Werke von Gudrun Schmidtke


vom 28.08.2000 bis 17.11.2000


Biographie

1956 in Steinhagen/Westf. geboren
1974 Umzug nach Berlin / Ausbildung zur Krankenschwester
1978 Italienaufenthalt
1978-82 Abitur auf dem 2. Bildungsweg
1983 Studium der Architektur in Berlin
1986 Studium der Architektur in Darmstadt
zugleich Studium der freien Malerei bei Prof. Böhm
1987 9 Monate Praktikum in Bangladesh
anschließend Arbeit als Architektin in Berlin und München
1995 Rückkehr nach Berlin
Bildung einer Arbeitsgruppe um die Malerin Inge H. Schmidt
Schwerpunkt: Atelierarbeit am Modell

 

 

 

Ausstellung, Gudrun Schmidtke (1)

 

Ausstellung, Gudrun Schmidtke (2)

Ein Thema von Beginn an: 

Körper und Bewegung

Andauernde, unendliche und dennoch endliche Wandlungen, beginnend mit dem Schrei nach der Geburt bis hin zu dem letzten Atemzug – einzigartige Momentaufnahmen, nichts Gleiches und nie Dasselbe. 

 

Wandel, Veränderung überall, egal ob ein Menschenzeitalter mit all seinen Einflüssen oder der Mensch unter dem Einfluss des Zusammenspiels von Geist, Zeit und Raum betrachtet wird. 

Fortlaufende Bewegung aus unzähligen einzelnen Augenblicken/Momenten zusammgengesetzt.

Ich bin fasziniert von diesen Wandlungen, von der Kreatur Mensch in seinem Haus aus Haut und dem darunter verborgenen Bewegungsgerüst. Das Zusammenspiel von Knochen und Muskeln kann uns in Bewegung setzen, lässt uns stehen, liegen, tanzen, stürzen...

Fortwährende Spannung zwischen Ruhe und Bewegung.

Aber vielmehr noch beeindrucken mich die Bewegungen und Wandlungen, die auf die Seele einwirken, diese in Schwingung setzen, unter die Haut gehen, sich in diese eingravieren.

Frohsinn, Schmerzen, Hoffnung, Ohnmacht, Zuversicht, Aufgabe, Spuren, auf die Haut geschrieben.

Bewegte Bilder, Lebensbücher mit unzähligen Nuancen, Färbungen – Vergängliches.


Augenblickliche Bewegungen, ich versuche mich auf ihren Zauber einzulassen und einen Hauch – eine Ahnung davon festzuhalten – lasse die Farben tanzen – fasziniert von der Lebendigkeit des Lebens.

Diese Arbeit im Atelier ist sehr befruchtend, für mich ist ein Leben ohne Farben nicht mehr vorstellbar.

1997 fuhr ich nach Italien zu einem Malworkshop. Ich lernte die Malerin Iris Flexer aus Stuttgart kennen.
Die Zusammenarbeit war so gut, so dass beschloß, 1998 wieder mit Iris zusammen zu arbeiten. 

Diese Arbeit endete mit einer Ausstellung für die Bewohner dieses Ortes: 5 Frauen präsentierten ihre Arbeiten, welche sie unter italienischem Himmel geschaffen hatten.

Eine italienische Ausstellung. Die Besucher verließen die Räume, ihre Fröhlichkeit blieb zurück.


1999: die erste Einzelausstellung im „Haus Hermesmeyer“, in dem nicht mehr bewohnten Teil des Hauses.

Einen Teil, den ich sehr schätze, der auf mich sehr inspirierend wirkt, denn diese Wände, Ausblicke und Einblicke erzählen von vielen Geschichten, Gelebtem.
Die Lebendigkeit/Vergänglichkeit der Steine des Lebens ist zu spüren.

Ausstellung, Gudrun Schmidtke (3)
Kontakt | © Religionspädagogisches Institut Loccum