7. Februar 2019

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Antikriegshaus setzt sich für Frieden in Europa ein

Hannover (epd). Das Antikriegshaus Sievershausen in Lehrte bei Hannover ruft als Teil eines Bündnisses aus über 70 zivilgesellschaftlichen Organisationen zur Rettung des "Friedensprojekts Europa" auf. Bis zur Europawahl im Mai lädt das Bündnis aus neun europäischen Ländern dazu ein, einen Aufruf im Internet zu unterzeichnen, wie das Antikriegshaus am Dienstag mitteilte. An der Aktion beteiligen sich neben Verbänden der Friedensbewegung auch kirchliche Hilfswerke wie Misereor und Brot für die Welt.

Zu ihren Forderungen zählen ein verstärktes europäisches Engagement für Menschenrechte sowie mehr Geld für gewaltfreie Konfliktbearbeitung. Die Organisationen kritisieren die geplanten Investitionen der Europäischen Union in Rüstungsforschung und Militärkooperationen. Zudem fordert das Bündnis, dass die EU keine Staaten aufrüsten dürfe, die Krieg führten oder Menschenrechte verletzten. Die EU habe als Friedensprojekt nach dem Zweiten Weltkrieg Vorbildcharakter, sie dürfe nicht zur Militärmacht werden, hieß es.

Für den nächsten europäischen Finanzrahmen 2021 bis 2027 forderte das Bündnis sieben Milliarden Euro für gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Friedensförderung. Bislang sah ein erster Entwurf dafür lediglich eine Milliarde statt wie bislang 2,3 Milliarden Euro vor. Zudem seien drei Milliarden Euro für die Förderung von Menschenrechten und Demokratie nötig, hieß es.

epd lnb bjs/bas mil
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