14. Juli 2017

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Rund 1.000 Anmeldungen für Pop-Oratorium "Luther" in Braunschweig

Braunschweig (epd). Rund 1.000 Sänger haben sich bisher für die Aufführung des Pop-Oratoriums "Luther" in der Braunschweiger Volkswagen Halle im kommenden Jahr angemeldet. Damit seien für den geplanten Mega-Chor mit insgesamt 1.500 Stimmen noch etwa 500 Plätze frei, sagte ein Sprecher der "Creativen Kirche" im westfälischen Witten am Donnerstag. Die Anmeldefrist für das Event, zu dem rund 6.500 Besucher erwartet werden, endet am 9. September. Das Stück, das derzeit auf bundesweiter Tournee ist, soll am 3. Februar 2018 in Braunschweig zum vorerst letzten Mal aufgeführt werden.

Das Pop-Oratorium erzählt anlässlich des 500. Reformationsjubiläums 2017 im Musical-Sound die Lebensgeschichte des Reformators Martin Luther (1483-1546). Die Handlung orientiert sich am Reichstag zu Worms 1521, als Luther sich weigerte, vor Kaiser Karl V. seine kirchenkritischen Schriften zu widerrufen. Die Texte stammen von Michael Kunze, die Musik von dem Komponisten Dieter Falk.

Der Chor sei offen für jeden, der gerne singt, hieß es. Chorerfahrung werde nicht vorausgesetzt. Angemeldete Teilnehmer erhielten die Noten sowie eine Übungs-CD und könnten das Werk im eigenen Chor oder allein einstudieren. Am 9. September ist eine erste sogenannte gemeinsame Probe in der Volkswagen Halle geplant. In den Monaten vor der Aufführung finden zudem regionale Großproben statt. Die Aufführung ist Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 450-jährigen Bestehen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig im Jahr 2018.

Bei der bundesweiten Tournee in diesem Jahr war das Pop-Oratorium unter anderem bereits in Hannover, Hamburg, München und Düsseldorf zu Gast. Die Aufführungen wurden bisher von mehr als 100.000 Zuschauern besucht. Rund 25.000 Sänger waren daran beteiligt. Ende Oktober wird das Stück in Berlin aufgezeichnet und dann im ZDF ausgestrahlt. Schirmherren des Pop-Oratoriums sind die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, und der Fernseh-Moderator Eckart von Hirschhausen.

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