19. März 2017

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Braunschweig will "Reformationsstadt Europas" werden

Braunschweig (epd). Die Stadt Braunschweig will sich um den Titel "Reformationsstadt Europas" bewerben. Darüber wird den Informationen zufolge der Verwaltungsausschuss der Stadt am kommenden Dienstag entscheiden. Mit dem Titel würdigt die Gemeinschaft Europäischer Kirchen in Europa (GEKE) Städte, die für die Ausbreitung der von Martin Luther (1483-1546) vor 500 Jahren angestoßenen Reformation eine Rolle gespielt haben.

Die Braunschweiger Reformationsgeschichte sei eng mit dem Wittenberger Stadtpfarrer Johannes Bugenhagen (1485-1558) verknüpft, begründete Kulturdezernentin Anja Hesse den Vorschlag. Bugenhagen habe in Braunschweig im Jahr 1528 gemeinsam mit Rat und Bürgerschaft eine umfassende Kirchenordnung erarbeitet. Sie regelte das städtische Kirchen-, Schul- und Fürsorgewesen und diente als Vorbild für weitere Stationen Bugenhagens in Hamburg, Lübeck und Skandinavien. "In Braunschweig wurde damit ein wichtiges Kapitel der Geschichte der Reformation geschrieben."

Die Stadt, die braunschweigische Landeskirche und die Akademie Abt Jerusalem und das braunschweigische Landesmuseum haben eine Vielzahl von Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr geplant. Braunschweig wäre nach Emden, Wolfsburg und Celle die vierte Stadt in Niedersachsen, die diesen Titel erhält.

Den Angaben der GEKE zufolge gehören derzeit rund 81 Städte in 15 Ländern zum Netzwerk "Europäische Reformationsstädte". Die Städte können damit diese Marke als Motto über ihre Veranstaltungen zum 500. Reformationsjubiläum 2017 setzen und so für sich werben. Der Titel bleibt über das Jubiläumsjahr hinaus gültig.

epd lnb cmo sel