Christusbilder im Film »Jesus liebt mich«

von Steffen Marklein

 

Was einem leicht fällt zu glauben,
verführt zu Leichtgläubigkeit.
Kurt Marti1


Warum ist der Film „Jesus liebt mich“2 beim Evangelischen Medienverleih ständig ausgeliehen? Birgt der Titel ein Versprechen? Ist es der schöne Jesus, gespielt vom Florian David Fitz, der die Sympathien der Zuschauenden auf sich zieht? Ist es das Genre der Komödie gespielt mit wunderbar-amüsanten Schauspielern wie Jessica Schwarz, Henry Hübchen und Hannelore Elsner? Oder sind es die schwer verdaubaren Themen wie Weltgericht, Engelsturz und Teufel, die sich mit dem Film auf leicht zugängliche Weise diskutieren lassen, nicht zuletzt im Bereich von Schule und Gemeinde?

Selbst Konfirmandinnen und Konfirmanden sind von dem Film begeistert, spricht er doch eine Sprache, die sie verstehen. In einer Zeit, in der Weltuntergangsszenarien von Klima-, Kriegs – und Atomkatastrophen zu unserer Alltagssprache gehören und diese sich zugleich mit den kleinen und großen Herausforderungen in Schule, Freundschaft oder Familie kreuzen, ist die Leichtigkeit und hoffnungsgetragene Grundstimmung des Films nicht nur für Jugendliche ein erfrischender Impuls zur Frage von Religion, Jesusbild und Glaube in der Gegenwart.

Verzichtet man darauf, die cineastische Messlatte unnötig hoch zu legen, so bietet dieser Jesusfilm eine Fülle von Anknüpfungspunkten zu theologisch-religiösen Themen. Die Herausforderung einer persönlichen Glaubensüberzeugung mischt sich dabei wohltuend mit einem Raum von Freiheit, Witz und Nachdenklichkeit. Betrachtet man „Jesus liebt mich“ so als einen „echten“ Jesusfilm, der zwar einer beliebten literarischen Konstruktion folgt3 und doch mit eigenem Charme und Humor seine Fragen stellt, kann sich gerade die Konzentration auf Jesus und das Bild, das der Film von ihm zeichnet, religionspädagogisch als gewinnbringend erweisen. Die Frage nach der Bedeutung Jesu für den Glauben gehört nicht zuletzt in einer sich immer stärker plural orientierenden Gesellschaft zu den zentralen theologischen Herausforderungen der Gegenwart.

Es geht, religionspädagogisch betrachtet, im Kern nicht um eine äußere Ästhetik, sondern um das theologische Verstehen der Christusgestalt. Freilich lässt sich dieses im Medium Film nicht losgelöst von seinen ikonographischen Traditionen und Vorbildern betrachten. Ob ein Film trägt, erweist sich gerade im Zusammenspiel von Bild und erzählter Geschichte.

Aus der Fülle der biblisch-religiösen Bilder und Motive will ich, nachdem der Inhalt des Films kurz skizziert wurde, mein Augenmerk auf das christologische Motiv konzentrieren. Christologie fragt im Grundsatz nach dem Verhältnis von Mensch und Gott in Christus. Der Film macht uns den Zugang leicht und schwer zugleich. Zum einen gibt es in den äußeren Bilder viele direkte ikonographische Bezüge und Anspielungen, die schnell erkannt und benannt werden können. Zum anderen verbergen sich in den verschiedenen Zeitebenen jedoch innere Bilder, die als theologische Bildideen verstanden werden können. In ihnen verbergen sich christologische Grundfragen, die zur Sprache gebracht und zumindest ansatzweise gedeutet werden sollen. Zusätzlich werden historische Bilder benannt. Sie spiegeln den zeitgeschichtlichen Kontext der Person Jesu wider. Abschließend soll eine zeitgemäße christologische Spurensuche angedeutet werden, in der sowohl (Film-) Ästhetik als auch Religionspädagogik ihre Unterstützung und Herausforderung finden können.

 

Zum Filminhalt

Neugier weckend hat Manfred Karsch den Film beschrieben: „Stellen sie sich vor, am nächsten Dienstag beginnt der Weltuntergang und Jesus kommt inkognito in die Stadt, um die bevorstehende Apokalypse vorzubereiten und zu prüfen, ob und wie die Menschen auf diesen Tag vorbereitet sind. Und stellen sie sich weiter vor, dass auch der Teufel entsprechende Vorbereitungen trifft, um dem Szenario der Apokalypse, wie es die Offenbarung des Johannes in der Bibel beschreibt, gerecht zu werden und sich auf den letzten Kampf des Bösen mit dem Guten einzustellen. Und stellen sie sich schließlich vor, dass in diesem apokalyptischen Spektakel auch Gabriel eine Rolle spielt, der ehemalige Erzengel, der aber sein himmlisches Dasein schon vor einigen Jahrzehnten geopfert hat, weil er sich in Silvia, die Mutter Maries, verliebt hat. Nun führt er ein irdisches Dasein als Pfarrer. Und genau in dessen Pfarrhaus steigt Jesus alias Jeshua ab, um die für ihn noch völlig unbekannte moderne Welt und ihre Menschen kennen zu lernen.

Das ist das Szenario, vor dessen Hintergrund sich eine Komödie entwickelt, in der neben Jesus auch Marie eine besondere Rolle spielt. Einen Tag, nachdem sie die Trauung mit Sven hat platzen lassen, begegnet Marie in der Einkaufsstraße Jesus/Jeshua, der in ihr seine ehemalige Weggefährtin Maria Magdalena wiederzuerkennen meint. Prompt verliebt sich Marie in Jeshua, aber erst in einem aufklärenden Gespräch mit Pfarrer Gabriel erkennt Marie seine wahre Person und seinen apokalyptischen Auftrag. Innerlich und äußerlich gewandelt will nun Marie die Welt vor der drohenden Apokalypse retten. Doch auch der Teufel ist nicht untätig, sondern rüstet mit Gabriel und Silvia, Maries Vater und dessen Geliebter Swetlana die apokalyptischen Reiter um sich. Der apokalyptische Endkampf aber verläuft anders als erwartet, so dass nun Gott selbst in das Geschehen eingreift und Marie zu einem klärenden Gespräch in den Himmel bittet. Am Ende wird die Apokalypse verschoben, Jesus nimmt Abschied von Marie, aber die Welt ist nicht mehr die Alte …“4

 

Äußere Bilder

Die Frage nach dem äußeren Aussehen Jesu hat bis heute nichts von ihrem Reiz für die religiöse Phantasie verloren. Auch oder gerade weil wir wissen, dass wir kein „echtes“, authentisches Bild5 von Jesus besitzen, ist der Bildraum mächtig, der unsere religiöse Vorstellungskraft bis in die Gegenwart hinein prägt.

Man glaubt seinen Augen nicht zu trauen, wenn man sieht, in welch klischeebehaftetem Äußeren Jesus im Film zunächst auftritt. Im langen weißen Gewand – offensichtlich nicht aus dieser Welt stammend – kommt Jesus zu Gabriel, der ihn – wie vermutlich alle Zuschauenden – unschwer als Jesus erkennt. Es bleibt erstaunlich, wie sich das durch die religiöse Bewegung der Nazarener im 19. Jahrhundert geprägte lieblich-klassizistische Jesusbild bis heute in das kulturelle Bildgedächtnis eingeprägt hat6 und auch hier noch seinen Niederschlag zu finden scheint. Von den ersten bekannten Jesusfilmen der Brüder Lumière (1897) oder Méliès (1899/99) über die berühmten Werke beispielsweise von Pasolini (1964) oder Zeffirelli (1976/77) bis hin zu Jesusfilmen von Arcand (1989) oder Young (1999) scheinen, bei aller Unterschiedlichkeit der Filme, weiterhin ikonographische Traditionen wirksam zu sein, von denen man sich in der Regel weder lösen kann noch will. So begegnet uns Jesus in diesem Film zunächst in einer wohlvertrauten, der Volksfrömmigkeit nahe stehenden Ikonographie des 19. und 20. Jahrhunderts.7

Im Folgenden knüpfen Jesusbilder an alte Darstellungen an, wie sie sich beispielsweise mit dem aus dem Spätmittelalter stammenden Turiner Grabtuch verbinden. Im Film hält ein Jesusbegeisterter ein von Jesus weggeworfenes Handtuch hoch: „Hier, das Gesicht des Herrn und seht: Das Blut Christi.“ Ironisch wird hier an die ursprünglich auf das Gesicht begrenzte Bilddarstellung der frühchristlichen Legendentradition einer vera icon erinnert.8 Berühmt ist in diesem Zusammenhang die Legende vom Schweißtuch der Veronika, deren Name selbst an die Tradition einer vera icon erinnern will. Noch im umstrittenen Film „Passion“ (2004) von Mel Gibson wurde die Legende aufgenommen und neu belebt.

Ein drittes Christusbild, das der Film zeichnet, ist die zeitgenössische Darstellung durch den Schauspieler Florian David Fitz selbst.9 Als Jesus inkognito, der sich gerade nicht durch sein Äußeres wie Kleidung oder Frisur von seiner Zeit unterscheiden will, erscheint Jesus als junger attraktiver Mann, ohne jedoch besonders aufzufallen. Sowohl Film als auch literarische Vorlage erinnern mehrfach an die Bee Gees.10 Zwischen gepflegtem Äußeren und leichter Lässigkeit vermittelt sich das menschlich-normale Bild eines bürgerlichen Zeitgenossen mitteleuropäischer Herkunft. Wenn auch im Interview von Florian David Fitz mit dem Hinweis auf die Sichtbarkeit der Wundmale relativiert verbindet sich mit dem sonnengebräunten, mit nacktem Oberkörper auf dem Dachfirst der Kirche sitzenden Jesus ein erotisches Motiv. Dieser Jesus ist durchaus sexy. Die im gleichen Zusammenhang aufgenommene Anspielung auf Franz von Assisi tritt in jedem Fall nicht in der Vordergrund.

 

Innere Bilder

Im Film „Jesus liebt mich“ treten verschiedene Motive und Situationen auf, die die Erwartungshaltung der Zuschauenden irritieren können. Hierzu zählt u. a. die Unwissenheit und Naivität, die Jesus an mehreren Stellen erkennen lässt. Jesus scheint Maries Namen zu kennen, ohne dass sie ihn zuvor gesagt hat, über Gabriel und seine Lebensgeschichte weiß Jesus Bescheid, doch Technik wie zum Beispiel Telefon und Fernsehen begegnet er mit Erstaunen. Bestimmte Essgewohnheiten sind ihm fremd. Jesus erscheint wissend und unwissend zugleich, was sowohl eine göttliche als auch eine menschliche Seite seiner Person widerspiegelt.

Das aus dem Markusevangelium vertraute Motiv des Messiasgeheimnisses, nach dem die Welt Jesus erst mit seinem Leiden und Tod wirklich erkennen kann, erscheint mithin umgekehrt als eine Suchbewegung Jesu hin zur Welt. Jesus hält in der Welt auf verborgene Weise Ausschau nach Gerechtigkeit und Menschlichkeit.

Im weiteren gehört es zu den kleinen augenfällig-amüsanten Momenten des Films, wenn Jesus beispielsweise beim Essen mit Gabriel dessen Glas Wasser berührt und sich dieses augenblicklich in Wein verwandelt. Die Wundertätigkeit, die im Kreis der anderen Gäste kaum bemerkt wird, hebt Jesus neben seinem Verhalten bei Begegnungen beispielsweise mit einem Obdachlosen, einer alten Frau oder einem Punker, deutlich von den Menschen seiner Umgebung ab. Das Besondere seiner Person wird von Marie zwar mehr und mehr erkannt, doch löst es sich in seinem letzten Geheimnis nicht auf. Die Konstruktion von Wirklichkeit und Traum versucht dies an mehreren Stellen zu vermitteln und anschaulich zu machen.11

Was zunächst bei der „Sturmstillung“ auf dem See die Rettung Maries12 bedeutet, wird im Laufe des Films zum Hintergrund einer Begegnung, die abschließend als christologische Schlüsselszene gedeutet werden kann. Jesus, der in der Begegnung mit Marie zunehmend seine vermeintlich menschliche Seite kennen lernt, wenn er beispielsweise Schimpfworte ausspricht, kann, als er mit Marie in der Nacht im See schwimmen will, zunächst nur über das Wasser gehen. Erst als Marie ihm aus dem Wasser heraus auf die Stirn küsst, taucht er mit in das Wasser ein. Die vermeintlich „göttliche“ Seite Jesu wird durch Maries Zuwendung hineingezogen in ihre Menschlichkeit, die – bei aller übertriebenen Romantik der Szenerie13 – ein Moment der Erlösung und des Glücks in sich trägt. Die (un-) heile Welt, die anschließend noch einmal durchschritten wird, kann zwar nicht aufgehoben werden, und doch zeigt sie sich zumindest für einen Augenblick in einer neu zugänglichen Weise.14

Das unausweichliche Aufeinandertreffen von Jesus und Satan im letzten Teil des Films „endet mit einem Kung-Fu-Kampf a la Matrix“.15 Wieder bildet die Frage nach dem Menschsein Jesu einen zentralen Gesichtspunkt der Auseinandersetzung. Marie, von Satan dazu instruiert, Jesus ganz „zum Menschen zu machen“, scheint durch ihre Liebe Jesus zu verraten, doch als Satan das apokalyptische „Tor zur Hölle“ öffnen will, kann sich genau diese „menschliche Seite“ dem Bösen entgegenstemmen.

Der Schluss des Films, dem ein langes „himmlisches“ Gespräch zwischen Gott und Marie sozusagen „über die beste aller möglichen Welten“ (Leibniz) vorausgeht, lässt Jesus – jetzt wieder im weißen Gewand – am See von Marie Abschied nehmen. Im Abspann wird eine Jesusfigur im Himmel sichtbar.

Ohne dass sich so das in Erscheinung getretene Geheimnis Jesu zu seiner menschlichen oder göttlichen Personenseite auflöst, hat sich im gegenwartsbezogenen Motiv der Wiederkehr Jesu der Wandel zu einer neuen Welt vollzogen. Es gilt die eigene Weltverantwortung wahrzunehmen, indem die Räume der Liebe durchschritten und darin eigene Entdeckungen der Freiheit und Menschlichkeit gemacht werden.

 

Historische Bilder

Angemerkt werden sollen an dieser Stelle die historischen Reminiszenzen, die im Film vereinzelt anklingen. Das Bild Jesu als historischer Figur wird konkret mit seiner jüdischen Herkunft in Verbindung gebracht. So betet Jesus beim Essen auf Hebräisch und erwähnt „Galiläa in Palästina“ als sein Herkunftsland. Er erinnert sich an die Wärme in seiner Heimat. Die Bilder, die sich hiermit assoziieren lassen, sind einer archäologischen und medialen Überlieferung verpflichtet, die uns heute kaum ein zuverlässiges Bild der damaligen Zeit und ihrer Menschen vermitteln kann. Der Versuch, wie ihn beispielsweise die von der BBC veranlasste Computerrekonstruktion zum Aussehen Jesu unternommen hat,16 dient vermutlich eher der Relativierung unserer überlieferten, festgeprägten Jesusbilder als dass sie eine authentische Abbildung der historischen Realität darstellen kann.

 

Christusbilder und Unterricht

„Christologische Kompetenz bildet sich […] nicht im Repetieren welcher Dogmen auch immer, sondern in der regelgeleiteten Arbeit an konkreten Christusbildern.“17 Nimmt man diesen Satz als religionspädagogische Aufgabe ernst, kann die Auseinandersetzung mit einem Film wie „Jesus liebt mich“ zu einer eigenen, intensiven Spurensuche führen. Es werden Christusbilder miteinander verschränkt, die nicht nur auf der Grundlage der biblischen Tradition entstehen, sondern zugleich ihre Zeit, mithin einen gegenwartsbezogenen Kontext widerspiegeln. Christusbilder ohne einen solchen Zusammenhang gibt es nicht.

Dem Nachdenken über die religiöse Bedeutung Jesu öffnet sich damit ein vielfältiger Raum, der das eigene theologische Fragen und Verstehen herausfordert. In welcher Weise Christusbilder wirken, ob sie provozieren, irritieren oder vergewissern, lässt sich nicht allgemein beantworten. Auch ein Film wie „Jesus liebt mich“ wird sehr unterschiedliche Reaktionen hervorrufen18, obwohl die Darstellung Jesu anders als beispielsweise im Film „Die letzte Versuchung Christi“ (1988) von Martin Scorsese ohne übertriebene Anstößigkeiten auskommt.

Christologie verlangt nach Bildern, soll sie bedeutungsvoll und lebendig bleiben.19 Im Film „Jesus liebt mich“ konstruiert die Idee, dass Jesus heute in der Welt gegenwärtig ist, ein Christusbild, das durch alle schrägen Inszenierungen hindurch Fragen nach einem selbstverantworteten, sinnvollen und freien Leben stellt. Die christologische Spurensuche trägt dazu bei, Antworten zu stützen oder auch in Frage zu stellen. Nicht eine starre, sondern eine, wie Alex Stock es formuliert hat, „Poetische Christologie“20 kann dabei den Impuls formulieren, in der Vielfalt der Christusbilder dem Geheimnis des Christus selbst auf die Spur zu kommen. Die religionspädagogische Beschäftigung mit dem Film „Jesus liebt mich“ bleibt so sowohl in der Schule als auch in der Gemeinde eine lohnende Aufgabe.

 

Anmerkungen

  1. Kurt Marti: Heilige Vergänglichkeit, Stuttgart 2011, 28.
  2. Jesus liebt mich, Regie: Florian David Fitz, 97 Min., Spielfilm Deutschland 2012. Buch: Florian David Fitz nach Motiven des gleichnamigen Romans von David Safier. Kamera: Stefan Unterberger. Musik: Marcell Barsotti, Stefan Broder. Schnitt: Mona Bräuer. Produktion: UFA Cinema GmbH (Berlin/München) in Kooperation mit dem ZDF. FSK: ab 12 Jahren. Der Film ist mit umfangreichen Arbeitsmaterialien erschienen bei Matthias-Film, Berlin (www.matthias-film.de) und dem Katholischen Filmwerk, Frankfurt (www.filmwerk.de). Verleih siehe: www.evangelische-medienzentralen.de
  3. Kurzfilme wie beispielsweise „Mensch Jesus“, „Ernst und das Licht“ oder „Der Besuch“ weisen ähnliche Erzählmuster und Motive auf. Siehe auch: Steffen Marklein (Hg.): Kurz und Gut. Kurzfilme für den Religionsunterricht, Rehburg-Loccum 2012, 44-47.
  4. Manfred Karsch: Jesus liebt mich. Arbeitshilfe, Katholisches Filmwerk, Frankfurt 2013, 2 [www.filmwerk.de].
  5. Zur Problematik des „echten“ Bildes siehe: Hans Belting: Das echte Bild. Bildfragen als Glaubensfragen, München 2006.
  6. Vgl. Horst Schwebel: Die Kunst und das Christentum, München 2002, 78-82.
  7. Siehe auch Reinhold Zwick/ Otto Huber (Hg.): Von Oberammergau nach Hollywood. Die Wege der Darstellung Jesu im Film, Köln 1999. Auch Eckart Bruchner: Jesusfilme zwischen Erbauung, Tabubruch und Bibliodrama, in: Gesellschaft für Bibliodrama e.V.(Hg.): TEXTRAUM Ausgabe 39, Berlin November 2013, 42-44.
  8. Siehe beispielsweise Günter Lange: Bilder zum Glauben, München 2002, 73-76.
  9. Zusätzlich bleiben die Bilder und Kreuzesdarstellungen in der Kirche und in der Pfarrwohnung zu erwähnen.
  10. David Safier: Jesus liebt mich, Hamburg 2008, 7: „Der war doch ein arabischer Jude, wieso sieht er dann auf den meisten Bildern aus wie einer von den Bee Gees?“
  11. Karsch a.a.O., 8: „Die Komödie […] knüpft damit den tragikomischen Handlungsstrang einer Dilemmasituation, in die sich Marie/Maria und Jesu/Jeshua verstricken: Im Konflikt zwischen Liebe und Nächstenliebe bildet sich eine grundlegende Fragestellung der Christologie an, die die altkirchliche Christologie mit ihrer Formel ‚wahrer Mensch – wahrer Gott’ zu lösen versuchte.“
  12. Das Cover des Films und der Arbeitshilfe sowie das Werbeplakat (Abb. S. 85) zeigen genau diesen (göttlichen) Rettungsakt.
  13. Hierzu vergleiche auch die Fotografie von Bettina Rheims und Serge Bramly, Jesus geht über das Wasser, in: Bettina Rheims/Sergey Bramly: I.N.R.I., München 1998.
  14. Das Lied „Muss nur noch kurz die Welt retten“ von Tim Bendzko (siehe z. B. http://www.youtube.com/watch?v=4BAKb2p450Q), das dem Film an dieser Stelle in einer langen Sequenz unterlegt ist, stellt mit seinem ironisch-satirischen Charakter eine von Menschen ermöglichte Rettung der Welt in Frage. Weiterführende Impulse zu Rechtfertigungslehre, Anthropologie und Soteriologie beschreibt Karsch a.a.O., 10f.
  15. A.a.O., 12.
  16. Siehe http://www.spiegel.de/panorama/phaenomenologie-so-sah-also-jesus-aus-a-125150.html (zuletzt aufgerufen am 6.5.2014).
  17. Walter Sparn: Christologie und Christusbilder, in: Korrespondenzblatt, 6/2013, 87-91, 90.
  18. Vgl. das Resümee, das Manfred Karsch zieht: „Jesus liebt mich ist eine ‚himmlische Komödie‘, die mit vielen Anspielungen auf biblische Geschichten und Themen der christlichen Theologie oft nur den Zuschauer schmunzeln und lachen lässt, der sich ein wenig mit diesen Zitaten und Hinweisen auskennt. Für die gemeindliche und schulische Bildungsarbeit wird es ein geeignetes Medium sein, um ein niedrigschwelliges Angebot zu initialisieren, über theologische Fragen mit Jugendlichen und Erwachsenen ins Gespräch zu kommen.“ Karsch a.a.O., 2.
  19. Hierzu zählen selbstverständlich nicht nur Jesusfilme, sondern z. B. auch zeitgenössische Gedichte, Romane, Fotographien, Karikaturen, Popsongs oder Werke der bildenden Kunst. Siehe auch Walter Sparn: Christologie und Christusbilder, in: Korrespondenzblatt, 6/2013, 87-91, 90f.
  20. Vgl. Alex Stock: Poetische Dogmatik, Christologie, 4 Bände, München 1995-2001.
 
  Jesus liebt mich (Plakat)