Jugend&Kultur&Religion
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Kirchliche Feiertage- Konsum oder Bekenntnis des Glaubens?
Verfasserinnen: Caroline Bannasch, Andrea Baumgarten, Alexandralena Emmermann, Anne Matthiesen, Carmen Schlüter, Julia Steinhoff, Christiane Völkers
Betreuende Lehrkraft: Anita Schürmann-Menzel
Inhaltsverzeichnis Einleitung Feiertage - Nikolaus - Weihnachten - Weihnachtsbräuche international - Ostern - Himmelfahrt - Pfingsten Schlusswort Anhang - Pfingsten -Ostern - Weihnachten
Einleitung Nikolaus, Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt "Alle Jahre wieder", doch keiner weiß warum! Unser Thema "Kirchliche Feiertage – Konsum oder Bekenntnis des Glaubens?" beschäftigt sich mit der Frage nach der Attraktivität der Kirche. Dieses untersuchen wir anhand der kirchlichen Feste. Dazu haben wir einige Umfragen gestartet, um gemäß unserem Thema herauszufinden, wieviel Jugendliche über die christliche Bedeutung der kirchlichen Feiertage wissen und wieviel sie durch Werbung mit den Festlichkeiten in Verbindung bringen. Darüber hinaus wollen wir die wahren christlichen Symbole sowie den kirchlichen Anlass zum Vorschein bringen. Ein weiteres Ziel wir sein, aufzuzeigen, ob die Kirche wirklich ihren Einfluss auf die Jugend verloren hat und wenn ja warum. Weiterhin sollen durch unsere Ergebnisse die Entwicklung von Alternativen und Verbesserungen herbeigeführt werden.
NIKOLAUS Anfang Dezember werden vielerorts noch Nikolausbräuche gepflegt. Wer war Nikolaus? Hierzu erst einmal die Geschichte: Der Bischof Nikolaus von Myra, einem Ort in Kleinasien, der heute Demre heißt, gehört zu den bekanntesten und volkstümlichsten Heiligen der christlichen Kirche. In Mitteleuropa ist er in unserer Zeit vor allem der "Kinderheilige", der in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember oder im Laufe des 6. Dezembers den artigen Jungen und Mädchen Gaben auf den Teller, in den Strumpf oder in den Schuh legt und damit einen Vorgeschmack auf die Weihnachtsbescherung gibt. Doch ist dies nur eine der jüngsten Aufgaben des Bischof Nikolaus. Seit dem Mittelalter wird er von den Gläubigen als Nothelfer in vielen Lebenslagen verehrt. Zahlreiche Legenden ranken sich um das Leben und Wirken dieses Heiligen, der schon vor seinem Tode um 350n. Chr. manche Wunder vollbracht und sich nach dem Tod allen, die ihn anriefen, als Retter aus schwerster Not erwiesen hat. In Seenot half Bischof Nikolaus den Schiffern, die ihn fortan ebenso wie die Kaufleute als Patron ihres Berufsstandes verehrten und ihm in ihren Heimatstädten viele Kirchen weihten. Noch heute gibt es fast in jeder Hafen- und Handelsstadt Nord-, Mittel- und Westeuropas, aber auch im Süden eine Nikolaikirche. Während einer Hungersnot soll er seinen darbenden Mitbürgern auf wunderbare Weise Korn verschafft haben, indem er einige Kauffahrer veranlaßte, ihre Getreideschiffe nicht an ihren ursprünglichen Bestimmungsort zu bringen, sondern in die hungernden Städte und Dörfer Kleinasiens zu liefern. Als die Händler dann mit beklommenem Herzen weitersegelten, da sie ja nun mit leeren Händen zu hause ankämen, waren plötzlich ihre Ladungen wieder vollständig in den Schiffen vorhanden, obwohl auch die Hungernden an der Küste nun keine Not mehr litten. Diese Legende gab den Anlaß, daß auch die Getreidehändler, Müller und Bäcker den heiligen Nikolaus zu ihrem Berufsheiligen erkoren. Ebenso half Nikolaus drei verarmten, frommen Jungfrauen, die sich aus Mangel an Mitgift nicht verheiraten konnten. Heimlich warf er ihnen des Nachts jeweils einen Beutel Gold ins Fenster, der den Mädchen nun eine standesgemäße Heirat ermöglichte. Doch an diese Taten erinnert sich heute fast keiner mehr. Aufgrund unserer Umfrage (Ergebnisse siehe Anhang Nikolaus) haben wir herausgefunden, dass den meisten Menschen zum Stichwort Nilkolaus folgendes einfällt: - Man muss geputzte Stiefel vor die Tür stellen - Der Nilolaus bringt Süßigkeiten für die kleinen Kinder · Es gibt kleine Geschenke - Für einige ist es aber auch nur ein Weihnachtsgeldzuschuss - Nikolaus läutet die Weihnachtszeit ein und bringt die Spannung zum Kochen - Einige sind aber auch der Meinung, dass der Nikolaus der Bruder vom Weihnachtsmann sei - Der Nikolaustag steigert den Umsatz der Süßwarenindustrie - Das war ein alter Mann mit Bart Schließlich kann man sagen, dass für den größten Teil der Bevölkerung der Konsum im Mittelpunkt steht, was aufgrund der Vermarktung des Feiertags kaum noch zu vermeiden ist. Doch trotzdem darf man die Geschichte des Nikolaus von Myra nicht vernachlässigen, da er schließlich der Grund dieses Feiertages ist.
Weihnachten Das Christfest (lat. Navtivitats Domini, Natalis Domini = Das Fest der Geburt Christi)Weihnachten wird seit 354 n. Chr. am 25. Dezember gefeiert, verlagerte sich mit der Zeit auf die Christnacht, den Weihnachtsabend am 24. Dezember. Die genaue Herkunft ist nicht geklärt, allerdings wird vermutet, dass das Datum seinen Ursprung in dem heidnischen Fest der Wintersonnenwende findet, das auch am 24. 12. gefeiert wurde. Anfänglich gab es Widerstand von Seiten der Kirche gegen dieses Fest, da es als heidnisch galt die Geburtstage der Könige zu feiern und Jesus als "König der Welt" angesehen wurde. Dennoch akzeptierte die Kirche dieses Fest, als sie merkte, dass sie nichts dagegen unternehmen konnte. Somit bekam das Weihnachtsfest die Bedeutung als Sieg der Kirche über die heidnischen Kulte. - Traditionell beibehalten ist die Christmette, der Gang von der Dunkelheit in die hellerleuchtete (meist im Kerzenschein) Kirche. Im ländlichen wurde Weihnachten in der Hausgemeinschaft gefeiert. - Es gab Symbole, wie das Weihnachtstroh als Gedenken an den Stall, das Aufstellen von Krippen und den Christ- oder Weihnachtsblock, der auf dem offenen Herd abbrannte. - Im 16. Jahrhundert bildete sich in der Oberschicht die Bescherung der Kinder, das Christkind brachte die Gaben bis zum 19. Jahrhundert, dann übernahm diese Aufgabe der Weihnachtsmann. - Der Weihnachtsbaum bekam die Aufgabe des Lichtträgers. Diese Aufgabe hatte im 18. Jahrhundert noch ein aus Holz geschnitzter Engel / Bergmänner oder Kerzenhalter sowieWeihnachtskronen. - Aus dem gewöhnlichen Wochenmarkt wird noch heute zu den Festtagen der Weihnachtsmarkt. Bereits 1310 n.Chr. gab es in München einen Weihnachtsmarkt. - Zu den familiären Feiern gehören seit dem 19. Jahrhundert ein festliches Essen (Gans) und besonderes Gebäck (Christstollen / Plätzchen).
Der Weihnachtsmann Der Weihnachtsmann ist die Legendengestalt, die zu Weihnachten die Geschenke auf unterschiedlichsten Wegen bringt (mit Rentierschlitten, durch den Kamin usw.). Seine Gestalt geht auf die des heiligen Nikolaus zurück, der nach frühchristlicher Überlieferung großzügig Geschenke an die Armen verteilte und die Kinder beschütze hat. Auch soll er Frauen durch goldene Äpfel, die er ihnen schenkte, vor der Prostitution gerettet haben. Aus der Beschreibung seiner Figur entstand dann im 19. Jahrhundert der Weihnachtsmann. In Europa gibt es weitere Figuren, die an Weihnachten Geschenke bringen, die mehr oder weniger auf dem gleichen Wege entstanden sind. So zum Beispiel der Père Noel in Frankreich, Julenisse in Skandinavien und Santa Clause in den USA. Die heute in den USA übliche Gestalt erhielt der Weihnachtsmann von Clemens Clarke Moores Gedicht "A Visit From Saint Nicholas" (1823) und durch eine Zeichnung von Thomas Nast für die Weihnachtsausgabe einer zwischen 1860 und 1880 veröffentlichten Zeitung.
Auswertung der Umfrage zum Thema Weihnachten, in den Religionskursen des Gymnasiums in Stade. Anhand der Tabelle (siehe Anhang Weihnachten) kann man erkennen, dass das Interesse an der Religion und der Kirche bei den Mädchen größer ist als bei den Jungen (siehe Konfirmanden und Gottesdienstbesuche). Es ist bemerkenswert, das die Anzahl der Gottesdienstbesuche bei beiden Geschlechtern nach der Konfirmandenzeit (12-14 Jahre) stark herabsinkt. In den Weihnachtsgottesdienst gehen rund 50% der Befragten, aber nur ¼ dieser Jugendlichen erinnert sich noch an die ursprüngliche Bedeutung, die Geburt Jesu. Für die Jugendlichen scheint die Kirche nicht attraktiv genug zu sein. Es ist nicht "In" in die Kirche zu gehen oder den Gottesdienst mitzugestallten. Dennoch ist die Jugend nicht von der Aufgabe als Christ abgetan, denn wie man im folgenden sieht, ist die Nächstenliebe den meisten immer noch sehr wichtig. Zwar ist für die meisten die Tradition und die Weihnachtsstimmung bzw. die Eltern (7-8 Klasse) der Grund für den Besuch des Gottesdienstes, doch der Sinn des Weihnachtsfestes bleibt erhalten. Für 68% ist die Nächstenliebe und das Zusammensein der Familie am wichtigsten, für 17% die Geburt Jesu und nur für 15 die Geschenke.
Weihnachtsbräuche international Gebackener Schwede? Epiphania? Julbrot? Kohle und Kartoffeln? Saunabad? Was soll denn das mit Weihnachten zu tun haben? Das es an Weihnachten nicht nur Gänsebraten geben kann, sondern auch Würstchen und Kartoffelsalat oder Fisch, ist uns hierzulande nichts unbekanntes. Auch bringt in manchen Familien nicht der Weihnachtsmann, sondern das Christkind die Geschenke. Aber wie unterschiedlich Weihnachten wirklich gefeiert wird, wird erst durch diese Zusammenstellung von Sitten und Gebräuchen aus anderen Ländern deutlich.
Deutschland In Deutschland wird am 24. Dezember morgens der Weihnachtsbaum geschmückt. Am Abend gibt es für alle Geschenke. Niederlanden und Flandern In den Niederlanden und Flandem dreht sich alles um Sinterklaas und seinen Diener, den "zwarte Piet". Am 6. Dezember stellen die Kinder einen Schuh vor den Kamin und eine Mohrrübe oder Heu für das Pferd des Nikolaus. Sinterklaas bringt Pfefferkuchen, Spekulatius und Schokoladen-Buchstaben. Skandinavien Das Julfest ist Tradition in Skandinavien. Es entstammt alten Ernte- und Mitwinter-Bräuchen, bei denen Julbrot gebacken, Julbier gebraut und Julstroh in der Julstube verstreut wurde. Typisch finnisch: das gemeinschaftliche Saunabad am 24. und "gebackener Schwede", das Festtagsgericht aus Schweinefleisch. Das Julfest endet am 13. Januar mit einem zünftigen Gelage. Italien Nicht der Weihnachtsbaum sondem prächtig geschmückte Krippen stehen im Mittelpunkt der italienischen Weihnacht. Alle Nachbarn wetteifem um die schönste "presepio". Heilig Abend findet eine Art Familien-Lotterie statt. Jeder zieht aus einem Säckchen die Nummer seines Geschenks. Am 6. Januar kommt "Befana", eine alte, häßliche Hexe mit Besen, und bringt braven Kindern Geschenke, bösen ein Stückchen Kohle. England In England kommt Plumpudding auf den Tisch und natürlich "Gregor", der typische britische Turkey. Der Nachwuchs geht zu "Pantomimen" - tumultartigen Märchen-Aufführungen. Am 6. Januar klingelt "Mari Lwyd" an den Haustüren und stellt Rätsel. Wer die Antwort nicht weiß, wird von ihr gebissen (!!!) und muß die weißvermummte Gestalt verköstigen. Griechenland In Griechenland ziehen am 24. Dezember Kinder mit Trommeln und Glocken durch die Straßen, singen die Kalanda (Lobgesänge, die Glück bringen sollen) und bekommen dafür kleine Geschenke. 12 Nächte lang werden dann Weihnachtsfeuer zum Schutz vor den Kalikanzari (Kobolden) entzündet. Höhepunkt des Weihnachtsfestes ist Epiphania am 6. Januar. Russland Wegen des julianischen Kalenders bringt Väterchen Frost den Kindern in Rußland erst am 31. Dezember die Geschenke. Er wird von einem Mädchen, der Schneeflocke, und einem Jungen, Neujahr, begleitet. Am 11. Januar, in Rußland Neujahr, endet die Weihnachtszeit. Amerika "Happy Xmas" - der lässige Spruch der Amerikaner hat einen tieferen Sinn. Das "X" ist der Anfangsbuchstabe der griechischen Schreibweise von Christus. Dank der vielen Auswanderer ist Weihnachten in den USA ein multikulturelles Treiben mit Dutzenden aus Europa importierten Bräuchen. Einmalig sind jedoch die gigantischen Christmas-Paraden. Schließlich kann man sagen, dass in anderen Ländern die Tradition und die Bräuche noch bedeutender sind als der Konsum, wenn man die USA als Ausnahme betrachtet.
Ostern Ostern ist das Fest der Auferstehung Jesu und des Sieges über den Tod. Anfangs feierte die christliche Kirche Ostern an jedem Sonntag. Wie es zur Jahresfeier kam, ist bis heute noch ungeklärt. Wahrscheinlich ist das Osterfest zu Beginn des 2. Jahrhunderts in Rom geschaffen worden. Dadurch sollte die Verbindung zum Judentum gelöst werden und ein rein heidenchristliches Fest entstehen. Das Fest der Auferstehung Christi führt in der Christenheit einen Namen jüdischer und heidnischer Herkunft. Der älteste ist Pasha, nach dem jüdischen Passahfest benannt. Die jüngere Bezeichnung lautet Ostern. Der nach langen und heftigen Auseinandersetzungen durch das Konzil von Nicäa festgelegte Termin des Osterfestes ist der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond ( zwischen dem 21. März und dem 25. April). Die Osterfeier der evangelischen Kirche ist seit der Reformation an charakteristischen Besonderheiten nie reich gewesen. Sie hat sogar noch viel an den Karfreitag, den man als den höchsten Festtag der Protestanten verstand, abgeben müssen, z.B. die Abendmahlsfeiern. Der Beitrag der evangelischen Kirche zu den christlichen Osterfeiern, besteht in der Fülle der beeindruckenden Osterlieder. Osterbräuche kennzeichnen dieses Fest. Niemand weiß genau, wie das Hühnerei zu seiner Ehre kam. Das Ei ist im österlichen Brauchtum in ganz Europa als Symbol des wiederkehrenden Lebens bekannt. Eier, Symbole der Fruchtbarkeit und des Wohlstandes, gehören schon lange zum Osterfest dazu. Bereits im 13. Jahrhundert färbte man die Ostereier.
Ostersymbole: Ei Die Urfarbe des Ostereis ist rot, rot die Farbe der Wunden Jesu. Ein unversehrtes Ei wurde mit dem fest verschlossenen Grab verglichen, aus dem Jesu hervorging. Heute hängen Eier in der Osterzeit in Bäumen und Sträuchern im Vorgarten, in Tischdekorationen, als Kränze an der Haustür oder stecken im Blumenkorb auf der Fensterbank. Osterhase: Mitte des 16. Jhr. Erscheint der Osterhase immer öfter auf den osterlichen Festtafeln. Neben dem Ei galt der Hase jeher als Fruchtbarkeitssymbol. Hierzulande besaß der Osterhase noch 1932 etliche Konkurrenten. Der "Volksatlas des deutschen Brauchtums hatte Anfang der 30er Jahre in einer großen Umfrage Kinder befragt, wer denn wohl für die Ostereier verantwortlich sei. In Thüringen traute man dem Hahn mehr zu als dem Osterhasen, in Brandenburg war es der Fuchs, in Berlin der Kuckuck, anderswo Storch oder Kranich, die man für fähiger hielt, bunte Eier in fremde Nester zu legen. Doch insgesamt setzte sich der Osterhase klar durch. Lächelnd schaut er in Supermärkten in große Kinderaugen - der Schokohase. Ob von Lind, Milka oder von Ferrero Kinder werden schon durch die Werbung über die Angebotsvielfalt aufgeklärt. Der Osterhase dient aber auch als Werbeobjekt für die Unterhaltungselektronik.
Auswertung der Umfrage Mit unserer Umfrage wollten wir in Erfahrung bringen, was Jugendliche heute mit Ostern verbinden. Wir führten die Umfrage mit der Erwartung, dass die eigentliche Bedeutung des Osterfestes den Jugendlichen nicht bekannt ist, durch und sahen bei der Auswertung der Umfrageergebnisse unsere Vermutung teilweise bestätigt. Die Antworten mit einer höheren Prozentzahl, wie z.B. Ostereierfärben (20,8 %), Osterfeuer (15r6 %), Osterhase (11,7 %), Ostereiersuchen (10,4 %) und Ferien (6,5 %) spiegeln die Interessen der Jugendlichen wieder. Sie verbinden mit Ostern Unterhaltung (Ostereierfärben) sowie Spaß (Osterfeuer). Dies unterstützen ebenfalls die 3,9 % der Befragten, die die Antwort "Geschenke" gaben. Bei den eben aufgezeigten Umfrageergebnissen wird deutlich, wie wenig diese mit der eigentlichen Bedeutung des Osterfestes in Verbindung stehen. Trotzdem antworteten 14,3 % auf die Frage "Was verbindest Du mit Ostern?" mit Auferstehung Christi.. Diese sowie die Antworten "wichtigstes Fest im Kirchenjahr", "Osterkerze" und "Osternachtsgottesdienst" haben, wie wir meinen, noch am meisten mit Ostern zu tun. Resultate der Umfrage, die im Kreisdiagramm aufgrund ihrer Seltenheit nicht berücksichtigt wurden, sind z.B. Osterausflug, Familientreffen und Osterstrauß. Zusammenfassend läßt sich jedoch festhalten, dass die Mehrzahl der Antworten eine Tradition darstellt, jedoch nicht die eigentliche Bedeutung dieses Festes widerspiegelt. Wenn man von den Traditionen, wie z.B. Ostereierfärben, absieht, kommt man also zum Ergebnis, dass Ostern für die Jugendlichen ein Tag wie jeder andere auch ist.
Himmelfahrt Geschichte Schon in der Antike glaubten die Menschen an Auferstehung, wie zum Beispiel in Ägypten. Dort entwickelten die Menschen das Bild einer Himmelsleiter. Aus dem Judentum Den Beweis dafür findet man in der Bibel: Schon im Alten Testament gab es verschiedene Beispiele zum Mytos Himmelfahrt. Diesen erlebten in Gen 5, 24 Henoch und in 2Kön 2, 11 Elia, aber auch Moses fuhr zum Himmel auf. Im Christentum Christi Himmelfahrt ist ein Artikel des christlichen Glaubensbekenntnisses (Apg 1, 9-11). Mit Christi Himmelfahrt bezeichnet man den Tag, an dem Jesu zum Himmel, dem Reich Gottes, auffährt und somit die Zeit in der der auferstandene Jesus seinen Jüngern erscheint, sie lehrt und mit ihnen speist, beendet. Kulturell In der Kunst wird die Himmelfahrt seit dem 4.Jh dargestellt. In dem meisten Bibelillustrationen ist ein Bild von Christi Himmelfahrt abgedruckt. Beispiele: In der Musik In der Musik gibt es viele Stücke, deren Thema die Himmelfahrt Christi ist, wie zum Beispiel das Himmelfahrtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Das Fest Das Fest gibt es seit dem 4.Jh. Damals legten die Menschen den Termin auf 40 Tage nach Ostern fest. Im Gedanken an den Weg zum Ölberg veranstaltete man im Mittelalter Prozessionen. Es gab den Brauch, eine Statue Christi in der Kirche hochzuziehen und diese dann in einer Öffnung im Dach verschwinden zu lassen. An Seilen tanzten dazu geschnitzte Engel und die Besucher der Kirche wurden von Regen aus Mandeln, Rosinen und Oblaten überrascht. In der Liturgie wird an diesem Tag die Osterkerze gelöscht, welche die leibliche Anwesenheit Jesu auf Erden symbolisiert hatte. Das Himmelfahrtsfest wurde seit Ende des Mittelalters auch mit Herrenfest bezeichnet; Hier besteht die Verbindung zur Bezeichnung mit Vatertag. Die Umfrage Meine Umfrage hat ergeben, dass der Anlaß zu dem Fest noch benannt werden kann. Das liegt eindeutig an der Durchsichtigkeit des Namens des Festes "Christi Himmelfahrt". Den Termin können alle Befragten auf etwa 6 Wochen nach Ostern festlegen. Ein drittel ist unschlüssig, ob Himmelfahrt vor oder nach Pfingsten liegt. Alle Befragten freuen sich über den freien Tag, an dem Ausflüge, Verwandtenbesuche und Boßeltouren unternommen werden. Die Boßeltouren oder gemeinsamen Märsche lassen sich auf die früheren Prozessionen zurückführen. Gerade bei diesen Touren werden mehr hochprozentige Flüssigkeiten konsumiert als an keinem anderen Tag im Jahr. Bei der Umfrage war Alkohol einziges und von mehr als dreiviertel der Personen benanntes Konsumgut. An diesem Tag gehen hauptsächlich die regelmäßigen Kirchgäger zur Kirche, sowie zusätzlich die Konfirmanden, die auffällig gut über den Anlaß des Festes Auskunft geben konnten.
Pfingsten Um zu untersuchen, ob die Menschen mit den christlichen Feiertagen den Glauben oder den Konsum verbinden, wurde unter anderem das Pfingstfest untersucht. Hierzu wurde ebenfalls eine Umfrage durchgeführt, um so die Bedeutung dieses Festes für die Menschen festzustellen. Die christliche Bedeutung des Wortes Pfingsten geht auf das griechische Wort "pentekoste" zurück, dem "fünfzigsten Tag". Damit ist der fünfzigste Tag nach Ostern gemeint, ein Sonntag, an dem die Ausgießung des Heiligen Geistes stattfindet. Pfingsten war also ursprünglich mit dem Osterfest verbunden, es stellt den Höhepunkt und Abschluss der Osterzeit dar. In dieser Zeit wurde nicht kniend gebetet, es wurde nicht gefastet und das Halleluja öfter gesungen. Außerdem fanden Pfingstspiele statt, es war eine Freudenzeit. Ein Symbol dieses Festes ist der geschmückte Pfingstochse. Die folgende Tabelle stellt die gestellten Fragen und die dazugehörigen Antworten nach Altersgruppen geordnet dar. Kinder jünger als zwölf Jahre wurden aus dieser Umfrage ausgeschlossen, da im Gegensatz zu Weihnachten das Pfingstfest weitgehend unbekannt bei dieser Altersgruppe ist und die Antworten wenig aufschlussreich waren. Bei der zu erst gestellten Frage nach den Wochentagen von Pfingsten war festzustellen, dass die jüngste Altersgruppe von 13 – 20 Jahren nur zu 42 % die richtige Antwort gab. Mit steigendem Alter nimmt auch die Zahl der richtigen Antworten zu, bei den über 45-jährigen wussten 60 % die Wochentage. Ein ähnlicher Trend lässt sich auch bei der Frage nach dem Grund für die Feier des Pfingstfestes feststellen. Nur ist der Prozentanteil der 13 – 20-jährigen, die die richtige Antwort, wussten mit 23% deutlich geringer als bei der vorherigen Frage; von den über 45-jährigen wissen 69% die Antwort. Die Differenz zwischen den verschiedenen Altersgruppen ist deutlich größer. Die Zahl der Kirchgänger zu Pfingsten ist größer als bei "normalen" Sonntagen. 31% der über 45-jährigen gehen zu Pfingsten in die Kirche, jedoch nur 10% der 21- 45-jährigen. In dieser Altersgruppe ist das geringste Interesse am Kirchgang vorhanden. Aus der jüngsten Altersgruppe gehen 26% zu Pfingsten in die Kirche, dies liegt sicherlich daran, dass einige Konfirmanden von uns befragt wurden, die regelmäßig zur Kirche gehen müssen. Auf die Frage, was sie mit dem Pfingstfest verbinden, haben durchschnittlich 53% (alle Altersgruppen zusammen) mit Urlaub/Arbeitsfrei geantwortet. Dies ist heute vielfach der entscheidende Grund für die Freude auf das Pfingstfest. Auch werden die freien Tage häufig zum Zusammentreffen der Familie genutzt. 21 % der 13 - 20-jährigen und knapp 1/3 der über 45-jährigen, nämlich 32 %, verbinden die Familie mit dem Pfingstfest. Man ist froh Zeit füreinander zu haben. Ein eher geringer Anteil, das bedeutet 10 % der 21 - 45-jährigen und 15/16 % der 13 - 20-jährigen /über 45-jährigen verbindet heute noch den Glauben mit dem Pfingstfest. Die Zahlen ähneln sich hierbei, insgesamt gibt weniger als 1/6 den Glauben als Grund für die Feier des Pfingstfestes an. Nur einige der befragten Personen gaben an das Pfingstfest gar nicht zu feiern. Bei der höchsten Altersgruppe ist anzumerken, dass nur 4 % gar nicht Pfingsten feiern, dies ist der geringste Anteil. In den jüngeren Altersgruppen ist der Wert 2 bzw. 3 mal höher. Auf die Frage, welche Konsumgüter die Menschen heute mit dem Pfingstfest verbinden, antworteten in allen Altersgruppen mindestens 45 % "keine". Bei den 21 - 45-jährigen waren es sogar 56 %. Durchschnittlich 30 % der Befragten schätzen ein gutes Essen, häufig auch mit der Familie. 15 % der beiden älteren Altersgruppen nutzen die freien Arbeitstage zu Ausflügen oder kleineren Reisen; bei den 13 - 20-jährigen sind es noch 2 % mehr. Lediglich drei Befragte gaben Geschenke als Konsumgüter an, dies ist nur ein sehr kleiner Anteil und zu vernachlässigen. Anzumerken ist, dass bei den beiden letzten Fragen auch mehrfach geantwortet werden konnte, da viele Menschen z.B. Arbeitsfrei und Ausflüge miteinander verbinden. Das Pfingstfest ist nicht vom Konsum wie beispielsweise das Weihnachtsfest beeinflusst. Kinder sollten schon in der Kindergruppe mehr mit den kirchlichen Festen bekannt gemacht werden. Doch damit wissen auch viele Menschen kaum noch etwas über dieses kirchliche Fest. Besonders kleine Kinder haben über Pfingsten überhaupt kein Wissen mehr; im Gegensatz zu Weihnachten oder Ostern, wo immer noch Assoziationen wie der Weihnachtsmann oder der Osterhase bestehen.
Schlusswort Der Coca-Cola Truck, die Milka–Schmunzelhasen und der Lindthase mit seinem Glöckchen stimmen die Kinder und Jugendlichen auf die Festtage Weihnachten und Ostern ein. Häufig verbinden sie nur noch diese Geschenke zu den Feiertagen mit den kirchlichen Festtagen. Geht man jedoch mehr auf die Bedeutung der christlichen Feiertage ein, wird schnell deutlich, dass der religiöse Hintergrund in Vergessenheit geraten ist. Befragt man die Jugendlichen, können sie kaum Informationen über die Geschichte und den Anlass der christlichen Feiern geben. Weihnachten können die meisten noch erklären, aber wie ist es mit der Bedeutung des Pfingstfestes? Um für die Jugendlichen die kirchlichen Feste ansprechender zu gestalten, hier ein paar Beispiele: - Man könnte die Geschichte des Nikolaus in die Werbung mit einbringen, sie auf Verpackungen der Süßigkeiten abdrucken und um dies interessanter für die Kinder anzulegen als Comic. - Die Jugend ist nicht sonderlich interessiert an den kirchlichen Pfingstbräuchen, für sie zählt mehr der schulfreie Tag. Deshalb könnte man Ausflüge mit den Jugendgruppen der Gemeinden veranstalten und so den Jugendlichen das Pfingstfest mit Spaß näher bringen. - Für das Himmelfahrts-Fest ist es meiner Meinung nach sehr schwer die Kirche attraktiver zu gestalten und die christliche Bedeutung des Festes wiederherzustellen, denn das weltliche Angebot mit Spiel, Spaß und auch Alkohol ist bei den Erwachsenen längst Tradition geworden und die Kinder und Jugendliche haben eben gerade diese Erwachsenen zum Vorbild.
Anhang Pfingsten
Anhang Nikolaus Frage 1 : Was ist Weihnachten für Sie / Dich?Frage 2: Warum feiert man Ihrer / Deiner Meinung nach Weihnachten? Frage 3: Was fällt Ihnen / Dir zum Thema Nikolaus ein? Alle Antworten der Seiten 19 und 20 sind das Ergebnis einer Umfrage im INTERNET und per E-MAIL. Die restlichen Antworten der folgenden Seiten entstanden bei einer Umfrage in Stade. Altersgruppe 13-20 Jahre
Altersgruppe 21-45 Jahre
Altersgruppe älter als 45 Jahre
|
© RPI Loccum