Aufbruch aus dem Paradies?
Abiturgottesdienst am Gymnasium Bad Essen

von Kirsten Rabe und Martina Hoffmeister

 

„Aufbruch aus dem Paradies?“-
Vorüberlegungen zur Vorbereitung eines Abiturgottesdienstes


Aus dem Wunsch heraus, die eigene Schullaufbahn nicht nur mit einem Gottesdienst begonnen, sondern sie auch mit dem Zuspruch Gottes beschlossen wissen zu wollen, kam der Anstoß für diesen Abiturgottesdienst von den Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs 2008 selbst. Bei der Suche nach einer für die Situation der Abiturientinnen und Abiturienten treffenden thematischen Blickrichtung trafen zwei Dinge aufeinander: Einmal die mit einem Augenzwinkern geäußerte, doch bedenkenswerte Feststellung eines Kollegen, Schüler wüssten häufig erst nach dem Verlassen ihrer Schule, in welchem Paradies sie sich befunden hätten und dann der unterrichtliche Zusammenhang des Prüfungskurses zum dritten Schwerpunktthema: „Das Reich Gottes“.



Mein neues Leben
Der im Unterricht begangene Weg zur Auseinandersetzung mit dem Gedanken vom Reich Gottes hat seinen Anfang ganz nah bei den Schülern genommen: im primär durch das Privatfernsehen geprägten Gedanken „Mein neues Leben“. Die werbewirksam voyeuristisch präsentierten Lebenssituationen, Wünsche, Hoffnungen und Ängste dieser „Menschen im Aufbruch“ bieten Identifikations- wie Abgrenzungsmöglichkeit und bergen vor allem die Chance eines differenzierten Vergleichs mit biblischen Aufbruchsgeschichten (z.B. Gen 3, Gen 12, Ex 3, Jona 1, Mk 1). Als abschließende Bündelung und Abstraktion dieses thematischen Einstiegs stand die Diskussion des Kurzfilms „Endstation Paradies“ (Regie: Jan Thüring, 2002) als mögliche Parabel menschlicher Aufbrüche.



Plötzlich Freiheit - Der Küken-Comic
Die theologische Erdung des genuin biblischen Aufbruchsgedankens ist vorbereitet worden durch den - als Motiv im Gottesdienst wiederaufgenommenen - „Küken-Comic“. Er gibt zum einen Raum, persönliche Ängste und Hoffnungen - vor allem der Abiturienten - beim Verlassen einer vertrauten, schützenden wie beengenden „Eierschale“ zu artikulieren, zum anderen antizipiert der Comic beides: die plötzliche Freiheit, die aus Aufbrüchen entstehen kann, aber auch das Nicht-zurück-Können ins Alte. Vor allem aber veranschaulicht er das Fragmentarische eines jeden Lebens, das Aufbrüche zulässt.

 

Bild aus: Religion im Sekundarbereich II, Zugänge – Entfaltungen – Perspektiven, Hannover 1989, S. 217.



Henning Luthers „Leben als Fragment“ entwirft theologisch ein ganz eigenes Bild des sich nach Aufbrüchen sehnenden Menschen. Für ihn sind sie lebensnotwendig, die Sehnsucht wird zum Motor allen Handelns, um das Fragmentarische vor allem in Begegnungen mit anderen zu überwinden – ohne dies jemals vollständig schaffen zu können. Luther besetzt (Auf)Brüche positiv. Unter diesem Licht lassen sich die biblischen Geschichten - wie es dann im Gottesdienst geschehen ist - noch einmal neu lesen.

Nach einem Exkurs zum Modell der (Anti)Utopien bzw. entsprechenden Gesellschaftsentwürfen (Märchen vom Schlaraffenland, T. Morus: Utopia, Marxismus als Gesellschaftstheorie, G. Orwell: „1984“) mit einem weiteren Nebenweg zu utopischen Anleihen in aus den Medien bekannten Songs wie J. Lennons „Imagine“, H. Grönemeyers „Stück vom Himmel“ und PURs „Abenteuerland“ führte der Weg zum atl. Bild des messianischen Friedensreiches in Jes 11 – unter der Fragestellung von Utopie oder möglicherweise doch etwas anders zu Verstehendem.



Zukunft und Verheißung
Theologisch bewegt man sich damit in den Begrifflichkeiten von Zukunft und Eschatologie. Beide sind im Unterricht sowohl aus jüdischer als auch aus christlicher Perspektive beleuchtet worden (u.a. G. Greshake, W. Benjamin, F.-J. Nocke). Als leitende Vergleichsmomente fungierten hierbei die Gedanken von Verheißung und Apokalyptik (sowohl in alt- als auch in neutestamentlicher Deutung, z.B. Dan, Mk 13) und damit verbunden der der Messiasfigur (z.B. Mt 25, Joh 5, 1. Kor 3, Apg 2, Mt 12).

Auch an dieser Stelle hat sich ein Exkurs angeboten – zu Jenseits- und Gerichtsvorstellungen im Spiegel der Kunst unterschiedlicher kirchengeschichtlicher Epochen. Als filmische Adaption apokalyptischen Denkens ist der Film „Das 7. Zeichen“ (Regie: Carl Schultz, 1988) analysiert und diskutiert worden.

Die biblische bzw. theologische Antwort auf apokalyptisches Denken schlossen sich an dieser Stelle in paulinischer Anthropologie sowie Martin Luthers Rechtfertigungslehre an.

Neutestamentliche Jenseitsvorstellungen spiegeln sich aber vor allem in der Rede vom Reich Gottes. Anhand exemplarischer Gleichnisse Jesu haben die Schülerinnen und Schüler die theologischen Aspekte von „Anspruch und Zuspruch“ sowie „schon jetzt und noch nicht“ erarbeitet und an Paulus wie Luther rückbinden können. An dieser Stelle stand die theologische Weiterführung von H. Luther in D. Sölles „Wunsch, ganz zu sein“, die die Leerstelle bei Luther mit der „Sehnsucht des Menschen nach dem noch ausstehenden Reich Gottes“ füllt.

Untrennbar verbunden mit der Prämisse der Verheißung haben die Momente von Anspruch – ein Schülerinnen und Schülern einer durch Leistungsdenken geprägten Gesellschaft, die gerade ihre Abiturprüfungen abgelegt haben, nur zu vertrauter Begriff – und Zuspruch durch den Gottesdienst geleitet und ein Stück weit versucht, den Kausalzusammenhang von Leistung und Anerkennung aufzubrechen und erneut das Fragmentarische vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Lebens als selbstverständlich und bereichernd anzunehmen.

Mit Loisys berühmtem Zitat „Jesus predigte das Reich Gottes – und es kam die Kirche“ haben die Schüler im Unterricht den letzten Teil des Semesterweges beschritten. Die ursprüngliche Bewegung um Jesus Christus, die Urgemeinde und damit biblischen Grundlagen des Kirchengedankens (2.Kor 6; Röm 12, Apg 2; Apg 4; Mt 16) und dann die Kirche in ihrem Selbstverständnis als eschatologische Heilsgemeinde wie gesellschaftspolitisch wirksame Institution einer Gesellschaft (z.B. Huber: Die Jesusbewegung und die Kirche; EKD-Denkschrift: Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit) bewegen sich zwischen dem „schon jetzt und noch nicht“.

Vertiefung und Abschluss des Semesterthemas geschahen erneut mit einem Kurzfilm (Ichthys; Regie: Marek Skrobecki, 2005), eine provokante Anregung, über Kirche an sich sowie menschliche Hoffnung auf ein noch ausstehendes Reich Gottes überhaupt zu diskutieren.

Hervorzuheben – da ohne direkte thematische Anbindung an den Unterricht – sei an dieser Stelle das Buch, das die Abiturientinnen und Abiturienten  im Gottesdienst bekommen haben – als persönliche „Gelenkstelle“ im Aufbruch zwischen zwei Lebensabschnitten.

Nach der ersten Seite, auf dem die Schülerinnen und Schüler ihre Kopie des „Küken-Comics“ wiederfinden konnten, galt es zahlreiche leere Seiten selbst zu beschreiben, vor allem aber beschreiben zu lassen. Und ein paar Seiten frei zu lassen für Begegnungen, die in ihrem Leben noch kommen werden.



Ablauf des Gottesdienstes
Eingang: Verteilen der Bücher an alle Abiturienten, Eingangslied Orgel


I. Begrüßung
Herzlich Willkommen zu unserem Abiturgottesdienst. Wir begrüßen alle Abiturienten, unsere Familien, Freunde, Bekannte und unsere Lehrer.
Heute wollen wir mit Gottes Segen unseren Schulabschluss feiern. So, wie unsere Schullaufbahn vor vielen Jahren mit seinem Zuspruch begonnen hat, möchten wir diesen Abschnitt unseres Lebens nun auch im Vertrauen auf Gott beenden und uns erneut auf den Weg begeben.

„Aufbruch aus dem Paradies?“ – unter diesen Gedanken haben wir den Gottesdienst gestellt - immerhin werden wir von heute an Gewohntes und Vertrautes hinter uns lassen, aber auch versuchen, die Erfahrungen und das Wissen, die wir mit uns nehmen, mit all den neuen Eindrücken, die nun folgen werden, zu verbinden.


II. Lied: Bewahre uns Gott, behüte uns, Gott


III. Gedanken zur Karikatur auf der ersten Seite / Fragen der Abiturienten
„Was mache ich hier? Woher kommen diese lauten Geräusche? Und wie seltsam es hier riecht! Also, in meinem Ei war es viel wärmer und gemütlicher als hier!“ So etwas Ähnliches scheint sich das Küken in dieser Bildergeschichte zu denken, die ihr auf der ersten Seite eurer Bücher sehen könnt, die wir euch am Eingang verteilt haben.

Zunächst lugt das Küken noch neugierig aus dem Ei, doch in seine Neugierde mischen sich von Bild zu Bild auch immer mehr Skepsis, Argwohn und Furcht – die Furcht vor einer ihm unbekannten, fremden Welt jenseits der schützenden Eierschale. Nur zu verständlich ist da die Reaktion des Kükens: Es flüchtet sich zurück ins Ei, zurück in sein vertrautes Leben, wo es sich gut eingerichtet hatte, wo es sich vom Eidotter gut ernähren konnte, wo es warm und geschützt war – kurz, wo es ihm eigentlich an nichts fehlte.

Gut, ein bisschen langweilig war ihm schon manchmal und schließlich wurde das Ei zu eng, die Nahrung knapp und die Sehnsucht nach etwas anderem, nach neuen Erfahrungen immer größer, sodass das Küken seine ganze Kraft aufwandte und mühevoll die Eierschale durchbrach.
Und jetzt also dieser Schock und diese Ernüchterung! Es scheint so, als habe das Küken plötzlich Angst vor der eigenen Courage bekommen, sodass es den Versuch eines Rückziehers in seinen alten Lebensabschnitt macht – eine nur zu verständliche Reaktion, aber auch eine sinnlose: Die Eierschale ist entzweigebrochen und im Ei kann das Küken nun nicht mehr überleben. Früher oder später wird es sich aus dem Ei heraus trauen müssen und die ersten Schritte in sein neues Leben wagen müssen, sei es auch nur, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Wenn unsere Schulzeit gleich mit der Vergabe der Abiturzeugnisse offiziell beendet sein wird, haben auch wir einen neuen Lebensabschnitt vor uns. Auch uns ist bei aller Vorfreude doch auch ein wenig mulmig zumute, auch wir können nicht „zurück ins Ei“, obwohl wir manchmal – wie das Küken – den Wunsch danach verspüren. Auch für uns ist dieser Aufbruch sicherlich in einem gewissen Sinne „überlebenswichtig“ und notwendig: Denn wollen wir wirklich bis ans Ende unserer Tage die Schulbank drücken? Kaum auszudenken, wenn die Schulzeit keine Lebensphase wie jede andere wäre, sondern ewig dauern würde! Wenn sich uns nicht nach jedem Lebensabschnitt immer auch etwas Neues auftun würde, liefen wir womöglich Gefahr, vom Altbekannten gelangweilt und eingeengt zu werden, bis wir schließlich an dieser Enge und Routine ersticken.

Ich frage mich, was das Küken wohl im nächsten Bild dieses Comics machen würde, nachdem die Rückkehr ins Ei nicht so recht hat klappen wollen. Es wäre gezwungen, sich einer neuen Umwelt zu stellen und diese als die seinige zu akzeptieren. Wird es weiterhin ängstlich umher schauen? Oder wird es sich nach und nach trauen, das Ei ganz zu verlassen und mit positiven Erwartungen und Hoffnung in sein neues Leben zu starten?

Und wir? Was werden wir tun? Wie möchten wir handeln? Wie können wir dieser Aufbruchsituation begegnen?

  • Auch wenn ich froh bin, die Schule hinter mir zu haben, habe ich manchmal Angst, sie zu verlassen: Was kommt danach?
  • Habe ich mich richtig entschieden? Hätte ich mich vielleicht doch lieber um einen Ausbildungsplatz bemühen sollen statt zu studieren? Welchen Beruf möchte ich am Ende tatsächlich ausüben?
  • Werde ich es schaffen, auf eigenen Beinen zu stehen oder überfordert mich diese ungewohnte Freiheit?
  • Manche meiner Freunde werde ich vielleicht nur noch selten sehen. Kann ich trotzdem den Kontakt zu ihnen halten? Werde ich schnell neue Freunde finden?
  • Werde ich es vielleicht irgendwann bereuen, kein Jahr im Ausland verbracht zu haben?
  • in welcher Gegend möchte ich leben? Was ist, wenn ich mich in der neuen Stadt überhaupt nicht wohl fühle und keinen Anschluss finde? Wenn ich allein bleibe?



IV. Biblische Gedanken zu Aufbrüchen
„Seht, der Mensch ist geworden wie wir; er erkennt Gut und Böse. [...] Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten Eden weg [...].“ (Gen 3, 22.24)

„Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.“ (Gen 12,1f.)

„Der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihre laute Klage [...] habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen.“ (Ex 3, 7-8a)

„Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.“ (Mk 1, 17f.)


V. Lied: Meine Hoffnung und meine Freude


VI. Predigt: Aufbruch aus dem Paradies? (.u.)


VII. Lied: Meine Hoffnung und meine Freude


VIII.  Fürbitten
(Kyrie nach je drei Fürbitten)

  • Herr, wir bitten für uns Abiturienten um deine Begleitung auf unserem neuen, ungewissen Weg, vor allem bei den ersten wichtigen Entscheidungen für unsere Zukunft.
  • Bitte schenke denjenigen, die schon wissen, was nun kommen soll, den Mut, an ihrem Traum festzuhalten und lass sie nicht über Steine auf ihrem Weg stolpern.
  • Wir bitten dich für alle Abiturienten, die noch im Zweifel sind, welcher Weg für sie der richtige sein wird. Gib ihnen Entscheidungshilfe bei der Berufswahl und führe sie sicher auf ihrem Weg.
  • Wir bitten für alle Abiturienten, die weit in die Welt aufbrechen, um dort ihren weiteren Lebensweg zu bestreiten. Gib ihnen Selbstbewusstsein und Kraft, sich allem Neuen und Unbekannten zuversichtlich zu stellen. Führe auch sie sicher auf ihrem Weg.
  • Du siehst unsere Angst und Unsicherheit, wenn wir bald bei unseren Eltern ausziehen und ein selbstständiges Leben beginnen wollen. Bitte gib uns Mut und schenke uns Begegnungen mit Menschen, die uns wichtig werden.
  • Du siehst die Freundschaften, die wir in den letzten Jahren aufgebaut haben. Bitte lass unsere Wege sich immer wieder kreuzen, auch wenn man sich nicht mehr täglich sieht.
  • Wir bitten für unsere Familien, Partner und Freunde, dass sie uns auch weiterhin auf unserem Lebensweg zur Seite stehen, dass wir immer wieder bei ihnen aufgefangen sind – egal, ob wir erfolgreich sind oder scheitern. Sei bei ihnen in ihrer Sorge um uns.
  • Wir bitten für alle Abiturienten, die nicht die gewünschten Noten erreicht haben. Lass sie nicht verzagen und gib ihnen Chancen, weiterhin aufrecht und selbstbewusst ihren Weg zu gehen.
  • Wir bitten für unsere Lehrer, dass sie auch weiterhin die Schüler auf ihrem Weg durch die Schule begleiten und sie auf den Aufbruch ins „Leben“ gut vorbereiten.



IX. Vaterunser


X. Gedanken zum Buch
Ihr habt zu Beginn dieses Gottesdienstes am Eingang kleine Bücher bekommen. Wir hoffen, dass ihr dieses Buch nicht irgendwann in eine Ecke legt und es vergesst. Denn es soll euch ein Begleiter werden bei allen Aufbrüchen, die nun folgen werden.

Mit unserer Entlassungsfeier beginnt für uns alle ein neuer Weg; wir brechen auf in einen neuen Lebensabschnitt.

Die Seiten des Buches sind noch leer und von heute an können sie beschrieben werden; nach und nach werden die Seiten gefüllt. Es wird nicht immer ganz einfach sein, Worte für die leeren Seiten des Buches zu finden. Außerdem ist es ein Buch ohne Linien und wir müssen diese Linien selbst bestimmen; wir müssen genauso auch den Rand selber finden und uns die Schriftgröße wie die Farbe der Schrift aussuchen.
Man beschreibt sein Buch aber nicht allein. Ihr dürft wählen, wer in euer Buch schreibt – vielleicht gibt es auch jemanden, der euch bittet, etwas eintragen zu dürfen.

Nicht nur eure Freunde und Bekannten können euch hier etwas eintragen, sondern auch eure Familien und Partner, auch eure Lehrer. Dieses Buch soll nicht einfach mit pauschalen Sätzen gefüllt werden, ganz im Gegenteil. Mögen die Worte wohl überlegt sein. Das Büchlein soll auch noch gar nicht vollständig gefüllt werden! Lasst ruhig noch Seiten frei – für die Einträge der Menschen, die euch auf dem Weg wichtig werden.
Bei unserer Entlassungsfeier in der Schule findet ihr gleich Stifte. Nehmt euch die Zeit, selbst Worte und Wünsche für andere zu finden und auch diejenigen anzusprechen, deren Wünsche ihr gern auf eine eurer leeren Seiten geschrieben hättet.

Es ist sicherlich schön, nach ein paar Wochen, Monaten oder sogar Jahren noch einmal in das Buch zu schauen und zu sehen, wer unsere Seiten für unseren Lebensweg beschrieben hat. Vielleicht ist dieses Buch nach Jahren ja auch ein Anlass, seine alten Bekannten und Freunde mal wieder zu kontaktieren und zu hören, was aus uns so geworden ist. Mögen sich die Seiten eures Buches füllen und möge euer Aufbruch ein glücklicher sein.


XI. Segen
Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen
und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst,
und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott.


XII. Lied: Irische Segenswünsche



Aufbruch aus dem Paradies? - Predigt
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, liebe Familien und Freunde, liebe Kollegen,

„Aufbruch aus dem Paradies?“ – so haben wir Ihren Abiturgottesdienst betitelt. Und am Ende steht ein Fragezeichen.

Adam und Eva, Abraham und Mose, die ersten Jünger Jesu. Sie alle haben etwas mit Ihnen gemeinsam: den Aufbruch (und den Neubeginn) in eine – vielleicht – noch ungewisse Zukunft.

Adam und Eva, so typisch Mensch, erliegen der Versuchung, vom Baum der Erkenntnis zu essen. Ihr Drang nach Wissen, aufzustreben, provoziert bei Gott die Sorge, sein Geschöpf könne nun auch vom Baum des Lebens essen und unsterblich werden wollen. Der Mensch, Gott in der Möglichkeit der eigenen Erkenntnis ähnlicher geworden, wird von seinem Schöpfer konsequent aus dem Paradies verwiesen – und in weiser Voraussicht menschlicher Hybris stellt Gott zur Unmöglichkeit einer Rückkehr Engel vor die Pforten des Paradieses.

Damit muss der Mensch nun leben – von Anfang an gefangen in Ambivalenzen: Einerseits hat er Erkenntnis und Wissen erlangt, darf sich als emanzipiert und autonom verstehen, hat – so mag man es deuten – durch das Übertreten des göttlichen Gebots den ersten Schritt in seine Freiheit getan. Vielleicht macht der Rauswurf aus dem Paradies den Menschen sogar erst zum Menschen? Zugleich gilt es, auch die negativen Folgen zu tragen: Die Entfremdung von Gott, der den Menschen zum Gegenüber geschaffen hat, den Vertrauensbruch zwischen ihnen. Die Freiheit des Menschen zwingt diesen zugleich in die Verantwortung für alles, was er nun tun und entscheiden wird. Das Behütetsein ist vorbei, das Leben außerhalb der Paradiespforte fordert seinen Tribut – und doch mag der Mensch seine Freiheit nicht missen.

Abraham wird von Gott nahezu Unmögliches abverlangt: der Aufbruch ins völlig Ungewisse, in ein ganz anderes Leben. Und das, wo er doch – verglichen mit dem, was zunächst kommen soll – in seiner Heimatstadt Ur recht paradiesisch lebt: wohlhabend und mit großer Familie, in Sicherheit – wenn auch als religiöser Außenseiter und ohne den erhofften Sohn.
Von heute auf morgen muss Abraham aufbrechen, Vertrautes und Sicherheiten hinter sich lassen, Neues wagen. Ohne seine Aufgabe auch nur zu hinterfragen, geht er hinaus auf einen Weg voller Hindernisse, voller Zukunfts- und Existenzängste.

Doch all das geschieht nicht ohne das positive Vorzeichen: den Segen und die Verheißung. Nicht nur, dass Abraham Gottes Segen erhält, Zeichen absoluter Gottesnähe und Zuspruchs, Segen, auf den Abraham in der Ungewissheit vertrauen und Mut finden kann, nein, die Auszeichnung geht sogar noch weiter: Abraham selbst soll zum Segen werden. Gott verspricht ihm mit dem Aufbruch eine besondere Rolle in der Geschichte des Volkes Israel und seines Gottes. Er wird zum Mittler, zum Träger göttlichen Zuspruchs.

Mose war nicht der geborene Held! Ein gebrochener, nach moralischem Urteil sogar gescheiterter Mensch, jemand, der einen anderen Menschen auf dem Gewissen hat. Jemand, der von sich selbst überhaupt keine hohe Meinung hat und in dem Moment, als er den Auftrag erhält, das Volk aus der Unterdrückung heraus in das Land, in dem Milch und Honig fließen, zu führen, aus Angst und Selbstzweifel den Auftrag sogar von sich weisen möchte. Und dann gestaltet sich der Auszug aus Ägypten alles andere als problemlos: Das Volk murrt, verliert sein Vertrauen in Mose und betet lieber das goldene Kalb an. Immer wieder muss Mose mit Gott und seinem Volk ringen – und fühlt sich dabei durchaus auch überfordert.
Gerade diesem nicht perfekten Menschen gilt Gottes Vertrauen, sein Volk aus der Not herauszuführen und ihm mit der Verheißung des Landes Zukunft zu schenken.

Die ersten Jünger am See von Galiläa. Aus heiterem Himmel werden sie aufgefordert, mitzugehen. Kein langes Gespräch, kein Abwägen von Argumenten, keine weitere Sorge um ihre Familien und Existenz hat Raum. Sie brechen einfach auf in ein neues Leben – mutig und zuversichtlich, überzeugt von jemandem, der ihrem Leben neue Richtung gibt. War das nun leichtsinnig oder bewundernswert? Vielleicht sind diese Jünger von ihren Familien und den anderen Fischern insgeheim belächelt worden?

Sie werden sie vielleicht alle bei sich wiederentdecken: Adam und Eva, freiheitssuchend und selbstbewusst, ihre Grenzen austestend; Abraham, voller Vertrauen und Zuversicht in seinen Weg, sein Ziel und den Grund seines Selbstbewusstseins immer im Blick behaltend; Mose, voll der Zweifel an sich selbst und immer nahe daran, aufzugeben, der Held, der die Erfahrungen des Scheiterns immer mit sich nimmt; die ersten Jünger, spontan und begeisterungsfähig, mutig und von ihrer Sache überzeugt.

Wenn Sie nun aufbrechen, Ihren Weg hoffentlich zuversichtlich weitergehen, verspreche ich Ihnen:
Aufbrüche bedeuten

  • Sicherheiten zu verlassen und sich manches Mal nicht mehr behütet zu fühlen,
  • immer Gefahr zu laufen, mehr zu wollen als man wirklich erreichen kann und zu scheitern,
  • sich überfordert zu fühlen, vor Aufgaben, die man sich stellt, weglaufen zu wollen,
  • sich vielleicht ein Stück weit von Vertrautem zu entfremden,
  • Verantwortung übernehmen zu müssen,
  • Wege beschreiten zu müssen, von denen man erst im Nachhinein sagen kann, ob sie gut oder schlecht waren,
  • sich immer wieder vergewissern zu müssen, wer und was Sie trägt,
  • von anderen infrage gestellt zu sein,

- Scheitern und die eigenen Brüche im Leben auszuhalten und sich trotzdem nicht zu verlieren.

Jemand anders verspricht Ihnen aber gleichzeitig:
Aufbrüche bedeuten

  • Erkenntnis zu erlangen,
  • zum Gegenüber werden zu dürfen,
  • eine Rolle zu spielen im Lauf dieser Welt,
  • sich einen Namen zu machen,
  • Zukunft denken zu dürfen, Zukunft geschenkt zu bekommen,
  • vertrauen zu dürfen darauf, dass Ihr Weg gut gedacht ist und immer unter einem positiven Vorzeichen steht:


Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein – so verheißt es Gott Abraham. Und in diesem Licht dürfen Sie Ihren Aufbruch sehen:
Gehen Sie Ihren Weg in der Gewissheit der Verheißung und des Zuspruchs Gottes und seien Sie gewiss, dass Sie anderen zum Segen werden können – auch, wenn der Weg, den Sie nun gehen werden, nicht an allen Stellen vollkommen und perfekt sein wird. (Das muss er ja auch gar nicht – sonst hätten Sie ja nichts mehr mit unseren biblischen Figuren gemeinsam.)


Aufbruch aus dem Paradies?
Ob Ihre, unsere Schule Ihnen ein Paradies gewesen ist, können Sie nur ganz allein beantworten. Ob Sie sich aufgehoben und in Sicherheit wahrgenommen haben, ob Sie gern hier gewesen sind – vielleicht. Das wäre schön.

Ob wir uns als Paradies verstanden wissen wollen – das ist eine Frage der Definition. Mögen Sie bereits in Ihrer Schulzeit das Gefühl bekommen haben, in Freiheit und in den Zuspruch entlassen zu sein, mögen Sie bereits hier gelernt haben, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Mögen Sie sich bereits hier als Gegenüber wahrgenommen haben. Und mögen Sie gewiss sein: Wir entlassen Sie im Wissen um den Zuspruch und den Segen, den Gott verheißen hat.
Amen.



Aufbruch aus dem Paradies?
Abiturgottesdienst 2008


Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, liebe Familien und Freunde, liebe Kollegen,

„Aufbruch aus dem Paradies?“ – so haben wir Ihren Abiturgottesdienst betitelt. Und am Ende steht ein Fragezeichen.

Adam und Eva, Abraham und Mose, die ersten Jünger Jesu. Sie alle haben etwas mit Ihnen gemeinsam: den Aufbruch (und den Neubeginn) in eine – vielleicht – noch ungewisse Zukunft.

Adam und Eva, so typisch Mensch, erliegen der Versuchung, vom Baum der Erkenntnis zu essen. Ihr Drang nach Wissen, aufzustreben, provoziert bei Gott die Sorge, sein Geschöpf könne nun auch vom Baum des Lebens essen und unsterblich werden wollen. Der Mensch, Gott in der Möglichkeit der eigenen Erkenntnis ähnlicher geworden, wird von seinem Schöpfer konsequent aus dem Paradies verwiesen – und in weiser Voraussicht menschlicher Hybris stellt Gott zur Unmöglichkeit einer Rückkehr Engel vor die Pforten des Paradieses.

Damit muss der Mensch nun leben – von Anfang an gefangen in Ambivalenzen: Einerseits hat er Erkenntnis und Wissen erlangt, darf sich als emanzipiert und autonom verstehen, hat – so mag man es deuten – durch das Übertreten des göttlichen Gebots den ersten Schritt in seine Freiheit getan. Vielleicht macht der Rauswurf aus dem Paradies den Menschen sogar erst zum Menschen? Zugleich gilt es, auch die negativen Folgen zu tragen: Die Entfremdung von Gott, der den Menschen zum Gegenüber geschaffen hat, den Vertrauensbruch zwischen ihnen. Die Freiheit des Menschen zwingt diesen zugleich in die Verantwortung für alles, was er nun tun und entscheiden wird. Das Behütetsein ist vorbei, das Leben außerhalb der Paradiespforte fordert seinen Tribut – und doch mag der Mensch seine Freiheit nicht missen.

Abraham wird von Gott nahezu Unmögliches abverlangt: der Aufbruch ins völlig Ungewisse, in ein ganz anderes Leben. Und das, wo er doch – verglichen mit dem, was zunächst kommen soll – in seiner Heimatstadt Ur recht paradiesisch lebt: wohlhabend und mit großer Familie, in Sicherheit – wenn auch als religiöser Außenseiter und ohne den erhofften Sohn.
Von heute auf morgen muss Abraham aufbrechen, Vertrautes und Sicherheiten hinter sich lassen, Neues wagen. Ohne seine Aufgabe auch nur zu hinterfragen, geht er hinaus auf einen Weg voller Hindernisse, voller Zukunfts- und Existenzängste.

Doch all das geschieht nicht ohne das positive Vorzeichen: den Segen und die Verheißung. Nicht nur, dass Abraham Gottes Segen erhält, Zeichen absoluter Gottesnähe und Zuspruchs, Segen, auf den Abraham in der Ungewissheit vertrauen und Mut finden kann, nein, die Auszeichnung geht sogar noch weiter: Abraham selbst soll zum Segen werden. Gott verspricht ihm mit dem Aufbruch eine besondere Rolle in der Geschichte des Volkes Israel und seines Gottes. Er wird zum Mittler, zum Träger göttlichen Zuspruchs.

Mose war nicht der geborene Held! Ein gebrochener, nach moralischem Urteil sogar gescheiterter Mensch, jemand, der einen anderen Menschen auf dem Gewissen hat. Jemand, der von sich selbst überhaupt keine hohe Meinung hat und in dem Moment, als er den Auftrag erhält, das Volk aus der Unterdrückung heraus in das Land, in dem Milch und Honig fließen, zu führen, aus Angst und Selbstzweifel den Auftrag sogar von sich weisen möchte. Und dann gestaltet sich der Auszug aus Ägypten alles andere als problemlos: Das Volk murrt, verliert sein Vertrauen in Mose und betet lieber das goldene Kalb an. Immer wieder muss Mose mit Gott und seinem Volk ringen – und fühlt sich dabei durchaus auch überfordert.
Gerade diesem nicht perfekten Menschen gilt Gottes Vertrauen, sein Volk aus der Not herauszuführen und ihm mit der Verheißung des Landes Zukunft zu schenken.

Die ersten Jünger am See von Galiläa. Aus heiterem Himmel werden sie aufgefordert, mitzugehen. Kein langes Gespräch, kein Abwägen von Argumenten, keine weitere Sorge um ihre Familien und Existenz hat Raum. Sie brechen einfach auf in ein neues Leben – mutig und zuversichtlich, überzeugt von jemandem, der ihrem Leben neue Richtung gibt. War das nun leichtsinnig oder bewundernswert? Vielleicht sind diese Jünger von ihren Familien und den anderen Fischern insgeheim belächelt worden?

Sie werden sie vielleicht alle bei sich wiederentdecken: Adam und Eva, freiheitssuchend und selbstbewusst, ihre Grenzen austestend; Abraham, voller Vertrauen und Zuversicht in seinen Weg, sein Ziel und den Grund seines Selbstbewusstseins immer im Blick behaltend; Mose, voll der Zweifel an sich selbst und immer nahe daran, aufzugeben, der Held, der die Erfahrungen des Scheiterns immer mit sich nimmt; die ersten Jünger, spontan und begeisterungsfähig, mutig und von ihrer Sache überzeugt.

Wenn Sie nun aufbrechen, Ihren Weg hoffentlich zuversichtlich weitergehen, verspreche ich Ihnen:
Aufbrüche bedeuten

  • Sicherheiten zu verlassen und sich manches Mal nicht mehr behütet zu fühlen,
  • immer Gefahr zu laufen, mehr zu wollen als man wirklich erreichen kann und zu scheitern,
  • sich überfordert zu fühlen, vor Aufgaben, die man sich stellt, weglaufen zu wollen,
  • sich vielleicht ein Stück weit von Vertrautem zu entfremden,
  • Verantwortung übernehmen zu müssen,
  • Wege beschreiten zu müssen, von denen man erst im Nachhinein sagen kann, ob sie gut oder schlecht waren,
  • sich immer wieder vergewissern zu müssen, wer und was Sie trägt,
  • von anderen infrage gestellt zu sein,
  • Scheitern und die eigenen Brüche im Leben auszuhalten und sich trotzdem nicht zu verlieren.


Jemand anders verspricht Ihnen aber gleichzeitig:
Aufbrüche bedeuten

  • Freiheit zu erfahren,
  • Erkenntnis zu erlangen,
  • zum Gegenüber werden zu dürfen,
  • eine Rolle zu spielen im Lauf dieser Welt,
  • Zukunft denken zu dürfen, Zukunft geschenkt zu bekommen,
  • vertrauen zu dürfen darauf, dass Ihr Weg gut gedacht ist und immer unter einem positiven Vorzeichen steht:


Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein – so verheißt es Gott Abraham. Und in diesem Licht dürfen Sie Ihren Aufbruch sehen: Gehen Sie Ihren Weg in der Gewissheit der Verheißung und des Zuspruchs Gottes und seien Sie gewiss, dass Sie anderen zum Segen werden können – auch, wenn der Weg, den Sie nun gehen werden, nicht an allen Stellen vollkommen und perfekt sein wird. (Das muss er ja auch gar nicht – sonst hätten Sie ja nichts mehr mit unseren biblischen Figuren gemeinsam.)


Aufbruch aus dem Paradies?
Ob Ihre, unsere Schule Ihnen ein Paradies gewesen ist, können Sie nur ganz allein beantworten. Ob Sie sich aufgehoben und in Sicherheit wahrgenommen haben, ob Sie gern hier gewesen sind – vielleicht. Das wäre schön.

Ob wir uns als Paradies verstanden wissen wollen – das ist eine Frage der Definition. Mögen Sie bereits in Ihrer Schulzeit das Gefühl bekommen haben, in Freiheit und in den Zuspruch entlassen zu sein, mögen Sie bereits hier gelernt haben, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Mögen Sie sich bereits hier als Gegenüber wahrgenommen haben. Und mögen Sie gewiss sein: Wir entlassen Sie im Wissen um den Zuspruch und den Segen, den Gott verheißen hat.
Amen


Segen
Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen
und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst,
und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott.

(Lied: Irischer Reisesegen)