8. November 2018

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Landeskirche beobachtet Veränderungen auf Friedhöfen

Hannover (epd). Aufgrund einer veränderten Bestattungspraxis zahlreicher Menschen verzeichnen die evangelischen Friedhöfe in Niedersachsen immer mehr Flächen, die nicht wieder belegt werden können. Immer mehr Menschen zögen Urnenbeisetzungen einer Erdbestattung vor, sagte Oberkirchenrätin Erika Marten von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers am Mittwoch in Hannover.

1990 habe die Zahl der Urnenbestattungen noch unter zwölf Prozent gelegen. Mittlerweile machten sie etwa die Hälfte aller Beisetzungen aus. Zudem steige die Nachfrage nach Gräbern, die pflegefrei oder leicht zu pflegen seien. Familiengräber würden aus diesem Grund oft aufgegeben, sagte Marten.

Die hannoversche Landeskirche umfasst drei Viertel Niedersachsens. Ihre Gemeinden unterhalten insgesamt 938 evangelische Friedhöfe. "Die freien Flächen, die dadurch entstehen, zu erhalten, ist aufwendig und teuer, zumal auch die Einnahmen aus den Friedhofsgebühren sich verringern", erläuterte der kirchliche Umweltreferent Reinhard Benhöfer.

Oberkirchenrätin Marten betonte, die Kirche wolle dem zunehmenden Wunsch der Menschen nach einer individuellen Bestattungsform entgegenkommen. So könnten mehr naturnahe Grabstätten ermöglicht werden. Auf diese Weise lasse sich auch die Artenvielfalt auf dem Friedhof steigern, ergänzte Benhöfer.

epd lnb ina mig
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Orte:
Kirchengemeinde Herrenhausen-Leinhausen, Hegebläch 18, 30419 Hannover