Ausschreibung

Ausschreibung und Anregungen zur Projektarbeit


Für das Schuljahr 2017/18 ist unter der Schirmherrschaft von Dr. Beatrice von Weizsäcker der neunte Landeswettbewerb Evangelische Religion ausgeschrieben. Der Wettbewerb ist initiiert und gefördert von der Hanns-Lilje-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Dammann-Stiftung.

Der Landeswettbewerb steht unter dem Thema Rituale und richtet sich an Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs sowie der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien, Gesamtschulen und Fachgymnasien. Teilnehmen dürfen Schülerinnen und Schüler, die den evangelischen Religionsunterricht besuchen. Der Wettbewerbsbeitrag besteht aus einem Portfolio, das sowohl als Einzelbeitrag als auch als Gruppenbeitrag (max. fünf Personen) eingereicht werden kann.

 
Zwischen Individualisierung und der Suche nach Vergewisserung: Rituale

Auf den ersten Blick erscheint das Thema „Rituale“ recht weit weg von heutigen Schülerinnen und Schülern - klingt es doch verdächtig nach einer innerkirchlichen und für viele eher lebensfernen Angelegenheit. Auf den zweiten Blick erweist sich dieser Eindruck als eindimensional. Jugendliche begegnen in ihrem Alltag Ritualen. In unterschiedlicher Weise und Intensität, zwischen profan und sakral, traditionell und neu erfunden, in jedem Fall mit einem Gefühl der Relevanz dieser Rituale für die eigene Identitäts- und Lebensgestaltung.

Vielen sind Rituale innerhalb der Familie vertraut, sei es beispielsweise in der Gestaltung des Sonntags, der Feier von Geburtstagen oder schlicht dem gemeinsamen Fernsehabend, wo es ihn noch gibt. Auch innerhalb der Schulgemeinschaft sind Rituale bedeutsam. Da gibt es das morgendliche Begrüßungsritual einer Klasse, den ritualisierten Vorgang im Trainingsraum oder den Schuljahresendgottedienst. Und Jugendliche initiieren innerhalb ihrer Peergroup mit Aufnahmeritualen wie der „Mehltaufe“ am 16. Geburtstag auf dem Schulhof oder zweifelhaften Mutproben auch neue Rituale.

Das Vertrautsein von Schülerinnen und Schülern mit explizit kirchlichen und religiösen Ritualen zeigt sich unterschiedlich ausgeprägt. Was für die einen selbstverständlich, ist für die anderen eine Fremdheitserfahrung. Und diejenigen, die sich mit Kirche und Religion auseinandersetzen, fordern nicht selten eine neue Verhältnisbestimmung von tradierten und neuen Ritualen ein - manchmal mit, manchmal ohne ein Bewusstsein der Stärke des Bewährten und Vertrauten.

Rituale als identitätsstiftende Handlungen einer Gemeinschaft verweisen auf einen höheren Sinnzusammenhang, der dem Menschen einen Ort innerhalb der Gemeinschaft, letztlich auch im Weltganzen zuweist. Rituale folgen bestimmten Regeln und geben dadurch sowie durch ihre prinzipielle Wiederholbarkeit Sicherheit vor allem in Schwellensituationen des Lebens. In ihrem Vollzug lassen Rituale für die Beteiligten Wirklichkeit und deren Ordnung neu entstehen oder bestätigen. Dabei können sie begleitend und lebensförderlich, aber auch zerstörerisch und lebensfeindlich sein.

In der Auseinandersetzung mit dem Wettbewerbsthema sollen vor allem religiöse und kulturelle Kompetenz im Fokus stehen. Dabei lassen sich „Rituale“ deutlich im theologischen und religiösen Kontext verorten bzw. in profanen Ausprägungen erläuternd und reflektierend daran rückbinden. Mit der Wettbewerbsarbeit soll bei den Jugendlichen das Bewusstsein für die mögliche Symbolkraft von Handlungen geschärft werden, für die eigene Identität innerhalb unterschiedlicher Gemeinschaften, denen sie angehören und für den Wunsch nach Begleitung durch Rituale in bestimmten Lebenssituationen. Der transzendierende Charakter eines Rituals kann hier neu in den Blick geraten. Zugleich soll ein Dialog angeregt werden über die Notwendigkeit und Aktualität von Ritualen.

In der konkreten Wettbewerbsarbeit sollen Schülerinnen und Schüler sich aus theologischer bzw. religiöser Perspektive mit einer von ihnen selbst gewählten Fragestellung auseinandersetzen, die sich nachvollziehbar im Kontext von „Ritualen“ verorten lässt.
Das Portfolio als Ergebnis der eigenständigen Projektarbeit dokumentiert und reflektiert den Prozess dieser Auseinandersetzung.

Von diesen übergeordneten Fragen können sich Schülerinnen und Schüler leiten lassen:

Welche Rituale bestimmen Ihren Tag?
Und Ihr Leben?

  • Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit Ritualen gemacht?
  • Welche Zusammenhänge sehen Sie zwischen Ritual und Religion?
  • Welcher konkreten Frage möchten Sie nachgehen?
  • Welche (Vor-)Einstellung haben Sie im Blick auf Ihre Frage?
  • Wie wird Ihre Frage individuell, gesellschaftlich und kirchlich gesehen?
  • (Wie) hat sich Ihre Perspektive geändert, nachdem Sie Orte besucht und Literatur zum Thema gelesen haben und indem Sie Menschen begegnet sind?
  • Welche Ihrer Gedanken und Ergebnisse dokumentieren Sie in Ihrem Portfolio?


Verortung im Religionsunterricht
Die Einbettung der Wettbewerbsarbeit in den Unterricht ist möglich und sinnvoll, allerdings nicht zwingend gefordert. Je nach Anzahl der interessierten Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe sollte daher die Lehrkraft entscheiden, welchen Raum sie für die Wettbewerbsarbeit zur Verfügung stellen kann und möchte.

Sollte eine Lerngruppe geschlossen zum Wettbewerbsthema arbeiten, müssen entsprechend mehrere Einzel- und/oder Gruppenbeiträge eingereicht werden. Die Teilnahme eines ganzen Kurses ist in mehrfacher Hinsicht als positiv zu bewerten, sollte jedoch von der betreuenden Lehrkraft nicht forciert oder gar eingefordert werden. Wer nicht von sich aus motiviert ist, wird mit großer Wahrscheinlichkeit mit nur wenig Freude in eine thematische Auseinandersetzung gehen.

Mit „Rituale“ bewegt sich das Wettbewerbsthema vor allem in den inhaltlichen Kompetenzbereichen Gott, Mensch, Kirche und Religionen. Das überarbeitete Kerncurriculum für die gymnasiale Oberstufe sieht in der Einführungsphase das „Ritual“ als verbindlichen Grundbegriff vor und formuliert unter dem Kompetenzbereich „Religion und Religionen“ dezidiert: „Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Wirkung und Funktion von Symbolen und Ritualen.“

Möglicherweise bieten einzelne Sequenzen der schulinternen Curricula den Raum, durch die Wettbewerbsarbeit erarbeitet, gestaltet und vertieft zu werden. In Absprache mit allen Beteiligten innerhalb der Schule bestünde auch die Option, den Wettbewerbsbeitrag als Alternative zu einer Klausur zu nutzen.
Ein Hinweis: Bei der Bewertung von Gruppen-Portfolios lässt sich hier gut mit der Methode der Poolnote arbeiten.


Besondere Lernleistung und Seminarfach
Der Landeswettbewerb Evangelische Religion gehört zu den vom Land Niedersachsen geförderten Wettbewerben. Der Wettbewerbsbeitrag kann daher für das 4. Prüfungsfach als besondere Lernleistung in das Abitur eingebracht werden. Das ist ausschließlich für einen Einzelbeitrag möglich.

Der Charakter einer Facharbeit, bei der es sich um ein ergebnisorientiertes Leistungsdokument handelt, steht konträr zum Portfolio als prozessorientiertem Leistungsdokument. In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, Teilergebnisse der Facharbeit für Teileinlagen im Portfolio zu nutzen. Nicht möglich ist es, Facharbeiten als Wettbewerbsbeitrag einzureichen! Bei Einsendung reiner Facharbeiten müssen diese Beiträge aus den genannten Gründen aus der Wertung genommen werden.

Auch das Seminarfach bietet einen guten Rahmen für die Wettbewerbsarbeit, da sich in Zielen und Anliegen beider Entsprechungen finden: im Lernen in der originalen Begegnung; im Lernen an und in komplexen Zusammenhängen; in der Handlungsorientierung und im selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Arbeiten. Wo immer das Fach Religion das Seminarfach mitverantwortet oder darin verortet ist, liegt einen ideale Voraussetzung für Projektlernen und die Erstellung des Portfolio als Wettbewerbsbeitrag.


Ideen für die Auseinandersetzung mit „Rituale[n]“
Die jeweilige Fragestellung, mit der die Schülerinnen und Schüler sich auseinandersetzen, soll sich nachvollziehbar im Kontext des Wettbewerbsthemas verorten lassen und einen theologischen bzw. religiösen Bezug aufweisen. Diese Zuordnungen müssen im Portfolio erkennbar sein.

Im Folgenden seien Anregungen und Beispiele für Themen genannt:

  • Tattoos und Rituale - Wie passt das zusammen?
  • „Der Herr segne dich und behüte dich“ - Was passiert eigentlich, wenn man gesegnet wird?
  • Deine, meine, unsere Rituale: im Dialog mit einer anderen Religion
  • Wenn sich in meinem Leben etwas verändert - Übergangsrituale
  • Wie gut, dass es Rituale gibt: Sterben, Tod und Trauer
  • „Posten, was das Zeug hält“ - Sind Selfies Rituale?
  • „Feste Rituale haben wir auch“: Sport und Religion
  • „Lasset die Kinder zu mir kommen“ - auch zum Abendmahl?
  • Wacken, Hurricane und Co. - Festivals als Massenrituale?
  • Lebensförderlich - lebensfeindlich: Rituale haben Macht.
  • Dazugehören oder Ausgeschlossensein? Zur Bedeutung von Aufnahmeritualen
  • Einmal im Jahr darf alles anders sein: Was passiert eigentlich an Karneval?
  • Familien-Event Einschulungsgottesdienst
  • Horrido! Faszination Schützenfest?
  • „The same procedure as every year!“ - Silvester feiern
  • Pilgerrituale
  • Darf man Tiere taufen?

Die Erfahrung vergangener Wettbewerbsdurchgänge hat gezeigt, dass eine frühzeitige Themenformulierung für den Erfolg der Arbeit unbedingt notwendig und hilfreich ist. Je konkreter und klarer die Fragestellung bzw. das Thema formuliert werden, desto besser lassen sich Ideen für einen „roten Faden“ sowie für die einzelnen Einlagen des Portfolios entwickeln.


Organisation und Zeitplanung
Es ist hilfreich, mit der Entscheidung für die Teilnahme ein Zeitraster für den gesamten Wettbewerbszeitraum zu erstellen, in den die Ferien, die für die jeweiligen Klassen und Kurse anliegenden schulischen Veranstaltungen und Verpflichtungen, vor allem auch Klausurblöcke, eingetragen werden. Da für die Wettbewerbsarbeit auch Recherchen und Begegnungen an außerschulischen Lernorten sinnvoll sein werden, sollte der Zeitraum hierfür möglichst früh und realistisch gesetzt werden, damit im Anschluss ausreichend Zeit für die Auswertung und Ausarbeitung zur Verfügung steht.
Das Zeitraster sollte den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt und präsent sein.

Als ausgesprochen hilfreich hat es sich erwiesen, feste Zeiten im Religionsunterricht dafür zu reservieren, Zwischenergebnisse vorzustellen, noch offene Fragen ins Gespräch zu bringen und ein Feedback von Mitschülerinnen und Mitschülern sowie auch von der Lehrkraft mitzunehmen. Auch Schülerinnen und Schüler, die einzeln an einem Thema arbeiten, brauchen ein solches „Coaching“.

 

Die folgenden Termine bieten das Grundgerüst für einen Zeitplan:

ab 03. August 2017
Anmeldeunterlagen als Word-Datei herunterladen (www.rpi-loccum.de/Veranstaltungen/Wettbewerb); Themensuche, erste Recherchen

bis 15. September 2017
Themenfindung und -formulierung; Erstellen eines Zeitplans; Terminabsprachen für Recherchen vor Ort

16.-18. August 2017
Lehrkräftetagung in Loccum

15. September 2017
Anmeldeschluss. Grobgliederung des Portfolio erstellen; bei Gruppenbeiträgen Verantwortlichkeiten klären; Zeitplan für die individuelle Arbeit festlegen

September/Oktober 2017
Einleitung formulieren: „Meine/unsere Fragen an mein/unser Thema“;
Recherchen durchführen, Literatur zum Thema lesen, Orte besuchen, Gespräche führen - und stets dokumentieren (auch per Foto)

02.-13. Oktober 2017
Herbstferien

November/Dezember 2017
Ausarbeitung der einzelnen Einlagen;
Entscheidung treffen, welche Materialien und Ergebnisse (nicht) in das Portfolio eingelegt werden; Texte für die jeweiligen Deckblätter der Einlagen formulieren

bis 05. Januar 2018
Weihnachtsferien

Januar 2018
abschließenden Reflexionsbericht erstellen; Feedback einholen und überarbeiten

bis 31. Januar 2018
Portfolios in dreifacher Ausfertigung als Hefter, Ringbuch, gebunden oder in einem schmalen (!) Ordner als Wettbewerbsbeitrag einreichen

 

Lehrkräftetagung
Die Begleitung der Wettbewerbsarbeit durch eine Lehrkraft hat sich in pädagogischer und arbeitsökonomischer Hinsicht als sehr hilfreich erwiesen. Sie sollte sowohl bei der Themenformulierung als auch bei der Frage nach Einzel- oder Gruppenbeitrag beratend tätig sein, Organisation und Zeitplanung im Blick haben und einfordern sowie im Unterricht Raum für die Präsentation von Zwischenergebnissen wie für konstruktives Feedback geben.

Eine Tagung für begleitende Lehrkräfte findet vom 16.-18. August 2017 in Loccum statt. Sie wird thematische Anregungen für die Arbeit am Wettbewerbsthema sowie eine Einführung in die Portfolioarbeit anbieten und Gelegenheit zum Austausch und zur Reflexion geben.
Die Teilnahme der betreuenden Kolleginnen und Kollegen an der Tagung ist inhaltlich sinnvoll, jedoch keine Bedingung für die Wettbewerbsteilnahme der jeweiligen Schülerinnen und Schüler.

 
Formale Vorgaben

  1. Das Portfolio besteht aus einer Einleitung, den eigentlichen Einlagen und dem abschlie-ßenden Reflexionsbericht.
  2. Die Einleitung muss den Titel „Meine/unsere Fragen an mein/unser Thema“ tragen und bei Gruppenbeiträgen von allen Beteiligten in gemeinsamer Verantwortung verfasst sein; Mindestumfang: zwei DIN A4-Seiten.
  3. Das Portfolio muss mind. fünf und darf max. zehn Einlagen verschiedener Art enthalten. Darunter kann sich auch eine PPP (max. 15 Seiten) oder ein kurzes Film- oder Tondokument (max. fünf Minuten) befinden. Jede Einlage muss mit einem Deckblatt versehen sein. Die schriftlichen Einlagen dürfen einen Gesamtumfang von 15 DIN A4-Seiten nicht überschreiten. Dazu zählen weder die Deckblätter noch eventuelle PPP-Seiten.
  4. Der abschließende Reflexionsbericht ist bei Gruppenbeiträgen von allen Beteiligten in gemeinsamer Verantwortung verfasst; Mindestumfang: zwei DIN A4-Seiten.
  5. Für alle geschriebenen Seiten gilt: Zeilenabstand 1,5 und Schriftgröße 12 pt.
  6. Das Portfolio enthält ein Inhaltsverzeichnis, ein vollständiges und korrektes Quellenverzeichnis sowie Seitenzahlen. Auf der ersten Seite müssen der Name der Schule sowie der Verfasserinnen und Verfasser des Portfolios vermerkt sein.
  7. Falls Personen beschrieben oder interviewt werden, müssen die Namen anonymisiert werden.
  8. Das Portfolio ist in dreifacher Ausführung als Hefter, Ringbuch in gebundener Form oder einem schmalen Ordner einzureichen. Diese Vorgabe ist aus organisatorischen Gründen unbedingt zu beachten!
  9. Ggf. eingereichte reine Facharbeiten werden disqualifiziert.


Kriterien zur Beurteilung

  1. Ist das Thema nachvollziehbar im Kontext von „Rituale“ verortet?
  2. Wird eine theologische bzw. religiöse Dimension des Themas angemessen reflektiert?
  3. Wie zeigt sich sich der äußere Eindruck des Portfolio?
  4. Sind die formalen Vorgaben erfüllt?
  5. Zeigt die Mappe eine klare und verständliche inhaltliche Struktur?
  6. Sind wesentliche Aspekte des Themas herausgearbeitet?
  7. Sind unterschiedliche Informationsquellen und Perspektiven einbezogen worden?
  8. Sind die gegebenen Sachinformationen inhaltlich richtig?
  9. Werden verwendete Quellen vollständig und korrekt angegeben?
  10. Findet eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema und unterschiedlichen Positionen statt?
  11. Wie zeigt sich das Reflexionsniveau der einzelnen Einlagen?
  12. Nimmt der abschließende Reflexionsbericht auf die formulierten Fragen der Einleitung Bezug?
  13. Welche Arbeitsintensität (inhaltlicher wie gestalterischer Art) ist mit der Erstellung der Mappe verbunden gewesen?

Die Gewichtung der Kriterien ist unabhängig von der hier gegebenen Reihenfolge und bleibt der Jury überlassen. Die Abgabe von Plagiaten (nicht kenntlich gemachte oder gar mit eigener Autorenschaft versehene Abschriften oder Entnahmen aus dem Internet, aus Büchern, Zeitschriften etc.) führt zur Disqualifikation.

 
Preise:

Es werden insgesamt sieben Geldpreise in den Sparten Einzelbeitrag und Gruppenbeitrag vergeben:

Einzelbeitrag

1. Preis: 300,- €
2. Preis: 250,- €
3. Preis: 150,- €

Gruppenbeitrag

1. Preis: 600,- €
2. Preis: 500.- €
3. Preis: 400,- €
4. Preis: 300,- €


Es bleibt der Jury vorbehalten, die Preisgelder im vorgegebenen Gesamtrahmen abweichend einzusetzen.

Zusätzlich werden 100 Buchpreise vergeben.

Alle Teilnehmenden erhalten eine Urkunde.

 

Termine

  • Anmeldeunterlagen: ab 03. August 2017
  • Anmeldeschluss: 15. September 2017
  • Einreichen der Beiträge: bis 31. Januar 2018 (Poststempel)
  • Prämierungsfeier in der Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover: 04. Juni 2018

 

Jury:

  • Oda-Gebbine Holze-Stäblein, Landessuperintendentin i.R.
  • Judith Gerstenberg, Leitende Dramaturgin am Schauspiel Hannover
  • Annie Heger, Sängerin, Schauspielerin, Autorin und Moderatorin
  • Wolfgang Loos, Superintendent a.D.
  • Dr. Hermann Queckenstedt, Präsident d. VfL Osnabrück und Direktor d. Diözesanmuseums Osnabrück

 
Schirmherrschaft:

Dr. Beatrice von Weizsäcker, Juristin, Autorin und freie Journalistin


Koordination:

Kirsten Rabe, Dozentin für die Bereiche Gymnasium und Gesamtschule
Religionspädagogisches Institut Loccum
Uhlhornweg 10-12
31547 Rehburg-Loccum
Kirsten.Rabe@evlka.de
Tel. 05766-81-147

Sekretariat:

Katja Kunsemüller
Katja.Kunsemueller@evlka.de
Tel. 05766-81-139

 

Was ist ein Portfolio?

Ein Portfolio ist eine Mappe mit einer individuellen Sammlung von gezielt ausgewählten Dokumenten und deren jeweiliger Auswahlbegründungen zu einer übergeordneten Fragestellung.

Ein Portfolio strukturiert und reflektiert den selbstständigen und eigenverantwortlichen Prozess der Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema und lässt die Lernprogression und den Erkenntnisgewinn sichtbar werden. Generell dokumentiert ein Portfolio die erworbenen Kompetenzen der Erstellerin bzw. des Erstellers.

Folgendes ist bei der Erstellung des Wettbewerbsbeitrages als Portfolio zu beachten:

  1. Das Portfolio insgesamt wie auch seine Einlagen sollen ästhetisch gestaltet sein. Zur Projektarbeit gehört auch die Planung eines Konzepts für die Einlagen.
  2. Es sollen Dokumente unterschiedlicher Art in der Mappe zusammengestellt sein – zum einen, um methodische Einseitigkeit zu vermeiden, zum anderen, um dem inhaltlichen Charakter des jeweils Dargestellten gerecht zu werden. Möglich wären beispielsweise:
  • die statistische und grafische Auswertung einer Befragung von Jugendlichen zum Thema „Konfirmation“
  • die Dokumentation eines Interviews mit einem Vertreter des örtlichen Schützenvereins
  • ein Erfahrungsbericht über die Begegnung mit einem Jugendlichen, der regelmäßig Festivals besucht
  • eine Auslegung zu Num 6, 24ff. (Aaronitischer Segen) mit schriftlicher Auseinandersetzung zur Bedeutung der Perikope
  • ein Entwurf für einen Gedenkort für die Opfer eines Terroranschlags mit Erläuterung der Gestaltungsentscheidungen und möglicher Rituale
  • ein Kommentar, der auf der Homepage eines Unternehmens für Eventbestattungen gepostet werden könnte
  • ein selbst verfasster Leserbrief zu einem Zeitungsartikel, der über das Familienevent „Einschulung“ berichtet
  • ein Konzept für die bauliche und technische Ausstattung eines Trauerzimmers in einem Krankenhaus
  • eine Fotodokumentation zu Ritualen in der Karnevalszeit
  • eine Power-Point-Präsentation zum Berufsalltag eines Bestatters
  • eine Karikatur, die im Streit um „Reformationstag oder Halloween“? Position bezieht


Jede Einlage muss mit einem zusätzlichen Deckblatt versehen sein. Neben der Kurzinformation zu Datum und Titel dient der Raum auf diesem Deckblatt zur Reflexion des Erfahrenen, Erarbeiteten und Gelernten. Das Deckblatt besteht aus einer DIN A4-Seite. Folgende Fragen können hier leitend sein:

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Name(n):
Datum der Einlage:
Titel der Einlage:
Art der Einlage: (Erfahrungsbericht, Fotodokumentation, Interview, Konzept für … etc.)

Warum diese Einlage für das Portfolio ausgewählt wurde:

Was diese Einlage von meiner/unserer Arbeit zeigt:

Was ich/wir aus der Auseinandersetzung mitnehme/mitnehmen:
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