Religionsunterricht und Politik

Start: 14.06.2018, 15:30 Uhr Ende: 16.06.2018, 13:00 Uhr
Für: Lehrerinnen und Lehrer sowie Pastorinnen und Pastoren, die an Gymnasien und Gesamtschulen evangelischen Religionsunterricht erteilen
Leitung: Dr. Johannes Kubik, Rainer Merkel

Mit der Kompetenzorientierung ist der RU politischer geworden. Er kann Politisches als religiös relevante Anforderungssituation aufgreifen und tut das entweder, wenn Religion in der Politik thematisiert wird (z.B. Kopftuchdebatte, Fundamentalismus, Tanzverbot am Karfreitag ...) oder wenn Politik auf Religion Bezug nimmt, sich der Religion bedient, bestimmte religiöse Inszenierungen vornimmt usw. Seit dem klassischen Irrglauben der 1970er Jahre, der RU habe sich in Politikunterricht „aufzulösen", hat sich die Debatte also deutlich verschoben. Wie eigentlich die „politische Dimension" des Christentums und somit des RU präzise zu bestimmen ist, kann und muss in dieser Situation neu gefragt werden. Im Fortbildungskurs wollen wir uns einerseits mit diesen theoretischen Fragen auseinandersetzen und andererseits konkrete Unterrichtsideen kennenlernen und entwickeln, wie man im RU die politische Dimension des Faches zum Klingen bringen kann. Auch wollen wir ausloten, was der Religionsunterricht von der Politikdidaktik lernen kann.