5. November 2018

Nachricht

Katholiken starten Aktion für Glaubensgenossen in Minderheitsgebieten

Osnabrück/Paderborn (epd). Mit einem Gottesdienst und einem Festakt haben katholische Christen am Sonntag im Osnabrücker Dom die bundesweite Diaspora-Aktion des Bonifatiuswerks eröffnet. Das Werk startet jedes Jahr in einem anderen deutschen Bistum eine Informations- und Spendenaktion für diejenigen Katholiken, die in einer extremen Minderheitensituation leben. An Gott zu glauben, heiße danach zu fragen, was dieser Glaube für den Umgang mit dem Nächsten bedeute, sagte der Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe in der Predigt.

Monsignore Georg Austen, der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, sagte, die Situation von Christenhabe sich in nahezu allen Ländern Europas dramatisch verändert. Christinnen und Christen lebten heute in vielen Ländern als Minderheit unter anders- oder nichtglaubenden Mitbürgern. In Nordeuropa und dem Baltikum seien der Großteil der Katholiken arme Einwanderer. "Vom Staat gibt es so wenig Unterstützung, dass es ohne Hilfe aus dem Ausland nicht geht." Darum sei die Solidarität so wichtig.

Am Diaspora-Sonntag, jeweils der dritte Sonntag im November, werde in allen katholischen Kirchen für die Diaspora-Katholiken gesammelt, hieß es. In diesem Jahr fällt der Tag auf den 18. November. Das diesjährige Leitwort lautet "Unsere Identität: Christus bezeugen". Mit den Spenden unterstützt das Bonifatiuswerk nach eigenen Angaben jährlich mehr als 800 Projekte.

epd lnb mas/mir
epd-Service

Internet:
www.bonifatiuswerk.de/presse

Orte:
Katholischer Dom St. Peter, Domplatz, 49074 Osnabrück