr intensiv und z.T. persönlich mit dem Film "The Green Mile" auseinandersetzte. Ich selber habe diesen Film schon beim erstem Gucken geliebt, habe ihn aber durch unsere Bearbeitung wirklich zu schätzen gelernt. Es ist ein Film, der bewegt und Religion, sowie das Thema "Todestrafe", auf eine nicht aufdringliche, aber eindringliche Weise nahebringt. Miriam Stehling erarbeitete das Kapitel: "Religion und Todesstrafe", "Zusammenfassung der Interviews" und führte einige Interviews
Anmerkung Neben dem Film "The Green Mile" und der Bibel haben wir verschiedene Internetseiten zu den Themen "Todesstrafe", "Filmkritiken" und "religiöse Symbolik" verwendet. Leider können wir die Adressen nicht aufführen, da wir die Adressen wegen des großen Internetangebots nicht zurückverfolgen können. Wir bitten um Verständnis.
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