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Rockmusik mit satanischen Anstrich


Verarbeitung des Motivs in Design und Text

Höllische Musik

Marketing  oder Weltanschauung?

DIE ZAHL DES TIERES 

Vorspruch - (frei nach Off 13,18)Iron Maiden - Number of the beast 1982 

Wieder allein ... im Kopf noch alles leer ... ich brauchte Zeit, die Erinnerungen zusammenzukriegen./Was ich sah - war diese Nacht Wirklichkeit und nicht nur alles Einbildung?/Was ich sah - es kam aus meinen uralten Träumen: Immer schon dachte ich, dass ich irgendwie "schizo" bin und mein anderes Ego mich anstarrt./Denn in meinen Träumen ist immer diese Fratze, die mir den Kopf spaltet und mich zur Verzweiflung treibt./Also: Die Nacht pechschwarz ... irgendetwas beobachtete mich, das spürte ich; im Nebel schwarze Gestalten, die wirbelten herum.

War das jetzt echt oder sowas wie die Hölle? 666 die Zahl des Tieres / Hölle und Feuer, ausgegossen - Wehe, wenn sie losgelassen! Fackeln loderten ... heilige Gesänge und Gebete ... dann schrien sie los ... die Hände zum Himmel gereckt. Die Feuer flammten hell auf in der Nacht. Der Satansdienst fing an, sein Werk war vollendet./666 die Zahl des Tieres die Opferung geht weiter heute nacht. / Nein, dachte ich, das darf nicht sein! Ich muss zur Polizei. Ist das noch wahr oder ein verrückter Traum?/Aber ich spürte, wie mich die Horden des Bösen sich zu sich zogen, sie durchbohrten mich mit kalten Blicken./666 die Zahl des Tieres 666 der EINE für dich und mich / 

DU ENTGEHST MIR NICHT: ICH WERDE DICH BESITZEN UND ENTFLAMMEN!

ICH HAB' DAS FEUER UND DIE MACHT ICH HAB' DIE KRAFT

UND MEIN BÖSES NIMMT SEINEN LAUF!

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Eine Vision des Johannes (Die Bibel. Aus der Offenbarung des Johannes (1,9; 2,13f, Kap. 13))

Ich, euer Bruder Johannes, bin auch in Bedrängnis.Ich bleibe aber wie ihr beim Glauben an Jesus. Von Patmos aus schreibe ich euch an den Ort, wo der Thron des Satans ist. Ihr habt den Glauben nicht verleugnet, auch nicht als Antipas, der treue Zeuge Jesu, bei euch getötet wurde.

Ich hatte eine Vision:

Ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter. Und es geschah in dem siebenhügeligen Babylon. Und die ganze Erde betete das Tier an. Aus seinem Maul kamen große Gotteslästerungen und es kämpfte mit den Heiligen. Und viele wurden mit dem Schwert getötet.

Und ich sah ein zweites Tier, das war größer als das erste. Es ließ Feuer vom Himmel fallen und verführte die, die auf Erden wohnen. Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege jetzt die Zahl des Tieres; denn die Zahl ist die eines Menschen. Und seine Zahl ist 666. Aber habt Glauben und Geduld, Ihr Verfolgten. Das Tier wird überwunden werden. Das siebenhügelige Babylon wird fallen. Eure Bedrängnis wird ein Ende haben. Darum betet an, den der geschaffen hat Himmel, Erde und das Meer.

 

 

Verarbeitung des Motivs in Design und Text

Die Musik hat für viele Jugendliche einen sehr hohen Stellenwert, da sie verschiedene Gefühle oder Aussagen übermittelt.
 Die Gestalten des Teufels oder des Bösen haben auch hier nicht halt gemacht. So findet man, besonders in der Rockmusik, satanistische und okkultistische Abhandlungen mit grausigen Bildern von Totenköpfen, Leichen oder irgendwelcher Dämonen. Allein Namen wie “Black Sabbath“ oder „Slayer“ (= Schlächter/ Totschläger) lassen auf ein satanisches Outfit deuten. Besonders textlich werden diese Elemente spürbar. Eine der ersten Bands dieses Musikgenres ist AC/ DC, dessen Buchstaben für „Anti- Christ, Dead Christ“, stehen sollen. In ihrem Song „Hells Bells“ (Höllenglocken) beschreiben sie den  Satan aus einer subjektiven Erzähler- Perspektive, der den Zuhörer direkt anspricht und sagt, dass er kommen wird um ihn zu töten. Dabei wird der Satan sehr bombastisch dargestellt, indem er als ein grollender Donner oder als ein Hurricane  auftaucht, seine Höllenglocken erklingen lässt und kein Leben übrigelassen wird. Nur wer selber böse ist, ist sein „Freund“.
Das klassische Motiv von wohl jeder Metal- Band, ist der Totenkopf, welcher besonders kennzeichnend für den Tod ist. Aber auch andere Symbole werden benutzt. Das folgende Bild zeigt das CD – Cover der Gruppe „Slayer“,  zu ihrem Album „South of Heaven“ (Südlich des Himmels):
 

Ein riesiger Totenkopf steht im Mittelpunkt des Bildes. Von oben rechts nach unten links wird er durch ein umgedrehtes Metallkreuz, welches ein Symbol für den Anti- Christen ist, durchbohrt. In den Augenhöhlen des Schädels befinden sich seltsam aussehende Wesen die wohl eine Art Dämonen oder Höllenwesen darstellen. Solche Figuren schmücken besonders oft CD- Cover und T- Shirts von Metal- Bands und sind meist auf eine besonders fantasievolle Weise angefertigt. Im Hintergrund des CD- Covers erstrecken sich alte Kirchen, an deren Fenstern Pentagramme angebracht sind.  Umgeben ist der Schädel von Blut, das zum Teil von ihm herunterläuft. Auch das Bandlogo schmückt sich mit einem Pentagramm, welches aus Schwertern zusammengesetzt ist.  Augrund dieser Beispiele lässt sich die Frage stellen, warum Musikgruppen zu solchen satanistischen Tendenzen neigen, und ob sie wirklich hinter ihren textlichen Aussagen stehen.
 

Höllische Musik

Hard Rock, oder Heavy Metal, aus dem dann später der sogenannte, Black- oder   Deathmetal,  hervorging, entstand in seiner ursprünglichen Form in den Siebziger Jahren. Zu dieser Zeit ist  der Lebensstil des „Sex, Drugs and Rock’ n Roll“, welcher zu seiner Zeit viel Empörung aufrief, völlig ausgereizt  und  normal geworden. Er konnte kaum noch jemanden schockieren. Die rebellierenden Lieder der damaligen Rockbands gehörten nun mehr zur Elterngeneration, so dass die nachkommende Generation neue „Schocker“ entwickelten. Da zu dieser auch viele Horrorfilme  entstanden, die mit okkultistischen Handlungen Millionen Besucher in die Kinos lockte, ließ auch die Musikszene nicht lange auf sich warten.
Immer mehr Rockbands benutzten nun satanistische Symbole auf ihren Plattenkovern und T- Shirts , beschwörten in ihren Texten den Satan oder machten ihre Bühnenshow zu schwarzen Messen, was dann mit einer lauten, schrillen und auch sehr düsteren Musik untermalt wurde. Dies löste oft viele Skandale aus. Diesen Bands wurde vorgeworfen, sie würden zur Gewalt oder gar zum Mord aufrufen, wären Schuld an satanistischen Bewegungen oder würden durch sogenanntes „Backward Masking“, dem Rückwärtslaufen der Musiktonbänder, verschlüsselte Botschaften vermitteln.
Wahrscheinlich sind es gerade solche Skandale, die bei den Jugendlichen das Interesse an dieser Musik wecken, denn mit der Identifikation an solchen Bands versuchen sie sich von der Erwachsenen- Welt abzugrenzen, und genau das Gegenteilig der (evtl. christlichen) Eltern machen.  Dabei wollen sie durch ihre provokante Kleidung und Musik auffallen, schockieren aber auch protestieren. Nur die wenigsten dieser Jugendliche vertreten auch eine satanistische Weltanschauung, in der die Musik aber auch nur eine geringere Rolle spielt.

Marketing  oder Weltanschauung?

Die umstrittenen Texte vieler Metal- Bands sind in der USA aufgrund ihrer Brutalität für Jugendliche unter achtzehn Jahren worden. Allerdings führt dies dazu, dass der Verkauf dieser CDs anstieg. Ob die Liedertexte nun wirklich zu Gewalttaten führen, ist, ähnlich wie bei der Diskussion um Gewalt im Fernsehen oder Videospielen, von Person zu Person verschieden. In der Tat könnten besonders gewaltbereite oder besonders frustrierte  Jugendliche einige Liedertexte oder Botschaften der Bands in die Tat umsetzen. Im Jahr 1990 wurde zum Beispiel dem Sänger der Band „Judas Priest“ vorgeworfen, für den Selbstmord zweier Teenager verantwortlich zu sein. Diese haben den Song “Better By You, Better Than Me“ rückwärts abgespielt und die Aufforderung „Do it“ herausgehört, was dann zum Suizid geführt haben soll. Für andere Personen führt die harte und laute Musik mit ihren Texten jedoch zum Aggressionsabbau.
Inwiefern nun die Musiker hinter ihren Aussagen stehen, lässt sich nicht genau sagen. Zum einen wollen sie nicht für Gewalttaten ihrer Fans verantwortlich gemacht werden und zum anderen wollen, gerade profitorientierte Bands, ihre Bühnenshow nicht ins lächerliche ziehen.
Allerdings ist es auch hier sehr wahrscheinlich, dass die meisten Musiker nicht voll hinter ihren Aussagen stehen, oder gar eine satanistische Weltanschauung vertreten, da diese Darstellungen des Bösen oder des Satans, sei es in Liedertexten, auf CD- Covern oder während der Bühnenshow   , oft dazu dienen, auf sich aufmerksam zu machen und von großen Musikfirmen besonders als Verkaufsstrategie benutzt wird. Auch werden bei Interviews von Deathmetal- Bands keine satanistischen Auffassungen deutlich.
Die Darstellungen des Bösen oder des Teufels in der Musik (Metalszene) wirken für Jugendliche besonders faszinierend und dienen ihnen dazu, sich gegen die Erwachsenen- Welt aufzulehnen. Die traditionelle Darstellung des Teufels hat hier kaum eine noch Bedeutung.

Die Darstellungen des Bösen oder des Teufels in der Musik (Metalszene) wirken für Jugendliche besonders faszinierend und dienen ihnen dazu, sich gegen die Erwachsenen- Welt aufzulehnen. Die traditionelle Darstellung des Teufels hat hier kaum eine noch Bedeutung. 
Vollends aufgesetzt und fade wirkt eine teuflische Staffage bei Popbands ohne jeglichen Bezug zu Satan in ihren Texten, ist aber dennoch ein Titelblatt wert.




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